VERSICHERUNGSMAFIA TEIL 1/ UNGLAUBLICH


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proxicomi:

@neo

 
31.08.02 14:31
meine botschaft war: "versicherer können ihre fehler, grundsätzlich auf die kunden umlegen". sonst nichts.

dein mit verlaub gesagt, histerisches gezeter über das für und wieder lv's und wie diese finanzkonstruktionen alle heißen mögen, spricht bände für deine branche.
unverständlich, unsachlich schlicht heraus, am THEMA vorbei.

aber nur zu neo, halte den thread am leben, vielen dank:)


gruß
proxi
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neo andersson:

ach proxi, mich anzugreifen ist doch öde

 
31.08.02 16:11

@hjw:
jein. von der grundidee ist der versicherungsverein auf gegeseitigkeit natürlich das beste für den vn, da die gewinne nicht an die aktionäre ausgeschüttet werden, sondern das geschäftsprinzip auf "non-profit" ausgelegt ist. dies führt dann natürlich zu geringeren prämien, als wenn der vn mit seinen beiträgen auch noch den firmengewinn mitfinanzieren müsste. das ist der grosse vorteil von versicherungsvereinen auf gegenseitigkeit.

allerdings sind im regelfall vvag's regional begrenzt tätig und recht klein. dadurch haben sie nicht die diservikation im portfolio, die sie haben sollten und können auch am kapitalmarkt nicht mit dem volumen auftreten, das ratsam wäre. diverse andere faktoren spielen eine nennenswerte rolle, die aber wieder viel zu weit führen.

ideal wäre also aus prämienzahlersicht ein grosser bundesweit agierender vvag. davon gibt es sehr wenige.
dem gegenüber steht natürlich wieder die zahlungsmoral im schadenfall. ein günstiger verein ist häufig sehr zögrlich mit dem scheckausstellen, wenn es mal rummst.

bei der k-lv (von der ich nach wie vor abrate) ist der vorteil für den kunden gering, da der kunde , wie oben schon erwähnt, eh eigntümer von 90% der erwirtschafteten überschüsse ist, egal ob ag oder vvag.

langer rede kurzer sinn: ein pauschales " das ist gut, das ist schlecht" ist nicht möglich, ohne deine persönlichen  präferenzen zu kennen. pauschalurteile sind nicht so meine stärke, da gibt es an board und in diesem tread geeingnetere für.


@proxi

ich dachte wir wären über den punkt des persönlichen hinaus und versuchen uns den inhalten anzunähern.

_du_ postet jedesmal etwas von flutkatastrophe und k-lv in einem atemzug, nicht ich. und wenn ich auf die zusammenhänge hinweise, zetere ich hysterisch?

was willst du eigentlich von mir? dass ich deinen inhaltlich falschen behauptungne zustimme? das ich mit persönlichen platitüden antworte, so wie du? oder das mich die erkentniss überkommt, "das versicherer ihre fehler an den kunden weitergeben können". was genau würden denn andere unternehmen machen, wenn sie kaufmännische fehler gemacht haben? geld vom himmel hexen? jeder preis den man irgendwo bezahlt, beinhaltet managamentfehler. nur sind genau da, wo du es anprangerst, keine gemacht worden. du hast dich da in irgendetwas verrannt.

und ich halte den thread gerne am leben,bitte bitte :-),
ich wüsste nicht was gegen ein posting in diesem thread spricht, da lass ich mich auch durch deine permanenten unterstellungen nicht von abbringen. wo bin ich den bitteschön unsachlich? wo bin ich denn hysterisch? soll ich dir ein bild malen aus dem hervorgeht, das ich
a) nicht für eine versicherung arbeite und
b) gegen die k-lv bin
damit dass endlich bei dir ankommt?
nur sollte mal bei inhaltlicher kritik bleiben, und nicht irgendetwas falsches in den raum stellen und denjenigen der darauf hinweißt anfauchen. wundert mich sowieso dass du diesen schrott nötig hast.

in diesem sinne
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proxicomi:

@neo

 
31.08.02 23:33
lassen wir doch die befindlichkeiten.

versichrungen mit ehrbaren firmen, der deutschen industrie zu vergleichen ist schon ein starkes stück.

die flut war doch nur der aufhänger, neo. ich warte nur auf solche anlässe, um gegen den vertrauensmißbrauch der versicherungen, zu felde zu ziehen.
hierbei sind die geschäftsmodelle der assekuranzen völlig egal.

meine kritik richtet sich gegen die manipulation des verbrauchers. menschen die dort in gutem glauben einzahlen, werden regelmäßig über den tisch gezogen.
das hat system. was dann an kriminelle bemühungen erinnert, ist die geschichte mit dem garantierten zinssatz. nur um den zu halten werden modelle angewandt, welche in diesen zeiten wie kartenhäuser einstürtzen mussten.

wenn man von solchen systemen nichts versteht, sollte man die finger von lassen.

ich freue mich schon auf die ersten pleiten, dann werde ich mich gleich einer hyäne an dem fleisch der zukünftig fusionierten versicherer weiden, mit hilfe von os. dann schlüpfe ich ins gewand der versicherer, endlich mal mit der angst und dem leid anderer geld verdienen.


gruß
proxi

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neo andersson:

Eichel erwägt Senkung des Garantiezinses

 
04.09.02 09:20
"Eichel erwägt Senkung des Garantiezinses

Die Bundesregierung will mit der Versicherungswirtschaft im Falle eines Wahlsiegs über eine Senkung des Garantiezinses für Lebensversicherungen verhandeln. Der Finanzminister will will außerdem ein Art Bilanzpolizei einrichten.

Das sagte Finanzminister Hans Eichel (SPD) am Dienstag in Frankfurt. Bisher lehnen die Versicherer eine solche Senkung ab. In einer Rede vor dem Finanzmarktforum nannte Eichel zudem weitere Einzelheiten der geplanten "Bilanzpolizei". Lebensversicherer garantieren Kunden bei neuen Verträgen zurzeit eine Verzinsung von 3,25 Prozent auf den Sparanteil ihrer Versicherungsprämien und die angesammelten Zinsen. Die meisten Versicherungen zahlen freiwillig aber deutlich mehr, im Durchschnitt über sechs Prozent.

Erste Versicherer in Not

Wegen der niedrigen Zinsen und der Krise an den Aktienmärkten können einige Gesellschaften selbst die Verzinsung von 3,25 Prozent derzeit nicht erwirtschaften und geraten in Bedrängnis. Ein erster Notfall, die Familienfürsorge, wurde von der Finanzaufsicht unter Kuratel gestellt, Verträge und Mitarbeiter von der HUK-Coburg übernommen. Die Bundesregierung werde die Entwicklung in der Branche genau beobachten und darauf hinwirken, dass das Vertrauen in das Produkt Lebensversicherung nicht verloren gehe, sagte Eichel.

Eine Senkung des von der Regierung festgesetzten Garantiezinses entlastet die Unternehmen aber nicht sofort, sondern erst in der Zukunft bei der Verzinsung neuer Verträge. Bei bestehenden Policen stehen den Kunden für die gesamte Laufzeit mindestens die bei Abschluss garantierten Zinsen zu. Bei Verträgen, die vor dem 1. Juli 2000 verkauft wurden, sind es vier Prozent, seitdem 3,25 Prozent.

Keine schnelle Entlastung

In der Branche herrscht daher Skepsis, ob eine Senkung des Garantiezinses die Problemfälle entlasten würde. "Viel besser wäre es, an anderen Stellschrauben etwas zu ändern", sagte ein Versicherer. So könne die heute geltende automatische Verzinsung auch der in früheren Jahren verdienten Zinsen durch einen höheren Schlussgewinn ersetzen.


Eichel machte in seiner Rede klar, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin) über eine "Bilanzpolizei" Sonderprüfungen nicht nur bei Finanzdienstleistern, sondern auch bei anderen Unternehmen veranlassen können soll. Nach Informationen aus dem Ministerium bezieht sich dies auf alle börsennotierte Unternehmen. Sie müssten der "Bilanzpolizei", die nach US-Vorbild eine privatrechtliche Organisation sein wird, künftig ihre Abschlussprüfer mitteilen. Die BAFin erhielte das Recht, Prüfer abzulehnen oder andere zu verlangen."

quelle :www.ftd.de

was für ein schwachsinn. garantiesatz von 3,25% senken. ich sehe schon den verkäufer beim kunden sitzen.
"lieber kunde, bitte legen sie geld bei uns für die nächsten 30 jahre an. als vertrauensbeweis haben wir erst mal unsere garantierte versinsung von 3,25% auf 2,5% gesenkt. Damit sind wir auf jeden fall auf der sicheren seite, denn wie sie aus den medien wissen, wären wir sonst nicht mehr zahlungsfähig. deswegen kriegen sie für eine 30-jährige anlage bei uns demnächst weniger, als auf jedem festgeldkonto oder postsparbuch. und nun her mit der kohle."

