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SAP-Aktie: Schon wieder ein neues Tief!

Die Anteile des Walldorfer Softwareunternehmens sind am Donnerstag auf ein weiteres Mehrjahrestief gefallen. Hoffnung ist aktuell ein rares Gut.
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Ein zerbrochenes SAP-Logo vor einem fallenden Candlestick-Chart.
Quelle: - KI-generiertes Symbolbild (ChatGPT).
SAP SE 156,24 € SAP SE Chart +3,02%
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SAP-Aktie mit neuen Verlusten: Den ein oder anderen Mutmacher gibt es!

Das ohnehin schwache Sentiment gegenüber Software-Aktien ist in den vergangenen Tagen auf einen tief verunsicherten Gesamtmarkt getroffen.

Am Mittwoch und Donnerstag waren die Kurstafeln tiefrot, nachdem sich die US-Notenbank unsicher über den weiteren Inflations- und Zinspfad äußerte und die Preise für Öl und Gas erneut deutlich gestiegen sind.

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In diesem Umfeld hat auch SAP erneut Schwäche gezeigt und ist am Donnerstag auf ein weiteres Mehrjahrestief gefallen. An einer Bodenbildung im Bereich von 160 Euro kommen angesichts der fortgesetzten Schwäche immer mehr Zweifel auf.

Research-Häuser bekräftigen ihren Rückhalt

Gänzlich ohne Fans stehen die Walldorfer jedoch nicht da. Am Mittwoch hat die Bank of America (Bank of America Aktie) zum Kauf der Aktie aufgerufen, sobald der Abverkauf am Gesamtmarkt beendet ist. Das Analystenteam der Großbank sieht SAP (SAP Aktie) als Top-Pick nicht nur in der Software-Branche, sondern auch unter den Top 25 im internen Ranking der Bank für 2026.

Die Expertinnen und Experten sehen die Aktie mit einem KGV von 23 (ihren Erwartungen zufolge) und einer CAGR des Gewinns von 18 Prozent pro Aktie bis 2028 gegenüber den Mitbewerbern deutlich unterbewertet.

Ähnlich äußerten sich bereits am Dienstag die Analystinnen und Analysten von Bernstein. Sie bekräftigten ihre Kaufempfehlung mit einem stattlichen Kursziel von 322 US-Dollar (~280 Euro).

In ihrer Studie gaben sie an: "Wir betrachten Lieferketten-Software aus einer Mehrjahresperspektive als eines der aktuell überzeugendsten Investment-Themen. [...] Innerhalb dieser Landschaft ist SAP der am besten aufgestellte Profiteur [...]."

Während viele Anlegerinnen und Anleger zuletzt frustriert das Handtuch geworfen haben, sind Expertenteams also nicht bereit, die Aktie und die Aussichten auf eine Erholung zu begraben. SAP ist mit einer überwältigenden Mehrheit von 25 Empfehlungen (bei insgesamt 29) zum Kaufen oder Übergewichten empfohlen.

Der Chart sagt nach wie vor "lieber nicht!"

Während der Fall für Analystinnen und Analysten klar und die Aktie ein Kauf ist, stellt sich die Ausgangslage aus charttechnischer Perspektive weiterhin schwierig dar. Ein neues Mehrjahrestief ist als Verkaufssignal zu bewerten, zumal neben einem übergeordneten auch ein kurzfristiger Abwärtstrend vorliegt. Die nächste belastbare Unterstützung ist nach dem Wackeln von 160 Euro mit 150 Euro außerdem ein gutes Stück entfernt, was zu einem Anhalten des Preisverfalls führen könnte.

In den technischen Indikatoren gibt es disparate Entwicklungen. Übergeordnet wird der Abwärtstrend durch fallende Indikatoren bestätigt. Kurzfristig konnten sich diese aber gegen den schwachen Trend der Aktie erholen, womit erste bullishe Divergenzen und damit potenzielle Trendwendesignale vorliegen. Im MACD ist seit Donnerstag aber ein wieder an Fahrt gewinnender Abwärtstrend angezeigt, sodass die Gefahr besteht, dass sich die bullishen Divergenzen nicht durchsetzen können.

Fazit: Das wird schon wieder, aber voraussichtlich nicht kurzfristig

Die SAP-Aktie kann sich dem schwachen Gesamtmarkt ebenso wenig entziehen wie der Ausverkaufsstimmung innerhalb der Software-Branche. Die Anteile genießen zwar den fast uneingeschränkten Rückhalt der Wall Street, zu einer Trendwende hat die Vielzahl positiver Analystenkommentare bislang trotz der hohen Verluste jedoch nicht geführt.

Die Bewertung ist mit einem KGVe von 23,5 für 2026 und von 19,8 für 2027 attraktiv, zumal die Walldorfer ihren Aktienkurs mit umfangreichen Buybacks zu unterstützen versuchen, was die hohen Cashflows mühelos hergeben.

Bis sich die moderate Bewertung gegen den schwachen Trend durchsetzen kann, könnte es jedoch noch einige Zeit dauern. Wer Positionen auf- oder ausbauen möchte, sollte das aktuell in Tranchen tun oder auf eine nachhaltige Bodenbildung mit ersten prozyklischen Kaufsignalen warten.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross

 


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