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Banken und Kapitalanleger entdecken Pflegeheime

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Eine wachsende Zahl von Investoren und Banken entdeckt Pflegeheime als Kapitalanlage. Da die Zahl der Pflegebedürftigen in den kommenden Jahren weiter steigen wird, ist der Kapitalbedarf für neue Pflegeheimplätze hoch. "Pflegeimmobilien waren nie eine Asset-Klasse, die bei den Banken in der Vergangenheit im Fokus stand", sagt Philipp Wackerbeck, Partner bei dem Beratungsunternehmen Strategy& in München. "Doch das hat sich fundamental gedreht."

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Geld wird jedenfalls benötigt: Das Wirtschaftsforschungsinstitut RWI Essen schätzte 2024 in einem "Basisszenario" den Kapitalbedarf für neue Pflegeheimplätze von 2021 bis 2030 auf 20,6 Milliarden Euro, bis 2040 auf über 35 Milliarden. Dabei noch gar nicht mitgerechnet waren der Sanierungsbedarf in bereits bestehenden Heimen oder Vorgaben für eine größere Zahl von Ein-Bett-Zimmern wie in Nordrhein-Westfalen oder Baden-Württemberg.

"Die Auslastung der Heime ist sehr hoch und liegt nach den letzten Zahlen zwischen 92 und 95 Prozent", sagt Maurice Schroff, Direktor und Pflegefachmann bei Strategy&. "Demografiebedingt wird der Anteil der alten Menschen in den kommenden Jahren steigen. Und damit wird auch die Zahl der Pflegebedürftigen entsprechend wachsen."

In der Tat: Laut Demografieportal des Bundes waren 2023 5,7 Millionen Menschen pflegebedürftig, bis 2040 wird ein Anstieg auf 6 Millionen erwartet - das wären dann dreimal so viele wie 1999. "Wenn man auf Deutschland schaut, gibt es nicht mehr viele Bereiche, in denen die Wirtschaft wächst", sagt Wackerbeck. "Bestenfalls stagnieren wir. Aber Pflege und Sozialimmobilien im weitesten Sinne sind ein Wachstumsmarkt."/cho/DP/zb


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