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Deutsche Anleihen: Deutliche Kursverluste - 10-Jahresrendite über 3 Prozent

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Freitag angesichts anhaltender Inflationssorgen erneut deutlich gefallen. Der richtungweisende Euro-Bund-Future sank um 0,73 Prozent auf 125,26 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf 3,02 Prozent. Zeitweise erreichte die Rendite mit 3,035 Prozent den höchsten Stand seit dem Jahr 2011.

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Der Iran-Krieg sorgt weiter für Verunsicherung, denn steigende Öl- und Gaspreise schüren Inflationsängste. Zum Wochenschluss legten die Ölpreise erneut zu. Auch rund drei Wochen nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe gegen den Iran ist noch kein Ende des Kriegs in Sicht. Die Führung in Teheran ist weiter zu Gegenangriffen in der Lage. Israels Luftwaffe begann in der Nacht neue Attacken im Iran. Die iranischen Gasfelder sollen jedoch nicht mehr angegriffen werden.

Aussagen von EZB-Präsidentin Christine Lagarde vom Vortag hatten die Kurse etwas gestützt. Den Leitzins hatte die Notenbank wie erwartet nicht angetastet. "Verbal wurde bei der EZB zwar auf die bestehenden Risiken hingewiesen und die EZB will entschlossen gegen zu hohe Inflation vorgehen", schreiben die Experten der Helaba. "Jedoch scheint bei den Notenbankern die Einschätzung vorzuherrschen, wonach die Entwicklungen im Nahen Osten und an den Rohstoffmärkten zunächst abgewartet werden müssen."

Bundesbankpräsident Joachim Nagel erklärte, dass die EZB, falls nötig, handlungsbereit sei. "Nach aktuellem Stand ist es denkbar, dass sich die mittelfristigen Inflationsaussichten verschlechtern und die Inflationserwartungen nachhaltig steigen, was eine restriktivere Geldpolitik wahrscheinlich notwendig machen würde", sagte er der Nachrichtenagentur Bloomberg./jsl/nas


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