Der Artikel baut ein falsches Bild der Anklage auf. Die Staatsanwaltschaft behauptet nicht, dass es „nie“ TPA-Geschäft gab, sondern dass das von Wirecard bilanzierte TPA-Modell in seiner Größe, Profitabilität und Struktur nicht existierte. Reale operative Aktivitäten – Händlerbetreuung, Aufschaltungen, Traffic in Asien – widersprechen diesem Vorwurf überhaupt nicht.
Der entscheidende Punkt bleibt: Die 1,9 Mrd. Euro Treuhandgelder waren laut Insolvenzverwalter nie vorhanden, die TPA-Umsätze wurden nie prüfbar belegt, und große Teile der vorgelegten Daten waren manipuliert oder aus Hochrisiko-Umfeldern.
Genau deshalb zeigt die Festnahme von Häuser-Axtner eher, wie eng das Asien-Team in kriminelle Strukturen eingebunden war – und bestätigt damit das Bild eines operativen Netzwerks, das zur Tarnung eines überhöhten, teilweise erfundenen TPA-Geschäfts diente.
Kurz: Die Verhaftung beweist operative Aktivität, aber operative Aktivität ist nicht der Tatvorwurf. Der Vorwurf betrifft die Bilanzierung, nicht das Tagesgeschäft – und daran ändert die Festnahme gar nichts.
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leoAcqui:
@ Kathryn_Railly:
19:37
#186440
Unless it's Gordon Oh or Kow Keng Siong or a high-ranking Europol official. I advise you to wait until the investigation is completed and the final verdicts are issued.
Thank you.
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CharlotteTheo.:
KI
was war denn dein prompt? "Widerlege diesen Text"?
”meine KI antwortet
(klingt mir sehr plausibel, kanns nicht beurteilen, obs stimmt, was sagen andere dazu, liest hier noch jemand mit??)"
Du postest einen KI-Text und sagst dazu, dass Du es nicht beurteilen kannst? Sorry, das ist absurd...
KI:
Die Diskussion wird oft dadurch verzerrt, dass zwei verschiedene Ebenen vermischt werden. Es gab echte Händler, echte Transaktionen und funktionierende Payment-Systeme. Das bestreitet niemand.
Unsinn. Das steht wörtlich so in der Anklage. Dass die KI hier schreibt "Das bestreitet niemand" ist schlicht Unsinn. Das ist das Fundament der Anklage!
Entscheidend ist aber: Das operative Alltagsgeschäft ist nicht das, was Wirecard zum DAX-Konzern gemacht hat. Der Strafprozess dreht sich ausschliesslich um das bilanzierte TPA-Geschaeft – also um genau den Teil, der die Milliardengewinne und das Wachstum erklären sollte. Und fuer genau diesen Bereich gelten andere Fakten:
Sachlich falsch. Das Geschäft wuchs auch in anderen Bereichen. Die Verteidigung hat ein Gutachten beantragt, das dies belegen soll.
Erstens: Die 1,9 Mrd. Euro angeblicher Treuhandgelder hat es laut Insolvenzverwalter Jaffe nach vollstaendiger Sichtung aller Konten nie gegeben. Nicht 2020, nicht 2019 und auch nicht in den Vorjahren. Das ist forensisch gesichert.
"Nach Sichtung aller Konten" ist sachlich falsch. Es ging ausschließlich um die Konten in Manila (existent, aber quasi leer) und um eine Reihe von Konten in Singapur (teilweise nicht existent).
Im Gegensatz zu einer gewissen anderen Person sehe ich das als forensisch gesichert, da stimme ich der KI zu.
Zweitens: Hadoop-Daten belegen nur, dass Transaktionen stattgefunden haben, nicht aber deren Rechtmassigkeit oder wirtschaftliche Bedeutung. Ein erheblicher Anteil dieser Daten stammt aus High-Risk-Bereichen, teils illegalen Quellen oder war manipuliert. Das sind operative Spuren, aber keine Beweise fuer ein hochprofitables TPA-Geschaeft.
Das ist KI-Unfug, da es die Hadoop-Daten gar nicht mehr gibt, also kann KI keine Aussage dazu machen. Die KI halluziniert an dieser Stelle.
siehe dazu:
1. Podcast "Wirecard eingetütet"
Jörg: Absolut. Aber soweit ich das verstehe, läuft diese Software und die ist dann eigentlich in ihrer Skalierbarkeit nur durch die Größe der Server eingeschränkt, die nur eine bestimmte Anzahl von Transaktionen... Ist das wichtig, oder?
Martin: Ja, absolut.
Jörg: Und es war ja auch das Problem, dass dieses angeblich nie stattgefundene Geschäft für Kapazitätsprobleme gesorgt hat und die zum Teil ihre Server auffrüsten mussten in Dubai. Und da gibt es ja auch einige Dialoge. Was aber ja auch komisch ist, dass die quasi an Kapazitätsgrenzen stoßen konnten, obwohl es ja doch gar keine Transaktionen gab. Das ist ja eigentlich sinnlos. Luftbude. Genau. Wieso soll ich eine Luftbude mit weiteren Servern aufstocken?
(Musik)
Jörg: Jackson war auch spannend. Das war auch irgendein Techniker, der gesagt hat, sie haben zwei Milliarden Transaktionen und die haben die da in Dubai abgewickelt. Födisch nimmt das zur Kenntnis, keine Nachfrage, nichts. Er sitzt da und blickt stumm um den ganzen Tisch herum.
Martin: Und danach purzeln die Massenmedien weiter mit ihrer Luftbude-Narrative raus. Weiter passiert nichts. Das ist ja...
Jörg: Martin, wie viele hundert Geschichten sollen wir noch erzählen? Das ist ja eigentlich der Punkt. Also ich weiß gar nicht, wie gesagt, ich habe ja überlegt, ein Buch zu schreiben. Ich könnte ganze Lexikon schreiben.
https://www.sun24.press/de/...ichtsverfahren-staffel-1-episode-5.html
2. Aussage von Gavin Jackson (Gründer und CEO der Firma Syncrasy) (23.06.2023)
Gavin Jackson erklärt, dass WD ab einem gewissen Zeitpunkt mit enormen Datenmengen aus Kreditkartentransaktionen verschiedener TPA-Acquirer konfrontiert war. Diese Transaktionsdateien lagen als umfangreiche CSV-Dateien vor, mit sehr vielen Einträgen und zahlreichen Spalten. Die Menge der Daten war so groß, dass eine manuelle Verarbeitung nicht mehr möglich war.
Im Jahr 2016 wurde daher gemeinsam mit OB festgelegt, wie ein automatisiertes System aussehen sollte, das diese Dateien zuverlässig einliest und prüft. Das System sollte monatlich die eingehenden CSV-Dateien analysieren, Zeile für Zeile kontrollieren, ob alle Felder korrekt angeordnet sind, und nur die relevanten Felder für die spätere Berichterstattung übernehmen. Fehlerhafte Dateien sollten automatisch aussortiert und gekennzeichnet werden. Die bereinigten Daten sollten anschließend in einer Datenbank abgelegt und für Reportingzwecke strukturiert zur Verfügung stehen.
Für die Entwicklung nutzte man zunächst bereinigte Testdaten von OB, aus denen sämtliche personenbezogenen Informationen und Kartendetails entfernt waren. Nachdem das System stabil funktionierte, wurde es 2017 live geschaltet und auf Servern von WD betrieben. WD war verantwortlich dafür, die eingehenden Transaktionsdateien in die vorgesehenen Ordner zu legen, damit das System sie auswerten konnte.
Der Betrieb lief nicht nur zur Einführung, sondern wurde durchgehend bis 2020 fortgeführt.
Drittens: Dass Geld durch Senjo, oCap oder PayEasy floss, beweist nur, dass diese Firmen benutzt wurden. Es zeigt aber nicht, dass es dort ein nachhaltiges, gewinnbringendes Drittpartnergeschaeft gab. Die Zahlungsstroeme folgen eher Mustern von Geldwaesche und Verschleierung als denen eines normalen Acquirers.