über die sache mit der garantieverzinsung hat sich so lange keiner gedanken gemacht, wie absolut sicher war, dass die ablaufleistungen der k-lv auf jeden fall deutlich drüber ist. dieses ist jetzt nicht mehr so, und die garantierte mindestverzinsung wird wohl deutlich mehr aufmerksamkeit erregen, als in der vergangenheit. und die soll dann auch noch gesenkt werden.

ich persönlich würde schlicht und ergreifend wieder eine reskritktivere anlagepolitik für versicherer einführen. vor 20 jahren hatten die extrem strenge richtlinien für ihre anlagepolitik und seh hohe blaufleistungen. nun haben sie sehr lockere richtlinien und schlechte renditen, da liegt die lösung auf der hand.

natürlich haben genügend versicherer sich nicht verspekuliert und sind weiterhin in der lage die üblichen renditen zu erzielen und an den kunden weiterzugeben. sowas geht in der öffentlichen wahrnehmung aber schnell mal unter. und wenn pauschal die mindestverzinsung für alle gesenkt wird, dann erst recht.

in diesem sinne
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Reila:

Was aber sicher ist:

 
04.09.02 09:35
Die Renditen der Versicherer sinken. Das könnte für viele von denen wenig lustig werden, die in den Nachwendejahren als Kapitalanleger mit Tilgungsaussetzung über KLV ihre Immobilien finanziert haben. Auch die Versicherer, die gegenwärtig noch Renditen für die Kunden von 6 Prozent aus Rücklagen generieren, können das nicht ewig durchhalten. Gut, wer da noch ein "Polster" hat.

R.
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neo andersson:

das wird eventuell noch ein hammer reila

 
04.09.02 09:46

die tilgungsaussetzungen sind nicht nur in den nachwendejahren, sondern auch davor zu hauf praktiziert worden. wenn nun über 10- oder 15 jahre die rendite deutlich unter den modelrechnungen bleibt, dann bedeutet das für den kunden, dass sein häuschen eben nicht mit 60 durch die ablaufleistung bezahlt wird, sondern das da noch eine deutliche differenz zwischen ablaufleistung und kreditbetrg klafft. und dann kann man bis ans ende seines lebens das ding abstottern, denn für viele menschen ist das haus als altersvorsorge gedacht.

die staatliche rente wird wohl in 20 jahre nicht mehr viel bringen, somit kann man davon wohl auch nicht die restschulden auf das haus zahlen. private vorsorge wurde nicht getroffen, da ja jeder euro in das haus gesteckt wurde, um im alter mietfrei zu wohnen.

über diese auswirkungen auf die wirtschaft mag ich gar nicht nachdenken, wenn die rediteschwäche die grossen versicherer erfassen sollte. die haben aber im regelfall (noch?) eine nicht ganz so schlechte performance, wie die ins strauchel geratene kleinversicherer.

in diesem sinne

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proxicomi:

Versicherer müssen Aktienmarkt anzapfen

 
16.09.02 22:39
Versicherer müssen Aktienmarkt anzapfen


Auf die Aktienmärkte rollt eine milliardenschwere Emissionswelle zu. Vor allem die Versicherer wollen den Investoren an den Geldbeutel, um ihren angegriffenen Kapitalstock wieder aufzufüllen. Angesichts der trüben Börsenstimmung müssen die Konzerne die Anleger mit kräftigen Preisnachlässen ködern.


fs/ef/mm/rl/rob FRANKFURT/M. Die Liste der Versicherer, die neue Aktien an die Börse bringen müssen wird immer länger. Nach Informationen des Handelsblatts plant neben bereits bekannten Kandidaten wie Zurich Financial Services (ZFS) auch die Schweizerische Rentenanstalt eine Platzierung. Der Konzern sei bereits dabei, Investmentbanken für eine Emission im Milliardenbereich auszuwählen, heißt es in Finankreisen. Die Rentenanstalt selbst will zu den Berichten keinen Kommentar abgeben. Bereits am kommenden Mittwoch wird das Unternehmen aber den Investoren neben seinen Halbjahresergebnissen auch eine neue Strategie präsentieren, dazu könnten neben einer Kapitalerhöhung umfangreiche Verkäufe von Konzernteilen gehören. Auch beim Versicherungsriesen Axa halten sich in Bankenkreisen hartnäckig Spekulationen, dass die Franzosen ihre Aktionäre zur Kasse bitten müssen. Der Versicherer weist solche Pläne allerdings weit von sich.

