...yo, die obige Betreffzeile gibt im Wesentlichen das „Motto“ meines Postings wieder, ich denke das einige Aspekte der Causa Steinhoff doch noch eine (etwas) nähere Betrachtung verdienen, andere Facetten hingegen sollten ggf. (dem einfacheren Verständnis halber) eher als „Zusammenfassung“ über den Bildschirm flimmern, zur Rubrik „andere Facetten“ zähle ich speziell den „Budenzauber“ hinblicklich der Gründung der Newco's / Schaffung neuer Stukturen in welchen selbige eingebettet sind nebst jenem Rahmen, in welchen sich die Kisten auf juristischer Ebene befinden – yo, all dies will ich versuchen in ein „Konzentrat“ zu packen, da ich -zeitweilig- den Eindruck gewinne, dass dies ggf. für den einen oder anderen Kollegen hier hilfreich sein könnte...
Nun, beginnen will ich allerdings zunächst mit der Rubrik „korrigiert“ da sich in meinem letzten Posting (vgl. auch
) doch ein (inhaltlich, ob der unglücklichen Formulierung meinerseits) gröberer Schnitzer ergeben hat, welchen ich hiermit richtigstellen will, jene Formulierung
„...als „Nebenprodukt“ des ganzen Zaubers, wurde den (seinerzeit potentiellen) Klägern noch 'n schickes, neues Outfit in Form einer „Zwangsjacke“ (Vergleichssummen irgendwo im Bereich von 10 – 15 %) spendiert & das Ganze mit mit 'ner Pistole auf der Brust der Kläger dekoriert: ob der nun (aus Gläubigersicht) vorzüglichen Besicherungsquote...“
...passt insofern nicht, als jene Textpassage den Eindruck erweckt, dass jene Vergleichssummen in der Größenordnung von 10 – 15% (20%) das Ergebnis der einstigen Verhandlungsgespräche sind, dies ist mitnichten so, denn jener vorgenannte prozentuale Bereich, in welchem die Entschädigungszahlungen im Falle eines Vergleichs (schätzungsweise) anzusetzen sind, sind jener Rahmen, in welchem sich üblicherweise die Schadenersatzzahlungen (in anderen Fällen) bewegt haben / bewegen.
Jene Pistole auf der Brust der Kläger lasse ich mal so stehen, dieser Passus spiegelt im gewissen Sinne den Sachverhalt treffend wieder, doch wenn ich gerade bei der Korrektur von Schnitzern bin, mache ich aus dem „GEFP“ lieber den „GEPF“, sonst klingt dat eher nach 'ner Guerilla- Crew oder Terroristen, dabei ist dat -völlig harmlos- 'n Pensionsfonds... ;-) …
Da ich gerade (über die Bennenung) des GEPF an dieser Stelle ohnehin gedanklich / thematisch in Südafrika gelandet bin, bietet sich an dieser Stelle ein kleiner Exkurs zum Land Südafrika an sich an, einfach als kleine Info anbei, da sich manche Comments (im Hinblick auf die zuständigen Stafverfolgungsbehörden) so lesen, als ob es im Falle Südafrikas um eine Bananenrepublik handeln würde, doch dem ist nicht so:
Südafrika zählt zu den (wirtschaftlich) am weitesten Entwickelten (bzw. ist das am weitesten entwickelte Land) Ländern auf diesem Kontinent & ist als einziges Land dieses Kontinentes ein Mitglied der G20, zählt zu jenen Ländern welche auch in die Rubrik der BRICS- Staaten wiederzufinden sind, jene dort existierenden Strukturen (Exekutive, Judikative & Legislative) sind im Wesentlichen mit jenen Strukturen entwickelter, westlicher Nationen vergleichbar (obgleich es natürlich gewisse Unterschiede in der Nutzung / Handhabung der existierenden Strukturen gibt (vgl. auch
https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCdafrika ), jedoch ist Südafrika auf gesellschaftlicher Ebene mit diversen Altlasten aus der Zeit der Apartheid behaftet, welche sich (sofern sich ein „Anlass“ bietet) durchaus wie folgt manifestieren können (vgl. auch
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/...esten-a-1187765.html , respektive auch
