ARIVA.DE Redaktion  | 
aufrufe Aufrufe: 2941

Ölpreis auf Dreijahreshoch: Wie weit kann es jetzt noch steigen?

Der eskalierende Nahostkonflikt hat den Ölpreis auf fast 120 US-Dollar pro Barrel getrieben und eine der stärksten Preisrallys der letzten Jahre ausgelöst.
play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
Silhouette von Öl-Förderpumpen (Symbolbild).
Quelle: www.gettyimages.de"> - © ssuaphoto / iStock / Getty Images Plus / Getty Images www.gettyimages.de: http://www.gettyimages.de
Brent Crude Rohöl ICE Rolling 90,8871 $ Brent Crude Rohöl ICE Rolling Chart -7,48%
Zugehörige Wertpapiere:
WTI Rohöl NYMEX Rolling 83,2718 $ WTI Rohöl NYMEX Rolling Chart -11,0%
Zugehörige Wertpapiere:

Ölpreis schießt um mehr als 25 Prozent nach oben

Die Ölpreise sind zu Beginn der Woche regelrecht explodiert. Der globale Referenzpreis Brent stieg zeitweise um fast 30 Prozent auf rund 119,50 US-Dollar pro Barrel, während der US-Benchmark West Texas Intermediate (WTI) ebenfalls auf über 119 US-Dollar kletterte.

Der unmittelbare Auslöser ist die zunehmende Unterbrechung der globalen Ölversorgung infolge des Konflikts zwischen den USA, Israel und Iran.

Straße von Hormus blockiert

Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
20
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB5RAY4 , DE000NB5W2Z7 , DE000NB58V08 , DE000NB587A9 , DE000NB6A869 , DE000NB6A885 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Im Zentrum der Krise steht die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Öltransportrouten der Welt. Rund 20 Prozent der globalen Ölversorgung passieren normalerweise diese enge Meerenge zwischen Iran und Oman.

Der anhaltende Konflikt hat den Schiffsverkehr dort jedoch praktisch zum Erliegen gebracht.

Für besonders abhängige Regionen wie Asien stellt dies ein akutes Versorgungsrisiko dar, da viele Raffinerien dort stark auf Rohöl aus dem Nahen Osten angewiesen sind.

Förderländer drosseln Produktion

Mehrere große Produzenten haben bereits begonnen, ihre Förderung zurückzufahren.

Irak hat die Produktion aus seinen wichtigsten südlichen Ölfeldern drastisch reduziert. Die Förderung fiel laut Branchenquellen um 70 Prozent auf etwa 1,3 Millionen Barrel pro Tag.

Kuwait hat vorsorgliche Produktionskürzungen angekündigt und für einige Lieferungen Force Majeure erklärt. Die Vereinigten Arabischen Emirate drosseln ebenfalls Fördermengen, weil Tanks zunehmend voll laufen.

Analysten warnen vor noch höheren Preisen

Marktstrategen sehen angesichts der geopolitischen Lage weiterhin Aufwärtsrisiken.

Investmentstrategen gehen davon aus, dass Ölpreise 120 bis 130 US-Dollar pro Barrel erreichen könnten, falls die Straße von Hormus länger geschlossen bleibt oder weitere Förderländer ihre Produktion drosseln müssen.

Besonders kritisch wäre eine Situation, in der Produzenten beginnen müssten, Ölquellen vollständig stillzulegen. In diesem Fall würde es selbst nach einem Ende der Kampfhandlungen Wochen oder Monate dauern, bis die Förderung wieder normal anlaufen kann.

Inflationssorgen kehren weltweit zurück

Die Energiepreisschocks wirken sich bereits auf Verbraucherpreise aus. In den USA sind die Benzinpreise auf den höchsten Stand seit August 2024 gestiegen.

Der Anstieg könnte die Inflation weltweit wieder anheizen und gleichzeitig die politische Lage in den Vereinigten Staaten verschärfen. 

Oppositionspolitiker fordern bereits Gegenmaßnahmen. Der demokratische Mehrheitsführer im US-Senat, Chuck Schumer, rief die Regierung dazu auf, Öl aus der Strategic Petroleum Reserve freizugeben, um die Märkte zu stabilisieren.

Autor: Ariva-Redaktion/pg


Für dich aus unserer Redaktion zusammengestellt

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend