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Warum der Gesundheitssektor 2026 explodieren könnte

Mit wachsendem Kapitalzufluss und einer klaren politischen Ausrichtung bietet der Gesundheitssektor im Jahr 2026 enorme Wachstumschancen. Innovationen und neue Märkte sorgen für ein spannendes Umfeld.
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Der Gesundheitssektor startet mit stabileren regulatorischen Rahmenbedingungen und zunehmenden Kapitalzuflüssen ins Jahr 2026. Laut Bellevue Asset Management steigen die Gewinnerwartungen durch eine erweiterte Innovationspipeline und neue Absatzmärkte. Der Sektor wird derzeit noch mit einem Bewertungsabschlag von etwa 13 Prozent gegenüber globalen Aktien gehandelt, was attraktive Einstiegsmöglichkeiten bietet.

Die 5 wesentlichen Entwicklungen, die das Momentum im Sektor stärken, sind entscheidend. Erstens sorgt die klare politische Ausrichtung für Preisbildung und Erstattung. Die Preisvereinbarung zwischen der US-Regierung und Pfizer Ende September sowie die Deals mit Eli Lilly und Novo Nordisk im November haben für mehr Planbarkeit und weniger Unsicherheit gesorgt. Investoren reagierten rasch, und das Healthcare-Segment gehörte im vierten Quartal zu den stärksten globalen Märkten, mit einem Anstieg von 9 Prozent. Allein in den letzten drei Monaten flossen rund 8 Milliarden US-Dollar in Healthcare-ETFs.

Zweitens hat das Re-Rating im Sektor begonnen. Die Bewertungen bewegen sich zurück in Richtung des langfristigen Durchschnitts, aber noch immer gibt es einen klaren Bewertungsabschlag. Für Biopharma und Life-Science-Tools wird ein durchschnittliches Gewinnwachstum von rund 15 Prozent pro Jahr für 2024 bis 2027 erwartet, was mehr als doppelt so hoch ist wie der langfristige Trend von 7 Prozent.

Drittens hat Biopharma starke Wachstumstreiber. Neue Wirkstoffklassen in der Onkologie, Fortschritte bei Adipositas- und Diabetesbehandlungen sowie Innovationen in kardiovaskulären Therapien schaffen neue Marktvolumina. Auch die Nachfrage im Bioprocessing steigt, vor allem aufgrund von Onshoring-Effekten und neuen Produktionsplattformen. Zudem stehen der Branche mehr als 180 Milliarden US-Dollar an M&A-Kapital (Übernahmegelder) zur Verfügung, um Umsatzrückgänge aufgrund von Patentabläufen abzufedern und strategische Lücken zu schließen.

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Viertens verzeichnet die Medizintechnik ein starkes Wachstum. Die Nachfrage in etablierten Segmenten bleibt hoch, und neue Milliardenmärkte entstehen. Besonders dynamisch wächst der Markt für kontinuierliche Glukoseüberwachung, der bis 2029 auf über 21 Milliarden US-Dollar anwachsen könnte. Gleichzeitig finden neue Technologien wie Pulsfeldablation und KI-gestützte Smartglasses immer mehr Einzug in die klinische Versorgung. Das Segment bleibt attraktiv bewertet, mit einer aktuellen Bewertung der Großkapitalisierten Medizintechnikunternehmen von etwa 18,3x, rund 18 Prozent unter dem S&P 500.

Schließlich gewinnen auch Schwellenländer an Innovationskraft und Marktgewicht. China entwickelt sich zunehmend zu einem globalen Pharmaakteur, indem es First-in-Class-Therapien selbst entwickelt. Indien profitiert von einer wachsenden Mittelschicht und Investitionen in die Gesundheitsinfrastruktur. Der Markt für chronische Erkrankungen wächst stark, und private Kliniknetzwerke expandieren weiter. In diesen Märkten entstehen zunehmend hochwertige Spezialarzneimittel und globale Therapieplattformen.

Der Gesundheitssektor geht damit mit starken strukturellen Wachstumstreibern und erhöhter Gewinnsichtbarkeit ins Jahr 2026. Innovation bleibt der zentrale Motor, angetrieben durch gut gefüllte Pipelines, neue Therapieplattformen und technologische Lösungen. Das Marktumfeld bleibt dabei sehr differenziert, was aktives Management und gezielte Titelselektion besonders attraktiv macht.

Autor: sbh-Redaktion/neb


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