die Kriterien damals brachen.
das wird derzeit oft vergessen.
Gerade die Entwicklung in Spanien und Irland lag auch daran, dass Deutschland und Frankreich schon vorher die Masstricht.Kriterien brachen und natürlich auch an der übergeordneten Finanzblase in der westlichen Welt, die sich seit den späten 80er Jahren auftürmte, und die noch immer nicht gelöst ist. Während der Finanzsektor immer weiter gewachsen ist und die Konzerne viel höhere Gewinnmargen haben als in den 70er/80er Jahren, fallen die Reallöhne, haben viele Arbeitnehmer 2-3 Jobs zu Niedriglöhnen oder gar keinen Job, und steigenden die Staatsverschuldungen. Und das alles bei krass steigender Geldmenge.
Das da die Gleichgewichte nicht stimmen, müssten gerade Anhänger der Sozialen Marktwirtschaft am ehesten verstehen.
Nichts gegen gute Unternehmen wie Apple, aber wenn die 120 Milliarden bunkern, aber ein Staat wie Griechenland wegen 80 Milliarden die europäischen Staaten spaltet, dann stimmt was nicht. Aus meiner Sicht muss das gesamte Wirtschaftssystem grundsätzlich reformiert werden, insbesondere im Finanzsektor. Ich hätt es damals in der Finakrise 2008 schon gern gesehen, wenn man banken hätte pleite gehen lassen und nur für die Sparaufkommen der Bürger haftet, damit die Kaufkraft nicht einbricht. Wenn man nämlich jetzt bei Griechenland argumentiert, dass man Pleitestaaten nicht weiter subventionieren sollte, erst recht wenn sie nicht reformwillig sind, dann sollte das viel eher für Banken und sonstige Unternehmen gelten. Stattdessen wird eher weiter privatisiert und den Unternehmen hohe Margen gewährt, während Staaten, Länder und Kommunen sparen sollen und kaum noch Geld für Infrastrukturmaßnahmen haben. Es gibt also nicht nur eine Schere zwischen arm und reich, sondern auch zwischen Staaten und Konzernen, womit ich allerdings nicht Fehler von Staaten im Haushalt bezweifeln will. Die gab es aber immer schon, ohne diese starken Ungleichgewichte.