Mehr als 500.000 Russen ohne Strom nach ukrainischem Angriff
BELGOROD (dpa-AFX) - Ein ukrainischer Angriff auf das westrussische Gebiet Belgorod hat nach Angaben der örtlichen Behörden einen großflächigen Ausfall der Strom-, Wärme und Wasserversorgung zur Folge. Der Beschuss eines Infrastrukturobjekts mit Raketen habe 556.000 Menschen von der Stromversorgung abgeschnitten, teilte Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow bei Telegram mit. "Ohne Wärmeversorgung ist fast die gleiche Anzahl, in erster Linie betrifft das 1.920 Mehrfamilienhäuser. Fast 200.000 Menschen sind ohne Wasser und Abwasser", sagte er in dem Video.
Nach Angaben Gladkows sind die Reparaturarbeiten bereits angelaufen. "Die Situation ist sehr schwierig", betonte er. Demnach wird versucht, Reservekapazitäten anzuschließen. Zur möglichen Dauer des Blackouts machte er keine Angaben. Am Nachmittag werde er neue Informationen geben, sagte er nur.
Russland beschießt seit Kriegsbeginn systematisch das Hinterland der Ukraine und zerstört Energieanlagen. So hat Moskau in der Nacht zum zweiten Mal seit Kriegsbeginn auch eine Mittelstreckenrakete gegen den Nachbarn eingesetzt. Aber auch die Ukraine setzt in ihrer Verteidigung zunehmend auf Attacken gegen Objekte weit hinter der russischen Grenze. Vorwiegend zielt sie dabei auf Objekte der Öl- und Gasindustrie, um die Treibstoffversorgung des russischen Militärs zu erschweren. Dabei setzt sie normalerweise auf weitreichende Drohnen. Der Einsatz von Raketen ist selten./bal/DP/jha
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