FRANKFURT (dpa-AFX) - Der EU-Austritt Großbritanniens hat Frankfurt etwa 15.000 zusätzliche Arbeitsplätze im Finanzsektor beschert. Diese Bilanz zehn Jahre nach dem Brexit-Votum zieht die Standortinitiative Frankfurt Main Finance. Zusätzlich zu Verlagerung von Finanzjobs aus London sowie der Neuansiedlung von Banken an Deutschlands führendem Finanzplatz seien mehr als 45.000 Arbeitsplätze in Dienstleistungsbranchen wie Recht, Beratung und IT entstanden.
Für dich zusammengefasst:
Der Brexit brachte Frankfurt etwa 15.000 neue Jobs.
Über 45.000 Arbeitsplätze in Dienstleistungsbranchen entstanden.
Rund 360.000 bis 400.000 Quadratmeter Büroflächen wurden entwickelt.
Frankfurt sieht sich damit als einen der Gewinner der Neuordnung der europäischen Finanzmärkte. "Wir sind klarer Gewinner des Brexit", sagte der Kämmerer der Stadt Frankfurt, Bastian Bergerhoff. Seit dem Brexit seien rund 360.000 bis 400.000 Quadratmeter zusätzliche hochwertige Büroflächen in Hessens größter Stadt entstanden oder in Planung. Nachfrage und Mieten im Spitzensegment seien gestiegen, sagte der Grünen-Politiker.
Der Präsident von Frankfurt Main Finance, Oliver Behrens, sieht weiteres Potenzial: Die Brexit-Reise sei nicht abgeschlossen. Entscheidend sei, ob Frankfurt seine Position weiter ausbauen und zusätzliche Funktionen im europäischen Finanzsystem gewinnen könne./lea/DP/jha
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