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Vonovia Aktie

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Passende Knock-Outs auf Gold

Strategie Hebel
Steigender Gold-Kurs 5,00 9,99 15,01
Fallender Gold-Kurs 5,00 10,02 14,95
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000VH2RZ87 , DE000VH9FBP1 , DE000VJ04WQ4 , DE000VJ4N687 , DE000VJ8Q5T4 , DE000VJ846U9 .Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

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Vonovia SE 21,42 € -2,19% Perf. seit Threadbeginn:   -22,69%
 
Steinwollsocke:

Interessanter Verlauf

2
10:31
Was für ein Tag gestern. Selten gesehen sowas.

In aller Kürze: Wie erwartet gute Zahlen im Rahmen der Erwartungen. Darauf muss man nicht eingehen. Der Kurs, vorbörslich erst mal sehr positiv und deutlich im plus, ging dann direkt nach Börseneröffnung und den einsetzenden Leerverkäufen massiv auf Tauchstation. Im Bundesanzeiger wurde eine LV Position von Two Sigma, welche die 0,5 Prozent Schwelle überschritten hat, bereits veröffentlicht. Wie viele unterhalb der 0,5 Prozent Schwelle befindlich sind, ist nicht ersichtlich. Es dürften angesichts der gestrigen Umsätze und des heftigen Kursrutsches jedoch einige sein.

Die Fundamentalsituation des Konzerns verbessert sich praktisch monatlich, da die deutlich gestiegenen und weiter steigenden Mieten den aktuellen zusätzlichen Zinsaufwand deutlich outperformen. Die neue Strategie ist jetzt keine Raketenwissenschaft. Man möchte schlicht zusätzliche Assets im Volumen von 5mrd Euro verkaufen, diese Assets jedoch idealerweise weiter verwalten und damit einen Ergebnisbeitrag für Verwaltung, Bewirtschaftung und Modernisierung behalten. Ich halte das für Realistisch.

Kurzum und mein Fazit bzw. Ausblick:

Sobald der größte seiner Art, Donald der Erste, etwas sprunghaft wie er eben von Gott gemacht wurde, den totalen Sieg und damit das Ende der US Angriffe auf den Iran verkündet (kann praktisch jeden Tag geschehen, von einer Minute auf die andere), werden sich Ölpreise und Anleiherenditen sehr schnell gen Süden bewegen. Da insbesondere die Ölpreise und Anleihekurse aktuell sehr stark spekulativ beeinflusst sind, werden wir insbesondere beim Ölpreis dann Wasserfallartige Kursrücksetzer erleben. Im nächsten Schritt wird den Leerverkäufern insbesondere deutscher Immobilientitel buchstäblich "der Hintern aufgerissen werden".

In der aktuellen Situation trifft die Vonovia Aktie auf sehr hohe Nachfrage selbst von solchen Anlegern, die diesen Titel eigentlich nicht auf der Watchlist gehabt haben. Sinngemäß: Eigentlich hatte ich keinen Kauf geplant, bei dem unfassbaren Abschlag auf den Nettobuchwert pro Aktie auf EK Basis (rund 32 Euro pro Aktie) lange ich jedoch natürlich zu. Ein großer Teil der automatischen Verkäufe durch algorithmische Händler und der Leerverkäufer wurde so also absorbiert. Sobald Öl und Zinsen sinken, kaufen die Algos blind und automatisiert zu. Das Überspringen bestimmter Kursmarken wird zusätzliche Käufer anlocken.

Den Leerverkäufern wird dann, innerhalb weniger Tag, buchstäblich der Hintern aufgerissen. Hat man übrigens neulich bei K+S gesehen. Hatte zwischenzeitlich mal kurz 50 Prozent binnen weniger Tage zugelegt.
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Schnubbel69:

50% plus

 
10:57
Aber was bringen die wenn wir irgendwann bei 15 stehen  
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Lionell:

Null Hoffnung

 
11:13
Der letzte macht bei dieser desolaten Depotleiche bitte das Licht aus,
Wie lange werden die 20noch halten
Auch 15€ sind möglich, wenn nicht sogar 10 €
Bei diesem Invest ist alles möglich,sogar ein Delisting
Antworten
Highländer49:

Vonovia

 
11:25
Die Vonovia-Aktie steht weiter unter Druck und notiert aktuell wieder auf dem Niveau früherer Jahre. Trotz einer gewissen Stabilisierung im operativen Geschäft bleibt das Umfeld herausfordernd. Wie sind aktuellen Zahlen einzuordnen und ergibt sich daraus eine Chance?
www.finanznachrichten.de/...k-wie-es-jetzt-weitergeht-486.htm
Antworten
Betongold2024:

Steinwollsocke

 
11:30
"direkt nach Börseneröffnung und den einsetzenden Leerverkäufen massiv auf Tauchstation. "

Steinwollsocke, vermutlich sehen das nur echte Aktionäre wie Du. Bei den Meinungsäußerungen und oft nicht fundiert begründeten Behauptungen habe ich das Gefühl das wir hier in der Minderheit sind.
Leider erkennt das Management nicht das wir ein wenig Unterstützung brauchen. Die Taktik der Shortseller, bei guten News, gleich agressiv anzugreifen kann nur bei Aktien funktionieren wo kein Rückkaufprogramm aktiv ist. Der Spuk wäre schnell vorbei gewesen wenn Vonovia ein paar mal 100k gekauft hätte. Auch der Vorstand hätte mal durch Insiderkäufe glänzen dürfen um uns zu zeigen das er an seine eigenen Prognosen glaubt.

Die Daten von Marketbeat und Fintel interessieren Vonovia nicht. Die meinen es ist nur relevant was im Bundesanzeiger steht.

Es könnte sogar sein das Marketbeat bei der nächsten Veröffentlichung sogar geringere leerverkaufte Aktien ausweist. Ich denke das Shortseller permanent zurückkaufen, nachdem sie die gewünschte Wirkung erzielt haben.

Ich bin jedenfalls mit den Zahlen sehr zufrieden. Dividende geteigert, ICR ebenfalls Gewinne auch, Schulden reduziert. Man kann sagen das Vonovia geliefert hat.  Normalerweise kaufe ich nur kleine Brocken, so 100 bis 200 Stück. Habe jetzt das erste Mal ein wenig mehr gekauft.

(Verkleinert auf 35%) vergrößern
Vonovia Aktie 1513321
Antworten
HaraldW.:

sie sind wieder da

 
11:44
Two Sigma Investments, LP
Vonovia SE
DE000A1ML7J1
0,51 %
2026-03-19

Two Sigma Investments, LP
Vonovia SE
DE000A1ML7J1
0,49 %
2026-02-11

www.bundesanzeiger.de

Antworten
Betongold2024:

Ariva Qualität

2
11:58
Das Niveau hier ist leider oft Kindergarten. Klasse wäre es wenn es hier ein geschlossenes Board gibt wo nur echte Aktionäre mit Klarnamen posten dürfen. Ich würde gerne mit echten Aktionären produktive Gruppenarbeit machen.
Wir könnten beispielsweise einen Sektorenvergleich erstellen/Peer Group. Was richtig passeendes konnte ich nirgends finden.
seekingalpha.com/marketplace/.../6078339-top-5-picks-for-2025

Unsere Deutschen wie LEG sind nicht ausreichend, weil Vonovias Entwicklung diese Werte beeinflusst. International wäre da besser. Mit entsprechender Qualität würde man sicher einen Journalisten finden der diesen Vergleich verbreitet.

Interessant wären amerikanische,skandinavische auch wegen Blackrock und Norwegischer Staatsfond. Und natür Landlords aus UK, wegen den Analysten

storage.mfn.se/...d8a5eb3d/castellum-year-end-report-2025.pdf
Divi wesentlich kleiner, LTV bei 50. Warum haben die ein höheres KGV.

Also wenn jemand ein paar gute Vonovia Peers kennt, dann her damit.
Antworten
todi1:

Earnigs call 1.

2
13:31
Vonovia SE ( seekingalpha.com/symbol/VONOY#hasComeFromMpArticle=f… ) Q4 2025 Earnings Call 19. März 2026 9:00 Uhr EDT



Unternehmensteilnehmer

René Hoffmann – Leiter Investor Relations,

Luka Mucic – Vorsitzender der Geschäftsführung & CEO,

Philip Grosse – Finanzvorstand & Mitglied der Geschäftsführung



Teilnehmer der Telefonkonferenz

Charles Boissier – UBS Investment Bank, Forschungsabteilung;

Bart Gysens – Morgan Stanley, Forschungsabteilung;

Valerie Jacob Guezi – Bernstein Institutional Services LLC, Forschungsabteilung;

Thomas Rothaeusler – Deutsche Bank AG, Forschungsabteilung;

Veronique Meertens – Kempen & Co;

Pierre-Emmanuel Clouard – Jefferies LLC, Forschungsabteilung;

Marc Louis Mozzi – BofA Securities, Forschungsabteilung;

Paul May – Barclays Bank PLC, Forschungsabteilung;

Thomas Neuhold – Kepler Cheuvreux, Forschungsabteilung;

Aaron Guy – Citigroup Inc., Forschungsabteilung



Präsentation



Operator

Meine Damen und Herren, herzlich willkommen zur Telefonkonferenz für Analysten und Investoren von Vonovia SE zu den Jahresergebnissen 2025. Ich bin Sandra, die Moderatorin von Chorus Call. [Hinweise für die Teilnehmer] Die Konferenz wird aufgezeichnet. [Hinweise für die Teilnehmer] Die Aufzeichnung der Konferenz wird nicht veröffentlicht oder ausgestrahlt.

Es ist mir nun eine Freude, das Wort an René zu übergeben. Bitte fahren Sie fort.



René Hoffmann,

Leiter Investor Relations

Vielen Dank, Sandra, und herzlich willkommen zu unserem Gespräch. Heute begrüßen wir Luka Mucic, unseren neuen CEO, und Philip Grosse, unseren CFO. Sie werden Ihnen kurz die wichtigsten Punkte und Botschaften des heutigen Tages vorstellen. Anschließend eröffnen wir die Fragerunde, in der beide Ihre Fragen gerne beantworten werden. Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass wir weiterhin die Regelung einhalten, dass jeder Analyst maximal zwei Fragen stellen darf.

Damit ist das Wort an dich, Luka.



Luka Mucic

Vorsitzender des Verwaltungsrats & CEO

Vielen Dank, René, und hallo und herzlich willkommen zusammen. Dies ist offensichtlich meine erste Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen als CEO von Vonovia, und daher freue ich mich sehr, heute mit Ihnen nicht nur über unsere Jahreszahlen, sondern auch über unsere kurz- und mittelfristigen Geschäftsentwicklungspläne sprechen zu können .

Gestatten Sie, dass ich Ihnen zunächst einen Überblick über die wichtigsten Kernaussagen gebe und anschließend an Philip übergebe, der Ihnen einen kurzen Rückblick auf das Jahr 2025 geben wird. Vorab sei vorab gesagt: Die Ergebnisse entsprachen weitgehend den Erwartungen, in einigen Fällen lagen sie sogar leicht darüber. Dies ist eine meiner wichtigsten ersten Beobachtungen. Es mag nicht wirklich überraschend sein, aber aus meiner Sicht bin ich von der bemerkenswerten Stabilität und dem positiven Trend des operativen Geschäfts sowie der von Vonovia geschaffenen Plattform zur Führung dieses Geschäfts zutiefst beeindruckt. Zusammen mit den verschiedenen Aktivitäten außerhalb des Vermietungsbereichs, die alle gut angelaufen sind, bestätigen wir gerne die Prognose für 2026 und den Ausblick für 2028.

Unser Ziel ist es, das bereinigte Ergebnis vor Steuern je Aktie in diesem Zeitraum jährlich um einen mittleren einstelligen Prozentsatz zu steigern. Mittelfristig verfolgen wir jedoch ehrgeizigere Ziele. Ich sehe erhebliche Chancen, Vonovia auf die nächste Stufe zu heben und ein beschleunigtes Wachstum im hohen einstelligen Bereich zu erzielen, indem wir unsere Wachstumsinitiativen außerhalb des Vermietungsgeschäfts und unsere Produktivitätssteigerungen weiter beschleunigen und ausweiten.

Dieses Wachstum wird maßgeblich von drei Faktoren getragen: Erstens von einer KI-gestützten, durchgängigen Prozessneugestaltung für höhere Leistung und Effizienz; zweitens von der Nutzung unserer bestehenden, weitgehend digitalen Kundenschnittstelle für ein erweitertes Partnernetzwerk und ein breiteres Leistungsspektrum; und drittens vom Aufbau eines erfolgreichen B2B-Geschäfts im Bereich Drittanbietermanagement. Eine zentrale Voraussetzung für dieses Wachstum ist ein ambitionierterer Umgang mit Fremdkapital. Zusätzlich zum bereits laufenden organischen Schuldenabbau werden wir die Erreichung unserer neuen Ziele durch eine proaktivere Positionierung im Hinblick auf Veräußerungen beschleunigen.

Ein weiterer Änderungsbereich ist die Offenlegung. Wir weisen Ihnen nun das Nettoergebnis für die Aktionäre nach Steuern und Minderheitsanteilen aus und informieren Sie detaillierter über unsere Aktivitäten außerhalb Deutschlands sowie unsere Entwicklungstätigkeiten. Apropos Offenlegung: Wir haben unsere Dividendenpolitik vereinfacht und verfolgen nun eine progressive Dividendenpolitik mit dem Ziel, 50 % bis 60 % des bereinigten EBITDA auszuschütten. Für das Jahr 2025 schlagen wir der diesjährigen Hauptversammlung eine Dividende von 1,25 EUR vor.

Und damit übergebe ich an Sie, Philip, für unsere Ergebnisse für das Gesamtjahr 2025.



Philip Grosse,

Finanzvorstand und Mitglied des Vorstands

Ja. Vielen Dank, Luka, und auch von mir ein herzliches Willkommen. Wir sind mit unserer Leistung im letzten Jahr sehr zufrieden. Alle vier Segmente verzeichneten ein deutliches Wachstum, was zu einem Anstieg des bereinigten EBITDA um insgesamt 6 % führte. Im Vermietungssegment stieg das Wachstum um 2,5 %, und das trotz rund 9.000 weniger Einheiten und leicht höheren Betriebskosten aufgrund der Inflation.

Das organische Mietwachstum betrug 4,1 %, davon waren 2,6 % marktbedingt und 1,5 % auf Investitionen zurückzuführen. Die Auslastung blieb erwartungsgemäß hoch bei fast 98 %, ebenso wie unsere Einzugsquote mit nahezu 100 %. Die Wertschöpfung stieg um 17 % auf 198 Millionen Euro, was im Wesentlichen auf einen höheren Beitrag unserer Handwerkerorganisation aufgrund von Effizienz- und Volumensteigerungen sowie auf das wachsende Energiegeschäft zurückzuführen ist.

Bereinigt um den einmaligen Effekt von 58 Mio. EUR aus dem 2024 abgeschlossenen Koaxialkabel-Leasingvertrag, wäre das Wachstum in diesem Segment noch deutlich höher ausgefallen. Im Bereich der wiederkehrenden Umsätze war unsere Strategie, die Profitabilität in den Vordergrund zu stellen, erfolgreich. Obwohl das Gesamtabsatzvolumen etwas unter dem Vorjahreswert lag, konnten wir deutlich höhere Fair-Value-Anhebungen von 32 % realisieren, wodurch der EBITDA-Beitrag um 44 % auf 83 Mio. EUR stieg.

Das EBITDA in unserem Entwicklungssegment hat sich auf 75 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Wie wir bereits im vergangenen Jahr berichtet haben, ist dies teilweise auf Grundstücksverkäufe zurückzuführen. Beeinflusst wurde das Ergebnis durch höhere Finanzierungskosten und die höhere Aktienanzahl infolge der im Vorjahr gezahlten Aktiendividende. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern je Aktie stieg um 3,1 % auf 2,29 Euro.

Luka erwähnte die neue Kennzahl „Bereinigtes Ergebnis vor Steuern“. Das bereinigte Ergebnis je Aktie (EBT) abzüglich Steuern und Minderheitsanteile belief sich 2025 auf 1,85 EUR, ein Plus von 3,6 % gegenüber dem Vorjahr. Während die Minderheitsanteile 2025 um 16 % höher ausfielen, sanken die Steuern um 6 %. Unser operativer Free Cashflow lag 3 % unter dem von 2024. Diese Veränderung resultiert aus höheren Barausschüttungen an Minderheitsaktionäre im Zusammenhang mit dem Verkauf der Minderheitsbeteiligung an Deutsche Wohnen aufgrund der Dominanzvereinbarung, einem Anstieg der aktivierten Instandhaltungskosten und einer zwar positiven, aber geringeren Veränderung des Nettoumlaufvermögens, da wir unsere Projekte „Development to Sell“ und „Manage to Green“ ausbauen.

Die Bewertung wird auf der nächsten Folie behandelt. Die Auswirkung auf das EPRA-Nettovermögen (NTA) war, dass wir das erste jährliche Wachstum je Aktie seit 2022 verzeichneten, das leicht über 46 EUR je Aktie lag. Das EPRA-Nettovermögen (NTA) lag 2,3 % höher als Ende 2024. Abschließend noch die drei wichtigsten Kennzahlen zur Verschuldung: Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA betrug 13,8, eine Verbesserung um 0,7 gegenüber den Pro-forma-Zahlen für 2024. Der Beleihungsauslauf (LTV) lag bei 45,4 %, 40 Basispunkte unter den Pro-forma-Zahlen für 2024. Die Kapitalrendite (ICR) betrug 3,8, 0,1 Punkte über dem Wert von 2024.

Weiter auf der nächsten Seite. Die Jahresbewertung ergab einen Nettowertzuwachs von 1,8 % im Jahr 2025. Dies ist erstens auf vergleichbarer Basis und zweitens ohne Berücksichtigung des durch Investitionen erzielten Mietwachstums. Wie erwartet, beschleunigte sich das Wachstum im zweiten Halbjahr auf 1,1 %, nach 0,7 % im ersten Halbjahr des Vorjahres. Unter Einbeziehung der Investitionen beträgt das Wachstum im Gesamtjahr sogar 3,1 %. Die Grafik unten links veranschaulicht die Wertwende und den Verlauf eines organischen Wertwachstums, das maßgeblich durch Mietwachstum getrieben wird.

Ende 2025 belief sich unser Bestandsvermögen auf insgesamt 80,7 Milliarden Euro, was einem Mietmultiplikator von 23,2x bzw. einer anfänglichen Bruttorendite von 4,3 % entspricht. Betrachten wir nun kurz den Transaktionsmarkt und die Bewertungserwartungen für das laufende Jahr. Zunächst zum institutionellen Transaktionsmarkt: Das gesamte Transaktionsvolumen lag im vergangenen Jahr bei rund 9 Milliarden Euro. Hinsichtlich Transaktionsaktivität und -volumen gab es mehr Transaktionen als 2024, das durchschnittliche Transaktionsvolumen war jedoch geringer, bei gleichzeitig gestiegener Aktivität auch internationaler Investoren.

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 wird erwartet, dass Wohnimmobilien die attraktivste Anlageklasse bleiben. Sowohl Jones Lang LaSalle als auch CBRE prognostizieren ein Transaktionsvolumen von bis zu 2 Milliarden Euro, was etwas über dem Vorjahreswert liegt. Das durchschnittliche Wertwachstum wird von Jones Lang LaSalle auf 2 % bis 4 % und von CBRE auf 2 % bis 3 % geschätzt. Dies bestätigt unsere Annahme, dass organisches Mietwachstum (nach Abzug der Investitionen) weitgehend zu organischem Wertwachstum führen sollte.

Seite 6 erinnert an unsere EBITDA-Wachstumsziele für 2026 und 2028, einschließlich des steigenden Beitrags unserer Nicht-Vermietungsaktivitäten. Nach 13 % im Jahr 2025 erwarten wir für dieses Jahr mindestens 15 % und bis 2028 20 % bis 25 %. Es bleibt also unverändert.

Da das Wachstum in unserem Vermietungssegment aufgrund strenger Regulierungen in unseren Märkten letztlich auf etwa 5 % jährlich begrenzt ist, ist es für uns entscheidend, uns verstärkt auf das Wachstum unserer angrenzenden Geschäftsbereiche zu konzentrieren. Bis 2028 streben wir ein mittleres einstelliges Wachstum des bereinigten EBT je Aktie an. Mittelfristig soll dies durch eine geringere Verschuldung und zusätzliche Wachstumschancen unterstützt werden. Unser Ziel ist es, das bereinigte EBT mit einer hohen einstelligen Rate zu steigern.

Weiter zu Seite 7. Luka erwähnte bereits zu Beginn, dass wir unsere Dividendenpolitik überarbeitet und vereinfacht haben, um eine viel unkompliziertere Version zu schaffen: Wir verfolgen eine progressive Dividendenpolitik und streben eine Ausschüttungsquote zwischen 50 % und 60 % des bereinigten EBT an.

Ich weiß, dass die Aktienoption viel diskutiert wurde, aber sie erfüllte in der Vergangenheit bestimmte Zwecke. In den Anfangsjahren gaben wir neue Aktien für die Aktienoption zum oder sogar über dem Nettoinventarwert aus. Dies war eine wertsteigernde Form der Eigenkapitalbeschaffung zur Wachstumsfinanzierung. In den letzten Jahren half uns die teilweise Dividendenausschüttung in Aktien, den Mittelabfluss zu reduzieren, gerade in einer Zeit, in der das Liquiditätsmanagement höchste Priorität hatte.

Da beides nicht mehr der Fall ist, beabsichtigen wir nicht, eine Aktienoption anzubieten, es sei denn, unsere Aktien werden deutlich näher am Nettoinventarwert gehandelt. Wir definieren „näher am Nettoinventarwert“ als einen Abschlag von maximal 10 %. Konkret für das Jahr 2025 werden wir der diesjährigen Hauptversammlung, die übrigens als Präsenzveranstaltung in Bochum stattfinden wird, eine Bardividende von 1,25 EUR vorschlagen, also 2,5 % mehr als im Vorjahr.

Und damit, Luka, zurück zu dir.



