USA nachträglich eindeutig in Reszession! Hahaha


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alapa01:

@mod

 
04.09.02 20:17
Die Gefahr beim Ertragswertverfahren ist, daß man Steigerungen im Mietbereich (die oft mit Immobilienblasen einhergehen) und dann noch in die Zukunft extrapoliert. - Halt die alte gute Discounted Cash Flow-Methode, die (leider) oft angewendet wird.
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Kannibale:

Spekulationsblase

 
04.09.02 20:20
Bei J.M. Keynes heisst das die "Theorie der Luftschlösser". Die meisten wissen, dass der Markt irrational hochgelaufen ist, aber viele wissen eben auch, dass es noch viele "Idioten" gibt, die ihnen die viel zu teuren Aktien zu noch höheren Preisen abnehmen werden. Bis die Blase schließlich die Letzten erreicht, die keine weiteren Käufer mehr finden können. Die Worte Gier und Neid sollten in diesem Zusammenhang sicherlich nicht fehlen.

Anfang 2000 durften wir zuletzt alle Zeuge einer exzessiven Auswirkung dieser Spekulationsform werden.......

Das Ganze gabs in der Geschichte bereits etliche Male (Tulpenzwiebel im 17.Jh., South Sea Bubble im 18. Jh., USA in den 20ern des 20.Jh......usw.).

Und stets folgten darauf erst einmal viele Jahre der Ernüchterung, die auch nötig waren, um alle Ungleichgewichte aus dem Markt zu beseitigen. Und die momentanen Probleme sind eben längst noch nicht alle aus dem Markt (s.o.).

Daher sehe ich einfach kein Potential für das Aufkommen einer neuen Blase in absehbarer Zeit.
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mod:

@ alapa01

 
04.09.02 20:29
Der Übergang von statischen auf dynamische Methoden
ist nicht praxisgerecht, mehr Uni-Plädoyer.
Aber etwas verstehe ich als Statistik-Unbeleckter nicht:
Dass die USA-Wirtschaftstatistik ungenauer als unsere
akribisch-deutsche ist, sei akzeptiert. (What for? Bringt die
Statistik etwa Geld?)
Jedoch woher beziehst Du Deine obigen Behauptungen
der konkreten US-Statistik-Methoden?
Und welchen Index meinst Du oben eigentlich?
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alapa01:

@mod

 
04.09.02 21:01
ähm sorry, war etwas ungenau - der Hunger ;-)
Ich bezog mich auf das oben erwähnte BIP respektive "Wachstum"

Zur ersten eine kleine Korrektur, so genau ist unsere nicht. In einigen Bereichen einer der ungenauesten in Europa (was z.B. direkt Personen betrifft). Dies liegt massgeblich an den sehr starken Bestimmungen zum Datenschutz. Und unter anderem ist Deutschland schon ein paar Jahre mit seiner Volkszählung (soll laut Eurostat alle 10 Jahre gemacht werden) hinterher.

Es gab mal hier einen eingestellten Artikel zu dem Thema, aber aufgrund der doch etwas bescheidenen Suchfunktionen von ariva, finde ich ihn nicht.

Inhaltlich ging es darum, daß in den USA Leistungssteigerungen von Produkten mit
eingerechnet werden. Eklatant wird das im Bereich Prozessor: Etwa alle 2-3 Jahre verdoppelt sich die Schaltungsanzahl eine Prozessors und das wurde mit eingerechnet, weil halt leistungsfähiger:

Beispiel:
Prozzi (Generation 1) kostet 100 $ im Jahre 1  -> 100 $ Doller BIP
Prozzi (Generation 2) kostet 100 $ im Jahre 3, aber doppelt so leistungsfähig(definiert über die Schaltkreise)   -> 200 $ BIP

Ok, das Beispiel ist stark vereinfacht, aber in etwa so läuft der Hase.
 
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mod:

@ alapa01, modellhaft, einfach, danke!

 
04.09.02 21:14
Allerdings unlogisch, denn die Erhebung des BIPs
erfolgt hier wie dort vornehmlich
von der Verwendungsseite zu Marktpreisen.
Man müsste also bei jedem Artikel die
- wie auch immer definierte Leistungssteigerung -
einrechnen.
Vollkommen unpraktikabel.
Werde mich mal schlau machen.

Trotzdem vielen Dank
und viele Grüsse
m.
Antworten
alapa01:

@mod

 
04.09.02 22:57
auch das war mein erster Gedanke: unpraktikabel

Aber wenn man es nicht für jeden Artikel macht, sondern zum Beispiel generell alles CPU, GPU, Speicherchips usw. einfach zusammenrechnet. Ins "Moorsche Gesetz" (hieß das so?) einsetzt ist man schnell am Ende der Rechnung. ;-)

Statistiker müssen nur genug Fehler machen, dann passt am Ende die Rechnung wieder. Da mit Anzahl der Fehler diese sich wieder ausgleichen (Bedingung alles voneinander unabhängige Fehler).

Dazu erinner ich mich an einen Versuch den ein Professoer (Woll(für die ihn nicht kennen - nen VWLer)) wohl immer wieder gemacht hat:

Erstsemesterveranstaltung, erste Veranstaltung: Zettel verteilt, alle Erstis sollten das kommende Wirtschaftswachstum schätzen. 10-20 Ausreisser nach oben und unten weg (halt die Spaßvögel) und Durchschnitt gebildet, et voila das Ergebnis soll immer genauer gewesen sein als das der Wirtschaftforschungsinstitute.

Naja, zumindest hat er es so erzählt. Auf jedenfall ne nette Anekdote. ;-)
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mod:

nett, alapa0,

 
05.09.02 00:19
ist er das? Uni Siegen?

USA nachträglich eindeutig in Reszession! Hahaha 773479

Viele Grüsse
m.
Antworten
alapa01:

@mod

 
05.09.02 01:12
Woll ist an keiner Uni mehr - ist schon seit ein paar Jährchen erimitiert (hoffe richtig geschrieben zu haben) - sprich in Rente. Aber das hält ihn nicht davon ab, an allmöglichen Unis noch Seminare/Vorlesungen zu halten.

Naja, meist war es ein Wettern gegen die Wirtschaftspolitik der damaligen Kohlregierung. Naja, wie soll man es auch einem Neoklassiker denn auch verübeln, daß er gegen fast jede Form von staatlicher Einmischung ist.
(etwas überspitzt)

Ob er es ist kann ich dir nicht sagen, habe ihn etwas anders in Erinnerung.
(Dr.hc. Dr. Artur Woll - hmm habe ich ein paar Dr.'s vergessen ? - kA)
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