Ja, "trumpy" ist schon ein großartiger Wirtschaftswissenschaftler!
Aber sind unsere Politiker besser? Wenn "neue Schulden aufnehmen" schon als "Sondervermögen schaffen" bezeichnet wird, dann frage ich mich, ob diese Politiker
a) selber so blöd/dumm/unwissend oder ähnliches sind, dass sie diese Einordnung nicht selber als "puren Unsinn" erkennen oder
b) ob sie das Volk "veräppeln" wollen und
c) wie sie dass Ganze überhaupt mit den vereinbarten, aber so gut wie nie eingehaltenen sog. Stabilitätskriterien (die der EU meine ich) in EInklang bringen wollen.
In meinen Augen ist so etwas ohnehin illegal, aber es gibt ja in D leider keinen wirksamen Kontrollmechanismus bzgl. der von den gewählten Volksvertretern vereinbarten Beschlüssen - auch wenn sie offensichtlich gegen geltendes Recht verstoßen!
Jeder "normale" Mensch weiß, dass ich prinzipiell nur Geld ausgeben kann, das ich vorher eingenommen habe. Wenn ich einen Kredit aufnehme, dann drehe ich die zeitliche Reihenfolge um (erst ausgeben, dann "ackern", damit ich den Kredit tilgen kann). Das Hauptproblem bei uns: Kredite, die die öffentliche Hand aufgenommen hat, werden nicht getilgt. Stattdessen werden sie "weginflationiert" und "der Dumme" ist "der Sparer", der sich fragen muss, "wieso" alles deutlich teurer wird und "wieso" er so blöd ist/war, das Geld nicht "konsumiert" oder "investiert" zu haben, als die Preise noch niedriger waren.
Ich bin mir sehr sicher, dass eine nicht geringe Anzahl von Betroffenen im Volk das durchaus durchschaut hat, aber trotzdem bei der letzten Wahl noch nicht die - eigentlich zwingende- Konsequenz - gezogen hat, solchen Leuten das Mandat zu entziehen, d. h. sie gerade nicht wiederzuwählen.
Wenn man sich die aktuellen Wahlumfragen anschaut, dann ist meine größte Sorge tatsächlich, warum die derzeitigen "Macht-Inhaber" nicht zumindest anhand der Umfragewerte erkennen, dass dringendst eine andere - nein in sehr vielen Bereichen andere - Handlungsweisen erforderlich sind!?
Im Gegensatz zum Ami-Land, wo es wohl tatsächlich ein 2-Parteien-System gibt, gibt es doch in D - trotz 5%-Hürde - eine deutlich größere Auswahl an Parteien, denen man seine Stimme geben kann.
Wenn die jüngsten Wahlumfragen stimmen (und warum sollten sie nicht stimmen?), so steht die AfD mittlerweile bei 27,1% der Stimmen und sogar 30,8% der Sitze, wenn "heute" Bundestagswahl wäre! Erkennen die machtausübenden Politiker diese Situation nicht, oder wollen sie sie nicht erkennen oder ist es ihnen egal?