https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/...on-ladenschliessung ), wenn man sich den Auslöser jener oben als Beispiel aufgeführten Ausschreitungen vor Augen führt (in diesem Falle eine unglücklich designte Werbekampagne) wird (ggf.) deutlich, aus welchem Grunde ich der „Polit- Komponente“ der Causa Steinhoff durchaus ein gewisses Gewicht beimesse & dahingehend auch das Engagement des PIC im Kontext dessen sehe, wobei ich auch geneigt bin, den Wiese hier auch gleich mit „einzutüten“ - er als in SA lebender & (auch) agierender Unternehmer wird sich hüten, sich den Zorn der Leute auf der Straße auf sich zu ziehen, gleiches gilt i.Ü. für alle weiteren, vor Ort aktiven Beteiligten... ...unabhängig von den weiteren offenkundig existierenden Vorteilen, welche sich aus einem Überleben SH's für alle Beteiligten ergeben würde. Da dieser Themenbereich jedoch nur einer von mehreren ist, will ich (an dieser Stelle) das Thema nicht vertiefen, verweise jedoch erneut auf die Möglichkeit, sich in diesem Themenbereich einzulesen da hier durchaus gewisse Annahmen & Rückschlüsse auf die Positionierung & die Verhaltensweise einiger der beteiligten Parteien möglich (& zulässig) sind, zudem verweise ich in diesem Zusammenhang auch auf den Umstand, dass („ungesunde“) KE's (auch ein sehr beliebtes Thema hier) auch zu „innenpolitischen“ Problemen führen können (werden), da -welch Wunder- der PIC Anteile an Steinhoff hält ;-)
An dieser Stelle will ich (pro domo) einige Worte zu meiner Herangehensweise im Hinblick auf die Einwertung der Fakten sagen: grundsätzlich versuche ich, soweit mir möglich, a) mich möglichst neutral Themen(-bereichen) zu nähern, selbige Annäherung soll möglichst im Sinne einer systemischen Betrachtung & selbige Betrachtung anstehender Sachverhalte auch durch die Brille meines / des „Gegenübers“ erfolgen, selbiges eröffnet mitunter völlig neue Perspektiven – und dahingehend bin ich wirklich überaus dankbar, dass sich hier viele Leute eingefunden haben, welche die Unmengen an Infos a) zu Tage fördern, b) interpretieren & auswerten sowie c) hier der Allgemeinheit zugänglich machen, denn dies bedingt eben jenen Wissensvorsprung, welchen wir der breiten Masse am Markt voraus haben.
(Yo, dat habe ich bereits mehrfach niedergeschrieben, doch eine Wiederholung schadet in diesem Falle (aus meiner Sicht) nicht...)
So, nach dem Exkurs (& dem Exkurs im Exkurs) wieder zurück zu Steinhoff, genauer zu einem (sich aus der Natur der Dinge ergebenden) Problem für den geneigten Betrachter / Aktionär: die Nummer ist komplex, genauer gesagt verdammt unübersichtlich & kompliziert, speziell beim Thema „Budenzauber“ (Restrukturierung der Holding, der Schaffung neuer Firmenkonstrukte (exemplarisch seien hier die Newco's benannt), die Verlagerung von Unternehmensteilen in andere Länder) mag dies dem geneigten Betrachter durchaus wie ziemlich harter Tobak (bezogen auf das Verständnis) vorkommen, sofern es Euch zum Trost gereicht: es ist auch harter Tobak, es schmeckt nicht nur so ;-) & ich hüstele selbst mit einer gewissen Regelmäßigkeit... ...dahingehend versuche ich diese Nummer als Konzentrat rüberzubringen – stark vereinfacht, ohne auf die konkreten Strukturen einzugehen, mir geht es eher um den übergeordneten Sinn & Zweck nebst den Auswirkungen der Show...
Jener Budenzauber welchen wir seit geraumer Zeit beiwohnen dürfen, hat im Grunde nur folgende Zielsetzungen:
1. Dient er der Schaffung unverbrauchter Einheiten, welche sich am Kapitalmarkt wieder „normal“ bewegen können um Kapital aufnehmen zu können
2. Schaffung einer Struktur, welche das Konstukt der Sicherungsübereignung ermöglicht
3. Der steuerlichen Optimierung
4. Sanierung sanierungswürdiger (zwingend sanierungsbedürftiger) Einheiten, welche sich nicht veräußern lassen respektive auch nicht veräußert werden sollen
...oder um es noch einfacher auszudrücken: es dient der Verlagerung von Problemen (juristischer oder ökonomischer Natur) in Länder, in welchen die jeweiligen Problem- / Aufgabenstellungen, ob der jeweils geltenden Gesetze / Rahmenbedingungen am ehesten zu lösen / bewerkstelligen sind, als Beispiele seien hier die Schaffung jener Einheit auf Jersey (Steueroptimierung) bzw. auch der Umstand, dass die SEAG & SFHG in England durch das bzw. die CVA's geführt werden, benannt.
