So tönte vor einigen Monaten noch Ingo "aalglattgesicht" E. bei N-TV. Ich hatte damals den Eindruck, daß der Mann nicht weiß, wovon er spricht. Die unheilvolle Massierung von Begriffen wie "strategisch", "positioniert" oder "zukunftsträchtig" beschert nicht nur Infomatec-Geschädigten ein nervöses Haarsträuben, nein, es stellt sich vielmehr die Frage, warum solchen Leuten Millionen anvertraut werden, wo doch jeder Staubsaugervertreter sein Handwerk besser versteht. Hier einige ernüchternde Fakten:
Eine fast verdächtige Ruhe ist eingekehrt bei der sonst so pflichtmitteilungsfreudigen Endemann!! Internet AG. Schon seit über zwei Monaten hat das Unternehmen, dem nur ein Ausrufezeichen im Firmennamen noch zu wenig ist, keinen Pieps mehr von sich hören lassen - und dabei war die Endemann!! Internet AG mit dem eloquenten Ingo Endemann an der Spitze doch weit und breit bekannt für ihr immenses Mitteilungsbedürfnis: Mit sage und schreibe 55 (in Worten: fünfundfünfzig) Ad-hoc-Meldungen wurden die Anleger seit dem Börsengang im März 1999 überschwemmt - das ergibt ein rekordverdächtiges Verhältnis von fünf Meldungen pro 1 Mill. DM Jahresumsatz.
Doch wenn der Berg inzwischen nicht mehr zum Propheten kommt, dann muss der Prophet eben jetzt zum Berg gehen. Ein Anruf bei Endemann bringt tatsächlich einige interessante Informationen an den Tag. Wir wollten doch gerne einmal wissen, was aus Endemanns MCY.com-Option geworden ist, die im Oktober ablaufen sollte und die als nicht realisierter (!!) Gewinn mit dem stolzen Betrag von 2,5 Mill. DM in der Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres 1999 auftauchte (bei Rechnungslegung nach US-GAAP ist das möglich). Damit war diese Option, die mit 2,8 Mill. DM bilanziert wurde, der mit Abstand größte Ertragsbringer für Endemann gewesen.
Ja, die MCY.com-Option sei bereits im Juni dieses Jahres ausgeübt worden, war nicht ad hoc, sondern nur auf Anfrage bei dem Unternehmen zu erfahren. Wie viele Aktien zu welchem Preis übernommen wurden, das wollte man jedoch partout nicht preisgeben. Etwas mehr Gewissheit kam erst durch ein Telefonat mit Ingo Endemann persönlich. Das ergab nämlich, dass sich der nicht realisierte Gewinn über 2,5 Mill. DM von damals inzwischen in einen Verlust von 700000 DM sowie eine Beteiligung von "unter 3%" an der ständig an Wert verlierenden MCY.com verwandelt hat. Wie heißt es doch so schön trocken im Anhang des letzten Geschäftsberichts: "Die Option wurde anhand des Börsenkurses mit einem Marktwert von TDM 2842 bilanziert. Angesichts variierender Einflussfaktoren kann dieser Wert von dem zukünftig am Markt realisierbaren Wert abweichen." Dass der am "Markt realisierbare Wert" in einen Verlust ausarten könnte, wurde im Geschäftsbericht nicht erwähnt. Noch bei der Bilanzvorlage Ende März hatte sich Endemann davon überzeugt gezeigt, dass sich mit der Option ein Ertrag von "3 bis 4 Mill. DM" erzielen lassen würde.
Eine fast verdächtige Ruhe ist eingekehrt bei der sonst so pflichtmitteilungsfreudigen Endemann!! Internet AG. Schon seit über zwei Monaten hat das Unternehmen, dem nur ein Ausrufezeichen im Firmennamen noch zu wenig ist, keinen Pieps mehr von sich hören lassen - und dabei war die Endemann!! Internet AG mit dem eloquenten Ingo Endemann an der Spitze doch weit und breit bekannt für ihr immenses Mitteilungsbedürfnis: Mit sage und schreibe 55 (in Worten: fünfundfünfzig) Ad-hoc-Meldungen wurden die Anleger seit dem Börsengang im März 1999 überschwemmt - das ergibt ein rekordverdächtiges Verhältnis von fünf Meldungen pro 1 Mill. DM Jahresumsatz.
Doch wenn der Berg inzwischen nicht mehr zum Propheten kommt, dann muss der Prophet eben jetzt zum Berg gehen. Ein Anruf bei Endemann bringt tatsächlich einige interessante Informationen an den Tag. Wir wollten doch gerne einmal wissen, was aus Endemanns MCY.com-Option geworden ist, die im Oktober ablaufen sollte und die als nicht realisierter (!!) Gewinn mit dem stolzen Betrag von 2,5 Mill. DM in der Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres 1999 auftauchte (bei Rechnungslegung nach US-GAAP ist das möglich). Damit war diese Option, die mit 2,8 Mill. DM bilanziert wurde, der mit Abstand größte Ertragsbringer für Endemann gewesen.
Ja, die MCY.com-Option sei bereits im Juni dieses Jahres ausgeübt worden, war nicht ad hoc, sondern nur auf Anfrage bei dem Unternehmen zu erfahren. Wie viele Aktien zu welchem Preis übernommen wurden, das wollte man jedoch partout nicht preisgeben. Etwas mehr Gewissheit kam erst durch ein Telefonat mit Ingo Endemann persönlich. Das ergab nämlich, dass sich der nicht realisierte Gewinn über 2,5 Mill. DM von damals inzwischen in einen Verlust von 700000 DM sowie eine Beteiligung von "unter 3%" an der ständig an Wert verlierenden MCY.com verwandelt hat. Wie heißt es doch so schön trocken im Anhang des letzten Geschäftsberichts: "Die Option wurde anhand des Börsenkurses mit einem Marktwert von TDM 2842 bilanziert. Angesichts variierender Einflussfaktoren kann dieser Wert von dem zukünftig am Markt realisierbaren Wert abweichen." Dass der am "Markt realisierbare Wert" in einen Verlust ausarten könnte, wurde im Geschäftsbericht nicht erwähnt. Noch bei der Bilanzvorlage Ende März hatte sich Endemann davon überzeugt gezeigt, dass sich mit der Option ein Ertrag von "3 bis 4 Mill. DM" erzielen lassen würde.
