- Zecken verursachten 2025 bereits 693 FSME-Fälle.
- Ganz Deutschland gilt als FSME-Risikogebiet.
- Der Klimawandel fördert die Aktivität der Zecken.
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Dobler: Risiko hat sich dramatisch erhöht
Zecken sind inzwischen ganzjährig aktiv, sie erobern selbst kühle Berglagen und verbreiten das FSME-Virus in ganz Deutschland. Mit der gestiegenen Verbreitung und Aktivität der Zecken nimmt auch die Zahl der Menschen zu, die an der von Zecken übertragenen Hirnhautentzündung (FSME) erkranken. "Das Risiko einer Infektion hat sich dramatisch erhöht", sagte Dobler.
Bislang wurde der höchste Wert mit 704 FSME-Erkrankungen im Jahr 2020 gemessen. "Aktuell haben wir 693 gesicherte FSME-Fälle in 2025", sagte Dobler. Hinzu kämen 100 Verdachtsfälle, die gerade geprüft würden, so Dobler, der Deutschlands nationales Konsiliarlabor für FSME leitet. Es überprüft unklare Diagnosen, beobachtet aber auch die Epidemiologie und Ökologie der Erkrankung.
Ganz Deutschland ist ein Risikogebiet
Nach Angaben von Dobler und Mackenstedt stehen Baden-Württemberg und Bayern mit etwa 85 Prozent der Krankheitsmeldungen weiter an der Spitze der FSME-Risikogebiete. Ein ansteigender Trend auf niedrigem Niveau sei in allen Bundesländern zu beobachten. "Wir müssen davon ausgehen, dass ganz Deutschland inzwischen ein FSME-Risikogebiet ist", sagte Mackenstedt.
Ursache für die steigenden Zahlen ist aus Sicht der Experten vor allem der Klimawandel. Zecken gingen nicht mehr in die Winterpause, weil die Temperaturen einfach zu hoch seien, sagte die Leiterin des Fachgebiets Parasitologie an der Universität Hohenheim in Stuttgart. Hinzu kommt, dass viel mehr Zecken die im Mittel seltener werdenden Frosttage überleben./mov/DP/jha
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