ÜBERBLICK: Die wichtigsten Unternehmensmeldungen vom Wochenende
AUFSICHTSRATSSITZUNG BEI VW: WIRBEL UM PIËCH UND PORSCHE-EINSTIEG
Wolfsburg - Der Porsche-Einstieg bei Volkswagen und der Streit um VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch sorgen bei Europas größtem Autobauer weiter für Wirbel. Die VW-Aufsichtsräte wollen sich an diesem Montag auf einer Sondersitzung in Wolfsburg mit der Beteiligung des Sportwagenherstellers befassen. Porsche hat sich nach eigenen Angaben bereits über 18,5 Prozent der Stammaktien gesichert und das Land Niedersachsen als größter Aktionär überrundet, das 18,2 Prozent hält.
PRESSE: ERICSSON STEHT VOR ÜBERNAHME VON MARCONI
LONDON/STOCKHOLM - Der schwedische Telekomausrüster Ericsson steht nach einem Pressebericht vor der Übernahme seines britischen Wettbewerbers Marconi . Ericsson werde voraussichtlich innerhalb der kommenden zehn Tagen eine Offerte für Marconi vorlegen, berichtete die britische Zeitung "Sunday Telegraph". Sprecher von Marconi und Ericsson wollten sich nicht dazu äußern.
PRESSE: BRITISH AIRWAYS UND AMERICAN AIRLINES FÜHREN GESPRÄCHE ÜBER FUSION
LONDON - Die Fluggesellschaften British Airways (BA) und AMR Corp führen nach einem Pressebericht Fusionsgespräche. In den vergangenen fünf Monaten hätten sich die Vorstandsvorsitzenden der beiden Unternehmen wiederholt in den Vereinigten Staaten getroffen, um über einen Zusammenschluss zu sprechen, berichtete die Zeitung "Financial Mail".
MARKE VW LIEFERTE IM SEPTEMBER 3,5 PROZENT MEHR AUTOS AUS
Wolfsburg - Europas größter Autobauer Volkswagen hat im September weltweit 3,5 Prozent mehr Autos ausgeliefert als im Vorjahresmonat. "Die Zahlen belegen, dass unsere Modelloffensive in Europa verstärkt Kunden überzeugt", sagte VW-Vertriebsvorstand Georg Flandorfer am Sonntag in Wolfsburg. Seit Jahresbeginn lieferte die Marke Volkswagen weltweit mehr als 2,25 Millionen Fahrzeuge an Kunden aus. In Deutschland betrage das Plus im September sogar 8,7 Prozent. Von den neuen Modellen erwartet VW auch für den Rest des Jahres weiterhin Rückenwind.
LUFTHANSA WILL KOSTENSENKUNG BEI TOCHTERGESELLSCHAFT SWISS
BERN - Die Lufthansa fordert von ihrer Tochter Swiss jährliche Einsparungen von 300 Millionen Franken. "Die Kosten müssen runter", sagte Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber der Schweizer Zeitung "SonntagsBlick". "Die Swiss muss nächstes Jahr ein ausgeglichenes Betriebsergebnis ausweisen und per 2007 einen positiven Beitrag zum Konzernergebnis liefern", sagte er weiter. Um das zu erreichen, müsse die Swiss netto 300 Millionen Franken einsparen. Dazu soll die Regionalflotte ausgelagert werden.
UNICREDIT VERLÄNGERT ANGEBOT FÜR HVB-AKTIEN UM ZWEI WOCHEN
MAILAND/MÜNCHEN - Die italienische Großbank UniCredit hat ihr milliardenschweres Angebot für die HVB um zwei Wochen bis zum 24. Oktober verlängert. Da die Bank die Übernahme nicht mehr von kartellrechtlichen Genehmigungen in allen Ländern abhängig macht, hat sich der Inhalt der Offerte geändert. Dadurch werde die Verlängerung der Annahmefrist ausgelöst, teilte UniCredit in Mailand mit. Europas bisher größte grenzüberschreitende Bankenfusion zieht sich damit noch etwas hin.
'FTD': JERINI GEHT IM HERBST AN DIE FRANKFURTER BÖRSE
HAMBURG - Das Biotechunternehmen Jerini will noch in diesem Herbst an die Frankfurter Börse und dabei bis zu 100 Millionen Euro einsammeln. Das Debüt im amtlichen Handel sei für Ende Oktober oder Anfang November geplant, berichtete die "Financial Times Deutschland" (Montagausgabe) unter Berufung auf Finanzkreise.
MITTAL STEEL INVESTIERT NEUN MILLIARDEN DOLLAR IN INDIEN
NEU DELHI - Der weltgrößte Stahlkonzern Mittal Steel will neun Milliarden US-Dollar in den Bau eines Werkes in Indien investieren. Mit dem Kaptial sollten Hochöfen mit einer jährlichen Produktionskapazität von sechs Millionen Tonnen gebaut werden, teilte das Unternehmen am Sonntag in Neu Delhi mit. Das Projekt ist das zweitgrößte Bauvorhaben eines ausländischen Stahlkonzerns in Indien.
ZEITSCHRIFT: PORSCHE ERWÄGT MONTAGE NEUER BAUREIHE BEI VW
MÜNCHEN - Die Beteiligung des Sportwagenbauers Porsche an der Volkswagen AG könnte nach einem Bericht der "Automobilwoche" über eine reine Kapitalbeteiligung weit hinausgehen. Wie die Branchenzeitung aus Kreisen des Managements erfahren haben will, erwäge Porsche-Chef Wendelin Wiedeking, Rohbau und Lackierung des für 2009 avisierten Nobelcoupés Panamera an den VW-Konzern zu vergeben. Die besten Chancen auf den Zuschlag hat den Informationen zufolge das VW-Stammwerk Wolfsburg.
MAGAZIN: S-KLASSE SOLL DAIMLERCHRYSLER EINE MILLIARDE GEWINN PRO JAHR BRINGEN
MÜNCHEN - Der Autobauer DaimlerChrysler peilt nach einem Pressebericht mit der neuen Mercedes S-Klasse einen jährlichen Gewinn von einer Milliarde Euro an. Bis 2007 solle die gerade eingeführte Modellreihe eine Absatzzahl von 90.000 Fahrzeugen erreichen, berichtete der das Nachrichtenmagazin "Focus" am Sonntag vorab.
THIEL LOGISTIK SETZT AUF WACHSTUMSMARKT ASIEN
GREVENMACHER - Der Logistikdienstleister Thiel Logistik setzt auf den Wachstumsmarkt Asien. Die für das internationale See- und Luftfrachtgeschäft zuständige Tochter Birkart Globistics habe gerade eine eigene Firma in Dubai gegründet, um auf dem zentralen Handelsplatz zwischen Asien und Europa stärker präsent zu sein. Allein in Dubai erwartet Birkart in den kommenden drei bis fünf Jahren jährlich ein zweitstelliges Wachstum, sagte Michael Villinger, Geschäftsführer der Birkart Globistics air+ocean, der dpa.
BAYER BRINGT KREBS-MEDIKAMENT SORAFENIB ANFANG 2006 AUF DEN MARKT
FRANKFURT - Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer kann nach einem Pressebericht sein Krebs-Medikament Sorafenib früher als bisher erwartet auf den Markt bringen. Spätestens im Januar 2006 rechnet der Konzern nun nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" mit einer Zulassung der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA für das Mittel zur Behandlung bei fortgeschrittenem Nierenkrebs.
RAG-CHEF MÜLLER PLANT BÖRSENGANG FÜR MITTE 2007
BERLIN - Der RAG-Konzern hat den geplanten Börsengang auf Mitte 2007 verschoben. Als einen Grund nannte der Vorstandsvorsitzende Werner Müller im "Tagesspiegel" (Montagausgabe) die Bundestagsneuwahl. Nun müssten bis Mitte 2006 die politischen Rahmenbedingungen festgeschrieben werden. "Zu klären ist, wer die Lasten aus der Steinkohle übernimmt und wem die Erlöse aus dem Börsengang zufließen. Meine Vorstellung ist, dass beides in einer Hand sein sollte - Bund oder Land", sagte der frühere Bundeswirtschaftsminister.
AUTOZULIEFERER DELPHI IN INSOLVENZ - US-RESTRUKTURIERUNG ALS ZIEL
TROY - Der unter Milliardenverlusten leidende zweitgrößte US-Autoteilehersteller Delphi Corporation hat am Samstag mit 38 seiner US- Tochterfirmen bei einem New Yorker Gericht Insolvenz angemeldet. Die Auslandsoperationen seien von dem US-Insolvenzverfahren nicht betroffen, versicherte die Delphi Corporation. Delphi wolle seine Kunden in aller Welt weiter beliefern, betonte der nach Bosch zweitgrößte Autozulieferer der Welt. /mur/
Quelle: dpa-AFX