Wer dachte, die Berichtsaison nähere sich ihrem Ende, hat weit gefehlt. In der kommenden Woche geben sich zahlreiche Schwergewichte die Ehre und halten ihre Bilanzpressekonferenzen ab. Namen wie KPN, Degussa und Münchener Rück werden mit dabei sein. Zwar interessieren die Zahlen vom vergangenen Jahr auch, wichtiger noch werden die Ausblicke sein. Das könnte erneut eine spannende und Nerven aufreibende Woche werden.
Mit KPN, France Telecom, Mobilcom und T-Online sind einige der wichtigen Telekommunikationsunternehmen vertreten. Die niederländische KPN startet gleich zu Wochenbeginn. Die Telefongesellschaft wird über die Ergebnisentwicklung des vergangenen Jahres berichten. Der Markt hat die zu erwartenden schlechten Zahlen in den Aktienkurs bereits eingearbeitet. Interessant dürfte sein, wie sich das neue Handy-Multimedia-Angebot I-Mode entwickelt.
Gleich drei Brocken auf einmal
Am Donnerstag wird es dann richtig spannend: T-Online, Mobilcom und France Telecom liefern Zahlen für 2001. Zum ersten Mal wird die neue Führungsmannschaft der Telekom-Tochter T-Online unter Konzernchef Thomas Holtrop eine Jahresbilanz vorlegen. Schon nach den ersten neun Monaten des abgelaufenen Geschäftjahres waren Fortschritte sichtbar. Es wird sich zeigen, ob T-Online Wort hält und einen operativen Verlust von weniger als 200 Millionen Euro eingefahren hat. Anleger werden ein waches Auge darauf haben, ob sich beim Portalangebot die neue Strategie, auf hochwertige Marken zu setzen, bezahlt gemacht hat.
Zwar wird T-Online seinen Anteil an Börsenaufmerksamkeit bekommen. Mit den beiden Zankhähnen Mobilcom und France Telecom könnte der Telekom-Tochter jedoch die Show zumindest teilweise gestohlen werden. Daher werden die blanken Zahlen der beiden Telekommunikationskonzerne auch eher in den Hintergrund rücken. Anleger haben in erster Linie ein Interesse daran, zu erfahren, wie es nun mit dem UMTS-Mobilfunkgeschäft weiter gehen soll. Anleger sollten sich daher ein starkes Nervenkostüm für den Donnerstag zulegen.
BMW-Aktionäre können sich zurücklehnen
Ruhiger werden die Anleger des Autoherstellers BMW der Bilanzpressekonferenz am Dienstag entgegensehen. Die Zahlen sind bereits bekannt. Im vergangenen Geschäftsjahr hat der scheidende Vorstandsvorsitzende Joachim Milberg noch einmal für Rekordzahlen gesorgt. Bisher hat sich der Autokonzern allerdings etwas bedeckt über den weiteren Geschäftsverlauf gegeben. Bleibt zu hoffen, dass er am Dienstag etwas konkreter wird.
Für die Degussa-Aktionäre könnte der Dienstag ebenfalls ein entscheidender Tag sein. Dass die Zahlen für 2001 bei der Eon-Tochter mau sein werden, steht schon seit dem vergangenen Herbst fest, als das Spezialchemieunternehmen warnte, dass das Ergebnis 2001 um bis zu 25 Prozent unter dem des Vorjahres liegen könne. Daher ist es wichtiger, nach vorne zu schauen und zu sehen, ob das laufende Jahr wieder auf den Weg des Erfolges zurück führt.
Zur Mitte der Woche meldet sich einer der Konzerne, der seinen Aktionären in den vergangenen Jahren eigentlich nur Freude bereitet hat: Stinnes. Bereits Anfang Februar hatte der Logistikkonzern den Markt mit der Ankündigung, seine Wachstumsziele von 25 Prozent beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern erreicht zu haben. Daher ist bei den Zahlen nicht mit unangenehmen Überraschungen zu rechnen. Wichtiger für die Eon-Tochter ist das Thema: Loslösen von der Mutter. Im Markt kursieren bereits verschiedene Spekulationen, wie und wann sich Eon von den 65,5 Prozent, die es noch an Stinnes hält, trennen will. Möglicherweise kann Stinnes-Chef Wulf Bernotat deutlichere Antworten liefern.
