Gigantische Cloud-Verträge in den kommenden Jahren
Die mittelfristigen Aussichten bleiben dagegen weiter positiv. Denn SAP sitzt auf einer geradezu gigantischen Pipeline von vertraglich zugesicherten, aber noch nicht verbuchten Cloud-Erlösen: Dieser sogenannte Total Cloud Backlog erfasst SAPs langfristige Cloudverträge mit einer durchschnittlichen Laufzeit von rund fünf Jahren; er wuchs zuletzt im Geschäftsjahr 2024 um 43 Prozent auf 63,3 Milliarden Euro.
So dürfte es auch weitergehen: „Wir erwarten eine anhaltend starke Entwicklung des gesamten Cloud-Auftragsbestands von über 30 Prozent“, so Deutsche-Bank-Research-Analyst Johannes Schaller in einer Vorabanalyse aus der vergangenen Woche, „da das Unternehmen auf der Grundlage mehrjähriger Cloud-Migrationen, Neukundengewinnung insbesondere im Mittelstand und durch KI-Projekte weiterhin langfristige Aussichten auf weiteres Umsatzwachstum aufbaut.“ Tatsächlich vermeldete SAP bei Total Cloud Backlog heute ein Plus von 30 Prozent auf nunmehr stolze 77 Milliarden Euro.
Kurzfristig belässt Schaller daher das Kursziel auf 270 Euro, was bereits einem ordentlichen Plus gegenüber dem derzeitigen Niveau entspricht. Doch damit nicht genug, wie Schaller seine Januar-Begutachtung von SAP abschließt: „Unsere optimistische Analyse – schnellere Cloud-Migration der installierten Basis, besseres zugrundeliegendes Wachstum in den kommenden Jahren – weist auf eine potenzielle Bewertung von mittelfristig 400 Euro hin.“
Wirtschaftswoche - Artikel von Michael Kroker