Der "Greenback" profitiert von einer weiter nachlassenden Zinssenkungsfantasie - dass US-Präsident Donald Trump am Freitag den früheren Fed-Gouverneur Kevin Warsh als Nachfolger für US-Notenbankchef Jerome Powell nominiert hat, gab diesen Erwartungen weiter Auftrieb. Die Personalentscheidung schürte Zweifel, dass es tatsächlich zu einer deutlichen Lockerung der Geldpolitik in den Vereinigten Staaten kommen wird. Warsh galt lange als geldpolitischer Falke, hat sich also tendenziell für höhere Zinsen eingesetzt. Zuletzt sprach er sich aber für Leitzinssenkungen aus.
Nach Einschätzung von Experten der Dekabank gilt Warsh als wachsam gegenüber Inflationsrisiken, sei zuletzt aber auch für weitere Leitzinssenkungen eingetreten. "Dabei scheint er jedoch weniger Trump-hörig als andere mögliche Kandidaten zu sein", schreiben die Analysten. Der US-Präsident hatte zuletzt immer wieder Zinssenkungen gefordert und den bis Mai amtierenden Notenbankpräsidenten Powell heftig beschimpft.
Zuletzt stützte den Dollar auch die merkliche Stimmungsaufhellung in der heimischen Industrie. Diese belegte der überraschend deutliche Anstieg des Einkaufsmanagerindex ISM auf einen Wert oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.
Der zuletzt stärkere Dollar hat an den Finanzmärkten auch die kräftige Kurskorrektur bei Metallen verstärkt. Vor allem die Notierungen für die Edelmetalle Gold (Goldkurs) und Silber (Silberpreis) sind zu Beginn der Handelswoche erneut spürbar unter Druck geraten, nachdem sie bis vor kurzem eine fulminante Rally hingelegt hatten./jsl/gl/he
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