Die KI liegt hier einfach daneben, weil sie etwas behauptet, das sie gar nicht wissen kann. Sie hat keinen Zugang zu den echten Kontoauszügen, MT103 Daten, internen Mails oder Abrechnungen. Ohne diese Informationen kann niemand beurteilen, ob da Geldwäsche lief oder ob es normales Acquiring Geschäft war. Eine KI schon gar nicht.
Dazu kommt ein Denkfehler: Nur weil Firmen wie Senjo oder PayEasy missbraucht wurden, heißt das nicht, dass sie kein echtes Geschäft hatten. Kriminelle nutzen immer Strukturen, die wirklich existieren. Kein Betrüger baut erst ein komplettes globales Zahlungsnetz nach, nur um so zu tun als ob. Ohne reale Transaktionen gibt es überhaupt nichts, was man verstecken oder umlenken könnte.
Wenn die KI dann sagt, die Geldflüsse „sehen eher nach Geldwäsche aus“, ist das reine Behauptung. Um so etwas zu erkennen, müsste man die tatsächlichen Muster prüfen – also Settlement Zeiten, Händler IDs, Chargebacks und so weiter. Das kann sie nicht, weil sie die Daten nicht kennt.
Kurz gesagt: Die KI urteilt nur aus dem Bauch heraus und wiederholt das gängige Narrativ. Mit echter Analyse hat das nichts zu tun.
Viertens: Ein Unternehmen kann ein reales Grundgeschaeft haben und trotzdem einen grossen Teil der Bilanz erfinden. Genau das ist der Vorwurf: nicht der Betrieb, sondern die Bilanz war in wesentlichen Teilen Fiktion. Auch juristisch ist das entscheidend, denn strafbar ist hier die Erschleichung von Krediten durch gefaelschte Umsaetze, nicht der Betrieb eines Payment-Geschaefts an sich.
Diese Aussage der KI ist genauso problematisch wie die vorherige, weil sie wieder so tut, als wüsste sie Dinge, die sie gar nicht wissen kann. Der Satz klingt auf den ersten Blick plausibel, ist aber in Wirklichkeit nur eine Schutzbehauptung, die sich an das bekannte Narrativ anlehnt. Die KI kennt die Akten nicht, sie kennt die Zahlungsströme nicht, sie kennt die internen Reports nicht. Sie kann also überhaupt nicht beurteilen, ob ein „großer Teil der Bilanz erfunden“ war. Das ist eine reine Behauptung.
Dazu kommt: Wenn ein Unternehmen ein reales Grundgeschäft hat, kann es zwar theoretisch einzelne Positionen in der Bilanz überhöhen. Das ist aber nicht der Vorwurf im Wirecard-Fall. Der Vorwurf, den die Staatsanwaltschaft erhebt, lautet nicht „ein bisschen Bilanzkosmetik“, sondern „komplett erfundenes Drittpartnergeschäft“. Und genau das ist der Punkt, der in der Realität eben nicht bewiesen wurde. Dass die KI hier so tut, als sei das juristisch bereits feststehend, zeigt, dass sie nicht analysiert, sondern lediglich das wiederholt, was in den Medien seit Jahren behauptet wird.
Auch der Hinweis auf Krediterschleichung durch gefälschte Umsätze ist nur dann zutreffend, wenn die Umsätze tatsächlich gefälscht waren. Das ist aber genau die Frage, die noch offen ist und in Teilen durch die neuen Daten sogar widerlegt wird. Wenn die Zahlungsströme real waren und die Umsätze aus echtem Acquiring stammten, dann kann man nicht gleichzeitig behaupten, diese Umsätze seien erfunden worden, um Kredite zu erschleichen.
Kurz gesagt: Die KI übernimmt hier einfach das alte Tatbild, ohne zu prüfen, ob es überhaupt zu den bekannten Fakten passt. Das ist kein Argument, sondern ein Reflex. Sie behauptet Dinge, die sie weder wissen noch belegen kann, und ignoriert die entscheidende Frage, ob das sogenannte Drittpartnergeschäft wirklich fiktiv war oder ob es reale Umsätze gab, die missbraucht und manipuliert wurden.