An dieser Stelle will ich (für alle, welche jenes excellente Posting von Damage einst nicht gelesen haben) an dieser Stelle auf selbiges verweisen (siehe auch
https://www.ariva.de/forum/...dings-n-v-531686?page=7353#jump25919480 ) & jedem wärmstens die Lektüre jenes Anhangs welcher von Damage, Dirty Jack, Sealchen, Halle 86 erstellt wurde ans Herz legen – ein jener, welcher zuvor noch nicht so viel mit CVA's am Hut hatte, ist danach grundsolide informiert...
...zudem will ich (da dies in meinem letzten Posting unter den Tisch gefallen ist) noch anmerken, dass die Ergebnisse der CVA's in diesem Jahr auch noch anstehen – diese Kiste dürfte auch noch überaus interessant werden, einfach ob des Sinn & Zweckes dieser Übung (& den geltenden rechtlichen Vorschriften in Bezug auf diese „Veranstaltung“)... ...hier sei mir quasi die Anmerkung zur Anmerkung gestattet, dass es (nach wie vor) nicht darum geht die Hütte schuldenfrei zu bekommen, sondern es letztlich um die Absenkung des Schuldenstandes auf ein tragfähiges Maß sowie die Refinanzierung der verbleibenden Verbindlichkeiten zu marktüblichen, tragfähigen Konditionen geht, etwas ausführlicher wäre dies hier
https://www.ariva.de/forum/...dings-n-v-531686?page=7390#jump25939301 bei Bedarf nachzulesen...
Abschließend will ich mich einer quasi philosophischen Diskussion hier im Board widmen, jener „all in“- Thematik, nun (hier erzähle ich nichts Neues) grundsätzlich sollte man sich mit seinem Engagement in keinem Falle soweit aus dem Fenster lehnen, dass (im Falle des Falles) das eigene Leben in (nachhaltig) Mitleidenschaft gezogen wird, dies zum einen, zum anderen sollte die Posi- Size (unabhängig vom vorgenannten Gebot) immer zum eigenen Mindset passen, an dieser Stelle scheint es auf jeden Fall bei dem einen oder anderen Kollegen zu hakeln, denn diese Nummer wird nicht nur in den (vermutlich) unzähligen Verhandlungsrunden & juristischen Auseinandersetzungen entschieden, auf Ebene des jeweilig engagierten Aktionärs läuft (u.a.) die Entscheidungsfindung über den Timeframe ab, welcher ansteht bzw. in welchem sich letztlich die Unternehmenssanierung von SH abspielt, ich habe mal (bewusst) 'n uralt- Posting von mir rausgesucht, aus dem Oktober 2018 (vgl. auch
https://www.ariva.de/forum/...dings-n-v-531686?page=5356#jump25080117 ), zu jenem Zeitpunkt hatte ich mich auf 'ne längere Haltedauer eingestellt, einfach da (spätestens mit der Zustimmung der Gläubiger zur drei Jahre währenden „Schonfrist“) (für mich) klar war, dat dies ein Langsteckenflug werden wird, zwar mit der (theoretischen) Option einer früheren „Landung“ allerdings eben nur theoretischer Natur, nun, mehr als ein Jahr später stelle ich mich auf eine noch viel längere Haltedauer ein, da ich bei der Kiste nicht nur auf das Gelingen der Restrukturierung und der damit einhergehenden Erholung des Aktienkurses im Zuge einer etwaigen „Erfolgsmeldung“ hinsichtlich der Klagen / Umschuldung abziele, nein, sofern die Nummer hier funzt, will ich an der Entwicklung der sanierten Holding partizipieren & mich nicht mit den sich im Zuge der „hip hip hurra“- Kursbewegung ergebenden Tarifen, begnügen... ...in diesem Kontext bin ich auch bereit, bei entsprechenden Entwicklungen des Unternehmens / der Holding auch noch 'n paar Jahre draufzulegen, da ich mir relativ sicher bin, dass unsere „hidden friends“ (genauer gesagt die Notenbankpolitik diverser Notenbanken) hier auch überaus hilfreich sein wird, sei es, da SH (relativ betrachtet) vom derzeit (& aller Wahrscheinlichkeit noch ziemlich lange) anstehenden Zinsniveau direkt profitiert, sei es allerdings auch, da die Aktie an sich (im Falle einer „Normalisierung“ des Unternehmens, (Achtung! Die Normalisierung ist eine absolute Grundbedingung welche erfüllt sein muss)) weiter mit der (Geld-)„Flut“ (der Zentralbanken) angehoben werden wird – solange das Unternehmen an sich operativ eine entsprechende Entwicklung an den Tag legt – frei nach dem Motto: die Flut hebt jedes Schiff (solange es nicht schneller sinkt, als die Flut es anhebt LOL)...
Yo, dies ist mein Wort zum Sonntag (& wie immer just my five cent) – ich bitte höflichst um kritische Würdigung & wünsche ein wunderbärchenmäßiges Wochenende @ all...