Preisspanne für Postbank-Aktien sorgt für Wirbel

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ecki:

Preisspanne für Postbank-Aktien sorgt für Wirbel

 
06.06.04 18:28
ftd.de, So, 6.6.2004, 16:52, aktualisiert: So, 6.6.2004, 18:07
Preisspanne für Postbank-Aktien sorgt für Wirbel

Die Postbank-Aktien werden in einer Spanne von 31,50 bis 36,50 Euro zur Zeichnung angeboten. Experten zeigten sich in ersten Reaktionen überrascht von der Höhe der Angebotsspanne.


Preisspanne für Postbank-Aktien sorgt für Wirbel 1529651
ZoomDer Vorstandsvorsitzende, Klaus Zumwinkel, bei seiner Rede während der Hauptversammlung der Deutschen Post
Die Deutsche Post wird in der genannten Preisspanne für 50 Prozent minus einer Aktie ihrer Banktochter gut 2,99 Mrd. Euro erlösen und könnte nahezu den von Post-Chef Klaus Zumwinkel angepeilten Börsenwert erreichen.

Wie die Post am Sonntagnachmittag zudem mitteilte, können die Papiere der Postbank vom 7. bis 18. Juni gezeichnet werden, die Erstnotiz für Deutschlands größte Filialbank ist am 21. Juni geplant.

Die Deutsche Post will 82 Millionen minus eine Aktie der Postbank an die Börse bringen. Im Angebot enthalten ist eine Mehrzuteilungsoption in Höhe von knapp 8,2 Millionen Aktien. Der endgültige Ausgabepreis wird voraussichtlich am 20. Juni bekannt gegeben.

Preisspanne überrascht Experten

Mit dem Angebot liegt der Logistikkonzern über dem Buchwert der Postbank. Die 164 Millionen Aktien standen Ende Dezember mit 4,876 Mrd. Euro oder 29,73 Euro je Aktie in den Büchern. Der Postbank-Börsengang wäre die drittgrößte Neuemission der vergangenen fünf Jahre an der Frankfurter Wertpapierbörse - hinter der Deutschen Post und Infineon.

Die Preisspanne liegt deutlich über den Erwartungen von Experten, die im Vorfeld des Börsengangs jeden Preis über 30 Euro je Aktie als sehr großen Erfolg für die Post bezeichnet hatten. In den vergangenen 14 Tagen haben sich die Investoren offensichtlich überzeugen lassen, dass die Postbank eine attraktive Anlage mit Perspektive ist. "Die Rückmeldungen überzeugen uns, dass die nun gefundene Preisspanne die richtige ist", sagte Zumwinkel mit Blick auf die Resonanz der Investoren.

"Gutes Zeichen für den deutschen IPO-Markt"

Selbst Banker aus Reihen der 19 Konsortialbanken zeigten sich in ersten Reaktionen überrascht von der hohen Angebotsspanne. "Das ist ja Wahnsinn. Die Spanne ist klar über den Erwartungen. Das zeigt, dass die Befürchtungen der Investoren im Vorfeld unbegründet waren. Das ist ein gutes Zeichen für den deutschen IPO Markt. Ich gehe davon aus, dass die Platzierung problemlos laufen wird", sagte ein Banker.

Kritik übte die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK). "Die Preisspanne liegt erstaunlich hoch", sagte Geschäftsführerin Reinhild Keitel der "Berliner Zeitung". "Ich bin überrascht, dass die Spanne über der Marke von 31 Euro liegt." Ein niedrigerer Preis sei angemessen gewesen. "Schließlich sollte man sich in Erinnerung rufen, dass Anleger mit Aktien des Bundes in der Vergangenheit wenig Freude hatten."

Ein Sprecher der Fondsgesellschaft Union Investment kommentierte die Entscheidung am Sonntagabend mit den Worten: "Wir wären der Meinung, dass ein Preis von unter 30 Euro angemessen wäre."

