Google
Société Générale  | 
aufrufe Aufrufe: 9

JPY: Der Konflikt mit China köchelt hoch

Diejenigen Marktteilnehmer, die es mit dem japanischen Yen halten, waren am Ende des Jahres wohl (mal wieder) froh, dass das Jahr vorbei war. Nur haarscharf hat es der Yen geschafft, 2025 gegenüber einem sehr schwachen US-Dollar zuzulegen. Nach einem enorm schwachen zweiten Halbjahr (ca. -7,5% gegenüber dem G10-Durchschnitt) war gar nicht mehr so sicher, dass der Yen ausnahmsweise mal der zweitschlechteste Performer unter den G10-Währungen wird.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern

Im Dezember nahm angesichts der JPY-Schwäche dann auch das gewohnte Bild wieder Fahrt auf: Die japanische Finanzministerin betonte, dass Japan “freie Hand” hat für mutige Aktionen gegen Währungsbewegungen, die nicht im Einklang mit den Fundamentaldaten sind. Das dürfte jedem regelmäßigen Lesern bekannt vorkommen: sobald der Yen stärker abwertet, kommen derartige Diskussionen auf. Üblicherweise dauert es dann aber einige Wochen mit sich verschärfender Rhetorik, bevor tatsächlich interveniert wird. Und bisher sieht es nicht danach aus, als würde der Yen weiter abwerten.

Hinzu kommt wie so oft die Problematik, wann eine JPY-Bewegung nicht im Einklang mit den Fundamentaldaten ist. Zum Ende des Jahres litt der Yen zum einen unter dem größer als erwarteten Fiskalpaket, was Sorgen über die Tragfähigkeit der Staatsfinanzen mit sich brachte, und zum anderen unter einem eskalierenden Konflikt mit China. Dort stören sich die Offiziellen an Aussagen der japanischen Premierministerin zu Taiwan.

Mein Kollege Volkmar hatte hier betont, dass die Aussagen an sich nicht neu waren, sondern lediglich eine Wiederholung von früheren Aussagen. Dennoch scheint China momentan den Weg der Eskalation zu beschreiten, denn in dieser Woche wurde bekannt, dass China Exportkontrollen für dual-use Güter an Japan verhängt hat. In einer Phase, in der die japanische Realwirtschaft nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzt, ist das ein weiterer Schlag.

Momentan scheint schwer abschätzbar, wann der Konflikt mit China wieder abkühlt – und sich dementsprechend auch der Yen wieder erholt. Es ist auch schwer vorstellbar, dass japanische Entwicklungen den Konflikt abschütteln können. Die heute Morgen veröffentlichten Lohndaten waren wieder einmal eine Enttäuschung, die ausgeprägte weitere Zinserhöhungen wieder unwahrscheinlicher machen. Für diejenigen, die auf eine ausgeprägte JPY-Aufwertung hoffen, heißt es daher erst einmal abwarten, bis sich der Konflikt mit China wieder abkühlt. Und darauf hoffen, dass er nicht weiter eskaliert. Schließlich könnte die chinesische Regierung mit einem vollständigen Exportstopp von seltenen Erden den Konflikt noch weiter eskalieren – und dem Yen damit einen erheblichen Schlag versetzen.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
SV33ZL Call USD/JPY Hebel: 4,8
FD4K75 Put USD/JPY Hebel: 5,2
SV33YZ Call EUR/JPY Hebel: 4,7
FD38X3 Put EUR/JPY Hebel: 5,8
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Zehn DAX-Trends für das Börsenjahr 2026

Nach dem dynamischen Börsenjahr 2025 richten Anleger ihren Blick gespannt auf 2026. Wie werden sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unter der US-Regierung entwickeln? Setzt sich die Zinssenkungspolitik in Europa und den USA fort? Und welche Chancen und Risiken birgt der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz? Starten Sie mit unseren 10 Trends gut informiert ins neue Börsenjahr.

Kontakt bei Fragen und Anregungen

Bei Fragen zu unseren Produkten rufen Sie uns an unter 0800 / 818 30 50.

Oder schicken Sie uns eine E-Mail an service.zertifikate@sgcib.com.

Aktueller Link

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend