dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 229

ROUNDUP: Iran-Krieg und Inflationssorgen belasten Verbraucherstimmung

NÜRNBERG (dpa-AFX) - Die Sorge über die Folgen des Iran-Kriegs hat die Verbraucherstimmung in Deutschland belastet. Das Konsumklima sinkt der monatlichen Studie der Konsumforschungsinstitute GfK und NIM zufolge im April deutlich. Vor allem die Erwartungen zum Einkommen, zuletzt wegen günstiger Tarifabschlüsse im Plus, drehten deutlich ins Minus.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
Die Flagge des Iran.
Quelle: - pixabay.com:
Inflation 2,70 % Inflation Chart +42,1%
Zugehörige Wertpapiere:

Laut der am Donnerstag in Nürnberg veröffentlichten Studie ist der Indikator für das Konsumklima im April auf minus 28,0 Punkte gefallen, von zuvor revidiert minus 24,8 Punkten. Analysten hatten mit einer schwächeren Konsumlaune gerechnet, waren aber im Schnitt nur von einem Wert von minus 27,3 Punkten ausgegangen.

60 Prozent der Verbraucher gingen davon aus, dass die Preise für Energie in der Folge des Krieges im Iran dauerhaft hoch blieben, sagte der NIM-Konsumexperte Rolf Bürkl. "Zwar reagieren die Anschaffungsneigung und die Sparneigung im Moment noch wenig auf die geopolitischen Ereignisse im Iran, aber die Verbraucher erwarten, dass die Inflation durch die gestiegenen Energiepreise wieder anzieht und die wirtschaftliche Erholung erneut gebremst wird", betonte er.

Der Handelsverband Deutschland erwartet für das diesjährige Ostergeschäft im Einzelhandel einen Umsatz von nur noch 2,1 Milliarden Euro - das wäre ein Rückgang um 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des HDE hervor.

"Der Krieg im Nahen Osten ist bei den Konsumenten angekommen", kommentierte Andreas Scheuerle, Analyst bei der Dekabank, das Umfrageergebnis der Konsumforscher. Das habe das ohnehin schwache GfK-Konsumklima weiter belastet. Die Konsumenten haben den vom Ukrainekrieg ausgelösten Inflationsschock noch nicht verdaut, da rolle bereits die nächste Inflationswelle auf sie zu.

Für die Studie wurden im Zeitraum vom 5. bis zum 16. März im Auftrag der EU-Kommission rund 2.000 Verbraucherinterviews geführt./dm/DP/jkr

Für dich aus unserer Redaktion zusammengestellt

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend