Die Krise durch ein wenig Satire näher beleuchtet!
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Allerlei Blasen . . . neue Blasen
von Gunter Armand
Mein Gefühl sagte mir im Dezember 2008, daß es einige Monate dauert, bis die Folgen
der Finanzkrise GROSSE Teile der Wirtschaft erreichen. Zu meinem Freund sagte ich,
daß die Firmen in Europa ja zuerst Reserven und Polster aus einem großteils (3/4 des
Jahres) erfolgreichen Wirtschaftsjahr 2008 abbauen müßten, bevor sie selbst betroffen
werden oder ihre mageren Aussichten voll zugeben müssen, d. h. die Firmen nutzten
das erste Quartal noch, um ihre Situation zu verstecken, zu verschleppen und meldeten,
soweit die Krise bei ihnen schon angekommen war, eben nur Kurzarbeit an. Das ist noch
nicht brenzlig, wird es aber schon bald, wenn die nächste Stufe der Kurzarbeit, die
Entlassung, massenweise veranlaßt wird. Und viele Firmen werden mit der ganzen
Belegschaft gleich in die Insolvenz gehen müssen, weil die Abwärtsdramatik immer
größere Kreise zieht und das Tempo beschleunigt.
Inzwischen sind einige BLASEN entstanden, mit denen das Etablissement versucht, uns
von der wahren Tragweite der schlechten Nachrichten abzulenken und zum Durchhalten
zu bringen:
KURZARBEITERBLASE . . . die Unternehmen parken die Mitarbeiter bei der Kurzarbeit,
die Kosten werden dadurch von den Unternehmen weg zum Sozialwesen hin verlagert.
Man müßte berechnen, wie groß die Verschuldung der Unternehmen inzwischen wäre,
wenn diese "Nebenblase" als Ausweichmöglichkeit nicht bestehen würde. Dann würden
die Aktienkurse auch viel tiefer liegen.
MANIPULATIONSBLASE . . . immer mehr erkennen wir, daß nicht nur der Goldpreis und
die Inflationsrate manipuliert werden, sondern auch die Zahlen zur Arbeitslosigkeit, zum
X, zum Y und zum Z. Wir leben nun im Zeitalter der Manipulation, in welchem die
Etablierten über ihre Hilfskräfte (Medien, Statistiker) so gut wie alles fälschen, bereinigen,
beschönigen und manipulieren und unliebsames weglassen oder verschweigen. Was
gibt es schlimmeres als ungedeckte, mit Falschgeld überschwemmte Geldmärkte in
einem Umfeld von manipulierenden Staaten? Die Antwort des mündigen Bürgers: schnell
weg hier, zum GOLDFUNDAMENT.
LÜGENBLASE . . . alles, was Rang und Namen hat und dem Etablissement nahe steht,
verbreitet optimistische Einschätzungen und geschönte Nachrichten, hier nutzt man den
Goebbelseffekt (... was man mit Inbrunst "glaubt", wird wahr werden: es geht aufwärts,
wenn alle denken, daß es aufwärts geht) und schwafelt vom Endsieg, der gar nicht
möglich ist, weil das Arsenal der alten Waffen (wo sind die neuen Waffen?) schon
vollkommen aufgebraucht ist: Beinahe-Nullzins und Aufkauf von Staatsanleihen durch
die Notenbanken, Banken-Bailouts, Konjunkturprogramme. Aber bald schon werden die
meisten Bürger und Staatsgläubigen aufwachen müssen. Und dann wird die Börse
vermutlich gewaltig crashen.
BÖRSENBLASE . . . obwohl die Unternehmen schrumpfen und kränker werden, die
Gewinnne vieler Unternehmen bspw. auf 10% - 60% gefallen sind oder gar negativ
geworden sind, steigen die Kurse in summarum. Viele Unternehmen verkaufen unter
dem aktuellen Schuldendruck große Unternehmensteile, um noch einigermaßen flüssig
zu bleiben. Auch im Bereich der Wirtschaft wird nun abverkauft, was geht (Leiharbeiter,
verkäufliche Unternehmensteile, Immobilien, Eigenaktien). Ich glaube, diese
"Manipulationen", um Unternehmen gesünder erscheinen zu lassen, sind in den
aktuellen (zu hohen) Aktienkursen noch gar nicht eingepreist bzw. haben die aktuelle
Börsenblase mit verursacht. Auch der Stresstest der amerikanischen Banken hat den
Eindruck erweckt, daß die Banken sich erholt hätten und das Gröbste der Krise
überstanden wäre. Kein Wunder, daß in wenigen Wochen die Aktienkurse nach oben
geklettert sind, bei so viel Manipulation. Die Börsenblase ist genau genommen die
direkte Folge der Manipulationsblase und der Lügenblase, weil die Klickaffen ja die
vorgebeteten Einschätzungen übernehmen und es gerne sehen, wenn Kurse steigen.
Alibis dafür wurden von den Etablierten ja genügend geliefert...........................
"An der Börse sind 2 + 2 nicht 4, sondern 5 - 1 !"
"An der Börse kann man 1.000 % Gewinn erzielen, aber nur 100% Verlust!"