Zweifel am Börsengang

Zuletzt waren Zweifel an dem Börsengang aufgekommen, weil große Fondsgesellschaften und die Post sehr unterschiedliche Vorstellungen über den Wert der Postbank haben. In einem internen Memorandum hatte außerdem der Konsortialführer Deutsche Bank den Börsenwert jüngst nur auf 4,4 bis 5,3 Mrd. Euro geschätzt. Der Deutschen Bank wurde vor wenigen Wochen noch Interesse an einer vollständigen Übernahme der Postbank nachgesagt.

Kurz vor ihrem Börsengang hatte die Postbank für das Jahr 2004 eine Dividende sowie einen höheren Netto-Gewinn in Aussicht gestellt. Angaben zur möglichen Höhe der Dividende machte sie aber nicht. Die Aussagen zum Gewinn basierten auf der positiven Entwicklung des ersten Quartals und dem Verlauf des zweiten Quartals.

Am Montag will Zumwinkel gemeinsam mit Postbankchef Wulf von Schimmelmann in Frankfurt den Startschuss zur so genannten Road Show geben und weitere Einzelheiten zum Börsengang nennen. Der Postbank-IPO hat nach Ansicht von Experten enorme Bedeutung für das Ansehen des Finanzplatzes Deutschlands, nachdem in den vergangenen Wochen mehrere angekündigte Börsengänge (ATU, X-Fab und Siltronic) geplatzt waren.

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daxbunny:

zeichnet jemand die Aktie oder meiden diese alle ? o. T.

 
06.06.04 19:25
Antworten
Viola:

Preisspanne leider über meinem Limit o. T.

 
06.06.04 19:29
Antworten
Mr Fragezeich.:

So ein schmu

 
06.06.04 20:05
Für diesen Preis zeichne ich auch nicht mehr.
Da ist der Verlust ja schon vorprogrammiert
Antworten
Mr Fragezeich.:

:-(

 
06.06.04 20:05
Hier werden doch nur wieder die Aktionäre über den Tisch gezogen. Die verliert in der erste Woche mind. 10 %
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Spuk:

Wollt ihr wieder verheizt werden, dann kauft. o. T.

 
06.06.04 20:13
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rapido:

Mal sehen,was L&S am 18.(bis 12:00) dazu sagt o. T.

 
06.06.04 20:20
Antworten
Slash:

Schon mal jemand dran gedacht

 
06.06.04 20:49
das der ganze Wirbel im Vorfeld den Kurs drücken soll? Wer würde davon profitieren?

Gruß slash
Antworten
rapido:

die

 
06.06.04 20:58
Teutsche Punk...#
aber das wäre ja auch für Otto Kleinanleger ein Gewinn,sofern er sie
günstig bekommt,28€ maximum,sonst lohnt der Aufwand nicht.
rapido
Antworten
rapido:

WKN 800100 o. T.

 
06.06.04 21:01
800100 o. T.">
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ecki:

Unter Buchwert würde ich auch nicht verkaufen

 
06.06.04 21:15
als Deutsche Post. Die Deutsche Bank würde ich ordentlich verklagen, dass sie die Preise kaputt gemacht hat. So unprofessionell wie die das nach aussen getragen hat. Kein Wunder spielen die international dritte Geige.

Grüße
ecki  
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Pichel:

ich zeichne!

 
06.06.04 21:38
was  meint ihr was da noch passiert.....
ich seh das so das sich alle drum reißen werden, denn wenn die DBK schon die übernehmen wollte und die Citibank auch im Gespräch war, kann das nur gut werden. Die Postbank wird ein Reißer! Jede große Bank (ausl.) will da dabei sein wollen, einfach nur weil solche Übernahmespekulationen dabei sind und mit einem Anteil dabei sein zu wollen....


Gruß Pichel Preisspanne für Postbank-Aktien sorgt für Wirbel 1529781
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Nassie:

Das erinnert mich

 
06.06.04 21:54
an die zweite Tranche der Telekom-Aktien. Damals 65 Euro. Heute ?
Da machen nur andere den Reibach.
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Tazzel:

Ab wann gibt es Puten auf dieses Papier ? o. T.

 
06.06.04 22:11
Antworten
Tazzel:

@ Pichel bin nicht Deiner Ansicht

 
06.06.04 22:15
Nur um dabeizusein muß kein potentieller und eventueller Interessent jetzt zeichnen; das nützt denen doch garnichts.
Und warum sollen die jetzt einen Preis zahlen für nur einen kleinen Teil des AK, wenn sie es sicher irgendwann zum Buchwert kriegen können ?
Alle deutschen Banken müssen m.E, erstmal zeigen, daß sie nachhaltig Geld verdienen können.

Beste Grüße

Tazzel

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big_mac:

von den banken im dax notiert nur die DBK

 
07.06.04 00:14
... über buchwert.

warum also für die postbank mehr zahlen ?
Antworten
daxbunny:

Risiken und Nebenwirkungen beim Postbank-Börsengan

 
07.06.04 06:43
Risiken und Nebenwirkungen beim Postbank-Börsengang
Von Stefan Paul Mechnig, Dow Jones Newswires

DÜSSELDORF (Dow Jones-VWD)--Ein relativ sicheres Investment - diesen Eindruck vermittelt die Deutsche Postbank für ihren Börsengang. Doch ein Blick in den jetzt vorliegenden Verkaufsprospekt zeigt: Der Neuling auf dem Kurszettel wird kein Witwen- und Waisenpapier sein. Auf 17 Seiten nennt die Bank Unwägbarkeiten, die negative Folgen haben könnten. Ein solcher Gefahren-Katalog ist bei Erstemissionen zwar obligatorisch und soll alle Eventualitäten abdecken. Doch die angeführten Warnungen vor allem für das operative Geschäft erscheinen keineswegs rein hypothetisch.

"Der Eintritt dieser Risiken kann die Geschäftstätigkeit der Postbank wesentlich beeinträchtigen und erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben", heißt es zusammenfassend. Die mögliche bittere Konsequenz: "Der Börsenkurs der Aktien könnte aufgrund des Eintritts jedes dieser Risiken fallen, und Anleger könnten ihr eingesetztes Kapital ganz oder teilweise verlieren." Wie hier durchzieht der Konjunktiv das gesamte Kapitel; über die Eintrittswahrscheinlichkeit wird nichts gesagt. Der meiste Raum ist Risiken aus der Geschäftstätigkeit gewidmet.

So heißt es, das Bankenumfeld in Deutschland dürfte auf absehbare Zeit schwierig bleiben. Schon ein längeres Anhalten der schwierigen konkunkturellen Lage könnte zu einem Rückgang der Nachfrage nach den Produkten und Leistungen der Postbank und vor allem zu einem weiteren Anstieg des Ausfallsrisikos bei notleidenden Krediten führen. In diesem Bereich ist das Institut zwar relativ geringfügig engagiert, will sich aber verstärken. Zudem bestünden Konzentrationsrisiken, denn die Postbank habe "Kredite in erheblichem Umfang an eine begrenzte Zahl von Schuldern ausgereicht."

Anhaltend niedrige Zinsen belasten Ergebnis

Wegen seines verhältnismäßig geringen Ausleihvolumens hat das Institut einen besonders großen Einlagenüberhang. Von daher ist seine Ertragslage "im Vergleich zu Wettbewerbern in besonderem Maße vom Zinsergebnis abhängig". Das niedrige Zinsniveau macht der Bank bereits jetzt zu schaffen. Ein längerfristiges Anhalten werde das Zinsergebnis weiter belasten, heißt es im Börsenprospekt. Wenn aber die Zinsen wieder anziehen, muss die Postbank mit negativen Folgen für das Finanzanlageergebnis rechnen. Denn sie hat einen hohen Bestand an längerfristig verzinslichen Kapitalanlagen, deren Preise bei einem Zinsanstieg sinken.

Des weiteren weist die Postbank darauf hin, dass die Branche in Deutschland vor allem im Bereich der Privatkundenbanken "durch eine starke Fragmentierung und hohe Wettbewerbsintensität geprägt" sei, die vor allem auf Überkapazitäten beruhe. "Der anhaltende Wettbewerbsdruck kann dazu führen, dass andere Banken zur Kundengewinnung und -bindung ihre Konditionen für Spar- und Girokonten verbessern oder mit attraktiven Konditionen versuchen, neu in den Markt einzudringen", warnt der Börsenaspirant. Die möglichen Folgen: Eine Abnahme von Tempo und Umfang der Kundengewinnung und ein "erheblicher Abfluss von Sicht-und Spareinlagen".

