Chart im Eimer, schlechte US-Daten, Schulden über Schulden, HarvardProfs die ebenfalls pessimistisch sind, also wie soll man dann meiner Argumentation glauben schenken, deutet doch ALLES auf eine anhaltende Verunsicherung hin.
Doch die Vergangenheit hat mich zumindest gelehrt, dass man am Wenigsten irgendwelchen "bezahlten" Experten oder Analysten glauben schenken sollte, denn allein hoch gebildet zu sein bedeutet meiner Meinung nach nicht, die Dinge in der Welt wirklich zu verstehen.
Dies erlebe ich eigentlich in fast allen Bereichen, dass irgendwelche Manager denken ein Unternehmen gut führen zu können, doch wer am unteren Ende arbeitet, der weiß, dass in der Managementebene viel mehr Fehler begangen werden als ein Facharbeiter Ausschuss produziert. Der Fehler ist eben, dass man fast immer die Komponente MENSCH außer acht lässt und mit reiner Logik und Schlussfolgerung die Dinge analysiert.
Börse hingegen ist meiner Meinung nach zu 80% von Stimmung getriebenes Massenphänomen, welches sich die Big Player dieser Welt sehr wohl zu Nutzen machen. Dadurch kommt es nicht selten immer zu völlig konträren Bewegungen, die nahezu jeder Logik widerspricht.
Und ich wiederhole mich immer wieder gerne, Voraussetzung für eine Rally sind:
- eine schlechte Stimmung (laut Stimmungsindikatoren) >> ist gegeben
- eine sich erholende Konjunktur nach einer größeren Krise >> ist gegeben
- eine charttechnisch verfahrene Situation und Häufung von Verkaufssignalen >> ist gegeben
- günstige Rahmenbedingungen, d.h. EURO im Abwärtstrend, niedrige nach Möglichkeit nicht steigende Zinsen, stagnierende günstige Rohstoffpreise, niedrige Inflation >> alle Punkte einwandfrei gegeben
Und wenn ich mir dann noch die Insidertransaktionen anschaue, wo momentan sehr deutlich die Käuferseite dominiert, dann die Auftragseingänge deutlich zulegen und die Unternehmen wieder größere Geldmengen investieren, dann bestätigt es den Aufwärtstrend und das Motto "The trend is your friend!".
Wenn ich dann noch sehe, dass mit fallenden Aktienkursen auch der Goldpreis stagniert und nun zuletzt deutlicher gefallen ist, dann sehe ich keine Anzeichen für Panik bei den Anlegern, stattdessen bereiten sich wohl einige Insider darauf vor, Gold in Aktien zu tauschen, weil sie eben wissen, dass die Kurse nach oben gehen werden.
Naja und wer jetzt auf Häuserpreise, Arbeitslosigkeit, etc. schaut, der wird dort die Nachwirkungen der Krise sehen, denn solche Indikatoren laufen einer Entwicklung nunmal hinterher und erklären auch, warum DAX und Dow die letzten 11 Monate keine größere Bewegung nach oben schafften und sozusagen seitwärts "konsolidierten".
Quasi sind diese schlechten Daten schon eingepreist, was auch die mittlerweile niedrigen Börsenbewertungen wie KBV zeigen. Die Kurse sind momentan sehr niedrig bzw. billig, weil eben die Krise ihre Nachwirkungen zeigt, doch diese Nachwirkungen werden wir überwinden, so wie auch schon bei der vorangegangenen Krise es der Fall war und dann gibt es einen neuen Schub nach oben.
Und da der Pessimismus im Vergleich zum Einbruch im Januar/Februar deutlich größer ist, die Volatilität und Volumen deutlich zugenommen hat, steht nun eine größere Bewegung bevor, die zu 90% nach oben stattfinden wird, denn alles andere ist angesichts des hohen Pessimismus sehr unwahrscheinlich. Dazu müssten Großbanken oder Staaten Pleite gehen, doch auch damit rechnen viele Anleger mittlerweile schon.
Natürlich kann es kurzzeitig mal noch auf 5700 laufen, doch wird eine solche Bewegung nicht von Nachhaltigkeit sein.
schauen wir weiter, eine Entscheidung steht jedenfalls bevor, denn ich glaube nicht daran, dass wir in einer Seitwärtsrange für Monate verharren werden, dazu sucht der Markt die Entscheidung.