Kein Bitcoin-Kauf! MicroStrategy erhöht die Cashreserve auf 2,19 Milliarden US-Dollar
Statt Bitcoin nachzukaufen, erhöht Michael Saylor seine Cashreserve um 748 Millionen US-Dollar. Strategisches Kalkül oder neue MSTR-Schwäche?
Wie gewohnt postete MicroStrategy-Gründer Michael Saylor am gestrigen Sonntag seinen Bitcoin-Tracker und schrieb dazu: “Grüne Punkte erzeugen orangefarbene Punkte”. Wer die Verkündung eines neuen BTC-Kaufs erwartete, wird nun aber enttäuscht. Stattdessen baut der Permabulle vorerst die Cashreserve seines Unternehmens aus.
In einem neuen X-Post verkündet Saylor, dass die weltweit führende Bitcoin-Treasury ihre USD-Reserven um 748 Millionen US-Dollar erhöht hat und damit nun insgesamt 2,19 Milliarden US-Dollar in der Hinterhand hält. Die für viele MSTR-Anhänger überraschende Schaffung der Fiatreserve gab die Firma bereits Anfang Dezember bekannt.
Hinter dem Cashpolster steht ein klares Ziel: MicroStrategy will die fortlaufende Zahlung von Dividenden auf Vorzugsaktien und Zinsen auf ausstehenden Verbindlichkeiten sicherstellen. Der Firmengründer erklärte: “Die Einrichtung einer USD-Reserve als Ergänzung zu unserer BTC-Reserve ist der nächste Schritt in unserer Entwicklung. Wir glauben, dass wir damit besser für kurzfristige Marktschwankungen gerüstet sind.”
Nichtsdestotrotz besitzt MicroStrategy als mit Abstand größter Corporate-Hodler bereits 671.268 BTC im Gesamtwert von 60,5 Milliarden US-Dollar. Der BTC Yield liegt bei 24,9 Prozent. Dabei handelt es sich um das Verhältnis der von MSTR gehaltenen Bitcoin zur Anzahl der emittierten Aktien, sodass die Anteilseigner nun indirekt mehr BTC besitzen.
Unterdessen wehren sich MicroStrategy, Strive, Metaplanet und andere Treasury-Unternehmen gegen eine geplante MSCI-Umstellung. Hintergrund ist die Möglichkeit, dass Krypto-Treasuries aus dem Indexuniversum von MSCI ausgeschlossen werden, was zu Kapitalabflüssen in Milliardenhöhe führen würde. Eine endgültige Entscheidung wird für den 15. Januar 2026 erwartet.
Der MSTR-Aktienkurs steht derzeit bei 164 US-Dollar und damit 8 Prozent niedriger als im vergangenen Monat. Seit Anfang des Jahres musste MicroStrategy sogar 45 Prozent abgeben und performte damit deutlich schlechter als die Krypto-Leitwährung selbst.
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