nach die sehen den handel mit plus starten.
Ausblick: Die Märkte am Dienstag
08:20 10.01.06
Trotz einer gut behaupteten Eröffnung der Wall Street gab der DAX gestern bis Handelsende die leichten Gewinne vom Mittag komplett ab und schloss quasi unverändert. Der deutsche Leitindex verabschiedete sich mit einem marginalen Plus von 0,01 Prozent auf 5.537,11 Punkte in den Feierabend (LDAX: 5.543,94 Punkte; -0,02 Prozent), der MDAX schloss hingegen etwas fester und legte 0,10 Prozent auf 7.548,89 Zähler zu.
Mit dem Start der Detroit Motor Show standen gestern auch die Automobiltitel im Fokus der Anleger. Mit einem Kursplus von 2,2 Prozent avancierten Aktien von DaimlerChrysler zum zweitstärksten Indexwert. Presseangaben zufolge sucht das Unternehmen einen Käufer für seine Marke "smart". Daneben stand Volkswagen im Blickpunkt der Börsianer, Aktien des größten europäischen Automobilkonzerns tendierten 1 Prozent fester. Einem Pressebericht zufolge präsentiert sich das Management von Europcar, einer VW-Tochter, in den kommenden Tagen sechs möglichen Bietern. Papiere von BMW schlossen indes leicht negativ.
Nach oben ging es für Aktien der Deutschen Lufthansa, die gestern mit einem Plus von 2,3 Prozent stärkster DAX-Titel waren. Auf dem Kaufzettel der Anleger standen daneben Anteilsscheine von MAN und die der Hypo Real Estate. Infineon-Aktien fielen indes um 0,8 Prozent. Einem Pressebericht zufolge ist in der Konzernzentrale des Chip-Produzenten ein interner Streit über das weitere Vorgehen bezüglich der Speicher-Chip-Starte entbrannt. Papiere von TUI büßten aufgrund des Aufflammens der Vogelgrippe in der Türkei 1 Prozent ein. Unter Druck standen daneben auch Aktien von adidas-Salomon und die der Deutschen Börse.
Im MDAX schoben sich Salzgitter-Aktien kräftig um 3,6 Prozent nach vorne, nachdem der Stahlkonzern eine Absichtserklärung zur Übernahme der Arcelor-Tochter Flachform Stahl unterzeichnete. Deutlich grüne Vorzeichen prägten gestern das Geschehen zudem bei SGL Carbon und MEDION. Nach anfänglichen Verlusten schlossen auch Papiere von KarstadtQuelle merklich fester. Der Warenhauskonzern präsentierte Umsatzzahlen im Rahmen der Erwartungen.
Der Markt heute:
Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit einem Plus in den Handel starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 5.544 Punkten und HSBC Trinkaus & Burkhardt sieht den DAX bei 5.546 Zählern.
Konjunktur- und Wirtschaftstermine:
In Deutschland stehen heute die ZEW-Konjunkturerwartungen zur Veröffentlichung an. Ferner wird in Spanien die Industrieproduktion bekannt gegeben. Aus den USA werden keine marktbewegenden Konjunkturdaten gemeldet.
Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:
Quartalszahlen stehen heute bei Gamesa Corporacion Tecnologica S.A., Genentech Inc., Icon plc, Infosys Technologies Ltd., Oxford Industries Inc. und SUPERVALU Inc. an.
Die US-Börsen:
Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Montag im Plus. Während der Dow Jones um 0,48 Prozent auf 11.011 Punkte zunahm, zog die NASDAQ um 0,57 Prozent auf 2.318 Zähler an. Die Futures notieren derzeit im Minus. Gegen 08:00 Uhr tendiert der NASDAQ Future bei 1.749 Punkten (-0,3 Prozent) und der S&P Future bei 1.292 Zählern (-0,2 Prozent).