Luka Mucic

Vorsitzender des Verwaltungsrats & CEO

Ja. Vielen Dank, Philip, und ich freue mich darauf, hoffentlich viele unserer Investoren dann zur Hauptversammlung in Bochum begrüßen zu dürfen. Wie ich bereits einleitend erwähnte, müssen wir, um mittelfristig ein hohes einstelliges Gewinnwachstum zu erzielen, auch eine ambitioniertere Fremdkapitalquote anstreben. Unser Ratingausblick bei den verschiedenen Ratingagenturen ist nach wie vor stabil, und unsere relevanten KPIs verbessern sich bereits heute, wie Philip bereits erläutert hat. Die aktuelle Verschuldung ist aus Sicht der Ratingagenturen also sehr positiv.

Tatsächlich müssen wir jedoch den Gegenwind durch höhere Finanzierungskosten im Auge behalten. Deshalb haben wir uns ehrgeizigere Ziele gesetzt, die wir bis Ende 2028 erreichen wollen, um unsere Bilanzflexibilität zu erhöhen und das Ergebnis für unsere Aktionäre zu steigern. Wir streben ein Nettoverschuldungsgrad (Nettoverschuldung/EBITDA) von unter 12x, einen Beleihungsauslauf (LTV) von rund 40 % und ein Eigenkapitalquote (ICR) deutlich über 3x an. Diese strengeren Verschuldungsziele werden uns helfen, den bereits laufenden organischen Schuldenabbau durch EBITDA-Wachstum und organisches Wertwachstum aus Mietsteigerungen zu beschleunigen.

Bei all dem ist mir eines besonders wichtig: Alle unsere Bemühungen zur weiteren Reduzierung der Verschuldung werden an ihren mittel- und langfristigen Auswirkungen auf unser Geschäft und unsere Fähigkeit, Wert für unsere Aktionäre zu schaffen, gemessen. Unsere Entschuldungsbemühungen umfassen auch eine aktivere Suche nach Veräußerungsmöglichkeiten. In diesem Zusammenhang werden alle Optionen geprüft. Wir überprüfen außerdem unsere Minderheitsbeteiligungen an nicht-strategischen Beteiligungen im In- und Ausland.

Die Kernbotschaft lautet also: Unsere Entscheidungen orientieren sich an der nachhaltigsten Vorgehensweise und nicht allein an der schnellsten Lösung. Warum? Weil wir aus einer Position der Stärke in einem deutlich günstigeren Umfeld agieren. Dies ist nicht vergleichbar mit dem Zeitraum von 2022 bis 2024, in dem wir unter den schwierigen Bedingungen stark steigender Zinsen und sinkender Werte operierten. Und schließlich weichen wir bei der Verfolgung unserer neuen Verschuldungsziele in keiner Weise von unseren EBITDA-Zielen für 2028 ab. Wir wollen unsere Ziele sogar erreichen und sie schneller als ursprünglich geplant realisieren.

Damit komme ich zu Seite 9. Die Fremdkapitalquote ist nicht der einzige Bereich, in dem wir unseren Kurs ändern. Wir setzen uns für eine angemessene, umfassende und transparente Kommunikation mit unseren Investoren ein. Aus diesem Grund haben wir unsere Offenlegungspflichten überarbeitet und einige Änderungen vorgenommen. Die erste und möglicherweise wichtigste Änderung ist die Einführung einer Kennzahl für den Nettogewinn für die Aktionäre. Wie Sie auf der rechten Seite von Seite 9 sehen können.

Aufgrund der gestiegenen Bedeutung von Steuern und Minderheitsanteilen werden wir das bereinigte Ergebnis vor Steuern (EBT) künftig mit dem neuen, auf die Aktionäre zugeschnittenen Ergebnis (bereinigter Gewinn) abgleichen. Diese Kennzeichnung wird sowohl für die ausgewiesenen Zahlen als auch für die Prognose verwendet. Bitte beachten Sie, dass das bereinigte EBT weiterhin die wichtigste Kennzahl zur Abbildung unserer wiederkehrenden Ertragskraft bleibt. Es wird jedoch nun volle Transparenz darüber herrschen, welcher Anteil davon den Aktionären zuzurechnen ist.

Eine weitere Änderung betrifft die verstärkte Offenlegung unserer Aktivitäten außerhalb Deutschlands sowie unserer Entwicklungsprojekte. Angesichts der Bedeutung dieser Geschäftsbereiche teilen wir die Markteinschätzung, dass in beiden Bereichen mehr Informationen erforderlich sind, damit Anleger die Dynamik und die Wertschöpfung besser verstehen.

Und zum Schluss noch ein paar Worte zu den Prognosen und dem Ausblick. Philip hat einiges davon bereits angesprochen, aber ich möchte noch ein paar Details hinzufügen. Die Prognose auf Seite 10 ähnelt sehr dem, was wir Ihnen im November gezeigt haben. Wir bestätigen ausdrücklich die Prognose für 2026 und den Ausblick für 2028. Wir werden also weiterhin die strengeren Verschuldungsziele verfolgen und unsere ursprünglichen Ziele erreichen. Neu ist jedoch ein Punkt: das bereinigte Ergebnis für die Aktionäre, wie bereits erwähnt.

Sie erinnern sich vielleicht an Philips mündliche Prognose aus der Telefonkonferenz im November, dass wir Steueraufwendungen von rund 10 % des bereinigten EBITDA und Minderheitsanteilssteuern von rund 10 % des bereinigten EBT erwarten. Wir haben dies nun in konkrete Spannen umgerechnet, um eine präzise Prognose für das bereinigte Ergebnis für die Aktionäre zu geben. Bitte beachten Sie jedoch bei der Betrachtung dieser Kennzahl, dass sie genau das aussagt: Es handelt sich um eine Gewinnkennzahl. Sie ist kein Indikator für den Cashflow. Der Großteil des Cashflows, den wir in unseren Segmenten für wiederkehrende Umsätze und Entwicklung generieren, ist hier nicht enthalten, da wir in unserer Buchhaltung Gewinn und Cashflow nicht vermischen dürfen. Die Steuern auf diese Umsätze sind jedoch enthalten.

Deshalb weisen wir auch einen operativen freien Cashflow von 1,8 Milliarden Euro im Jahr 2025 aus. Für 2026 erwarten wir einen ähnlichen Wert, bereinigt um Veränderungen des Betriebskapitals. Diese Veränderungen sind der einzige variable Faktor und hängen im Wesentlichen vom Umfang der Manage-to-Green-Akquisitionen im Jahr 2026 ab.

Mit Blick auf die Zeit nach 2026 erwarten wir ein klares Wachstum des bereinigten Gewinns je Aktie. Dies liegt auch daran, dass die Dividenden an Minderheitsaktionäre nicht mehr steigen werden. Das tatsächliche Wachstumsvolumen wird maßgeblich von Veräußerungen sowie der Entscheidung und den wirtschaftlichen Aspekten der Apollo-Call-Optionen abhängen. Wir sehen daher Potenzial für ein attraktives Wachstum des bereinigten Gewinns je Aktie. Prognosen für die nächsten zwei Jahre sind jedoch schwieriger, und kurzfristig kann es im Vergleich zum Wachstum des bereinigten Gewinns vor Steuern (EBT) zu einer leichten Verzögerung kommen.

Mittelfristig dürften die kombinierten Effekte unserer strategischen Wachstumsinitiativen, der Senkung der Körperschaftsteuer und unseres beschleunigten Schuldenabbaus den Weg für höheres Wachstum ebnen. Wir werden dies genauer beurteilen, sobald wir beim Schuldenabbau Fortschritte erzielt haben.

Und damit zurück an dich, René, für die Fragerunde.



Frage-und-Antwort-Runde



René Hoffmann,

Leiter Investor Relations

Vielen Dank, Luka. Vielen Dank, Philip. [Anweisungen für den Operator] Gehen wir die Fragen nacheinander durch, das erleichtert die Beantwortung. Damit übergebe ich an Sandra, die die Fragerunde eröffnet.

Antworten
todi1:

Earnigs call 2.

 
13:37
Operator

[Anweisungen für den Bediener] Unsere erste Frage kommt von Charles Boissier von der UBS.



Charles Boissier,

UBS Investment Bank, Forschungsabteilung

Ich habe zwei Fragen. Zunächst zu Ihrer Prognose für 2026: Sie erwähnten ausdrücklich, dass es sich bei dem neuen bereinigten Aktionärsergebnis um eine Gewinnkennzahl und nicht um einen Cashflow handelt. Ich möchte daher mein Verständnis klären, wenn Sie sagten, dass die Ertragssteuern das Kerngeschäft betreffen. Bedeutet das, dass Sie die Erlöse aus Verkäufen im Zusammenhang mit wiederkehrenden Veräußerungen zwar im bereinigten Aktionärsergebnis berücksichtigen, die damit verbundenen Steuern jedoch nicht?

Und falls das der Fall ist, welche steuerlichen Auswirkungen hätten diese Verkäufe? Und in diesem Zusammenhang – hoffentlich ist das erst die erste Frage – geht es um die Minderheitsbeteiligung: Handelt es sich Ihrer Meinung nach um eine buchhalterische Kennzahl? Und wie hoch wären demnach die liquiden Mittel der Minderheitsaktionäre für 2026?



Luka Mucic

Vorsitzender des Verwaltungsrats & CEO

Ich denke, das ist eine Frage für Philip, aber im ersten Teil würde ich sagen, dass es genau umgekehrt ist. Bitte fahren Sie fort, Philip.



Philip Grosse,

Finanzvorstand und Mitglied des Vorstands

Okay. Beim operativen freien Cashflow sehen Sie den Cashflow-Effekt aus dem Minderheitsverkauf an Deutsche Wohnen, den wir im August letzten Jahres abgeschlossen haben. Dieser beläuft sich auf rund 70 Millionen Euro. Das ist ein Anstieg. Alles Weitere hängt davon ab, wie viele Deutsche-Wohnen-Aktionäre die garantierte Dividende anstelle des Aktientauschs wählen. Abgesehen davon sind die Cashflow-Kennzahlen im Vergleich zu den jeweiligen Minderheitsbeteiligungen, die wir im Jahresabschluss 2025 ausgewiesen haben, recht stabil.

Zu Ihrer ersten Frage bezüglich der Steuern: Das bereinigte Ergebnis für die Aktionäre beinhaltet alle Steuern aus unseren beiden veräußerungsbezogenen Segmenten: Projektentwicklung und wiederkehrende Umsätze. Um es ganz klar zu sagen: Es handelt sich lediglich um die Steueraufteilung. Nicht um das Kapital, das wir durch diese Veräußerungen freisetzen. Dies ist nur im operativen freien Cashflow ersichtlich. Und das ist ein gutes Beispiel dafür, dass man in unserem differenzierten Geschäftsmodell Bilanzkennzahlen nicht mit Cashflow-Kennzahlen verwechseln darf.



Charles Boissier,

UBS Investment Bank, Forschungsabteilung

Okay, verstanden. Meine zweite Frage betrifft die Vergütungskennzahlen des CEO. Angesichts der neuen Kennzahlen, der geänderten Dividendenausschüttung und des Ziels der Schuldenreduzierung: Könnten Sie mir bitte die kurz- und langfristigen Anreizkennzahlen nennen, die Ihre Vergütung bestimmen?



Luka Mucic

Vorsitzender des Verwaltungsrats & CEO

Sie sind im Vergleich zum Vergütungsbericht für den Vorstand von 2025 unverändert. Es gab also keine Modelländerung. Das Vergütungsmodell enthält eine Ausnahmeregelung für das Überschreiten bestimmter schuldenbezogener KPIs. Angesichts unserer ambitionierten Ziele sind wir jedoch überzeugt, diese deutlich zu unterschreiten. Diese KPIs könnten zukünftig angepasst werden, die Kernkennzahlen selbst bleiben aber unverändert. Bitte sehen Sie diese im Vergütungsbericht nach. Sie gelten auch für mich.



