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EZB erwartet Inflationsschub wegen Nahost-Krieg

FRANKFURT (dpa-AFX) - Steigende Energiepreise infolge des Iran-Kriegs könnten nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) das Wirtschaftswachstum bremsen und die Inflation kräftig anheizen. Im wahrscheinlichsten Szenario erwartet die Notenbank für 2026 eine Teuerungsrate von durchschnittlich 2,6 Prozent im Euroraum, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung hervorgeht.

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Das Euro-Zeichen vor der EZB in Frankfurt.
Quelle: - © querbeet / iStock / Getty Images Plus / Getty Images:
Inflation 2,70 % Inflation Chart +42,1%
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Noch im Dezember war die EZB für 2026 von einer Inflationsrate von nur 1,9 Prozent ausgegangen. Im Februar des laufenden Jahres lagen die Verbraucherpreise im Währungsraum um 1,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.

In den neuen Prognosen der EZB sind Informationen bis zum 11. März berücksichtigt. Sie beinhalten damit Folgen des Iran-Kriegs, der Ende Februar begonnen hatte. Die deutlich höhere Inflationsprognose erklärte die Notenbank damit, dass "die Energiepreise aufgrund des Krieges im Nahen Osten höher sein werden". Die Inflationsprognose für das laufende Jahr liegt deutlich über der mittelfristig angepeilten Marke von 2,0 Prozent, bei der die Notenbank ihr wichtigstes Ziel gewahrt sieht.

Prognosen pessimistischer als noch im Dezember

In den Jahren 2027 (2,0 Prozent) und 2028 (2,1 Prozent) wird die EZB ihr Ziel stabiler Preise nach eigener Einschätzung erreichen. Allerdings liegen auch diese Werte etwas über der vorherigen Vorhersage aus dem Dezember.

Zugleich erwartet die EZB für den Euroraum weniger Wachstum. Die Wirtschaft wird demnach dieses Jahr nur noch um 0,9 Prozent zulegen und 2027 um 1,3 Prozent wachsen. Damit senkte die Notenbank ihre Prognose wegen der Kriegsfolgen und höherer Energiepreise. Noch im Dezember hatte die Notenbank ihre Wachstumsprognose für 2026 auf 1,2 Prozent angehoben./ben/als/DP/jkr

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