- BHP verzeichnete einen Gewinnanstieg von 30 Prozent.
- Der bereinigte Nettogewinn betrug 13,20 Milliarden Dollar.
- Die Nettoverschuldung sank auf 8,69 Milliarden Dollar.
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Julian Schick Der weltgrößte börsennotierte Bergbaukonzern BHP hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinnanstieg von 30 Prozent verbucht und die höchste Jahresdividende seit vier Jahren ausgeschüttet. Treiber war vor allem Kupfer, das Eisenerz erstmals als wichtigsten Ertragsmotor verdrängt hat.
Für das zum 30. Juni abgelaufene Geschäftsjahr meldete BHP einen bereinigten Nettogewinn von 13,20 Milliarden Dollar (Dollarkurs) und übertraf damit die Analystenerwartung von 12,66 Milliarden Dollar. Die Gesamtdividende liegt bei 1,72 Dollar je Aktie, der höchste Wert seit vier Jahren. Die Aktie legte um bis zu 4,2 Prozent auf ein Zwei-Monats-Hoch zu.
Die Kupfersparte erwirtschaftete zusammen mit Nebenprodukten wie Gold (Goldkurs) und Uran ein operatives Ergebnis von 18,19 Milliarden Dollar und überflügelte damit die Eisenerzsparte mit 14,53 Milliarden Dollar. Kupferpreise hatten zuletzt Rekordstände von über 14.000 Dollar je Tonne erklommen, angetrieben durch KI-Rechenzentren und die Energiewende.
Konzernchef Brandon Craig stellte in Aussicht, die Kupferproduktion bis 2035 um bis zu 40 Prozent auszubauen. Zukäufe hält er für wenig attraktiv: Der Erwerb bestehender Kupferanlagen sei fünfmal teurer als der Eigenaufbau. BHP rechnet bis 2050 mit einem Anstieg der globalen Kupfernachfrage von 34 auf über 50 Millionen Tonnen jährlich.
Die australischen Eisenerzoperationen erzielten ein operatives Ergebnis von 14,67 Milliarden Dollar, ein Plus von zwei Prozent. Streiks im Hafen von Port Hedland sieht Craig ohne nennenswerte Folgen. Die Nettoverschuldung sank auf 8,69 Milliarden Dollar und liegt damit unterhalb des Zielkorridors von zehn bis zwölf Milliarden Dollar.
Spekulationen über einen Verkauf der Kokskohle-Aktivitäten in Queensland wies Craig zurück. Zum möglichen Interesse an dem Uranprojekt Rook I des kanadischen Unternehmens NexGen Energy äußerte er sich zurückhaltend: Man werde Rohstoffoptionen weiter prüfen.
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