Und wenn die Töchter sich schon zu Wort melden, sollte die Mutter auch was zu sagen haben. Nach Degussa und Stinnes folgt Eon höchstpersönlich am Donnerstag mit seiner Bilanzpressekonferenz. Die Entwicklungen der vergangenen Wochen werden für genug Gesprächstoff sorgen. Wie geht es weiter bei Ruhrgas? Läuft die Integration von Powergen planmäßig? Und dann sind da noch die Zahlen für 2001, die die eine oder andere angenehme Überraschung bereiten sollte.
Die Gebeutelten bilden das Schlußlicht
Die Unternehmens-Berichterstattung der kommenden Woche wird am Freitag von der Münchener Rück beendet. Bereits in der vergangenen Woche hatte Konzernchef Hans-Jürgen Schinzler einige der wichtigen Themen geklärt. Deshalb werden am Freitag die vorläufigen Zahlen für 2001 im Vordergrund stehen. Alleine die US-Terroranschläge vom 11 September dürften deutliche Spuren hinterlassen haben. Die Zahlen werden zeigen, wie deutlich die Markierungen sind.
Neben den Unternehmenszahlen werden vor allem Konjunkturdaten die Märkte bewegen. Am Dienstag wird in Deutschland die ZEW-Finanzmarktumfrage für den März veröffentlicht. Die Auswertung wird Hinweise auf die Marktstimmung geben. Spätestens dann wird sich zeigen, ob die jüngsten Kurserholungen nur vorübergehende Euphorie waren, oder ob sich wirklich langsam der Optimismus wieder in den Anleger-Köpfen fest setzt.
Zukunftsvisionen aus den USA
In den USA wird am kommenden Dienstag US-Notenbank-Chef Alan Greenspan seine Gefolgsleute um sich versammeln, um den nächsten Zinsentscheid zu fällen. Mit einer Änderung des Status Quo ist nicht zu rechnen. Da wird das US-Konjunkturbarometer am Donnerstag schon eher für Bewegung sorgen. Der Sammelindex der US-Frühindikatoren wird einen Blick nach vorne liefern und zeigen, ob es mit der US-Wirtschaft wirklich langsam wieder bergauf geht.
Das könnte man auch den Grundtenor der kommenden Woche nennen. Bei allen Unternehmen, die sich zu Wort melden, sind die Ausblick weitere Puzzleteile in dem Rätselraten, ob es nun wieder nach oben geht an den Märkten, oder nicht. Damit ist Kurs-Bewegung schon programmiert.
Mit KPN, France Telecom, Mobilcom und T-Online sind einige der wichtigen Telekommunikationsunternehmen vertreten. Die niederländische KPN startet gleich zu Wochenbeginn. Die Telefongesellschaft wird über die Ergebnisentwicklung des vergangenen Jahres berichten. Der Markt hat die zu erwartenden schlechten Zahlen in den Aktienkurs bereits eingearbeitet. Interessant dürfte sein, wie sich das neue Handy-Multimedia-Angebot I-Mode entwickelt.
Gleich drei Brocken auf einmal
Am Donnerstag wird es dann richtig spannend: T-Online, Mobilcom und France Telecom liefern Zahlen für 2001. Zum ersten Mal wird die neue Führungsmannschaft der Telekom-Tochter T-Online unter Konzernchef Thomas Holtrop eine Jahresbilanz vorlegen. Schon nach den ersten neun Monaten des abgelaufenen Geschäftjahres waren Fortschritte sichtbar. Es wird sich zeigen, ob T-Online Wort hält und einen operativen Verlust von weniger als 200 Millionen Euro eingefahren hat. Anleger werden ein waches Auge darauf haben, ob sich beim Portalangebot die neue Strategie, auf hochwertige Marken zu setzen, bezahlt gemacht hat.
Zwar wird T-Online seinen Anteil an Börsenaufmerksamkeit bekommen. Mit den beiden Zankhähnen Mobilcom und France Telecom könnte der Telekom-Tochter jedoch die Show zumindest teilweise gestohlen werden. Daher werden die blanken Zahlen der beiden Telekommunikationskonzerne auch eher in den Hintergrund rücken. Anleger haben in erster Linie ein Interesse daran, zu erfahren, wie es nun mit dem UMTS-Mobilfunkgeschäft weiter gehen soll. Anleger sollten sich daher ein starkes Nervenkostüm für den Donnerstag zulegen.
