Das Nebenwerte-Magazin analysiert hervorragend die enormen Chancen, die die neue EU-Taxonomie Siemens Energy bietet. Denn Erdgas-Anlagen gelten nur als "nachhaltig", wenn das Gas bis 2035 aus erneuerbaren Quellen stammt oder sehr geringe Emissionen aufweist.
Das ist der Durchbruch für wasserstofffähige Gaskraftwerke, die mit grünem Wasserstoff befeuert werden (hydrogen ready). Und für diese Technologie wurde Siemens Energy als erstes Unternehmen in Deutschland vom TÜV Süd zertifiziert.
Ich sehe hier ein enormes Wachstumspotenzial für SE: "Auf seinem Hydrogen Day stellte Siemens Energy bereits klar: Stärken habe Siemens Energy in der Energiegewinnung mit wenig oder keinen CO2-Emissionen, Transport von Elektrizität und Speicherung und drittens die Reduzierung des CO2-Ausstosses und des Energieverbrauchs bei industriellen Prozessen. Und für alle drei Bereiche sei Wasserstoff eine mögliche Lösung."
Eventuell haben die Analysten die Bedeutung dieses Themas schlichtweg verschlafen oder zumindest unterschätzt. Wenn Siemens Energy im Wasserstoff-Bereich durchstartet, sind Kurse von über 40 Euro realistisch, vermutlich sogar noch weit höher. Denn hier liegt die Zukunft. Und SE steht nicht wie die anderen Wasserstoff-Unternehmen auf wolkigen Prognosen, sondern auf einem soliden industriellen Boden mit konkret messbaren Umsätzen.
Da Windenergie eine, wenn nicht DIE, Energiequelle für die Herstellung von grünem Wasserstoff ist, dürften auch Siemens Gamesa und die anderen Hersteller von Windkraft-Anlagen bald deutlich mehr Geld verdienen. Denn der ruinöse Preis-Wettbewerb wird nachlassen, wenn die Nachfrage massiv steigt und um die Hersteller wieder stärker geworben werden muss.
Vielleicht hat der Frust der vergangenen Monate ja tatsächlich bald ein Ende. Bin wieder deutlich optimistischer (auch wenn mein SE-Depot weiterhin tiefrot ist).
Wie immer: Meine Meinung, keine Handlungsempfehlung!
Quelle: www.nebenwerte-magazin.com/siemens-energy-aktie-taxonomie/