Devisen, Gold und Rohstoffe:
Brent Oil: 62,57 Dollar; Euro: 1,2055 Dollar; Gold: 541,50 Dollar
Wichtige Meldungen:
Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) gab am Montag die jüngsten Daten zu den Verbraucherkrediten für den Monat November 2005 bekannt. Wie die US-Notenbank in Washington mitteilte, sanken die US-Verbraucherkredite demnach im Berichtmonat November um 0,649 Mrd. Dollar bzw. um 0,4 Prozent (saisonal bereinigt). Damit konnte man einen Rückgang der US-Verbraucherkredite bereits den zweiten Monat in Folge verbuchen. Die Kreditkartenschulden stiegen derweil um 0,5 Prozent bzw. 335 Mio. Dollar, während bei Ratenkrediten ein Absinken von 0,9 Prozent bzw. knapp 1 Mrd. Dollar verzeichnet wurde.
Die Verizon Communications Inc. (ISIN
US92343V1044/ WKN
868402) gab bereits am letzten Freitag den Abschluss der 8,5 Mrd. Dollar schweren Übernahme MCI Inc. (ISIN
US5526911079/ WKN
A0BMK0) bekannt. Am Montag teilte der Konzern nun mit, dass er davon ausgehe, dass man durch den Zusammenschluss mit MCI höhere Synergien erzielen werde als bisher erhofft. CEO Ivan Seidenberg sagte demnach, die durch die Fusion erzielte Wertschöpfung liege bei ca. 8 Mrd. Dollar und würde zudem durch zusätzliche Umsätze und entstandene Kostensenkungspotential generiert werden. Für das laufende Jahr 2006 erwartet Verizon bereits Einsparungen von 550 Mio. Dollar. In 2007 ca. 825 Mio. Dollar und in 2008 von über 1,1 Mrd. Dollar. Am letzten Freitag hatte Verizon mitgeteilt, dass durch die Übernahme MCI-Aktionäre mindestens 20,40 Dollar je Aktie in Form von 0,5743 Verizon-Aktien sowie einer Barkomponente erhalten. Den weiteren Angaben zufolge bleibe das Management sowie das Board von Verizon unverändert, während Michael Capellas, vormals President und CEO von MCI, das Unternehmen verlassen wird.
Die bankrotte UAL Corp. (ISIN
US9025495006/ WKN
891685), die Muttergesellschaft der zweitgrößten US-Fluglinie United Airlines Inc., hat am Montag ihren sechsjährigen Finanzierungskredit über bis zu 3 Mrd. Dollar gestartet, um am oder im Zeitraum um den 1. Februar 2006 den Gläubigerschutz verlassen zu können. Der Kredit wird nach Angaben von UAL im Wesentlichen durch alle verfügbaren Assets gesichert und setzt sich aus einer revolvierenden Kreditfazilität in Höhe von 300 Mio. Dollar und einem Fristdarlehen in Höhe von bis zu 2,7 Mrd. Dollar zusammen. Eine Anhörung zur gerichtlichen Bestätigung des Sanierungsplans von UAL ist für den 18. Januar angesetzt.
Die Texas Instruments Inc. (ISIN
US8825081040/ WKN
852654), der weltgrößte Hersteller von Mobiltelefon-Chips, meldete am Montag, dass sie ihren Geschäftsbereich Sensors & Controls für 3 Mrd. Dollar in bar an die Bain Capital LLC verkaufen wird. Wie der US-Technologiekonzern mitteilte, wird Thomas Wroe Jr., der President der betroffenen Sparte, sein Amt weiter in der Organisation ausüben. Auch das bestehende Management-Team der Sparte bleibt erhalten, hieß es. Der Verkauf soll im ersten Halbjahr 2006 abgeschlossen werden. Der Bereich Sensors & Controls beschäftigt rund 5.400 Mitarbeiter und erwirtschaftete in 2004 einen Umsatz von 1,13 Mrd. Dollar.