Operator

Die nächste Frage kommt von Bart Gysens von Morgan Stanley.



Bart Gysens,

Morgan Stanley, Forschungsabteilung

Bart Gysens von Morgan Stanley. Meine erste Frage betrifft den Schuldenabbau. Wenn Sie sagen, dass Sie den Schuldenabbau aktiver angehen werden, inwieweit bedeutet das, die Nettoverschuldung stabil zu halten und das EBITDA sowie die Portfoliobewertung steigen zu lassen? Oder streben Sie tatsächlich eine Senkung der Nettoverschuldung in den nächsten drei Jahren an? Das ist meine erste Frage.



Luka Mucic

Vorsitzender des Verwaltungsrats & CEO

Ja. Lassen Sie mich also vielleicht mit dem Beleihungsauslauf (LTV) beginnen und mich dann zum Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA vorarbeiten, da wir natürlich auch die Gesamtverschuldung reduzieren wollen. Auf LTV-Basis liegen wir, wie Sie wissen, aktuell bei 45,4 %. Und wir sind, wie Philip bereits erwähnt hat, davon überzeugt, dass die Bewertung weiterhin positiv sein wird. Seit der zweiten Jahreshälfte 2024 sehen wir Verbesserungen, und wir gehen nicht davon aus, dass sich dieser Trend umkehren wird.

Unter der Annahme, dass sich das Mietwachstum auch im Wertwachstum niederschlägt, werden wir voraussichtlich bei einem Beleihungsauslauf von rund 43 % landen, richtig? Um die 40 % zu erreichen, müssen wir zusätzlich unser Portfolio optimieren und durch Verkäufe den Verschuldungsgrad reduzieren. Hierfür stehen uns verschiedene Optionen zur Verfügung: von der Beschleunigung unserer organischen Verkaufsbemühungen im Privatisierungsgeschäft über den Verkauf von Minderheitsbeteiligungen an unserem nicht zum Kerngeschäft gehörenden Portfolio, das mit 2 Milliarden Euro in unseren Büchern immer noch beträchtlich ist, bis hin zu weiteren Verkäufen von Kernimmobilien aus unserem umfangreichen Portfolio in drei Ländern. Damit erreichen wir die 40 %.

Wenn man die Rechnung auf Basis des Verhältnisses von Nettoverschuldung zu EBITDA durchführt und beispielsweise den Mittelwert unserer EBITDA-Prognose für 2028 ansetzt, ergibt sich bereits, dass wir allein damit im Bereich von 12x Nettoverschuldung/EBITDA liegen würden. Die zusätzlichen Informationen zum Beleihungswert (LTV) zeigen jedoch, dass wir tatsächlich wahrscheinlich deutlich unter dieser 12x-Marke liegen werden. Daher werden wir uns auch mit dem absoluten Verschuldungsgrad befassen, um sicherzustellen, dass der Gegenwind durch die Zinsen nachlässt und so Raum für das volle Wachstumspotenzial unseres operativen Kerngeschäfts geschaffen wird.



Bart Gysens,

Morgan Stanley, Forschungsabteilung

Okay. Meine zweite Frage bezieht sich genau auf den Punkt, den Sie eben angesprochen haben: die Prognose für 2028, wonach 20 bis 25 % davon – zwischen 3,2 und 3,5 Milliarden Euro – auf das EBITDA ohne Mieteinnahmen entfallen werden. Wenn ich den Mittelwert dieser 20 bis 25 Millionen Euro und den Mittelwert des EBITDA nehme, ergibt das ein EBITDA ohne Mieteinnahmen von über 750 Millionen Euro. Könnten Sie das bitte genauer aufschlüsseln?

Da ich einige dieser Punkte – zusätzliches Potenzial in der Digitalisierung und KI-gestützte, durchgängige Prozessneugestaltung im Partner-Ökosystem und im B2B-Geschäft – einzeln verstehe, bin ich mir nicht ganz sicher, was das im Zusammenhang bedeutet. Könnten Sie mir daher bitte erklären, was genau damit gemeint ist und wie sich die 750 Millionen Euro konkret aufteilen?



Luka Mucic

Vorsitzender des Verwaltungsrats & CEO

Ja, absolut. Zunächst einmal geht es um das, was wir schon immer als Chance definiert haben: das Wachstum, das wir in unseren Segmenten Wertschöpfung, wiederkehrende Umsätze und Entwicklung erwarten. Wie Sie gesehen haben, haben wir in allen drei Bereichen bereits 2025 deutliche Fortschritte erzielt. Insbesondere im Segment Wertschöpfung werden einige Initiativen, die wir 2025 als Pilotprojekte gestartet haben – beispielsweise unser Bestreben, einen höheren Anteil der energiebezogenen Umsätze durch zusätzliche Investitionen in Photovoltaik- und Wärmepumpenanlagen zu erzielen –, jetzt erst richtig in Gang gebracht. In den nächsten Jahren werden sie daher eine größere Wirkung entfalten.

Im Segment der wiederkehrenden Umsätze werden wir zukünftig auch die Erlöse aus unseren Manage-to-Green-Initiativen sehen. Wir haben mittlerweile zwei Akquisitionen im Rahmen von Manage to Green mit einem Gesamtvolumen von 110 Millionen Euro und knapp 900 Einheiten getätigt. Nach deren Modernisierung werden wir diese natürlich verwerten und verkaufen. Diese Erlöse werden zusätzlich zu unseren regulären Privatisierungserlösen ausgewiesen. Sie sind jedoch bereits in unserer geplanten Aufteilung berücksichtigt, in der das Wertschöpfungssegment 9 % bis 12 % des Gesamtbeitrags ausmachen soll, die wiederkehrenden Umsätze 5 % bis 8 % und das Entwicklungssegment 4 % bis 5 %.

Ich denke, es ist sehr wichtig zu verstehen, welchen Beitrag diese zusätzlichen Möglichkeiten, die ich aufgezeigt habe, leisten können.

Der Vorteil von KI liegt darin, dass sie in unserer Branche durch Produktivitätssteigerungen sowohl Umsatz als auch Gewinn deutlich steigern kann. Umsatztechnisch sehe ich großes Potenzial in der Beschleunigung von Prozessen, beispielsweise im gesamten Lebenszyklus unseres Investitionsprozesses, der letztendlich zu Modernisierungsarbeiten führt. Ob auf Ebene einzelner Wohnungen oder ganzer Gebäude – durch die Planung von Aufgaben können wir die Zykluszeit verkürzen und so schnellere Umsätze generieren.

Gleichzeitig bieten sich uns große Produktivitätspotenziale. Dies würde sich also auf Umsatz und Betriebskosten auswirken und zunächst hauptsächlich dem Vermietungssegment zugutekommen. Zweitens würde sich dies im B2B-Geschäft, also der Verwaltung von Portfolios Dritter, ebenfalls im Wertschöpfungssegment niederschlagen und das Wachstum deutlich ankurbeln. Meiner Meinung nach wird das Wertschöpfungssegment bis 2028 ein sehr bedeutendes Geschäft sein, beflügelt durch diese zusätzlichen Möglichkeiten, denn im B2B-Bereich stehen wir erst am Anfang.



Operator

Die nächste Frage kommt von Valerie Jacob von Bernstein.



Valerie Jacob Guezi

Bernstein Institutional Services LLC, Forschungsabteilung

Meine erste Frage betrifft Ihre neuen Kennzahlen zum bereinigten Gewinn vor Steuern. Mich würde interessieren, wie Ihre Mitbewerber diese Kennzahl handhaben – üblicherweise werden Abschreibungen ausgeschlossen –, während Sie diese in Ihre Kennzahl einbeziehen. Könnten Sie mir bitte die Gründe dafür erläutern? Und warum basieren die Dividendenausschüttungen nicht auf dieser Kennzahl, sondern weiterhin auf dem Ergebnis vor Steuern?



Philip Grosse,

Finanzvorstand und Mitglied des Vorstands

Ja, Valerie, ich denke, die Antwort ist ähnlich wie bei der ersten Frage zum bereinigten EBT. Es handelt sich um eine Kennzahl für unser differenzierteres Geschäftsmodell. Ein Teil unseres Geschäftsmodells liegt im Energiesektor, hier vorwiegend im Bereich Photovoltaik, und das verursacht die Abschreibungen. Im reinen Immobiliensektor fallen keine Abschreibungen an. Genau das ist der Grund, warum wir uns entschieden haben, Abschreibungen geltend zu machen, denn im Laufe der Zeit müssen wir diese Einnahmen generieren, um notwendige Ersatzinvestitionen tätigen zu können.



Valerie Jacob Guezi

Bernstein Institutional Services LLC, Forschungsabteilung

Okay, das ist klar. Und wie sieht es mit der Verteilung aus?



Philip Grosse,

Finanzvorstand und Mitglied des Vorstands

Ja. Was die Ausschüttung betrifft, so entspricht diese buchhalterisch dem Minderheitsanteil am ausgewiesenen Gewinn, der den Minderheitsanteilen zugerechnet wird. Im Hinblick auf den Cashflow – und das gilt insbesondere für die Apollo-Joint-Ventures von 2023 – kann die Ausschüttung abweichen. Dies spiegelt sich im operativen freien Cashflow wider. Der Cashflow unterscheidet sich jedoch von buchhalterischen Kennzahlen, weshalb es wichtig ist, beides zu betrachten.



Luka Mucic

Vorsitzender des Verwaltungsrats & CEO

Und, wenn ich das noch hinzufügen darf, letztendlich geht es auch um Einfachheit. Wir hatten bereits eine Dividendenpolitik, die ebenfalls auf dem bereinigten Ergebnis vor Steuern (EBT) basierte, diese aber später um eine recht komplexe, zahlungswirksame Betrachtung ergänzte. Wir sind überzeugt, dass die Kombination aus der klaren Aussage, dass die Dividende angesichts unseres angestrebten einstelligen Wachstums beim bereinigten EBT schrittweise steigen wird, und der Angabe einer Spanne deutlich mehr Klarheit schafft. Insofern weichen wir im Grunde nicht von unserer bisherigen Vorgehensweise ab, sondern vereinfachen sie lediglich.



Valerie Jacob Guezi

Bernstein Institutional Services LLC, Forschungsabteilung

Meine zweite Frage betrifft Ihr B2B-Geschäft. Wir sprechen schon seit Längerem über die Entwicklung dieses Geschäftsbereichs, und Sie haben bisher noch keine Ankündigung gemacht. Könnten Sie mir daher bitte erläutern, warum es so lange dauert und wann wir voraussichtlich mit einer Ankündigung rechnen können?



Luka Mucic

Vorsitzender des Verwaltungsrats & CEO

Ja, danke für die Frage. Wir sind bereits im B2B-Bereich tätig. Wir betreuen über 70.000 Wohneinheiten und bieten ihnen bereits Immobilienverwaltungsdienstleistungen an. Darüber hinaus haben wir eine Reihe von Kunden innerhalb und außerhalb der Immobilienbranche für unsere Facility-Management-Dienstleistungen. Wir fangen also nicht bei null an.

