Forscher haben charakteristische Blickmuster am Beispiel Gespräch gefunden. Wir denken zwar nicht bewusst darüber nach, wie oft wir wann unseren Gesprächspartner anschauen, dennoch gibt es bestimmte Regeln und Gesetzmäßigkeiten, die je nach Situation eingehalten werden. So blickt der Sprecher/ die Sprecherin zum Beispiel am Anfang einer Äußerung vom Zuhörer/ von der Zuhörerin weg und am Ende einer Äußerung wird der Zuhörende dann wieder angeschaut. Der Blick reguliert demnach, wer wann sprechen darf und zeigt den Wechsel an (Kendon, 1967), er sorgt während des gesamten Gesprächs für die visuelle Balance der Interaktion. In unserem Kulturkreis blickt der Zuhörer mehr als der Redner: In der Rolle des Redners schaut man den anderen zu 41% der Zeit an, beim Zuhören sind es schon 75%.
Dabei gilt es, ein bestimmtes Gleichgewicht zu bewahren. Zuviel Anschauen oder zuwenig wie überhaupt nicht Blicken, das fällt sofort auf und sorgt für Verunsicherung.
Übung: Probieren Sie es selbst einmal aus: Versuchen Sie bei einem Gespräch a) während Sie selbst sprechen, Ihren Gesprächspartner dauerhaft anzuschauen, oder b) während dem Zuhören, den Sprecher /die Sprecherin gar nicht anzuschauen. Anschließend können Sie sich darüber austauschen.
An einer Universität sprach man mit Studierenden folgendes ab: Während eines Vortrages sollten zunächst alle, die auf der linken Seite saßen, den Dozenten ansehen, während alle auf der rechten Seite den Redner ignorieren sollten. Nach der Hälfte der Vortragszeit sollten alle ihre Rollen tauschen. Ergebnis: der Redner war anfangs etwas irritiert, dass nur eine Seite Interesse an seinem Vortrag hatte, er passte sich jedoch schnell der Situation an, indem er seine Worte und Blicke ausschließlich an die linke (interessierte) Seite richtete. Beim Rollenwechsel war er dann sehr verwirrt und verlor seinen Faden. Er hatte große Mühe, sich wiederum der ungewöhnlichen Situation anzupassen.
An diesem Beispiel sieht man, wie wichtig das Blickverhalten ist und dass Blicke die Situation regulieren und dem Redner Sicherheit geben. Diese Muster beim Blickverhalten und ihre Regeln sind für uns im Grunde nichts Neues oder besonders Kompliziertes, da jeder von uns sie tagtäglich anwendet.
Blicke können aber auch ein Zeichen von Aggression sein. Für Tiere ist Anstarren ein Kampfritual, das Angst und Aggression hervorruft, sie reagieren aggressiv oder mit fluchtartigem Verhalten. Wir Menschen zeigen ganz ähnliche Reaktionen. Forscher machten ein Experiment, in dem sie Autofahrer bei Rot an Ampeln anstarrten und die Schnelligkeit des Wegfahrens maßen. Ergebnisse waren, dass der Start nach dem Anstarren bedeutend schneller war als ohne das Starren
Dabei gilt es, ein bestimmtes Gleichgewicht zu bewahren. Zuviel Anschauen oder zuwenig wie überhaupt nicht Blicken, das fällt sofort auf und sorgt für Verunsicherung.
Übung: Probieren Sie es selbst einmal aus: Versuchen Sie bei einem Gespräch a) während Sie selbst sprechen, Ihren Gesprächspartner dauerhaft anzuschauen, oder b) während dem Zuhören, den Sprecher /die Sprecherin gar nicht anzuschauen. Anschließend können Sie sich darüber austauschen.
An einer Universität sprach man mit Studierenden folgendes ab: Während eines Vortrages sollten zunächst alle, die auf der linken Seite saßen, den Dozenten ansehen, während alle auf der rechten Seite den Redner ignorieren sollten. Nach der Hälfte der Vortragszeit sollten alle ihre Rollen tauschen. Ergebnis: der Redner war anfangs etwas irritiert, dass nur eine Seite Interesse an seinem Vortrag hatte, er passte sich jedoch schnell der Situation an, indem er seine Worte und Blicke ausschließlich an die linke (interessierte) Seite richtete. Beim Rollenwechsel war er dann sehr verwirrt und verlor seinen Faden. Er hatte große Mühe, sich wiederum der ungewöhnlichen Situation anzupassen.
An diesem Beispiel sieht man, wie wichtig das Blickverhalten ist und dass Blicke die Situation regulieren und dem Redner Sicherheit geben. Diese Muster beim Blickverhalten und ihre Regeln sind für uns im Grunde nichts Neues oder besonders Kompliziertes, da jeder von uns sie tagtäglich anwendet.
Blicke können aber auch ein Zeichen von Aggression sein. Für Tiere ist Anstarren ein Kampfritual, das Angst und Aggression hervorruft, sie reagieren aggressiv oder mit fluchtartigem Verhalten. Wir Menschen zeigen ganz ähnliche Reaktionen. Forscher machten ein Experiment, in dem sie Autofahrer bei Rot an Ampeln anstarrten und die Schnelligkeit des Wegfahrens maßen. Ergebnisse waren, dass der Start nach dem Anstarren bedeutend schneller war als ohne das Starren