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Berichtswoche im Fokus: Apple, Microsoft & Co – Diese Quartalszahlen könnten die Märkte bewegen
In der laufenden Woche erreichen die Quartalsberichte der US-Unternehmen ihren Höhepunkt. Mit Apple, Microsoft, Caterpillar und weiteren Schwergewichten stehen Ergebnisse an, die Marktimpulse liefern könnten.
Berichtswoche im Fokus: Apple (Apple Aktie) und Caterpillar eröffnen Schlüsselphase der US-Gewinnsaison
Die Berichtssaison der US-Unternehmen steuert auf ihren Höhepunkt zu: Über 90 Unternehmen im S&P 500 werden in dieser Woche ihre Quartalsergebnisse vorlegen. Zu den zentralen Akteuren zählen Tech-Giganten wie Apple, Microsoft und Meta Platforms sowie Industrietitel wie Caterpillar, General Motors und Boeing (Boeing Aktie). Angesichts des jüngsten Wochenverlustes im S&P 500 blicken Investoren mit besonderer Aufmerksamkeit auf diese Zahlen, in der Hoffnung auf positive Impulse in einem unsicheren Marktumfeld.
Laut Datenanbieter FactSet haben bislang 76 % der Unternehmen, die ihre Zahlen veröffentlichten, die Erwartungen übertroffen. Sollte dieser Trend anhalten, wäre es das zehnte Quartal in Folge mit einem Gewinnwachstum im S&P 500 im Jahresvergleich.
Dienstag: General Motors und Boeing eröffnen die Woche
Am Dienstag eröffnet General Motors (GM) den Zahlenreigen mit der Veröffentlichung vor Handelsbeginn. Analysten von LSEG erwarten ein Gewinnwachstum von über 10 % im Vergleich zum Vorjahr. Das Unternehmen hatte zuletzt seine Umsatzprognose für 2025 auf ein Plus von 5,5 % angehoben. Besonders spannend wird, ob GM diese Dynamik auch für 2026 aufrechterhalten kann. Historisch betrachtet hat GM in den letzten 13 Quartalen die Gewinnerwartungen übertroffen, wenngleich die Reaktionen der Aktie gemischt ausfielen.
Boeing (BA) legt ebenfalls vorbörslich Zahlen vor. Das Unternehmen steht nach einem schwierigen Jahr unter besonderer Beobachtung. Im Vorquartal gelang es Boeing, erstmals seit 2023 den negativen Cashflow zu stoppen, trotz einer Sonderbelastung von 4,9 Milliarden USD. Für das laufende Quartal erwarten Analysten einen Umsatzsprung von über 45 %. Laut UBS liegt die Messlatte hoch, doch der Markt rechnet mit einem positiven Ausblick für das Gesamtjahr 2026.
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Mittwoch: Fokus auf Konsum und Cloud – Starbucks, Microsoft (Microsoft Aktie), Tesla und Meta Platforms
Am Mittwoch präsentiert Starbucks (SBUX) vorbörslich seine Zahlen. Nach einer Phase rückläufiger Umsätze in bestehenden Filialen konnte im Vorquartal erstmals wieder eine Stabilisierung erreicht werden. Für das laufende Quartal rechnen Analysten allerdings mit einem Gewinnrückgang von über 10 %. Das Augenmerk liegt insbesondere auf dem Investorentag einen Tag nach Veröffentlichung. Hier erwartet die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) Hinweise auf operative Margenziele und Wachstumsstrategien bis 2028.
Der Software-Gigant Microsoft (MSFT) meldet seine Quartalszahlen nach Börsenschluss. Analysten prognostizieren ein Gewinnwachstum von über 20 %. Besonderes Augenmerk liegt auf den Cloud-Diensten (Azure), der Entwicklung bei Windows-PCs sowie auf der Integration des KI-gestützten Copilot in das Office-365-Angebot. Trotz der historisch hohen Trefferquote bei den Gewinnschätzungen – in 82 % der Fälle wurden diese übertroffen – reagierte die Aktie an vier der letzten sechs Berichtstage negativ.
Tesla (TSLA) folgt ebenfalls nach Handelsschluss. Die Erwartungen sind gedämpft: Analysten rechnen mit einem Gewinnrückgang von rund 40 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. HSBC bleibt kritisch und verweist auf eine anhaltende Margenbelastung und stagnierende Absatzzahlen trotz neuer Modellstrategien. Interessanterweise stieg die Aktie dennoch nach vier der letzten fünf Quartalsberichte, selbst bei verfehlten Erwartungen.
Meta Platforms (META) komplettiert den Mittwoch. Trotz einer soliden Umsatzentwicklung – geschätzt wird ein Plus von etwa 20 % – dürfte der Gewinn rückläufig sein. Analysten wie Youssef Squali von Truist sehen Chancen in verbesserten Nutzerinteraktionen und effizienterer Werbeplatzierung. Meta hat in den vergangenen zwölf Quartalen durchgängig die Erwartungen übertroffen, auch wenn der Kurs zuletzt negativ reagierte.
Donnerstag: Industriestärke im Fokus – Caterpillar (Caterpillar Aktie) und Apple im Rampenlicht
Am Donnerstag meldet Caterpillar (CAT) vor Börsenbeginn seine Geschäftszahlen. Nach einem erfolgreichen Jahr 2025, in dem die Aktie um 58 % zulegte, richtet sich der Blick auf die Widerstandsfähigkeit der Nachfrage im Infrastruktursektor. Analysten erwarten für das aktuelle Quartal einen Gewinnrückgang von rund 10 %. Im Fokus stehen mögliche Aussagen zum Ausbau der Rechenzentrumsinfrastruktur, ein Bereich, in dem Caterpillar zunehmend als Zulieferer gefragt ist.
Den Abschluss der Berichtswoche macht Apple (AAPL) nach Handelsschluss. Für den iPhone-Hersteller wird laut LSEG-Daten ein zweistelliges Wachstum bei Umsatz und Gewinn erwartet. Der Blick der Analysten richtet sich dabei auf zwei Punkte: die globale iPhone-Nachfrage und die Entwicklung des Servicesegments, trotz Gegenwind durch regulatorische Änderungen und schwächere App-Store-Erlöse in China. Apple verzeichnete zuletzt fünf Verlusttage in Folge, doch Analysten wie Wamsi Mohan (Bank of America) zeigen sich zuversichtlich und rechnen mit Aufwärtskorrekturen bei Produktionsplänen.
Analyse: Quartalsberichte als Seismograph der US-Wirtschaft
Die geballte Veröffentlichung von Unternehmenszahlen gibt nicht nur Einblick in einzelne Geschäftsmodelle, sondern auch in das Gesamtbild der US-Wirtschaft. Während die Tech-Branche durch KI-Investitionen, Cloud-Infrastruktur und Softwareabonnements profitiert, stehen klassische Industrieunternehmen vor Herausforderungen wie geopolitischer Unsicherheit, Lieferkettenrisiken und Rohstoffkosten.
Die bisherigen Zahlen zeigen, dass die Resilienz vieler Großunternehmen anhält, wenngleich der Ausblick zunehmend heterogener wird. Während Microsoft, Meta und Apple auf Innovationspotenziale setzen, sind bei General Motors, Caterpillar und Boeing Effizienzsteigerungen und Nachfrageentwicklung zentrale Themen. Der Kapitalmarkt wird dabei sensibel auf Abweichungen von Erwartungen reagieren – sei es nach oben oder unten.
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