Im B2B-Bereich gibt es zwei verschiedene Modelle. Das eine ist das sogenannte „À-la-carte“-Geschäft, also eher operative Dienstleistungen wie Immobilien- und Gebäudemanagement, die wir Einzelkunden anbieten. In diesem Geschäftsbereich haben wir einen großen Markt, führen ständig Gespräche über weitere Kunden und stehen kurz vor der Gewinnung neuer Kunden. Da es sich aber eher um operative Dienstleistungen handelt, bin ich mir nicht sicher, ob wir die Gewinnung weiterer Kunden in diesem Bereich groß ankündigen werden.

Die andere Option ist sozusagen unser Komplettpaket. Hierbei arbeiten wir mit institutionellen Anlegern zusammen, um deren erworbene Portfolios ganzheitlich zu betreuen – von der Vermögensverwaltung über die Immobilienverwaltung bis hin zu zusätzlichen Mehrwertdiensten. Solche Transaktionen sind per Definition sehr strategisch. Daher sind sie komplex und zeitaufwendig. Ihr Beitrag kann aber deutlich größer sein.

Insofern führen wir auch in dieser Hinsicht aktive Gespräche. Wie immer möchte ich jedoch erst darüber sprechen, wenn die Gespräche abgeschlossen sind. Ich bin zuversichtlich, dass wir im Laufe des Jahres noch mehr zu besprechen haben werden. Übrigens ist dieses B2B-Geschäft auch im Hinblick auf unsere Pläne, gegebenenfalls weitere Portfolios zu veräußern, sehr hilfreich für uns.

Da wir in all diesen Bereichen bereits Betreiber dieser Portfolios waren, liegt es für jeden Erwerber auf der Hand, weiterhin von der Größe unserer Plattform zu profitieren und diese Einheiten weiter zu betreiben, was uns trotz eines möglichen Verkaufs weiterhin EBITDA-Beiträge durch das B2B-Konzept sichern würde.



Operator

Die nächste Frage kommt von Thomas Rothaeusler von der Deutschen Bank.



Thomas Rothaeusler,

Deutsche Bank AG, Forschungsabteilung

Willkommen an Bord, Luka. Ich habe zwei Fragen. Die erste betrifft die Gewinnprognose. Sie peilen ab 2028 ein beschleunigtes Gewinnwachstum an, trotz – trotz – weiterer Verkäufe zur Entschuldung. Mich würde interessieren, welche Hauptgründe dafür Ihrer Meinung nach vorliegen.



Luka Mucic

Vorsitzender des Verwaltungsrats & CEO

Ja, vielen Dank für die Frage. Wir sprechen hier natürlich über den mittelfristigen Zeitraum nach Erreichen unseres Ziels für 2028. Und in dieser Hinsicht gibt es einige Stellschrauben. Zunächst einmal die, die wir bereits besprochen haben. Die weiterhin starken Beiträge unserer Nicht-Vermietungsbereiche werden sich also sicherlich fortsetzen, und wir werden diesen wachsenden B2B-Umsatzstrom durch die zusätzlichen Produktivitätssteigerungen, die wir durch neue Technologien sehen, weiter ausbauen. Das versteht sich von selbst.

Zweitens erwarten wir natürlich, dass die von uns vorgenommene Entschuldung den Gegenwind durch sinkende Zinskosten abfedern wird. Zudem verringern wir mit der Refinanzierung unserer Schulden die Differenz zwischen dem historischen Zinsniveau unserer aktuellen Verschuldung und dem in einigen Jahren zu erwartenden Niveau. Somit wird dies kein wesentlicher Gegenwind mehr darstellen.

Daher sollten wir unser übergeordnetes Wachstumsprofil folgendermaßen betrachten: Wir werden ein äußerst solides Kerngeschäft im Vermietungsbereich mit extrem hoher Kundenbindung und einem Umsatzwachstum von 5 % haben, wie wir es prognostiziert haben. Hinzu kommt ein deutlich stärkeres Wachstum bei den Initiativen außerhalb des Vermietungsbereichs. Durch die zusätzlichen Impulse aus Technologie und B2B-Bereich wird der Gegenwind nachlassen, und insgesamt wird dies natürlich Raum für dieses höhere Wachstum schaffen.



Thomas Rothaeusler,

Deutsche Bank AG, Forschungsabteilung

Okay. Und noch eine Anschlussfrage zu Veräußerungen. Was wird der Schwerpunkt der Veräußerungen sein? Und zu welchen Bedingungen sind Sie bereit, Vermögenswerte zu veräußern?



Luka Mucic

Vorsitzender des Verwaltungsrats & CEO

Ja. Wie bereits erwähnt, ist im Grunde alles offen. Was steht also zur Debatte? Erstens sehen wir Potenzial, unser organisches Privatisierungsgeschäft zu beschleunigen. Im letzten Jahr haben wir 2.333 Anteile verkauft. Wir sehen keinen Grund, warum diese Zahl nicht deutlich steigen sollte. Ich denke, 3.000 bis 3.500 sollten problemlos möglich sein, vielleicht sogar mehr. Wir haben bereits über nicht-strategische Kapitalbeteiligungen gesprochen, Minderheitsbeteiligungen, die wir im In- und Ausland halten.

Diese Beträge summieren sich auf rund 0,5 Milliarden Euro. Um Ihnen ein Beispiel zu nennen: Wir sind eine kleine Minderheitsbeteiligung an Vesteda, dem niederländischen Unternehmen, das sich derzeit im Rückkaufprozess befindet, und beteiligen uns daran. Allein dies entspricht einem Wert von rund 200 Millionen Euro. Darüber hinaus verfügen wir über unser Portfolio an nicht zum Kerngeschäft gehörenden Immobilien mit einem Wert von jeweils 2,3 Milliarden Euro in Gewerbe- und Pflegeimmobilien sowie dem Rest in nicht zum Kerngeschäft gehörenden Wohnimmobilien. Wir werden den Verkauf dieser Immobilien sicherlich beschleunigen. Da es sich dabei größtenteils um renditestarke Objekte handelt, ist es durchaus realistisch anzunehmen, dass wir sie zu guten Konditionen veräußern können.

Und dann haben wir noch unser umfangreiches Kernportfolio in drei Ländern – Schweden, Österreich und Deutschland. Hier wollen wir uns alle Optionen offenhalten und abwarten, wie sich die Nachfrage entwickelt und welche Bereiche besonders interessant sind. Sie haben nach unserer Positionierung in diesem Bereich gefragt. Ich denke, es ist eine Kombination aus beidem. Wir werden auf jeden Fall diszipliniert vorgehen. Unser Fokus liegt darauf, wie wir die nachhaltigste Wertschöpfung erzielen können.

Das bedeutet natürlich, dass wir bei allen Transaktionen angemessene Werte erzielen wollen, aber wir werden auch pragmatisch vorgehen, wo immer es möglich ist, zum Beispiel im Bereich außerhalb des Kerngeschäfts, wo wir in der Vergangenheit bereits, würde ich sagen, eine gute Balance zwischen Strenge und Flexibilität gefunden haben.

Angesichts all dessen, und der Tatsache, dass sich der Transaktionsmarkt, wie Philip bereits erwähnte, in einer konstruktiveren Verfassung befindet als noch vor einigen Jahren, und der Tatsache, dass wir insgesamt wahrscheinlich von einem Transaktionsvolumen im mittleren einstelligen Milliardenbereich sprechen, sollten wir in der Lage sein, dies auf dem richtigen Weg und mit der entsprechenden Wertschöpfung umzusetzen. Vergessen Sie nicht, dass das Unternehmen in den letzten Jahren unter deutlich schwierigeren Bedingungen mit dem Verkauf eines noch größeren Vermögenswertvolumens sehr erfolgreich war. Daher sind wir zuversichtlich, dass wir dies wiederholen und angemessene Werte realisieren können.



Operator

Die nächste Frage kommt von Veronique Meertens von Van Lanschot Kempen.



Veronique Meertens

Kempen & Co

Meine erste Frage knüpft an die Entschuldung und die Veräußerungen an. Mich interessiert, wie sich Ihre Einschätzung dadurch verändert, da Sie ja erwähnt haben, dass Sie weiterhin mit einem ähnlichen Wertzuwachs rechnen. Hat sich Ihre Haltung hinsichtlich der Veräußerungen in den letzten Wochen geändert?



Philip Grosse,

Finanzvorstand und Mitglied des Vorstands

Veronique, ich glaube, es hat sich nicht wirklich etwas geändert. Der Immobilienmarkt funktioniert nicht rund um die Uhr. Due-Diligence-Prüfungen brauchen Zeit. Und wenn ich mir nur das Refinanzierungsumfeld ansehe, ja, wir haben aufgrund der Krise im Nahen Osten einen Anstieg der Finanzierungskosten um etwa 30 Basispunkte beobachtet. Ich denke, wir müssen abwarten, wie sich das entwickelt. Im Moment gibt es keine Änderungen. Auch die Gespräche mit Investoren laufen unverändert weiter. Aber um es klar zu sagen: Wir beobachten die Entwicklungen im Nahen Osten genau. Und ich denke, grundsätzlich ist es ratsam, unsere Kapitalstruktur, wie bereits erläutert, etwas konservativer auszurichten.



Veronique Meertens

Kempen & Co

Okay. Und zweitens zur neuen Kennzahl, dem bereinigten Aktionärsgewinn. Könnten Sie das bitte näher erläutern? Haben Sie erwogen, auf FFO 1 und FFO 2 umzusteigen, um die Vergleichbarkeit mit Wettbewerbern zu verbessern, wobei Sie in FFO 2 ja weiterhin die beiden anderen Geschäftsbereiche ausweisen können? Und warum wurde der bereinigte Aktionärsgewinn überhaupt eingeführt?



Philip Grosse,

Finanzvorstand und Mitglied des Vorstands

Wir müssen erneut zwischen buchhalterischen und Cashflow-Erträgen unterscheiden. Insbesondere wenn ein Unternehmen nicht nur im Vermietungsgeschäft tätig ist, sondern auch in der Projektentwicklung und im Privatisierungsgeschäft, ist die Kennzahl FFO (Funds From Operations) nicht aussagekräftig. Wie bereits im Zusammenhang mit Privatisierungen erläutert, besteht ein Element darin, den Gewinn nach Steuern zu ermitteln, das freigesetzte Kapital hingegen zu betrachten. Dasselbe gilt für den Bereich Projektentwicklung. Daher ist eine Differenzierung dieser beiden Aspekte unerlässlich. Unser operativer Free Cashflow zeigt hingegen alle relevanten Informationen und verdeutlicht den generierten Cashflow unseres Unternehmens.



Veronique Meertens

Kempen & Co

Okay, das verstehe ich. Aber es gibt doch auch Kollegen unter Ihnen, die einen Entwicklungsbereich oder einen Bereich für wiederkehrende Umsätze haben, oder? Die dürften dann auf dasselbe Problem stoßen.



Philip Grosse,

Finanzvorstand und Mitglied des Vorstands

Das mag sein, wenn überhaupt, dann nur in sehr, sehr geringem Umfang, soweit ich die Zahlen verstehe. Aber man muss den Cashflow des Unternehmens berücksichtigen. Und das FFO-Konzept allein reicht dafür nicht aus. Der operative freie Cashflow, den man anhand der verschiedenen Kennzahlen einzeln erkennen kann, ist ein gutes Beispiel. Darüber hinaus geben wir eine Prognose zum operativen freien Cashflow ab. So wissen Sie, was Sie für das laufende Geschäftsjahr erwarten können, abzüglich der Veränderungen im Betriebskapital, wie Luka erklärt hat. Das ist im Grunde alles, was ich dazu sagen kann.
Antworten
todi1:

Earnings Call 3.

