Die Hotelkette Marriott International überzeugte die Anleger vorbörslich mit guten Quartalszahlen, der Titel verteuert sich deutlich. Wal-Mart bestätigte die Gewinnprognosen für das dritte Quartal sehr zur Freude der Anleger. Positives vermeldet auch der Großhändler Costco, der seinen Gewinn steigern konnte und ein Aktienrückkaufprogramm ankündigte. Die Aktie gewann fast 5 Prozent. Schlechte Nachrichten kamen heute von PETsMART und Xerox. Beide Unternehmen meldeten deutliche Belastungen durch die jüngsten Hurrikans. Besonders die PETsMART-Aktie gab deutlich nach. Der Titel büßte über 3 Prozent ab, während sich Xerox knapp behaupten konnten.
Der Dow Jones Industrial Average schloss am Ende mit einem Minus von 0,29 Prozent bei 10.287,10 Zählern. Der NASDAQ Composite ging mit einem Minus von 0,90 Prozent auf 2.084,08 Punkte aus dem Handel.
Die Wal-Mart Stores Inc. (ISIN
US9311421039/ WKN
860853) gab heute bekannt, dass ihr EPS-Ergebnis im dritten Quartal wegen der Hurrikans "Katrina" und "Rita" voraussichtlich um 1 Cent geringer ausfallen wird. Nach wie vor rechnet man jedoch mit einem EPS-Ergebnis von 55 bis 59 Cents. Analysten prognostizieren zurzeit, dass der weltgrößte Einzelhandelskonzern im dritten Quartal einen Gewinn von 58 Cents pro Aktie erzielen wird. Darüber hinaus hat der US-Einzelhändler mitgeteilt, dass seine vergleichbaren Umsätze im September um 3,8 Prozent gesteigert wurden, was zuletzt bereits in Aussicht gestellt worden war. Zuvor hatte man mit einer Spanne von 2 bis 4 Prozent gerechnet. Der Gesamtumsatz in den fünf Wochen zum 30. September lag bei 28,24 Mrd. Dollar, was einem Plus von 9,7 Prozent entspricht.
Der US-Mischkonzern General Electric Co. (GE) (ISIN US3696041033/ WKN 851144) hat heute bekannt gegeben, dass das Ergebnis des dritten Quartals am oberen Ende der Planungen liegen wird. Zudem wurde die Gewinnprognose für das Gesamtjahr nach oben korrigiert. Demnach rechnet GE für das dritte Quartal mit einem Gewinn von 44 Cents pro Aktie. Anfang der Woche wurde die EPS-Prognose, die eine Spanne von 43 bis 44 Cents zum Gegenstand hatte, noch bestätigt. Für das Gesamtjahr stellt man nun einen Gewinn von 1,81 bis 1,83 Dollar pro Aktie in Aussicht. Damit wurde das untere Ende der letzten Spanne um 1 Cent angehoben. Analysten gehen für das dritte Quartal und das gesamte Geschäftsjahr von einem EPS-Ergebnis von 44 Cents bzw. 1,82 Dollar aus. Wie der Konzern weiter mitteilte, hat er das Volumen seines Aktienrückkauf-Programms für dieses Jahr um 1 Mrd. Dollar auf 4 Mrd. Dollar erhöht.
Die Xerox Corp. (ISIN US9841211033/ WKN 853906) hat am Donnerstag bekannt gegeben, dass sie für das dritte Quartal von deutlichen Sonderbelastungen für das Ergebnis ausgeht. Demnach erwartet der US-amerikanische Kopiergeräte-Hersteller Belastungen in Höhe von 159 Mio. Dollar bzw. 12 Cents je Aktie. Als Grund für die Negativeffekte nannte das Unternehmen Rechtsstreitigkeiten, den Hurrikan Katrina und Änderungen bei der Bilanzierung. Xerox will seine Ergebnisse für das dritte Quartal am 21. Oktober veröffentlichen. Die Analysten gehen derzeit von einem durchschnittlichen Ergebnis von 18 Cents je Aktie aus. Die Umsatzerlöse werden bei durchschnittlich 3,80 Mrd. Dollar gesehen.
Die Marriott International Inc. (ISIN
US5719032022/ WKN
913070), der größte Hotelbetreiber in den USA, meldete heute, dass sie ihren Gewinn im dritten Quartal um 12 Prozent gesteigert hat, was mit einer höheren Zimmerauslastung in den Hotels zusammenhängt. Der Nettogewinn belief sich demnach 149 Mio. Dollar bzw. 65 Cents pro Aktie, nach 133 Mio. Dollar bzw. 56 Cents pro Aktie im Vorjahr. Vor einer Sonderbelastung lag der Gewinn bei 70 Cents pro Aktie. Der Umsatz erhöhte sich um 18 Prozent auf 2,71 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 64 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 2,51 Mrd. Dollar ausgegangen. Für das laufende Quartal stellen sie ein EPS-Ergebnis von 93 Cents bei Erlösen von 3,41 Mrd. Dollar in Aussicht. Das Unternehmen selbst erwartet im vierten Quartal ein EPS-Ergebnis von 95 bis 98 Cents. Für 2006 rechnet der Konzern mit einem Gewinn von 3,00 bis 3,10 Dollar pro Aktie.
Der Software-Hersteller Siebel Systems Inc. (ISIN
US8261701028/ WKN
901645) teilte am Mittwoch nach Börsenschluss mit, dass er für das dritte Quartal einen Umsatz über der Marktschätzung erwartet. Das Unternehmen, das vergangenen Monat der 5,85 Mrd. Dollar teuren Übernahme durch die Oracle Corp. (ISIN
US68389X1054/ WKN
871460) zugestimmt hat, rechnet demnach mit einem Umsatz von 346 Mio. Dollar, während Analysten derzeit durchschnittlich Erlöse von 311 Mio. Dollar in Aussicht stellen. Grund für die bessere Prognose sind höhere Umsätze aus den Bereichen Lizenzen, Wartung und Service. Der nun prognostizierte Wert liegt um 9 Prozent über dem Vorjahresumsatz von 317 Mio. Dollar. Zudem geht Siebel von Sonderbelastungen in Höhe von 12 Mio. Dollar aus. Einschließlich dieser Belastung erwartet man im dritten Quartal einen operativen Gewinn von 34 Mio. Dollar (Vorsteuer-Gewinn: 50 Mio. Dollar), ohne die Belastung einen von 46 Mio. Dollar (Vorsteuer-Gewinn: 62 Mio. Dollar). Im Vorjahr lagen das operative Ergebnis bei 26 Mio. Dollar.
Die PETsMART Inc. (ISIN
US7167681060/ WKN
887162) hat am Donnerstag ihre Prognosen für das dritte Quartal und das Gesamtjahr reduziert. Als Grund nannte die US-amerikanische Zoohandels-Kette hohe Belastungen aus den verheerenden Hurrikans Rita und Katrina. Demnach geht PETsMART nun von einem Ergebnis von 18 bis 19 Cents je Aktie im dritten Quartal aus. Zuvor hatten die Erwartungen bei 21 Cents je Aktie gelegen. Die Belastungen durch die Hurrikans bezifferte der Konzern mit 2 Cents je Aktie. Beim Umsatzwachstum geht das Unternehmen von einem geringeren Anstieg, als den bisher prognostizierten 2 bis 3 Prozent, aus. Für das Gesamtjahr erwartet PETsMART nun ein EPS von 1,16 bis 1,20 Dollar je Aktie, nach zuvor 1,25 bis 1,26 Dollar je Aktie. Für die Same-Store Sales erwartet das Unternehmen im Gesamtjahr ein Wachstum von 3 bis 4 Prozent.