Doch auch ohne diese neuen Kandidaten rollt auf die Börsen in den nächsten Monaten eine enorme Emissionswelle zu. Analysten rechnen bis zum Jahresende mit Kapitalerhöhungen im Wert von weit über 5 Mrd. Euro aus dem Lager der Versicherer. Die Assekuranzbranche hat – nicht zuletzt durch die teuren Terrorschäden des 11. Septembers – einen enormen Bedarf an frischem Geld. Bei den meisten Gesellschaften sind die Sicherheitsmittel deutlich ausgedünnt.

„Betroffen sind vor allem Lebensversicherer und deren Muttergesellschaften“, stellt Reiner Will fest, Geschäftsführer der Versicherungs-Ratingagentur Assekurata. Die Lebensversicherer kämpfen mit niedrigen Zinsen und schwachen Kapitalmärkten. Vor allem der Kurssturz an den Aktienbörsen zwang die Konzerne zu massiven Abschreibungen auf die Wertpapierbestände, die nicht nur die Konzernergebnisse massiv belasten. Viele Versicherer mussten bereits die Verzinsung der Kundenguthaben zusammenstreichen. Für 2003 stehen die nächsten Kürzungen an. Um ihren Verpflichtungen nachzukommen, greifen die Gesellschaften daher verstärkt auf Puffer zurück, die ansonsten als gesetzlich vorgeschriebene Sicherheitsmittel (Solvabilität) zur Verfügung stünden. Wenn diese Gelder fehlen, benötigen sie mehr Eigenmittel.

Die Folge: Immer mehr Versicherer sehen sich gezwungen, Verluste aus Investitionen am Kapitalmarkt und ihren schwindenden Börsenwert durch Kapitalerhöhungen auszugleichen. ZFS kündigte bereits eine Platzierung im Wert von 2,5 Mrd. Euro im Oktober an. Die britische Legal & General will ihr Kapital um mehr als 1,2 Mrd. Euro aufstocken. Royal & Sun will bis zum 7. November über eine Emission entscheiden. Die französische Scor möchte den Kauf von Teilen des Rückversicherungsgeschäfts der deutschen Gerling durch neue Aktien finanzieren. Aegon, der zweitgrößte niederländische Versicherer führt Gespräche mit seinem größten Investor, um „finanzielle Flexibilität" zu erhalten.

Eine lange Liste von Bewerbern um die Gunst der Aktionäre. Angesichts dieses Ansturms aus einer einzigen Branche und der nach wie vor miserablen Börsenlage, werden sich die Versicherungsaktien nur mit erheblichen Abschlägen platzieren lassen, vor allem über Bezugsrechtsemissionen. Diese in Deutschland über Jahre hinweg übliche Form der Aktienplatzierung war in den Boomjahren an der Börse außer Mode gekommen und erlebt jetzt eine Renaissance.

Dabei bietet das Unternehmen die neuen Aktien seinen Aktionären im Verhältnis zu ihrem bisherigen Anteil am Kapital an. Die Aktionäre können sich an der Kapitalerhöhung beteiligen, oder das Bezugsrecht für die neuen Papiere verkaufen. Üblicherweise werden die neuen Aktien den Investoren mit einem Abschlag auf den aktuellen Kurs angeboten, um eine möglichst hohe Beteiligung an der Kapitalerhöhung zu sichern. Historisch lagen diese Abschläge in der Regel zwischen 10 und 30 %.