 
13:38
Die nächste Frage kommt von Pierre-Emmanuel Clouard von Jefferies.



Pierre-Emmanuel Clouard

Jefferies LLC, Forschungsabteilung

Meine erste Frage betrifft Ihre Strategie zur Veräußerung von Beteiligungen. Sie möchten Ihre nichtstrategischen Beteiligungen in Deutschland und im Ausland überprüfen. Würden Sie einen vollständigen oder teilweisen Ausstieg aus Schweden in Betracht ziehen, um den Schuldenabbau zu beschleunigen? Es wäre außerdem hilfreich, wenn Sie uns Ihre wichtigsten Minderheitsbeteiligungen im Ausland noch einmal kurz erläutern könnten.



Luka Mucic

Vorsitzender des Verwaltungsrats & CEO

Ja. Was den letzten Beitrag angeht, ganz kurz: Es handelt sich im Wesentlichen um die Beteiligung von Vesteda. Die übrigen Beiträge sind praktisch überwiegend deutsche Beiträge. Das wäre also dieser Beitrag.

Und was Schweden betrifft: Als ich sagte, dass alles auf dem Tisch liegt, schloss ich Schweden selbstverständlich mit ein. Aber vielleicht noch ein paar Anmerkungen zu Schweden. Zunächst einmal: Es ist wirklich ein hervorragendes Unternehmen. Daher würde es mich nicht überraschen, wenn es Aufmerksamkeit und Interesse weckt. Unser CEO, Per Ekelund, leistet dort hervorragende Arbeit. Wie Sie nun aus den zusätzlichen Angaben erfahren haben, sind auch die operativen Kennzahlen sehr gut. Aber es ist kein kleines Unternehmen. Es ist ein großes Unternehmen mit einem Wert von 7 Milliarden Euro. Es wäre also ein beträchtlicher Anteil, den jemand komplett übernehmen könnte. Das sähe anders aus, wenn es nur um eine Teilübernahme ginge.

Wir werden erneut alle Optionen prüfen. Ich möchte aber auch ganz klarstellen, dass es für Schweden Alternativen gibt, die ich ebenfalls sehr interessant finde. Insbesondere könnte Schweden, ähnlich wie unsere deutsche Plattform, eine hervorragende Plattform sein, auf der wir B2B-Dienstleistungen von Drittanbietern für andere Marktteilnehmer ausbauen können. Und dies ist definitiv ein Ziel, das wir sowohl im Rahmen einer Veräußerung als auch unabhängig davon verfolgen würden, denn, wie ich bereits erläutert habe, kann man auch im Kontext von Teilveräußerungen durchaus darüber nachdenken, weiterhin B2B-Dienstleistungen anzubieten.



Pierre-Emmanuel Clouard

Jefferies LLC, Forschungsabteilung

Okay. Interessant. Und vielleicht noch eine kurze Nachfrage dazu: Würden Sie eine mögliche Ausgliederung des schwedischen Standorts in Betracht ziehen? – um den Aktionären die Möglichkeit zu geben, die Plattform außerhalb von Vonovia zu erweitern?



Luka Mucic

Vorsitzender des Verwaltungsrats & CEO

Nun ja, das ist alles reine Spekulation. Wie bereits erwähnt, sind wir sehr offen und werden alle Möglichkeiten prüfen. Aber lassen Sie mich noch einmal auf die Abwägungspunkte zurückkommen. Vor einigen Jahren konzentrierten wir uns alle auf Geschwindigkeit und Transaktionssicherheit. Dadurch wurden jedoch auch einige sehr komplexe Transaktionen abgeschlossen, die langfristig auch etwas teurer sind.

Da wir nun die Zeit haben und uns eingehend mit allen Möglichkeiten auseinandersetzen können, wollen wir auch die Einfachheit bei der Entschuldung und der nachhaltigen Wertschöpfung berücksichtigen. Wir werden dies daher stets sorgfältig gegen die verschiedenen Optionen abwägen. Nichts ist in dieser Hinsicht ausgeschlossen, und es wäre unklug, dies zu Beginn des Prozesses zu tun.



Pierre-Emmanuel Clouard

Jefferies LLC, Forschungsabteilung

Okay, verstanden. Meine zweite Frage betrifft Ihre Kapitalallokation, da Ihre Aktien mit einem deutlichen Abschlag auf den Nettoinventarwert gehandelt werden. Würden Sie daher einen Aktienrückkauf in Erwägung ziehen? Oder ist die 40%-Marke das primäre Ziel, bevor Sie einen Aktienrückkauf erwägen?



Philip Grosse,

Finanzvorstand und Mitglied des Vorstands

Ja. Der Schuldenabbau hat Priorität, das ist unser Ziel, und ein Aktienrückkauf im Finanzbereich ist derzeit nicht geplant.



Luka Mucic

Vorsitzender des Verwaltungsrats & CEO

Ja. Und auch aus meiner Sicht – ich meine, ich vertrete keinesfalls eine bedingungslose Haltung für oder gegen Aktienrückkäufe. In meinen letzten beiden Positionen in anderen Unternehmen habe ich umfangreiche Aktienrückkäufe durchgeführt, aber sie sind ein nützliches Instrument, wenn man über überschüssige Liquidität verfügt, was momentan eindeutig nicht der Fall ist. Kommen wir also zunächst zu dem, was den größten Mehrwert für unsere Stakeholder schafft, nämlich meiner Meinung nach der Schuldenabbau.



Operator

Die nächste Frage kommt von Marc Mozzi von der Bank of America.



Marc Louis Mozzi

BofA Securities, Forschungsabteilung

Meine Frage bezieht sich auf die Frage, wie sich dieser Widerspruch auflösen lässt: Früher verzeichneten Sie ein durchschnittliches Gewinnwachstum im Jahresvergleich und keine Veräußerungen. Nun haben Sie dasselbe Wachstumsziel, aber implizit Veräußerungen im Wert von ca. 4 bis 6 Milliarden Euro angekündigt. Können Sie mir helfen, diese Diskrepanz zu erklären und mir sagen, welcher Geschäftsbereich nun schneller wachsen wird als ursprünglich geplant?



Luka Mucic

Vorsitzender des Verwaltungsrats & CEO

Ja, ich versuche es mal. Und wenn ich keinen Erfolg habe, kann Philip sich einbringen. Aber auf EBT-Ebene, wo wir ein Wachstum im mittleren einstelligen Bereich prognostiziert haben, ist die Aussage zunächst einmal ganz einfach. Wenn wir Kernimmobilien veräußern, also die Minderheitsbeteiligungen vorerst ausgliedern, dann würden wir natürlich Mieteinnahmen und damit einen Teil des EBITDA verlieren, aber unter realistischen Annahmen zur Zinsentwicklung würden wir fast den gleichen Betrag an Zinserträgen erzielen. Auf EBT-Ebene käme es also im Prinzip auf Null hinaus, richtig? Das ist der erste Punkt.

Auf der EBITDA-Seite, wie ich bereits zu erklären versucht habe, verlieren wir zwar EBITDA, wenn wir Immobilien verkaufen, aber wir verlieren möglicherweise nicht alles, weil ein großer Teil davon durch den Weiterbetrieb dieser Objekte im Rahmen unseres B2B-Konzepts zurückfließen könnte.

Zweitens, ich denke, Sie sehen bereits heute an unserer Entwicklung, dass wir auf einem sehr guten Weg sind. Unsere EBITDA-Prognose für 2026 liegt im Mittel bei 3 Milliarden Euro, also 200 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Hochgerechnet auf die Gesamtsaison ergibt sich daraus ein sehr komfortabler Bereich für unser Ziel für 2028. Daher ist der EBITDA-Abzug aus Veräußerungen in diesem Kontext noch verkraftbar.

Und drittens, im Zuge des Ausbaus unserer Nicht-Vermietungsgeschäfte, wie ich eingangs bereits erwähnte, gibt es Bereiche, die heute noch nicht wesentlich zum Wachstum beitragen, da sie erst 2025 als Pilotprojekte oder im Proof-of-Concept-Modus (POC) gestartet wurden. Diese Bereiche werden jedoch jetzt ausgebaut, beispielsweise unsere zusätzlichen Energieinstallationen, und werden in den kommenden Jahren einen größeren Beitrag leisten. All dies zusammengenommen wird sicherstellen, dass wir unsere Ziele erreichen.



Marc Louis Mozzi

BofA Securities, Forschungsabteilung

Okay. Ich würde gern sagen, dass ich es verstanden habe, aber ehrlich gesagt bin ich mir nicht sicher, ob ich es wirklich verstanden habe. Und es sieht so aus, als ob Ihr Aktienkurs in der gleichen Lage ist wie meiner. Meine zweite Frage betrifft die Art des Schuldtitels, den Sie zur Bewältigung Ihrer anstehenden Refinanzierung, die jährlich etwa 4 bis 5 Milliarden Euro beträgt, begeben möchten.



Philip Grosse,

Finanzvorstand und Mitglied des Vorstands

Ich meine, zunächst einmal stehen in diesem Jahr noch 2,7 Milliarden Euro zur Verfügung, da wir im Rahmen der Refinanzierung im November letzten Jahres einen Teil zurückgezahlt haben. Der Portfoliomix, Marc, ist wie üblich: Wir werden uns vorwiegend auf den Markt für Unternehmensanleihen konzentrieren, und zwar währungsübergreifend, um unser Risikoprofil zu diversifizieren. Ich denke, ich habe auch deutlich gemacht, dass ich Potenzial für zusätzliche Wandelanleihen sehe. Dabei handelt es sich um reine Schuldtitel, um das ganz klar zu sagen, und sie werden in unseren Abschlüssen zu 100 % als Schulden ausgewiesen. Ich sehe hier ein Marktpotenzial von 10 % bis 15 % der Marktkapitalisierung für dieses Produkt.



Operator

Die nächste Frage kommt von Paul May von Barclays.



Paul May

, Forschungsabteilung der Barclays Bank PLC

Ich habe zwei separate Fragen. Da Sie nun die Aktionärsgewinne präsentieren, die offensichtlich die verwässernde Wirkung der Maßnahmen des vorherigen Managements im Zusammenhang mit dem Verkauf von Vermögenswerten zeigen, und diese 20 % unter Ihren Management-KPIs liegen und auf Cash-Basis sogar noch niedriger, können wir darüber diskutieren, welche Schlussfolgerungen daraus gezogen werden sollten oder nicht.

Was die Liquidität betrifft, frage ich mich, Luka, als Außenstehender, warum Sie die erhebliche Diskrepanz zwischen den Management-KPIs und dem Gewinn der Aktionäre für angemessen halten? Sie erwähnten vorhin, dass Vonovia in der Vergangenheit erfolgreich Vermögenswerte veräußert hat. Wie Sie heute jedoch gezeigt haben, wirkten sich diese Verkäufe negativ auf den Gewinn der Aktionäre aus.

Ich frage mich, ob das bedeutet, dass Sie aufgrund der unterschiedlichen KPIs künftig bereit sind, Maßnahmen zu ergreifen, die zwar gut für die Management-KPIs, aber nicht gut für die Aktionärs-KPIs sind. Mich würde interessieren, wie Sie dies bei zukünftigen Veräußerungen berücksichtigen und wie Sie mit dieser Diskrepanz umgehen.



