Einen Schub wird Allianz wohl erst nach der HV am 02.05.2007 bekommen, bis dahin müssen wir uns wohl gedulden.
frankfurt (aktiencheck.de AG) - Manfred Jakob, Analyst der SEB bewertet die Allianz-Aktie (ISIN
DE0008404005/ WKN
840400) mit dem Rating "hold".
Der Umsatz sei in Q3 (11.08.) um -5,1% auf 22,60 Mrd. Euro gesunken, der oper. Gewinn sei um +42,7% auf 2,66 Mrd. Euro gestiegen, das Ergebnis n. St. sei auf 1,59 Mrd. Euro geklettert (nach 0,79 Mrd. Euro). Hier sei auch ein Gewinn aus dem Verkauf der Four Seasons Healthcare in Höhe von 300 Mio. Euro enthalten. Die Schaden-Kosten-Quote (Combined Ratio) bei Schaden/UnfallV liege bei 90,2% (nach 98,6%).
ALV habe am 18.01.2007 angekündigt, die verbleibenden 42,4% der AGF-Aktien und die 9% der ALV Leben, die noch in ihrem Besitz seien, zu erwerben. Das Angebot sei ab Mitte Februar zu erwarten. Die Kosten würden bei rd. 10,5 Mrd. Euro liegen. Der größte Teil werde aus Barmitteln finanziert. Der Ergebnisausblick (22.2.07) sehe wie folgt aus: Nettoprämien 58,5 Mrd. Euro, Gewinn 6,80 Mrd. Euro. Combined Ratio 93,6% (nach 97,1%). Die Hauptversammlung sei am 02.05.07.
In 2006 dürfte die ALV Rekordgewinne eingefahren haben. Den größten Beitrag dürfte erneut der Bereich "Non-Life" geliefert haben. Die DreBa werde ihren operativen Turnaround fortgesetzt haben. Doch angesichts hoher Sonderaufwendungen für Restrukturierungskosten dürfte das Bankgeschäft in Q4 unter dem Strich negativ sein.
Gleichzeitig sei in Q4 mit einem Einmalertrag in 3-stelliger Mio.-Größenordnung aus der Änderung des Körperschaftssteuergesetzes zu rechnen. Die ALV wolle die Minderheitsanteile von AGF und der Allianz Leben erwerben. Dies sei logisch und langfristig vorteilhaft. Die Finanzierung sei kein Problem, da die ALV in Liquidität schwimme.
Gleichzeitig sei jüngst bestätigt worden, die Ausschüttungsquote in den nächsten 3 Jahren auf 30 - 40% hochzufahren (2005: 18%). Die ALV dürfte den Konsolidierungskurs in den Kernmärkten weiter vorantreiben. Organisches Wachstum, Akquisitionen und strategische Beteiligungen dürften zur Stärkung der Vertriebskraft ineinander greifen. Dabei dürfte der Fokus auf den Emerging Markets liegen.
Da das Excess Capital (Überschusskapital) nun massiv abgebaut werde, sei ein Aktienrückkaufprogramm unwahrscheinlich geworden. Weiter negativ zu werten sei der zuletzt starke Prämienrückgang bei Leben/KrankenV in USA und Italien.
Die Allianz-Aktie sei ggü. der Peer Group günstig bewertet.
Die Analysten der SEB stufen die Aktie der Allianz mit "hold" ein. Das Kursziel sehe man weiterhin bei 170 Euro. (16.02.2007/ac/a/d)
Quelle: aktiencheck.de