Zwar wurde vorerst "nur" der Discontsatz erhöht, doch droht damit die Aufwärtsbewegung erneut ins Wanken zu geraten.
Vor allem die letzten 2 Wochen haben ja gezeigt, dass die Märkte noch ziemlich "anfällig" sind.
Wenn nun noch Unsicherheit der Zinserhöhungen hineinkommt und die Märkte noch "instabil" sind, dann kann dies zu einer längerfristigen Korrektur führen, die die Indizes zwar nicht in alte Tiefen bringen würde, doch man den DAX dann vielleicht bei 4500 Punkte wiederfinden könnte.
Ebenfalls problematisch sehe ich die Rohstoffmärkte, dessen Preise auf einem viel zu hohen Niveau notieren. U.a. seien hierbei die extrem hohen Lagerbestände zu beachten, die vor allem in den letzten Tagen wieder deutlicher zunehmen. Kupfer befindet sich derzeit so viel auf Lager, wie es kurz nach der Krise der Fall war.
Für einen Einbruch der Rohstoffpreise sprechen auch die Charts der Rohstoffe, die Reihenweise ihre Aufwärtstrends verlassen haben und neue Höchststände rein charttechnisch nicht so schnell zu erwarten sind.
Kommt nun noch der Aktienmarkt angesichts der Zinserhöhungsängste kurzfritig ins Wanken, so könnte es einen weiteren Ausverkauf an den Rohstoffmärkten auslösen und die Aufwärtsbewegung der Rohstoffwerte entgültig beenden. Das Problem hierbei ist, dass bei einem crashartigen Verlust wie zu Ausbruch der Krise, es zu Verwerfungen kommen könnte, die dann auch auf den Aktienmarkt negativ niederschlagen.
Also meine Erwartungen für dieses Jahr haben sich mit der Anhebung des Zinses deutlich verschlechtert. Ich hatte gehofft, dass die US-Notenbank etwas mehr Feingefühl hat, den Zinssatz bis Ende des Jahres unangefasst lässt und dann lieber unter "stabileren" Bedingungen (wenn z.B. die Griechenlandkrise überwunden ist) den Zins dann stattdessen lieber zügiger anhebt.
Denn bei "gesunden" Märkten ist eine Zinserhöhung sogar positiv, doch in "ungesunden" Märkten ist es eine große Gefahr.
Wie geht es nun beim DAX weiter? Ich könnte mir gut vorstellen, dass wir erneut unter die 5500 fallen und sich die Abwärtsbewegung nun fortsetzt, weil vor allem spekulative Anleger sich aus den Märkten verabschieden.
Damit wäre auch der langfristige Aufwärtstrend in Gefahr, sollten wir unter 5200 Punkte fallen, was wiederum weiteren Verkaufsdruck auslösen könnte.
So könnte sich der DAX vermutlich über viele Wochen und Monate seitwärts bis fallend entwickeln und zu Jahresende dann vielleicht wieder erholen.
Das Depot werde ich nun zunehmend daraufhin umstellen und meine LONG-Positionen deutlich abbauen und vielleicht über einen PutOS auf Rohstoffe überlegen ins Depot zu nehmen.
In Kürze werde ich mich wieder melden.