nein, ich brauche das nicht.
Aber du redest die ganze Zeit davon, dass die SNB die 1,20 Grenze nicht halten kann, obwohl sie augenscheinlich kein großes Problem mit der Auferhaltung dieser "Grenze" hat.
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Die Nationalbank strebe daher eine deutliche und dauerhafte Abschwächung des Frankens an. «Unsere Währung ist auch bei 1,20 pro Euro zu hoch bewertet», sagt Hildebrand. Der Franken sollte sich über die Zeit weiter abschwächen.
«Nichtstun würde enorm schaden»
Die Nationalbank schliesst offenbar auch weitere Schritte nicht aus, wie Hildebrand zu verstehen gibt: «Falls die Wirtschaftsaussichten und die deflationären Risiken es erfordern, wird die Nationalbank weitere Massnahmen ergreifen», sagt der SNB-Präsident dazu.
Die allenfalls mit diesem Schritt verbundenen sehr grossen Kosten müsse die Nationalbank in Kauf nehmen, so Hildebrand weiter. «Denn ein Nichtstun würde unserer Volkswirtschaft einen enormen langfristigen Schaden zufügen. Mit der heutigen Massnahme handelt die Nationalbank im Gesamtinteresse der Schweiz.»
Dienstag, 6. September 2011, 17:31 Uhr
Seitdem hält das schon, ohne Ausnahme.
Interventionskosten
Viele Kommentatoren befürchten hohe Kosten einer Wechselkursintervention; z.B. J. Baumberger; vgl. Kommentar unten. Insbesondere geht es um die negativen Folgen einer langfristigen Inflation, welche durch Eurokäufe ausgelöst werden könnte.
Hierzu ist festzuhalten, dass die zur Erreichung einer bestimmten Untergrenze des Wechselkurses notwendige Menge an Schweizerfranken massgeblich von der Glaubwürdigkeit der SNB abhängt.
Alle Besitzer von Schweizerfranken, welche diese nicht zu Transaktionszwecken halten (egal ob wir sie Anleger, Spekulanten oder sonstwie nennen), haben bei Ankündigung einer Wechselkursuntergrenze, welche über dem aktuellen Kurs liegt einen starken Anreiz, ihre Schweizerfranken unverzüglich zu verkaufen, sofern sie an die Durchsetzung des Ziels durch die SNB glauben.
Wenn beispielsweise der aktuelle Kurs des Euro 1.15 CHF beträgt und die SNB ein Kursziel von 1.30 CHF ankündigt, muss ein rationaler Anleger sogleich Schweizerfranken verkaufen, was dessen Kurs automatisch schwächt.
Wenn im Extremfall alle Anleger rational und davon überzeugt sind, dass die SNB ihr deklariertes Ziel durchsetzen wird, muss die SNB gar nicht intervenieren und die Kosten sind deshalb null.
Je weniger rational die Anleger sind und je weniger glaubwürdig die SNB agiert, umso stärker muss sie intervenieren, um den Markt von der Untergrenze zu überzeugen.
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