Japan: Inflation im Großraum Tokio sinkt trotz Ölpreisschock

dpa-AFX  | 
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Die japanische Flagge
- pixabay.com

TOKIO (dpa-AFX) - In Japan ist die Inflation im Großraum Tokio trotz des Ölpreisschubs infolge des Iran-Kriegs den vierten Monat in Folge gesunken. Im März legten die Verbraucherpreise in der Hauptstadt ohne Frischwaren im Jahresvergleich um 1,7 Prozent zu, wie die Regierung am Dienstag in Tokio mitteilte. Seit November hat sich die Teuerung abgeschwächt, nachdem sie damals noch bei 2,8 Prozent gelegen hatte.

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Die Inflation ist weiter unter die von der japanischen Notenbank angepeilten Zielmarke von zwei Prozent gefallen. Analysten hatten im Schnitt eine unveränderte Jahresrate von 1,8 Prozent erwartet.

Bei der allgemeinen Preisentwicklung im Großraum Tokio gab es ebenfalls einen Rückgang der Teuerung. In dieser Abgrenzung fiel die Inflationsrate im März um 0,1 Prozentpunkte auf 1,4 Prozent. Die Preisdaten aus dem Großraum Tokio gelten an den Finanzmärkten als Frühindikator für die gesamte Preisentwicklung des Landes.

Der starke Anstieg des Ölpreises im März zeigte auch in Japan Auswirkungen. Analyst Volkmar Baur von der Commerzbank (Commerzbank Aktie) sprach von einem Anstieg der Benzinpreise um rund 16 Prozent. Allerdings sei die Gewichtung von Benzin und Diesel im Verbraucherpreisindex in Japan mit 1,5 Prozent relativ schwach. "Die Auswirkungen auf die Gesamtzahl daher geringer als anderswo", sagte der Commerzbank-Experte. Seine Einschätzung sind Zweitrundeneffekte für den Moment noch nicht zu erkennen. "Für eine vollständige Entwarnung ist es daher noch zu früh", sagte Baur.

Die japanische Notenbank hatte den Leitzins zuletzt Mitte März bei 0,75 Prozent belassen. Die nächste Zinsentscheidung steht Ende April auf dem Programm./jkr/jsl/jha/

Werte aus dem Artikel:
Inflation 2,60 % -10,3%

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