”shutdownIm Januar / Februar erwartet uns wieder ein shutdown, so dass hier im 1. Quartal wieder ein relativ schlechtes Ergebnis zu erwarten ist.
xssarrr2, heute 10:23
Bei SAAS-Unternehmen laufen viele Verträge regelmäßig zum Jahresende aus, sprich über die Verlängerung eines Großteils der längerfristigen Verträge (1J+) wird in Q3 und Q4 verhandelt.
Ein Shutdown in Q3 / Q4 ist demnach potenziell verheerend, weil anstehende Vertragsverlängerungen wie auch Neuverträge nicht verhandelt werden können.
Gerade bei staatlichen Stellen werden längerfristige Verträge gern in Q4 abgeschlossen, wenn die Investitionsbudgets des nächsten Jahres freigegeben sind bzw. verbliebende Investitionsmittel des laufenden Jahres noch untergebracht werden müssen, damit sie zum Jahresende nicht verfallen.
In Q1 stellt sich die Angelegenheit insbesondere bei den von einem potenziellen US Shutdown betroffenen staatlichen Stellen gänzlich anders dar.
Für TMV selbst zählen Behörden etc. eher nicht zum Kernklientel.
Lediglich 1E war bedingt durch den vergleichsweise starken US Footprint und den großen Anteil einzelnen staatliche Großaufträge am Gesamtumsatz überproportional vom US Shutdown betroffen.
Nun ist 1E mit ca. 70 Mio € Umsatz in 2025 - zumindest bislang - mit weniger als 70% des 747 Mio € Gesamtumsatzes im TMV-Konzern eher eine Randnotiz als ein großartiger Umsatztreiber.
Wir sollten also nicht so tun, als ob 3 oder 5 Mio € fehlende Neuabschlüsse in einem potenziellen US Shotdown die Umsatzguidance des Gesamtkonzerns relevant tangieren könnten.
Die Schwankungen des USD-Wechselkurses haben ungleich höheres Schadenspotenzial, wie in 2025 eindrucksvoll bewiesen! Die in der Q3-Präsentation aktualisierte 2026er-Umsatzguidance enthält einen negativen FX-Effekt i.H.v. 25 Mio €...
Verglichen damit müsste 1E ein Drittel des gesamten Jahresumsatzes verlieren, um den TMV-Jahresumsatz annähernd stark zu belasten.
Dein Post scheint mir eher davon zu zeugen, irgendetwas Negatives an die Wand malen zu müssen, weil man den heutigen 7% Kursgewinn schon wieder nicht ertragen kann.
Die Shortseller haben mit ihren jüngsten Aufstockungen hinreichend bewiesen, dass sie den langjährigen Abwärtstrend um jeden Preis verteidigen wollten und die verwendeten Algos sturheil charttechnisch orientierte Trendfolgemodelle sind, die an fundamental begründeten Wendepunkten (-> extreme Unterbewertung) systematisch versagen.
Historische Charts zeigen, dass bei profitablen Unternehmen jeder von Shortsellern gerittene Abwärtstrend irgendwann bricht. Im Vorhinein kann niemand sagen, wann und wo der Wendepunkt sein wird, aber es passiert und es passiert der max pain Theorie nach immer dann, wenn sich die Shortseite ihrer Sache 100% sicher ist und konzertiert all in geht.
Nach kurzem Antesten der 6 EUR Marke wollte die Shortseite den Longies endgültig des Rest geben und im Vorfeld der heutigen Umsatzzahlen nochmals ein höchstmögliches Maß an Unsicherheit schüren (Motto: die wissen doch bestimmt mehr als wir ahnungslosen Kleinaktionäre...), um eine Stopp-Loss-Welle Richtung 4 € Marke zu triggern, was einem bestimmten TMV Hater hier im Forum sicher gefallen hätte.
Wenn die Nacht am dunkelsten ist... ist der nächste Sonnenaufgang nicht weit...
Wenn niemand mehr einen Pfifferling auf TMV gibt und die Aktie als sicherer Loser abgeschrieben ist, steigt die Wahrscheinlichkeit einer (seit Monaten überfälligen) Gegenbewegung enorm.
Man sollte sich klar machen, dass für viele tausend aktive Daytrader, Charties und Algos der Trade "short TMV" in den letzten Monaten zur Lieblings-Handelsstrategie geworden ist, mit der man vermeintlich nur gewinnen konnte. Möglicherweise ist heute der Tag, an dem diese Strategie nicht länger funktioniert... eine Schwalbe macht bekanntlich keinen Sommer... aber die Unverfrorenheit, mit der einige US Hedgefonds hier in den letzten Wochen und Monaten Kurse manipuliert haben, ersichtlich an teilweise täglich veröffentlichten Stimmrechtsmitteilungen von US Handelsbanken, die sich mit Options- und Aktienleihgeschäften massiv an Shortattacken auf TMV beteiligt haben, lässt mich vermuten, dass der Gegenschlag der Longies - so er denn tatsächlich kommt - heftig ausfallen wird und aktuell riesig aussehende Buchgewinne der Shorties schnell abschmelzen könnten, wenn die Eindeckungslawine erst einmal losgetreten wird...
Ich gehe davon aus, dass die über der Meldeschwelle liegenden Shortpositionen immer nur die Spitze des Eisbergs darstellen und die Gesamtsumme der von Daytradern und kleineren Instis - oftmals auch gehebelt über den Optionsmarkt - gehaltenen Shortpositionen ein Vielfaches der gemeldeten Stückzahlen umfassen. Ich habe bei 5,76 ein letztes Mal Aktien nachgekauft und zudem diverse KO-Scheinchen mit KO-Schwellen zwischen 5,05 und 4,64 nachgelegt.
Wollen wir sehen, ob die Shorties letztlich auch diese Scheinchen abräumen, oder es diesmal anders läuft und wir das absolute Tief der jahrelangen Abwärtswelle im Bereich von 5,35 € gesehen haben...
Meine Langfristposition mit EK 10 € steht mutmaßlich auf Jahre hinaus nicht zur Disposition.
Aber ein bisschen gehebelte Teilhabe an einer überfälligen Aufwärtskorrektur darf schon sein ;-)