Luka Mucic

Vorsitzender des Verwaltungsrats & CEO

Nun, zunächst einmal tut es mir leid, aber ich glaube nicht, dass die meisten Veräußerungen des Unternehmens in den letzten Jahren den Gewinn der Aktionäre geschadet haben. Insofern waren sie unkompliziert. Sie beziehen sich wahrscheinlich auf die strukturierten Transaktionen, die anders geartet waren. Um ehrlich zu sein, waren sie damals meiner Meinung nach der beste Weg für das Unternehmen, Eigenkapital zu beschaffen, da eine direkte Kapitalerhöhung deutlich teurer und mit einer erheblichen Verwässerung der Aktien verbunden gewesen wäre.

Wir befinden uns nun in einer anderen Situation und verfügen über andere Instrumente und ein breiteres Spektrum an Möglichkeiten. Daher werden wir natürlich auch der Einfachheit Priorität einräumen, wollte dies aber vorab klarstellen. Was die Kennzahlen angeht, um ehrlich zu sein: Ich habe bereits vor meinem Eintritt bei Vonovia Gespräche mit einigen der wichtigsten Aktionäre und Analysten geführt, um herauszufinden, welche Themen drängend sind. Dabei kristallisierte sich der Schuldenabbau als wichtigstes Thema heraus, und wir kümmern uns heute darum. Es gab sicherlich die Auffassung, dass die Offenlegungskennzahlen und die Änderung vor einigen Jahren nicht bei allen auf Zustimmung stießen.

Es gab aber auch die Überlegung, dass eine komplette Umstrukturierung der Kennzahlen nicht der richtige Weg wäre. Daher ist es meiner Meinung nach wichtig, Transparenz bei den wirklich relevanten Punkten zu schaffen. Dazu gehört der tatsächliche Beitrag zum Unternehmensergebnis, den wir heute dargelegt haben, indem wir die Ergebnisse von EBT auf die Auswirkungen von Steuern und Minderheiten umrechnen. Diese Transparenz besteht nun. Und in den nächsten Jahren werden wir, wie bereits besprochen, intensiv daran arbeiten, dass diese Kennzahl wächst und sich in die richtige Richtung entwickelt.



Paul May

, Forschungsabteilung der Barclays Bank PLC

Okay. Entschuldigung, ich knüpfe noch kurz daran an. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) steigt, während der Gewinn für die Aktionäre im Jahresvergleich sinkt. Mich würde interessieren, warum diese Diskrepanz für Sie kein Problem darstellt und warum Sie die bisherigen Maßnahmen eher für die Aktionäre als für die Management-KPIs als vorteilhaft erachten. Ich verstehe das leider nicht ganz.



Luka Mucic

Vorsitzender des Verwaltungsrats & CEO

Ja. Nochmals, nur ganz kurz, und dann können wir das vielleicht in einem separaten Gespräch offline fortsetzen. Wir gehen davon aus, dass diese Kennzahl aus verschiedenen Gründen, wie bereits besprochen, in Zukunft steigen wird. Daher sollte diese Ausrichtung in Zukunft unbedingt gewährleistet sein.



Paul May

, Forschungsabteilung der Barclays Bank PLC

Okay. Perfekt. Und dann noch eine zweite Frage. Wann wurden Ihre Budgets zuletzt hinsichtlich der Prognosen aktualisiert? Offensichtlich gab es nach dem Aufflammen des Nahostkonflikts eine deutliche Veränderung der zugrunde liegenden Raten und Margen. Mir ist bewusst, dass sich diese Entwicklung möglicherweise nicht fortsetzt, aber es wird nun mit Ratenerhöhungen und -änderungen gerechnet.

Ich glaube, Philip erwähnte, dass die Gesamtfinanzierungskosten seit Konfliktbeginn nur um 30 Basispunkte gestiegen sind. Mich wundert nur, wie sich das mit der Veränderung der Swaps um etwa 50 Basispunkte und den ebenfalls um 10 bis 20 Basispunkte, wenn nicht sogar mehr, gestiegenen Margen vereinbaren lässt. Ich verstehe einfach nicht, wie das mit den 30 Basispunkten und dem Zeitpunkt der Budgetaktualisierung zusammenhängt, denn ich glaube, LEG, ihr habt die letzte Aktualisierung im Oktober vorgenommen, als die Swap-Sätze bei 2,25 % lagen, und sie liegen jetzt bei 2,8 %. Daher frage ich mich, ob der Zeitpunkt auch ein Faktor ist, den wir berücksichtigen sollten?



Philip Grosse,

Finanzvorstand und Mitglied des Vorstands

Sehen Sie, wir berücksichtigen bei unserer Budgetplanung natürlich die aktuellen Zinssätze, führen aber auch Sensitivitätsanalysen durch und haben einen Sicherheitspuffer bei den angenommenen Zinssätzen. Die 4,3 %, über die wir aktuell für 10 Jahre sprechen, bzw. die 4 %, über die wir für 8 Jahre sprechen, entsprechen voll und ganz unseren bisherigen Budgetplanungen.



Paul May

, Forschungsabteilung der Barclays Bank PLC

Okay. Perfekt. Sie hatten also, wie Sie sagen, innerhalb der Vorgaben bereits etwas Spielraum.



Philip Grosse,

Finanzvorstand und Mitglied des Vorstands

Ja.



Operator

Die nächste Frage kommt von Thomas Neuhold von Kepler Cheuvreux.



Thomas Neuhold

Kepler Cheuvreux, Forschungsabteilung

Ich habe einige Fragen zum Projektentwicklungsgeschäft. Erstens würde mich interessieren, wie weit Sie aktuell mit der Erreichung des Zielwerts von 3.600 EUR für die Baukosten einiger Ihrer neuen Projekte sind. Zweitens interessieren mich Ihre aktuellen Projekte im Bereich „Build-to-Sale“. Richten sich diese hauptsächlich an Privatanleger oder institutionelle Investoren? Und drittens: Sie verfügen noch über einen recht großen Grundstücksbestand. In der Vergangenheit erwähnten Sie, dass Sie hier einige Verkäufe erwägen. Könnten Sie uns bitte über den aktuellen Stand informieren?



Luka Mucic

Vorsitzender des Verwaltungsrats & CEO

Ja. Lassen Sie mich kurz auf die Entwicklungskosten eingehen. Anschließend übergebe ich an Philip. Was die Entwicklungskosten betrifft, machen wir bei den neuen Projekten, die wir starten, sehr gute Fortschritte. Die 3.600 Euro sind ein realistischer Richtwert. Wir könnten sogar darunter liegen, aber das hängt natürlich von der Zustimmung der Kommunen zu den neuen Möglichkeiten und unserer Fähigkeit ab, die bereits errichteten Gebäude auch tatsächlich zu realisieren.

Es hilft natürlich, dass wir immer mehr Partner im Bereich des Serienbaus haben, nicht nur Gropyus, sondern auch andere. Je mehr wir sie einbinden können, desto solider wird die Zusammenarbeit. Natürlich arbeiten wir noch an einer Reihe älterer Projekte, bei denen dies nicht der Fall ist. Bei den neuen Projekten funktioniert es aber schon recht gut.



Philip Grosse,

Finanzvorstand und Mitglied des Vorstands

Die Verkäufe konzentrieren sich auf den Einzelhandel. Dieser Markt funktioniert deutlich besser und bietet uns höhere Bruttomargen. Und ja, wir sind weiterhin bestrebt, Kapital im Projektentwicklungsbereich freizusetzen, was Teil unserer Entschuldungsstrategie ist.



Operator

Die nächste Frage kommt von Aaron Guy von Citi.



Aaron Guy,

Citigroup Inc., Forschungsabteilung

Ich möchte noch einmal auf die Prognose für den bereinigten Aktionärsgewinn 2026 zurückkommen. Sie berücksichtigen die Steuererhöhungen vermutlich aufgrund höherer wiederkehrender Umsätze. Ihren vorherigen Ausführungen zufolge lassen Sie jedoch den Cashflow bzw. die Gewinne, die diese Erhöhungen kompensieren, außer Acht. Ist die Prognose für 2026 daher nicht etwas zu konservativ?



Philip Grosse,

Finanzvorstand und Mitglied des Vorstands

Nochmals, es handelt sich nicht um eine Cashflow-Kennzahl. Aus buchhalterischer Sicht kann ich die Kapitalfreisetzung nicht in einer Gewinnkennzahl erfassen, da es sich nicht um einen Gewinn, sondern um einen Cashflow handelt. Und ja, Sie haben Recht, die höheren Steuern resultieren aus höheren Veräußerungen. Der prognostizierte Erfolg, die Kapitalfreisetzung, spiegelt sich also im operativen freien Cashflow wider.



Aaron Guy,

Citigroup Inc., Forschungsabteilung

Okay, verstanden. Und noch eine zweite Frage zur längerfristigen Kapitalallokation. Sie erwähnten vorhin, dass die Kombination aus Vermögensverkäufen und der wahrscheinlichen Marktunterstützung Ihre Verschuldungskennzahlen unter die prognostizierte Marke senken könnte. Luka, wie sehen Sie das Geschäft? Ihr Vorgänger sah es eher als paneuropäisches Wohnimmobilienunternehmen. Sehen Sie das auch so?

Wenn man über fünfjährige Kapitalallokationsentscheidungen nachdenkt, wurde in der Vergangenheit der Shareholder Value nicht durch Vermögensverkäufe, sondern durch Unternehmenskäufe und -übernahmen vernichtet. Würden Sie also versuchen, diese Hebelwirkung den Aktionären zurückzugeben? Welche Renditekriterien würden Sie anwenden, wenn die Verschuldung unter diesen Kennzahlen läge und Sie Investitionskapazität hätten?



Luka Mucic

Vorsitzender des Verwaltungsrats & CEO

Sehen Sie, zunächst einmal: Fusionen und Übernahmen oder die Expansion von Vonovia in weitere Länder sind kein eigennütziges Ziel, richtig? Es muss Wert für unsere Aktionäre schaffen. Angesichts der aktuellen Kapitalkosten, des aktuellen Aktienkurses und unserer Prioritäten sowie der großen Wachstumschancen, die wir innerhalb unseres etablierten Vermietungsgeschäfts durch zusätzliche Dienstleistungen jenseits der Vermietung und durch Produktivitätssteigerungen sehen, ist unser B2B-Geschäft von enormer Bedeutung. Darauf werden wir uns weiterhin konzentrieren. Daher sind Fusionen und Übernahmen oder eine geografische Expansion durch Fusionen und Übernahmen für uns nicht vorgesehen.

Ein möglicher Unterschied besteht darin, Investoren mit unserer B2B-Plattform bei ihren Immobilien zu unterstützen. Dies könnte sich auch über die drei Länder hinaus erstrecken, in denen wir derzeit tätig sind. Das ist ein durchaus realistisches Szenario, und wir arbeiten an einigen Projekten, bei denen dies der Fall sein könnte. Darauf konzentrieren wir uns jedoch aktuell. Sobald wir unser angestrebtes Verschuldungsgradniveau erreicht haben, werden wir dieses beibehalten und nicht durch Fusionen und Übernahmen weiter expandieren.



