Schutz vor Dialern kostenlos zum Downloaden


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Schutz vor Dialern kostenlos zum Downloaden

 
08.03.02 23:07
© TU Berlin, ZRZ, Bearbeiter: Frank Ziemann (f.ziemann@tu-berlin.de) Update: 08.03.2002
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Teure Verbindungen
0190-Dialer und die schmutzigen Tricks der Anbieter
Es tauchen vermehrt Meldungen auf, in denen über Programme berichtet wird, die Internetververbindungen über teure Premium-Rate-Telefonnummern (0190- in Deutschland, 09x0 in Österrreich und der Schweiz) herstellen. Solche Einwahlprogramme werden Dialer genannt (von engl. dial = eine Telefonnumer wählen; sprich: 'dei-e-ler'), oft trifft man auf Bezeichnungen wie Webdialer oder 0190-Dialer.
Grundsätzlich sind diese Programme und die Vermarktung von Online-Inhalten über den Weg der Telefonrechnung legitim. Dies wird bei Websites, deren Inhalte 'nur für Erwachsene' gemacht sind, schon seit einiger Zeit praktiziert. Inzwischen werden auch Websites beworben, die (angeblich?) Hacker-Tools und dergleichen anbieten.

Websites, die solche Dialer verwenden, werden aktiv in Werbe-Mails (Spam) beworben, ohne dass man erfährt, in welche Falle man gelockt werden soll. Folgt man einem solchen Link in einer Werbe-Mail, gelangt man zunächst auf eine Eingangsseite. Von dort geht es meist nur weiter, wenn man zunächst eine Software herunter lädt und installiert. Oft wird der Download auch bereits beim Aufruf der Seite automatisch gestartet. Die Programme werden sehr unterschiedlich etikettiert, übliche Bezeichnungen sind z.B. Zugangssoftware (das ist noch die ehrlichste), Webcam-Tool, Chat-Software, Entschlüsselungsprogramm, Crack-Programm u.v.m. Einige Werbe-Mails versprechen einen 'geknackten' Dialer und erwecken so die Erwartung, dass man damit ohne finanzielles Risiko (bzw. kostenlos) Zugriff auf die ansonsten kostenpflichtigen Inhalte erlangen könnte. Auch dies ist eine absichtliche Täuschung.

Was passiert da?
Lädt man die Software herunter, installiert und startet sie, baut der Dialer die bestehende Internetverbindung ab (soweit sie über ein Modem, eine ISDN-Karte oder dergleichen erfolgt) und wählt stattdessen eine so genannte Premium-Rate-Nummer. In Deutschland beginnen diese Telefonnummern meist noch mit 0190, in Österreich mit 09x0 (meist 0930), in der Schweiz mit 0900. Auch in Deutschland wird die RegTP (Regulierungsstelle für Telekommunikation und Post) die Nummern für diese Premium Rate-Dienste (Telefon-Mehrwertdienste) mittelfristig auf 0900er Nummern umstellen, mit der Zuteilung der Nummern wurde bereits begonnen.

Die Kosten
Die Verbindungskosten sind ungleich höher als bei normalen Internet-Verbindungen. So entstehen bei Rufnummern, die mit 0190-8 beginnen, Kosten von EUR 1,86 / min. Nummern, die mit 0190-0 und 0190-3 sowie 0900 beginnen, sind frei tarifierbar, d.h. im Gegensatz zu den anderen 0190-Nummernblöcken gibt es keine Obergrenze, der Anbieter kann die Gebühren beliebig festsetzen.
Rufnummern mit 0190-3 werden auch von ganz normalen Internet-Providern verwendet, dann sind die Gebühren auch im Rahmen der üblichen Preise für Internet-Zugänge. In anderen Fällen werden Tarifmodelle angewendet, die das gesamte Spektrum der Möglichkeiten abdecken. In dem extremsten Fall, der bislang bekannt wurde, werden EUR 900,- pro Einwahl berechnet, auch wenn die Verbindung nur für einen kurzen Moment besteht. Zuvor hatte bereits ein Fall für Aufregung gesorgt, in dem es 'nur' EUR 300 pro aufgebauter Verbindung sind.
In manchen Fällen bleibt die teure Verbindung auch bestehen, wenn man die Seiten des Anbieters verlässt und sich wie gewohnt im Internet weiter bewegt. Das böse Erwachen kommt erst einige Wochen später beim Erhalt der Telefonrechnung, die leicht mehrere 1000 EUR betragen kann...

Wie kann man sich schützen?
Da es sich bei den Dialern rechtlich um legitime Software handelt, werden sie von Virenscannern nicht gemeldet. Auch so genannte Firewall-Software bietet keinen Schutz vor dieser Kostenfalle.
Der wichtigste Schutz besteht wie immer in gesundem Menschenverstand kombiniert mit Information. Klicken Sie gar nicht erst auf Links in Werbe-Mails oder auf den beworbenen Web-Seiten. Brechen Sie einen automatisch gestarteten Download sofort ab. Starten Sie nicht eine solche Software.
Es gibt Programme, die Ihr DFÜ-Netzwerk überwachen und Verbindungen zu Premium-Rate-Nummern melden. Die wenigsten dieser Schutzprogramme schaffen es, die Einwahl in allen Fällen zu verhindern, bevor eine Verbindung zustande kommt. Sie sollten sich daher nicht einfach darauf verlassen.
Kostenlos erhältliche Schutzprogramme:

YAW
0190 / 0900 Warner von WT-Rate
Sie können auch bei der Telekom (bzw. Ihrer Telefongesellschaft) eine Sperrung aller 0190-Nummern für Ihren Anschluss beauftragen (Einrichtungsgebühr). Diese Sperre gilt dann aber auch z.B. für den Faxabruf von Informationen, die in TV-Sendungen angeboten werden und für Support-Rufnummern. Die Sperre kann nur für den gesamten Anschluss eingerichtet werden. Es ist nicht möglich, bei ISDN-Anschlüssen einzelne MSNs (hier: abgehende Rufnummern) zu sperren.

Andere Informationsseiten zu diesem Thema:

Trojaner-Info.de
Dialerschutz.de
Regulierungsstelle für Telekommunikation und Post
Freiwillige Selbstkontrolle Telefonmehrwertdienste e.V.
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Das Programm wurde durch uns eingehend getestet und funktionierte völlig ohne Fehler. Das Programm ist unter Win95, 98, ME, 2000, NT und XP lauffähig Jedoch übernehmen wir keinerlei Haftung für eventuelle Schäden (ganz gleich welcher Art), die durch unsere Anwendung entstanden sein können. Bei Download der Datei erklärt der User diesen Haftungsauschluss gelesen und anerkannt zu haben. Supportanfragen sind bitte ausschliesslich in unserem bereitgestellten Forum zu stellen.

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(tt) 05.03.2002


MfG N.P.
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