WIESBADEN (dpa-AFX) - Angesichts des Ölpreisschocks in Folge des Iran-Kriegs sind die Preise für nach Deutschland importierte Güter im Mai stärker als erwartet gestiegen. Im Jahresvergleich legten die Einfuhrpreise um 6,8 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Hintergrund ist die seinerzeitige faktische Sperrung der Straße von Hormus für Transporte für Öl (Rohöl) und Gas.
Für dich zusammengefasst:
Einfuhrpreise in Deutschland stiegen im Mai um 6,8 %.
Stärkster Anstieg seit Dezember 2022 wurde verzeichnet.
Energiepreise erhöhten sich um 37,2 % im Jahresvergleich.
Es war der stärkste Anstieg seit Dezember 2022. Analysten hatten mit einem Plus von 6,5 Prozent gerechnet.
Im Februar und Januar waren die Importpreise noch jeweils um 2,3 Prozent gesunken. Doch schon seit März legen sie wieder zu, und im April hat sich der Anstieg bereits beschleunigt.
Den größten Einfluss auf die Gesamtentwicklung der Importpreise im Mai 2026 gegenüber Mai 2025 hatte der Anstieg der Preise für Energie mit plus 37,2 Prozent und für Vorleistungsgüter mit plus 10,1 Prozent.
Im Vergleich zum Vormonat legten die Einfuhrpreise ebenfalls stärker zu als gedacht. Hier wurde ein Plus von 0,7 Prozent gemeldet.
Die Einfuhrpreise beeinflussen tendenziell auch die Verbraucherpreise, an denen die Europäische Zentralbank ihre Geldpolitik ausrichtet./la/stk
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