Operator

Meine Damen und Herren, hiermit ist die heutige Fragerunde beendet. Ich übergebe nun das Wort an René für seine Schlussbemerkungen.



René Hoffmann,

Leiter Investor Relations

Vielen Dank, Sandra, und vielen Dank an alle Teilnehmer fürs Einwählen und Mitmachen. Wie immer wissen Sie, wo Sie mich und das Team erreichen können, falls Sie Fragen oder Anliegen haben. Fragen Sie einfach. Luka, Philip und ich werden in nächster Zeit viel unterwegs sein und freuen uns darauf, in den kommenden Tagen und Wochen mit Ihnen in Kontakt zu bleiben. Damit ist unser heutiges Gespräch beendet. Bleiben Sie gesund und munter. Bis bald!

Antworten
Betongold2024:

Analysten

 
13:39
Wer regelmäßig die Conerence Calls verfolgt hat, dem ist aufgefallen das Paul May immer der ist, der Vonovia als Sell bewertet und Fragen stellt, die das Management schlecht aussehen lassen. Mit Sicherheit ist Paul May jemand der Rückkäufe gut finden würde. Denn er liebt als Analyst verständlicherweise Transparenz und KPIs auf Aktie bezogen. Wenn sich diese Zahl aber ständig durch die Script Dividende erhöht dann ist es anstrengender einen Vergleich anzustellen.
Das hier sind die Vonovia Peers die Paul May von Barclay auf dem Schirm hat:
www.tipranks.com/experts/analysts/paul-may
Interessant dürfte ein Vergleich sein von den Werten mit "Sell" und "Buy" Rating. Wo sind da die Unterschiede?
Beispiel Vonovia versus IWG
Seht selber:
www.marketscreener.com/quote/stock/...526474/finances-ratios/
www.marketscreener.com/quote/stock/...519421/finances-ratios/

Wer hat einen höheren Verschuldungsgrad? Dividende.Wie sieht es mit EBIT Growth aus?

Auffällig ist das Paul May schon länger Sell für Vonovia hat und Buy für IWG. Und das IWG ein Rückkaufprogramm hat.

Conference Call

finance.yahoo.com/quote/VNA.SG/earnings/...?pl2=qsp-news_news

Und vom Q3 Call:

www.vonovia.com/content/download/286119/14398617?version=2


Conference Call:
finance.yahoo.com/quote/VNA.SG/earnings/...?pl2=qsp-news_news
Antworten
todi1:

Scrip Dividende

 
13:44
Scrip Dividende wird dieses Jahr nur wen der Kurs max. 10% tiefer als NAV ist.
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#11638

thefan1:

DWS ist gestern wieder über 3 %

 
14:45
Anteile gegangen. Zumindest hat bei dem Volumen gestern auch jemand zugeschlagen  : -)
Die Dividende lockt in kürze dann wohl doch :  -)

www.eqs-news.com/de/company/vonovia-se/...8-902f-2c44fd856d8c
Sparbuch Schlüchtern Long !
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Steinwollsocke:

Anteilsaufstockungen...

 
14:56
Ich denke, das wird bei den Kursen so weitergehen. Der einzige Grund, wenn jemand aktuell nicht kauft ist in der Regel, dass man evtl. die Hoffnung hat noch günstiger einsteigen zu können. Mittlerweile hat sich wirklich sogar Gott persönlich mit Vonovia Aktien eingedeckt bzw. wird noch weiter aufstocken.

Lustig ist, dass mir immer öfter in diesen Tagen auffällt, dass sich Menschen um mich herum völlig unabhängig von mir (ich spreche nicht über meine Investments im privaten Umfeld) äußern, bei Vonovia eingestiegen zu sein, demnächst einzusteigen oder noch weiter aufstocken zu wollen.

Sobald Donald endlich mit dem Mist aufhört, werden Ölpreis und Zinsen abstürzen und der Markt für Vonovia Aktien ziemlich eng werden. Das könnte ein Fiasko für den ein oder anderen LV geben. Zumal jeder LV bald die Dividende als Prämie einplanen muss. Das sind stolze 5,6 Prozent aktuell.
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Steinwollsocke:

Exakt jetzt geschieht es...

 
15:11
Exakt in solchen Phasen wie jetzt gerade werfen LV größere Pakete auf den Markt und drücken die Kurse. Und exakt jetzt decken sich Menschen mit diesen Aktienpaketen ein. Zwar sinkt zunächst der Kurs, allerdings wird zugleich die Spannung zwischen dem Kurs und der Menge an zur Wiedereindeckung notwendigen Aktien immer größer.

Was jetzt also abverkauft wird ist die zusätzliche Nachfrage der nächsten Zeit. Fällt das covern der zusätzlich geschaffenen Nachfrage auf den Zeitpunkt, an welchem die Algotrader wieder blind kaufen oder noch besser, werden die LV nach deutlichem Kursanstieg aufgrund von Algotradern zum Wiedereindecken gezwungen, z.B. weil sie die Margins der absichernden Investmentbanken nicht nachschießen wollen oder können, explodiert der Kurs und wir sehen diese 2-4 Euro Kerzen nach Norden.
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#11642

Betongold2024:

Qualität

 
16:00
Wie wäre es mal mit einer umfangreichen Begründung für Dein permanentes Bashing. Rund 10 Analysten waren gestern im Call.Wenn Vonovia was "faules" machen würde, dann bestünde die Gefahr das die Ratings abschmieren und sich Anleihen dramatisch verteuern. Ausserdem wäre das von strafrechtlicher Relevanz. Wir konnten in den letzten Jahren sehen wie konservativ Vonovia war, da sie sofort große Wertberichtigungen vorgenommen haben.
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Silkarha144:

Shorties

 
16:06
haben wieder leichtes Spiel ...
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Opa Didi:

Es gibt

 
16:11
Exakt jetzt geschieht es...
Exakt in solchen Phasen wie jetzt gerade werfen LV größere Pakete auf den Markt und drücken die Kurse. Und exakt jetzt decken sich Menschen mit diesen Aktienpaketen ein. Zwar sinkt zunächst der Kurs, allerdings wird zugleich die Spannung zwischen dem Kurs und der Menge an zur Wiedereindeckung notwendigen Aktien immer größer.

Was jetzt also abverkauft wird ist die zusätzliche Nachfrage der nächsten Zeit. Fällt das covern der zusätzlich geschaffenen Nachfrage auf den Zeitpunkt, an welchem die Algotrader wieder blind kaufen oder noch besser, werden die LV nach deutlichem Kursanstieg aufgrund von Algotradern zum Wiedereindecken gezwungen, z.B. weil sie die Margins der absichernden Investmentbanken nicht nachschießen wollen oder können, explodiert der Kurs und wir sehen diese 2-4 Euro Kerzen nach Norden.
Steinwollsocke, heute 15:11
in 2026 nur einen einzigen LV bei Vonovia mit einer Quote von 0,51 %.
Also fast völlig unbedeutend!

Insofern geht Dein Wortbeitrag an den Fakten vorbei und Du ziehst die verkehrten Rückschlüsse daraus.

Vielmehr ist zu beobachten, dass der Grossinvestore DWS, seine Anteile deutlich erhöht hat! Warum wohl?
Antworten
Steinwollsocke:

Ignorieren...

 
16:20
Qualität
Wie wäre es mal mit einer umfangreichen Begründung für Dein permanentes Bashing. Rund 10 Analysten waren gestern im Call.Wenn Vonovia was "faules" machen würde, dann bestünde die Gefahr das die Ratings abschmieren und sich Anleihen dramatisch verteuern. Ausserdem wäre das von strafrechtlicher Relevanz. Wir konnten in den letzten Jahren sehen wie konservativ Vonovia war, da sie sofort große Wertberichtigungen vorgenommen haben.
Betongold2024, heute 16:00
Hab durch Deine Antwort gesehen, dass Du auf den User Lionell reagierst. Ich kann nicht lesen, was er schreibt, denn diesen User habe ich bereits vor langer Zeit wegen der von Dir genannten Umstände auf ignorieren gestellt.

Hab diesen in Erinnerung als eine Person, die praktisch substanzlos in Ein-, maximal Zweizeilern irgendwelchen substanzlosen Bullshit raushaut. Selbst, wenn man oder andere in Vorposts seitenlang etwas ausführlichst erklärt hat. Er hat also gar kein Interesse an produktivem (auch konträrem) Austausch. Es geht schlicht um das Prollen bzw. darum, irgendwie destruktiv zu sein.

Deshalb, mein Rat: Einfach ignorieren. Grundsätzlich hat natürlich jede Meinung verdient gehört zu werden und man läuft ja irgendwie immer Gefahr gute Infos nicht zu bekommen, wenn man wen ignoriert, allerdings nicht in diesem Fall.

Und jedes Mal wenn ich wieder sehe, dass irgendwer etwas geschrieben hat, den ich auf ignore stehen habe, erinnere ich mich daran, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit substanzloser Quatsch ist, den ich mir nicht zu geben brauche.
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Steinwollsocke:

Nun

 
16:29
Es gibt
in 2026 nur einen einzigen LV bei Vonovia mit einer Quote von 0,51 %.
Also fast völlig unbedeutend!

Insofern geht Dein Wortbeitrag an den Fakten vorbei und Du ziehst die verkehrten Rückschlüsse daraus.

Vielmehr ist zu beobachten, dass der Grossinvestore DWS, seine Anteile deutlich erhöht hat! Warum wohl?
Opa Didi, heute 16:11
Lieber Opa, nur weil ein einziger LV die Schwelle von 0,5 Prozent gerissen hat und deshalb veröffentlichungspflichtig ist, kann man nicht im Rückschluss davon ausgehen, dass er der einzige ist.

Fakt anhand der Umsätze und des Rückgangs der letzten 3 Wochen ist, dass jemand sehr viel unlimitiert auf den Markt geworfen hat. Die großen und veröffentlichungspflichtigen Bestandshalter waren das nicht. Erstens hätten die ansonsten niedrigere Bestände mitteilen müssen und zweitens verkauft jemand, der die Aktie wirklich hält, möglichst kursschonend und nicht überfallartig. Sieht man gut im Chart.

Also bleiben noch LV.

Da man insbesondere bei TAG und LEG Immobilien, aber auch bei branchennahen Firmen wie Hypoport, Deutsche Pfandbriefbank, etc. steigende LV Quoten im Bundesanzeiger vernehmen kann, ist aufgrund der Indizienlage (Chartverlauf, Heftigkeit des Abverkaufs, Underperformance ggü Dax, krasser Korrelation zwischen Zins/Öl und Vonovia Aktie, etc.) mehr als naheliegend, dass hier LV am Werk sind. Jedenfalls drückt kein normaler Investor den Kurs nach Verkünden hervorragender Zahlen und einem Rückgang von 28,83 auf 24,xx binnen weniger Tage den Kurs auf unter 22 Euro. Oder hast Du bei den sehr guten Zahlen drüber nachgedacht Deinen Bestand unlimitiert sofort auf den Markt zu werfen ? Wohl nicht.
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Tyko:

Tja

 
16:49
Nachvollziehbar wäre eine Zins Erhöhung...ist aber keine .
Was hat sich denn in rund 2 Wochen so negativ getan?
Nichts was den derartigen Kursverlust begründet.
Die letzten Meldungen hab ich positiv aufgenommen.
Halte natürlich meine Aktien fest.
Gewinn ist die Summe aus positiven Investitionen abzüglich negativer Investitionen
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