- Meta übernimmt die KI-Firma Manus für Milliarden.
- Das Unternehmen hat chinesische Wurzeln und sitzt in Singapur.
- Manus erzielte über 100 Millionen USD jährlichen Umsatz.
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Der Deal zählt zu den größten Übernahmen eines chinesisch geprägten KI-Unternehmens durch einen US-amerikanischen Konzern – und ist politisch wie strategisch brisant.
Manus wurde zwar offiziell in Singapur angesiedelt, hat aber chinesische Gründer und Wurzeln im dortigen Forschungsökosystem. Zuletzt arbeitete das Startup an KI-Agenten, die komplexe Aufgaben wie Marktanalysen, Research-Berichte oder den Aufbau kompletter Webseiten automatisiert übernehmen. Eine Demo im Frühjahr sorgte für viel Aufmerksamkeit – nicht zuletzt, weil Manus auf leistungsfähige Modelle westlicher und asiatischer Anbieter zurückgreift.
Meta will den Dienst weiter betreiben und in seine Plattformen integrieren. Ziel ist es, KI-Agenten direkt in Anwendungen wie Instagram, WhatsApp und das Werbegeschäft einzubetten. Damit positioniert sich Meta offensiv gegen Konkurrenten wie Microsoft (Microsoft Aktie), Google (Alphabet A Aktie) und OpenAI, die ebenfalls stark auf autonome KI-Werkzeuge setzen.
Operativ wird Manus-Chef Xiao Hong künftig an Metas COO Javier Olivan berichten. Konzernchef Mark Zuckerberg hatte zuletzt eine massive Recruiting-Offensive gestartet, nachdem es bei eigenen KI-Modellen zu Verzögerungen gekommen war. Auch strategische Beteiligungen – etwa an Scale AI – unterstreichen den Kurswechsel.
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| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
|
5
|
10
|
15
|
| Fallender Kurs |
Put
|
5
|
10
|
15
|
Finanziell ist Manus rasant gewachsen: Acht Monate nach dem Start überschritt das Unternehmen die Marke von 100 Millionen US-Dollar jährlich wiederkehrender Umsätze. Millionen Nutzer greifen bereits auf die kostenpflichtigen Analyse- und Coding-Funktionen zu.
Politisch bleibt der Deal sensibel. US-Gesetzgeber beobachten Investitionen mit China-Bezug zunehmend kritisch. Manus hatte deshalb Pläne für einen Markteintritt in China auf Eis gelegt und seinen Sitz offiziell nach Singapur verlegt. Für Meta ist die Übernahme dennoch ein klares Signal: Im Rennen um die nächste KI-Generation zählt nicht nur Technologie – sondern auch Geschwindigkeit und globale Reichweite.
Autor: Ariva-Redaktion/ js
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