Die Aktionäre des Telekommunikationsunternehmens MCI Inc. (ISIN
US5526911079/ WKN
A0BMK0) stimmten mit großer Mehrheit der geplanten 8,4 Mrd. Dollar schweren Übernahme durch die Verizon Communications Inc. (ISIN
US92343V1044/ WKN
868402) zu. Wie MCI am Donnerstag mitteile, wurde mit 209,6 Millionen Aktien oder 64 Prozent der stimmberechtigten Anteile für eine Übernahme gestimmt, 27,8 Millionen Aktien brachten die Gegner der Übernahme auf. Für eine Verschmelzung der Unternehmen war lediglich eine Mehrheit von 50 Prozent nötig. Die Fusion bedarf nun noch der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden in den USA und Europa.
Die US-Einzelhandelskonzerne Target Corp. (ISIN
US87612E1064/ WKN
856243), J.C. Penney Co. Inc. (ISIN
US7081601061/ WKN
851991), Federated Department Stores Inc. (ISIN
US31410H1014/ WKN
883742) und CVS Corp. (ISIN
US1266501006/ WKN
859034) meldeten am heutigen Donnerstag bei den vergleichbaren Umsätzen für den Berichtszeitraum September jeweils einen Anstieg. Target, der zweitgrößte Discount-Händler in den USA, steigerte seine vergleichbaren Umsätze demnach um 5,6 Prozent. Zuvor hatte man mit einem Wachstum um 4 bis 6 Prozent gerechnet. Der Gesamtumsatz erhöhte sich um 11,4 Prozent auf 4,3 Mrd. Dollar. J.C. Penney konnte die so genannten Same-Store Sales im Berichtszeitraum um 1,4 Prozent steigern. Die gesamten Erlöse legten in den fünf Wochen zum 1. Oktober um 1,9 Prozent zu. Bei der Kaufhauskette Federated Department Stores erhöhten sich die vergleichbaren Umsätze um 1,3 Prozent. Dies liegt jedoch unter den eigenen Erwartungen von 2 bis 3 Prozent, was mit den Auswirkungen der Hurrikans "Katrina" und "Rita", geringeren Kundenausgaben und anderen Faktoren zusammenhängt. Die Gesamterlöse kletterten aufgrund der May-Übernahme um 90 Prozent auf 1,36 Mrd. Dollar. Schließlich konnte CVS, die zweitgrößte Drugstore-Kette in den USA, die Same-Store Sales im September um 5,7 Prozent steigern. Der Gesamtumsatz nahm um 7,3 Prozent auf 3,5 Mrd. Dollar zu. Für das dritte Quartal hat das Unternehmen indes seine EPS-Prognose von 29 bis 31 Cents auf 29 bis 30 Cents leicht zurückgenommen.
Die US-Bekleidungshändler Gap Inc. (ISIN
US3647601083/ WKN
863533) und Saks Inc. (ISIN
US79377W1080/ WKN
883503) haben am Donnerstag die vergleichbaren Umsätze für den Berichtszeitraum September veröffentlicht. Während der weltweite Branchenführer, Gap Inc., einen deutlichen Rückgang hinnehmen musste, steigerte Saks seine Same-Store Sales leicht. Gap musste bei den im September vergleichbaren Umsätzen einen Rückgang um 6 Prozent hinnehmen. Die gesamten Umsätze gingen um 3 Prozent auf 1,41 Mrd. Dollar zurück. Damit konnte der Konzern die Erwartungen leicht übertreffen. Saks hingegen steigerte die Same Store Sales im September um 3,2 Prozent. Die gesamten Umsätze gingen um 10 Prozent auf 512,5 Mio. Dollar zurück. Damit übertraf der Konzern die Erwartungen ebenfalls.
Der US-Großhändler Costco Wholesale Corp. (ISIN
US22160K1051/ WKN
888351) meldete heute, dass er seinen Gewinn im vierten Quartal um 20 Prozent steigern konnte. Zudem wurde ein neues Aktienrückkauf-Programm über 1 Mrd. Dollar angekündigt. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 354,7 Mio. Dollar bzw. 73 Cents pro Aktie, nach 296,8 Mio. Dollar bzw. 62 Cents pro Aktie im Vorjahr. Vor Einmaleffekten lag der Gewinn bei 67 Cents pro Aktie. Der Umsatz erhöhte sich um 10,3 Prozent auf 16,36 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 64 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 16,64 Mrd. Dollar ausgegangen. Für das laufende Quartal stellen sie ein EPS-Ergebnis von 44 Cents bei Erlösen von 12,67 Mrd. Dollar in Aussicht.