Die künftigen Aktionäre sollten sich außerdem darüber im Klaren sein, wer letzten Endes bei der Postbank den Ton angibt: Die Mutter Deutsche Post AG und dahinter der Bund als deren Mehrheitsaktionär könnten unmittelbar oder indirekt "einen beherrschenden Einfluss auf die Gesellschaft ausüben", heißt es. So bestehen neben den kapitalmäßigen und wirtschaftlichen Verflechtungen - vor allem durch die Mitbenutzung der Post-Filialen - auch enge personelle Bande zwischen dem Börsenkandidaten und dem Mutterkonzern.

"Doppelmandat" des Vorstandsvorsitzenden

Denn der Postbank-Vorstandsvorsitzende Wulf von Schimmelmann sitzt gleichzeitig im Konzernvorstand der Deutschen Post, und deren Vorsitzender Klaus Zumwinkel steht dem Aufsichtsrat der Tochter vor. Beide sind in das Aktienoptionsprogramm der Post eingebunden. Ferner ist die variable Vergütung Schimmelmanns und seiner Kollegen teilweise "an den Erfolg des Deutsche-Post-Konzerns geknüpft". Insgesamt sei nicht auszuschließen, dass die Einbindung der Postbank-Vorstände in die Konzernstrategie der Post oder das eigene wirtschaftliche Interesse an deren Erfolg dazu führten, dass Einzelne zum Nachteil der Postbank die Interessen des Mutterhauses wahrnähmen.

Schließlich schweben potenzielle Gefahren aus Brüssel über der Postbank, wo die Europäische Kommission in den vergangenen Jahren bereits der Deutschen Post schwer zu schaffen machte. Die Bank macht darauf aufmerksam, dass die Vergütung, die sie der Muttergesellschaft für die Nutzung von deren Filialnetz zahlt, eventuell eine unerlaubte staatliche Beihilfe darstellt. Post und Postbank seien allerdings gegenteiliger Ansicht. Außerdem bestehe neuerdings durch eine aktuelle Brüsseler Entscheidung wieder Unsicherheit, ob nicht die überwiegende Versorgung der Postbank-Beamten durch den Bund verboten ist und eine Rückzahlung zur Folge haben könnte.
Dow Jones Newswires/6.6.2004/stm

Antworten
rapido:

Wird die Preisspanne noch gesenkt? o. T.

 
16.06.04 02:47
Antworten
Sitting Bull:

Postbank-IPO wird abgesagt,

 
16.06.04 12:20
davon bin ich überzeugt. Auch halte ich es für einen guten Schritt. Besser wäre jedoch die Absenkung der Preisspanne.
Antworten
ecki:

Postbank zweifach überzeichnet, fair 36€!

 
21.06.04 19:10
News - 21.06.04 18:32


'Handelsblatt': Postbank-Börsengang zweifach überzeichnet

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Senkung der Preisspanne für die Postaktien zeigen die Großinvestoren nach Informationen des "Handelsblatts" starkes Interesse. Konsortialbanken und Fondsgesellschaften rechneten mit einer bis zu zweifachen Überzeichnung der Aktienemission, schreibt die Zeitung in ihrer Dienstagausgabe.

Fondsmanager gehen davon aus, dass der endgültige Preis für die Postbank-Aktie zwischen 28,50 bis 29,50 Euro liegen wird, berichtet die Wirtschaftszeitung. Sie sind damit etwas optimistischer als Investmentbanker, die den Ausgabekurs bei 28,50 bis 29,00 Euro sehen. Dieser Preis sei nicht nur für die Post attraktiv, sondern auch für die Anleger, da er noch Kurssteigerungschancen biete. Guido Hoymann, Analyst des Bankhauses Metzler sieht den fairen Wert der Postbank- Aktie bei 36 Euro./pi/DP/rw

Quelle: dpa-AFX

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Klar, bei Verkauf zu Buchwert, liegt der faire deutlich drüber.
Deutschland einig Luschenland....

Grüße
ecki  
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