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Belarus schafft Krypto-Banken – neue Wege der Sanktionsumgehung?

Belarus schafft erstmals regulatorische Rahmenbedingungen für Krypto-Banken – und damit auch neue Wege zur Umgehung westlicher Sanktionen.
  • Belarus hat einen gesetzlichen Rahmen für Krypto-Banken geschaffen und digitale Token-Dienstleistungen formell in sein staatlich kontrolliertes Finanzsystem integriert. Das geht aus einem Präsidentenerlass Alexander Lukashenkos hervor.
  • Der Erlass definiert Krypto-Banken als Aktiengesellschaften, die klassische Bank-, Zahlungs- und Abwicklungsdienstleistungen mit tokenbasierten Transaktionen verbinden dürfen.
  • Voraussetzung für den Marktzugang ist eine Registrierung beim staatlichen Hi-Tech-Park sowie eine Eintragung in ein Register der Nationalbank Belarus, die sich die Aufsicht über Krypto-Banken teilen werden.
  • Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender internationaler Sanktionen gegen Belarus, die den Zugang des Landes zu westlichen Finanzmärkten und Zahlungssystemen seit mehreren Jahren einschränken. Das Land gilt als einer der engsten Verbündeten Russlands, das seit fast vier Jahren einen erbitterten Angriffskrieg in der Ukraine führt.
  • Bereits im September 2025 hatte Lukaschenko öffentlich die Bedeutung digitaler Token sowie der Blockchain-Technologie betont und Banken zu einem größeren Engagement aufgerufen.
  • Laut Erlass sollen Token-basierte Finanzdienstleistungen ausschließlich über genehmigte und überwachte Institute erfolgen. Unregulierte Krypto-Aktivitäten sind weiterhin verboten.
  • Neben der Stärkung des nationalen Bankensektors machte Minsk im vergangenen Jahr auch Ambitionen im Krypto-Mining deutlich.
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