Im Fall der Versicherer dürften die Investoren deutlich höhere Rabatte fordern. „Für viele Unternehmen ist eine Platzierung mit drastischen Abschlägen derzeit die einzige Platzierungsmethode, die noch Erfolg verspricht“, schreibt UBS Warburg in einer Studie. „Es handelt sich hier um eine „äußerst teure Form der Kapitalbeschaffung“, betont ein Investmentbanker. Im Fall von ZFS soll der Abschlag bei knapp 60 % auf den aktuellen Börsenkurs liegen. Trotzdem sind die Gefahren für die konsortialführenden Banken groß. Wenn Altaktionäre die Bezugsrechte nicht ausüben, müssen die Banken in die Bresche springen und die neuen Aktien aufnehmen. Angesichts der Risiken drängen sie auf eine große Führungsgruppe. Bei ZFS sind es beispielsweise mit Citigroup, CSFB, Goldman Sachs und UBS vier Banken.


HANDELSBLATT, Montag, 16. September 2002, 08:30 Uhr

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es kommt so wie es kommen musste, alv ist schon zweistellig.


gruß
proxi

wartend auf scheinheilige gründe für erhöhungen der policen:)
Antworten
proxicomi:

"Drastischere Maßnahmen nötig"

 
29.09.02 02:05
Stunde der bitteren Wahrheit - bei der Dresdner Bank drohen betriebsbedingte Kündigungen. Allianz- Finanzvorstand Achleitner will die Kosten weiter drücken. Und die Allianz Leben senkt wegen der Börsenbaisse die Überschussbeteiligung ihrer Kunden.

Berlin - Der Marktführer bei Lebensversicherungen in Deutschland, die Allianz Leben , will die Überschussbeteiligung wegen des anhaltenden Kursverfalls an den Aktienmärkten voraussichtlich senken.



"Aus heutiger Sicht können wir eine Senkung der Überschussbeteiligung 2003 nicht ausschließen", sagte Finanzvorstand Maximilian Zimmerer der "Berliner Zeitung". Dazu hätten sich die Kapitalmärkte "einfach zu schwach entwickelt". Eine endgültige Entscheidung darüber soll im Spätherbst fallen.

Derzeit liegt die Überschussbeteiligung von Allianz Leben noch bei 6,8 Prozent und damit deutlich über dem Branchenschnitt von rund 6,2 Prozent.

Doch die Senkung der Überschussbeteiligung scheint trotzdem beschlossene Sache zu sein: Mitte Juli hatte Allianz-Leben-Chef Gerhard Rupprecht bereits angekündigt, eine erneute Senkung der Überschussbeteiligung zu prüfen, "falls der Aktienmarkt um weitere 20 bis 30 Prozent sinken sollte". Seitdem hat der Dax mehr als 30 Prozent eingebüßt.

Mitarbeiterzahl soll auf 43.000 sinken

Hinzu kommen die Probleme bei der Integration der Dresdner Bank, die das Allianz-Ergebnis nach wie vor belasten. Der Vorstand der Dresdner Bank wird am heutigen Mittwoch den Aufsichtsrat über Einzelheiten zum zusätzlich geplanten Stellenabbau im Bereich Firmenkunden und Investment Banking informieren. Unternehmenskreisen zufolge sollen dabei rund 1000 Stellen bei der Investmentbank Dresdner Kleinwort Wasserstein (DrKW) wegfalln.

Offiziell bestätigt wurde dies bislang nicht. Am Donnerstagvormittag wollen der Vorstandssprecher der Dresdner Bank, Bernd Fahrholz, und der zuständige Allianz-Vorstand Helmut Perlet Details zu den zusätzlichen Spar- und Restrukturierungsplänen auf einer Pressekonferenz in Frankfurt nennen. Bislang will die Bank bis 2003 konzernweit 7800 ihrer 50.900 Stellen streichen. Den Kreisen zufolge wird es bei den zusätzlichen 1000 Stellenstreichungen erstmals zu betriebsbedingten Kündigungen kommen.

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die armen vorruheständler.

gruß
proxi
Antworten
Loepi:

Bleibt halt nur eins:

 
29.09.02 02:23
1) Die Einstellung daß Versicherungen staatlich konzessionierte
  Betrugsunternehmen sind.
2) Eigeninitiative: Versicherungsvergleiche internetmäßig zum
  Jahresende und alles raushauen wo mehr verlangt wird.

Für mich hat sich diese Einstellung bezahlt gemacht.
Allerdings brauche ich auch nicht einen Vertreter
der mir sagt was ich alles haben sollte.

Jeder wie er will, Bequemlichkeit hat halt ihren Preis.

