- Rio Tinto und Glencore führen Gespräche über Fusion.
- Der mögliche Deal könnte 260 Milliarden US-Dollar wert sein.
- Rio Tinto hat eine Neuorganisation zur Vorbereitung angekündigt.
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Die Bergbaubranche könnte vor einer historischen Konsolidierung stehen. Rio Tinto und Glencore (Glencore Aktie) haben bestätigt, erneut Gespräche über einen möglichen Mega-Zusammenschluss aufgenommen zu haben. Der Deal könnte mit einem Volumen von rund 260 Milliarden US-Dollar den größten Bergbaukonzern der Welt hervorbringen.
In einer am frühen Freitagmorgen veröffentlichten Mitteilung erklärte Rio Tinto, man befinde sich in "vorläufigen Gesprächen über eine mögliche Kombination von Teilen oder sämtlichen Geschäftsbereichen".
Dies könne auch eine reine Aktientransaktion umfassen. Aktuell gehe man davon aus, dass ein Zusammenschluss über die Übernahme von Glencore durch Rio Tinto mittels eines gerichtlich genehmigten Verfahrens erfolgen würde.
Börse reagiert skeptisch
Die Nachricht sorgte an den Märkten zunächst für Zurückhaltung. Die in Australien gelisteten Aktien von Rio Tinto gaben am Freitag um 6,3 Prozent nach. Investoren zeigen sich damit offenbar besorgt über Bewertungsfragen, Integrationsrisiken und mögliche regulatorische Hürden eines derart komplexen Deals.
Gescheiterte Gespräche 2024
Bereits Ende 2024 hatten beide Konzerne über eine Fusion verhandelt. Damals scheiterten die Gespräche unter anderem an unterschiedlichen Vorstellungen zur Unternehmensbewertung sowie an der Zukunft von Glencores Kohlegeschäft – ein sensibler Punkt angesichts wachsender ESG-Anforderungen und politischer Regulierung.
Ob diese Themen nun gelöst werden können, gilt als zentrale offene Frage. Ein Zusammenschluss würde nicht nur strategische Vorteile bringen, sondern auch erhebliche Portfoliobereinigungen nach sich ziehen müssen.
Strategische Neuausrichtung bei Rio Tinto als Deal-Vorbereitung
Die erneuten Gespräche fallen in eine Phase tiefgreifender Umstrukturierungen bei Rio Tinto. Im vergangenen August hatte CEO Simon Trott eine Neuorganisation des Konzerns angekündigt. Ziel ist es, Kosten zu senken und bis zu 10 Milliarden US-Dollar aus der Vermögensbasis freizusetzen.
Der Fokus liegt dabei auf drei Kernbereichen: Eisenerz, Aluminium sowie Kupfer und Lithium.
Autor: Ariva-Redaktion/pg
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