BMW-Aktionäre können sich zurücklehnen
Ruhiger werden die Anleger des Autoherstellers BMW der Bilanzpressekonferenz am Dienstag entgegensehen. Die Zahlen sind bereits bekannt. Im vergangenen Geschäftsjahr hat der scheidende Vorstandsvorsitzende Joachim Milberg noch einmal für Rekordzahlen gesorgt. Bisher hat sich der Autokonzern allerdings etwas bedeckt über den weiteren Geschäftsverlauf gegeben. Bleibt zu hoffen, dass er am Dienstag etwas konkreter wird.
Für die Degussa-Aktionäre könnte der Dienstag ebenfalls ein entscheidender Tag sein. Dass die Zahlen für 2001 bei der Eon-Tochter mau sein werden, steht schon seit dem vergangenen Herbst fest, als das Spezialchemieunternehmen warnte, dass das Ergebnis 2001 um bis zu 25 Prozent unter dem des Vorjahres liegen könne. Daher ist es wichtiger, nach vorne zu schauen und zu sehen, ob das laufende Jahr wieder auf den Weg des Erfolges zurück führt.
Zur Mitte der Woche meldet sich einer der Konzerne, der seinen Aktionären in den vergangenen Jahren eigentlich nur Freude bereitet hat: Stinnes. Bereits Anfang Februar hatte der Logistikkonzern den Markt mit der Ankündigung, seine Wachstumsziele von 25 Prozent beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern erreicht zu haben. Daher ist bei den Zahlen nicht mit unangenehmen Überraschungen zu rechnen. Wichtiger für die Eon-Tochter ist das Thema: Loslösen von der Mutter. Im Markt kursieren bereits verschiedene Spekulationen, wie und wann sich Eon von den 65,5 Prozent, die es noch an Stinnes hält, trennen will. Möglicherweise kann Stinnes-Chef Wulf Bernotat deutlichere Antworten liefern.
Und wenn die Töchter sich schon zu Wort melden, sollte die Mutter auch was zu sagen haben. Nach Degussa und Stinnes folgt Eon höchstpersönlich am Donnerstag mit seiner Bilanzpressekonferenz. Die Entwicklungen der vergangenen Wochen werden für genug Gesprächstoff sorgen. Wie geht es weiter bei Ruhrgas? Läuft die Integration von Powergen planmäßig? Und dann sind da noch die Zahlen für 2001, die die eine oder andere angenehme Überraschung bereiten sollte.
Die Gebeutelten bilden das Schlußlicht
Die Unternehmens-Berichterstattung der kommenden Woche wird am Freitag von der Münchener Rück beendet. Bereits in der vergangenen Woche hatte Konzernchef Hans-Jürgen Schinzler einige der wichtigen Themen geklärt. Deshalb werden am Freitag die vorläufigen Zahlen für 2001 im Vordergrund stehen. Alleine die US-Terroranschläge vom 11 September dürften deutliche Spuren hinterlassen haben. Die Zahlen werden zeigen, wie deutlich die Markierungen sind.
Neben den Unternehmenszahlen werden vor allem Konjunkturdaten die Märkte bewegen. Am Dienstag wird in Deutschland die ZEW-Finanzmarktumfrage für den März veröffentlicht. Die Auswertung wird Hinweise auf die Marktstimmung geben. Spätestens dann wird sich zeigen, ob die jüngsten Kurserholungen nur vorübergehende Euphorie waren, oder ob sich wirklich langsam der Optimismus wieder in den Anleger-Köpfen fest setzt.
Zukunftsvisionen aus den USA
In den USA wird am kommenden Dienstag US-Notenbank-Chef Alan Greenspan seine Gefolgsleute um sich versammeln, um den nächsten Zinsentscheid zu fällen. Mit einer Änderung des Status Quo ist nicht zu rechnen. Da wird das US-Konjunkturbarometer am Donnerstag schon eher für Bewegung sorgen. Der Sammelindex der US-Frühindikatoren wird einen Blick nach vorne liefern und zeigen, ob es mit der US-Wirtschaft wirklich langsam wieder bergauf geht.
Das könnte man auch den Grundtenor der kommenden Woche nennen. Bei allen Unternehmen, die sich zu Wort melden, sind die Ausblick weitere Puzzleteile in dem Rätselraten, ob es nun wieder nach oben geht an den Märkten, oder nicht. Damit ist Kurs-Bewegung schon programmiert.