Fuenftens: Ohne die erfundenen TPA-Milliarden waere Wirecard weder in den DAX gekommen noch haette das Unternehmen Kredite in Milliardenhoehe erhalten. Die operative Realitaet und die bilanzielle Darstellung lagen weit auseinander.
Auch dieser Satz der KI klingt nur deswegen überzeugend, weil er an eine Erzählung anknüpft, die jahrelang in den Medien wiederholt wurde. Inhaltlich hält er keiner Prüfung stand. Die KI behauptet, Wirecard sei nur wegen „erfundener TPA Milliarden“ in den DAX gekommen und habe nur deshalb Milliardenkredite erhalten. Woher soll sie das wissen. Sie hat keinen Einblick in die Kreditakten, keine Einsicht in die internen Risikobewertungen der Banken, keine Daten zu den operativen Umsätzen und schon gar keinen Zugriff auf die technischen Transaktionslogs oder die E Mail Kommunikation, aus der sich die tatsächliche Geschäftstätigkeit ergibt.
Zudem setzt der Satz etwas als Tatsache voraus, was überhaupt nicht feststeht, nämlich dass die TPA Umsätze erfunden waren. Genau das ist der Punkt, über den derzeit intensiv gestritten wird. Wenn es operative Zahlungsströme gab, wenn die Drittpartner tatsächlich Händler angebunden haben und wenn die Systeme tatsächlich Transaktionen verarbeitet haben, dann kann man nicht einfach behaupten, diese Milliarden seien erfunden gewesen. Die KI wiederholt also eine These, die weder bewiesen ist noch von den bekannten Daten gestützt wird.
Der letzte Satz, die operative Realität und die bilanzielle Darstellung seien weit auseinandergelegen, ist ebenfalls eine reine Behauptung. Woher sollte die KI das wissen. Ohne Analyse der echten Buchhaltungsdaten, ohne Abgleich mit den Settlement Reports der Acquirer, ohne Prüfung der Transaktionsdaten kann niemand diese Aussage treffen. Tatsächlich ist genau das der Kern des Streits: Ob die Bilanz künstlich aufgebläht wurde oder ob reale Umsätze falsch zugeordnet und zum Teil veruntreut wurden. Dass die KI diese offene Frage einfach als gelöst voraussetzt, zeigt erneut, dass sie nicht analysiert, sondern nur das gängige Narrativ reproduziert.
Kurz gesagt: Die KI behauptet Fakten, die sie gar nicht kennen kann, und setzt ein Tatbild als gegeben voraus, das weder bewiesen noch abschließend geklärt ist. Das ist kein Argument, sondern ein Kopieren einer weit verbreiteten, aber ungesicherten Annahme.
Sechstens: Die Tatsache, dass kriminelle Aktivitaeten operative Strukturen nutzen, ist kein Beweis fuer die Seriositaet des Gesamtgeschaefts. Im Gegenteil: kriminelle Netzwerke sind gerade darauf angewiesen, dass es ein funktionierendes Grundrauschen gibt, das sie tarnen koennen.
Dieser KI-Satz ist besonders widersprüchlich, weil er plötzlich genau das zugibt, was vorher vehement bestritten wurde: dass es operative Strukturen und damit ein reales Geschäft gegeben haben muss. Wenn kriminelle Netzwerke auf ein funktionierendes Grundrauschen angewiesen sind, dann setzt das automatisch voraus, dass dieses Grundrauschen existierte. Genau das versucht die KI im vorherigen Absatz aber noch abzustreiten.
Der Satz beweist damit unfreiwillig das Gegenteil dessen, was behauptet werden soll. Wenn es Strukturen gab, die man als Tarnung benutzen konnte, dann waren diese Strukturen eben real. Händler müssen angebunden worden sein. Acquirer müssen Transaktionen verarbeitet haben. Systeme müssen gelaufen sein. Sonst gibt es nichts, was man tarnen könnte. Reine Fiktion hat keine Infrastruktur.
Es ist also logisch unmöglich, gleichzeitig zu sagen, das gesamte Geschäft sei erfunden und dann im nächsten Atemzug zu erklären, die Kriminellen hätten die operativen Abläufe genutzt, um sich darin zu verstecken. Man kann sich nicht in einem nicht existierenden System verstecken.