M.f.G. Löpi (der zum Jahresende immer wechselt  mit 10% Erfolg
            zu seinen Gunsten anstatt andersherum
            aber Arbeit ist damit verbunden)  :-))  
Antworten
neo andersson:

versicherer haben dax-stand von 7000 punkten

 
04.10.02 10:01

in den büchern stehen.

"OECD plant schärfere Kontrollen für die Branche. Viele haben noch einen Dax-Stand von 7000 Punkten in den Büchern

Frankfurt/Main – Nach den hohen Versicherungsschäden der vergangenen 18 Monate und dem Dauer-Crash der Börsen müssen die Assekuranzkonzerne weltweit mit einer stärkeren Kontrolle rechnen. So wolle die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ihre Kontrolle über die internationalen Rückversicherer verschärfen, so die OECD-Verantwortliche für die Branche, Cecile Vignial. Eine Reihe von Faktoren haben die finanzielle Stabilität dieser Branche geschwächt, daher müsse die bisher lockere Aufsicht verschärft werden.

In Deutschland haben sich mittlerweile die Wirtschaftsprüfer auf Abschreibungsregeln für Aktien, Anleihen und Fonds in den Kapitalanlagen der hiesigen Lebensversicherer geeinigt. Der Versicherungsfachausschuss beim Institut der deutschen Wirtschaftsprüfer (IdW) begründete seine neuen Regeln mit dem anhaltend starken Verfall der Aktienkurse seit Anfang des zweiten Quartals in diesem Jahr. Bewertungskonsequenzen seien daher unausweichlich. Die neuen Standards sollen zu einer einheitlichen Bewertung bei allen Versicherern führen und bei Anlegern und Kunden eine größere Transparenz über die finanzielle Solidität der Unternehmen schaffen.

Setzen sich die Wirtschaftsprüfer mit ihren Vorschlägen auch bei den zuständigen Aufsichtsbehörden durch, müssen die Versicherer die Werte in ihren Kapitalanlagen abschreiben, wenn zum Beispiel am Bilanzstichtag der Kurs einer Aktie oder Anleihe dauerhaft um mehr als 20 Prozent unter dem Buchwert notiert. Mit dieser Regelung verzichtet das IdW auch auf einen nationalen Alleingang und orientiert sich an amerikanischen Bilanzierungsregeln. Gleichzeitig sollen Anteilscheine wertberichtigt werden, wenn der Durchschnittswert der täglichen Börsenkurse eines Wertpapiers in den vergangenen zwölf Monaten um mehr als zehn Prozent unter Buchwert liegt.

Allerdings müssen die Versicherer nach den IdW-Vorstellungen die Aktienanlagen in ihren Büchern nicht abschreiben, wenn zwischen dem Bilanzstichtag, also etwa dem 31. Dezember, und dem Zeitpunkt der Bilanzaufstellung zum Beispiel eine Aktie an der Börse den Kurs ihres Buchwerts wieder erreicht hat. Die Wertminderung sei dann nicht dauerhaft. Gleichzeitig können die Konzerne eine Zukunftskomponente in ihre Abschreibungspraxis einbauen. Die Unternehmen dürfen dann auf die Abschreibung verzichten, wenn sie glaubhaft begründen, dass die Wertminderung vorübergehend ist. Dafür könnten Prognosen von Analysten herangezogen werden.

Sollten diese Auslegungsregeln für den Paragraf 341 b Handelsgesetzbuch (HGB) von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht angenommen werden, erwarten die Prüfer zum Jahresende einen riesigen Abschreibungsbedarf. Viele deutsche Versicherer hätten im vergangenen Jahr den Paragraf 341 b HGB genutzt und nicht abgeschrieben, hieß es in der Branche.

Auf Drängen der Versicherer war der Paragraf 341 b HGB nach den Terroranschlägen vom 11. September und dem folgenden Börsencrash von der Bundesregierung geschaffen worden, um der Branche Milliarden Euro an Abschreibungen zu ersparen. Denn mit dem Gesetz muss nur abgeschrieben werden, wenn eine Wertminderung dauerhaft ist. Viele Versicherer hatten auf steigende Aktienkurse in diesem Jahr gewettet und daher nicht wertberichtigt. "Diese Unternehmen haben Aktien noch zum Dax-Stand von 7000 Punkten in ihren Büchern", erzählt ein Branchenkenner. "Inzwischen hat sich gezeigt, dass der 341 b HGB ein Fehler war", sagt er."

quelle : die welt

in diesem sinne
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