- Frankreich verbietet Fischerei an der Atlantikküste.
- Das Verbot gilt für etwa 300 französische Boote.
- Im letzten Jahr starben schätzungsweise 1.890 Delfine.
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Betroffen davon sind etwa 300 französische Boote. Mit der im dritten Jahr in Folge getroffenen Maßnahme habe die Zahl der getöteten Delfine um 60 Prozent gesenkt werden können, teilte das Umweltministerium mit.
Knapp 2.000 tote Delfine
Das Forschungsinstitut Pelagis registriert jährlich viele Hundert tote Delfine, die an der Küste angeschwemmt werden. Delfine geraten oft als Beifang in die Netze und sterben, weil sie nicht mehr zum Luftholen an die Wasseroberfläche kommen können. Das Phänomen tritt in der Winterperiode verstärkt auf, weshalb das Verbot zu den festgelegten Daten verhängt wird.
Im vergangenen Jahr kamen trotz der Schutzmaßnahme noch schätzungsweise 1.890 Delfine durch die Fischerei ums Leben. Die EU-Kommission hatte auf Betreiben von Tierschützern Druck auf Frankreich ausgeübt, die Delfine besser zu schützen.
Die Fischer und die Regierung sehen das Verbot nicht als Langzeitlösung, denn die Zwangspause beschert den Fischern Einnahmeverluste in Höhe von ungefähr 35 Millionen Euro, die der Staat nur zu 80 Prozent entschädigt. Kombiniert werden sie deshalb mit der Erprobung technischer Maßnahmen an Bord der Schiffe zur Abschreckung der Tiere, etwa durch laute Geräusche.
Kann moderne Technik die Delfine schützen?
Aber Experten sind sich nicht sicher, wie erfolgreich diese Abschreckung ist. Die Delfine könnten sich an die Geräusche gewöhnen oder auch aus den Gebieten vertrieben werden, in denen sie sich ernähren, sagte der Bioakustiker Prof. Olivier Adam von der Pariser Sorbonne-Universität der Zeitung "Le Monde". Weitere Geräte befinden sich in der Testphase, so etwa eine Bake, die nur dann auslöst und ein Signal aussendet, wenn ein Delfin in der Nähe ist./evs/DP/mis
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