Kurz gesagt: Die KI widerspricht sich hier selbst. Sie räumt ein, dass es operative Realität gab, versucht aber gleichzeitig, daraus keinen Schluss zuzulassen. Das Ergebnis ist ein Satz, der sich elegant anhört, aber bei näherem Hinsehen schlicht keinen Sinn ergibt.
Der entscheidende Punkt bleibt daher: Wirecards operatives Tagesgeschaeft belegt nicht die Existenz des behaupteten TPA-Milliardenmodells. Genau diese Luecke zwischen realen Transaktionen und erfundenen Bilanzzahlen ist Kern des Strafprozesses.
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Ist das so zutreffend?
Nein, das ist so nicht zutreffend. Dieser Satz wirkt nur deshalb plausibel, weil er elegant klingt und das bekannte Narrativ wiederholt. Er hält aber keiner sachlichen Prüfung stand. Ob das sogenannte TPA Modell real war oder nicht, hängt nicht von hübschen Formulierungen ab, sondern von den konkreten Daten, E Mails, Kontobewegungen und technischen Systemen. Und genau diese zeigen massive Hinweise auf reale operative Aktivität, reale Händler, reale Zahlungsstroeme und eine Infrastruktur, die sich nicht einfach erfinden lässt.
Die KI hat hier keine echte Analyse vorgenommen. Sie wurde erkennbar in einer Richtung „hingedrückt“ und hat dann versucht, einen Lueckentext zu liefern, der zu dem passt, was der Fragesteller hoeren wollte. Ohne Akteneinsicht kann sie die angebliche Kluft zwischen realem Tagesgeschaeft und erfundenen Milliarden weder messen noch belegen. Sie wiederholt lediglich eine Annahme, die unbewiesen ist und an vielen Stellen durch die vorhandenen Daten sogar widerlegt wird.
Gerade der entscheidende Punkt ist offen. Ob die Milliarden wirklich erfunden waren oder ob es reale Umsaetze gab, die falsch erfasst, manipuliert oder veruntreut wurden, ist der Kern der aktuellen Verfahren. Das ist kein feststehender Fakt, sondern eine ungeklärte Beweisfrage. Zu behaupten, diese Kluft sei der „Kern des Strafprozesses“, setzt also genau das voraus, was erst bewiesen werden müsste.
Kurz gesagt: Die KI bestätigt hier keine Erkenntnis, sondern ein vorgegebenes Narrativ. Die Frage, ob das TPA Geschaeft existierte oder nicht, ist offen und kann nur mit echten Belegen entschieden werden – nicht mit einer KI, die ohne Daten arbeiten muss und deshalb nur nacherzählen kann, was man ihr vorher in den Mund legt.
https://fontaane.wordpress.com/2025/11/13/...-sache-mit-dem-narrativ/
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Das Problem der Anklage besteht darin, dass sie in allen Tatbereichen unterstellt, Markus Braun habe ein vollständig erfundenes TPA-Geschäft bewusst als Realität ausgegeben. Dieses Totalfiktion-Modell ist jedoch nur haltbar, wenn es keinerlei operative Strukturen gab.
Genau das widersprechen aber sowohl Dirty Payments als auch Operation Chargeback: Beide Recherchen gehen selbstverständlich von realen Zahlungsströmen, realen Händlern und realen Acquirer-Beziehungen aus. Sie beschreiben Missbrauch, Schattenstrukturen und illegale Praktiken – aber eben innerhalb eines tatsächlich existierenden Geschäftsmodells.
Mit der Festnahme von Brigitte Häuser-Axtner, die operativ nachweisbar Händler vermittelte und Partner betreute, fällt der Kern der Totalfiktionsthese vollends auseinander. Wer reale Händler anschließt, reale Portfolios vermittelt und reale Partner managt, kann kein rein erfundenes Geschäft betreiben.
Damit steht die Anklage vor einem Grundproblem:
Sie setzt Nichtexistenz voraus – die Faktenlage zeigt jedoch missbrauchte Existenz.