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EW - Tagesausblick Dax, Freitag 07. Oktober
Der große Abwärtsimpuls ab dem Wochentop wird heute komplettiert. Eine weitere Impulswelle ist notwendig, wobei die rechnerischen Kursziele bei 4.965 und 4.943 Punkten liegen. Bereits am Nachmittag kann eine ordentliche Gegenbewegung einsetzen, spätestens aber am Montag wird dieser Rücklauf starten.
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Börsentag auf einen Blick: Knapp behauptet
DEUTSCHLAND: - KNAPP BEHAUPTET - Gebremst von mäßigen US-Vorgaben werden die meisten deutschen Aktien am Freitag vorraussichtlich mit leichten Verlusten in den Handel starten. Der US-Leitindex Dow Jones hatte am Vorabend nach Xetra-Schluss rund 70 Punkte verloren. Der US-Ölpreis stieg um 0,46 Dollar auf 61,82 Dollar.
USA: - KNAPP BEHAUPTET - Die US-Börsen hatten am Donnerstag nach einem kurzen Schwenk in die Gewinnzone erneut Kursverluste verzeichnet. Händlern zufolge hatte der Präsident der Dallas Federal Reserve, Richard Fisher, erneut vor Inflationsrisiken gewarnt, was als Zeichen für weitere Zinserhöhungen gewertet wurde. Zudem wache die Besorgnis über die hohen Energiepreise und die Sorge vor möglicherweise enttäuschenden Quartalsberichten der US-Unternehmen. Stützend wirkten fallende Ölnotierungen.
JAPAN: - UNEINHEITLICH - Die Börse in Tokio hat am Freitagvormittag uneinheitlich tendiert. Der Nikkei-225-Index gab bis zur Handelsmitte um 0,63 Prozent auf den Stand von 13.275,00 Punkten nach. Der breit gefasste TOPIX stieg indes knapp um 0,06 Prozent auf 1.372,15 Punkte. Stahlwerte konnten sich von den jüngsten Verlusten erholen, währen Chipwerte unter Druck standen.
DAX 5.017,27 -1,03%
Stoxx50 3.215,77 -1,25%
EuroSTOXX 50 3.384,15 -1,01%
DJIA 10.287,10 -0,29%
S&P 500 1.191,49 -0,41%
NASDAQ 100 1.552,94 -1,18%
Nikkei 225 12.283,99 -0,57% (7:15 Uhr)
ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL RENTEN: - LEICHTER - Die US-Staatsanleihen haben am Donnerstag sinkende Kurse verzeichnet. In allen Laufzeitbereichen stiegen die Renditen.
Bund-Future 122,22 -0,04%
T-Note-Future 109,58 -0,09%
T-Bond-Future 113,97 -0,14%
DEVISEN: - ETWAS FESTER - Der Kurs des Euro hat am Donnerstagabend nach Äußerungen von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet zur Zinspolitik zeitweise die Marke von 1,22 US-Dollar überwunden. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete zuletzt im späten New Yorker Handel 1,2180 Dollar.
(Alle Kurse 7:15 Uhr)
Euro/USD 1,2164 -0,14%
USD/Yen 113,46 +0,17%
Euro/Yen 138,01 +0,01%
ROHÖL - FESTER - Der US-Ölpreis ist am Freitag nach dem kräftigen Kurseinbruch am Vortag auf ein Zwei-Monats-Tief wieder leicht gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) leichtes Rohöl der US-Sorte WTI kostete am Morgen im asiatischen Handel 61,84 US-Dollar und damit 48 Cent mehr als zum Handelsschluss am Vortag in New York. WTI (NYMEX) 61,84 +0,48 USD (7:15 Uhr)
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Waves:

Gruß Moya 