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Post warnt vor Herunterreden des Postbankwerts

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Dt. Postbank kein aktueller Kurs verfügbar
 
moya:

Post warnt vor Herunterreden des Postbankwerts

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31.05.04 13:11
Post warnt vor Herunterreden des Postbankwerts - IPO-Plan unverändert

BONN:

Nach Berichten über eine möglicherweise zu hohe Bewertung der Postbank hat die Deutsche Post DPW.ETR den Finanzmarkt vor einem "überzogenem Herunterreden" des Börsenwerts und damit einem Platzen des Börsengangs ihrer Finanztochter gewarnt. Die Spekulationen über den Wert der Postbank seien Versuche, den Emissionspreis zu drücken, sagte Postsprecher Martin Dobychai am Montag in Bonn. Der Logistikkonzern halte unverändert an dem geplanten Börsengang fest.

"Wenn die Investoren jedoch den Börsengang so herunter reden, dass auch dieser platzt, dann hat niemand etwas davon", sagte der Postsprecher. "Die Käuferseite hat natürlich ein Interesse daran, andere Preise in die Welt zu setzen." Jedoch dürften die Anleger dabei nicht überziehen, wie dies momentan der Fall sei, sagte der Sprecher.

Im Februar habe Postchef Klaus Zumwinkel den Wert der Postbank mit mindestens 6 Milliarden Euro beziffert. Die Post habe seitdem nichts gesehen, was für eine gesenkte Bewertung spreche, sagte Dobychai. "Ausschlaggebend sind die 19 Berichte von Finanzanalysten die den Aktienpreis zwischen 32 und 38 Euro je Aktie sehen." Präzise werde der Wert der Postbank am kommenden Wochenende festgelegt, wenn die Spanne für die am 7. Juni beginnende Zeichnungsfrist festgelegt werde.

In der vergangenen Woche war ein internes Papier des Konsortialführers Deutsche Bank an die Öffentlichkeit gelangt, wonach der Marktwert der Postbank mit lediglich 4,4 bis 5,3 Milliarden Euro angesetzt worden war. Der zweite Konsortialführer Morgan Stanley soll den Wert der Postbank nach Medienberichten sogar nur bei 4,5 bis 4,8 Milliarden Euro sehen.

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big lebowsky:

Tolle Argumentation

 
31.05.04 13:29
Die Deutsche Post warnt vor einem "überzogenen"(!!??)Herunterreden des Postbank IPO.

Wörtlich übersetzt heisst das also, dass das IPO zunächst überteuert geplant war; dass nunmehr echte Zahlen auf dem Tisch liegen (ob seriös mitgeteilt, sei dahingestellt) und dasss das Herunterreden der Emission grundsätzlich in Ordnung ist.

Es würde mich nicht wundern, wenn die Deutsche Bank einen grossen Teil der Aktien in ihr eigenes Buch übernimmt, um den bereits gescheiterten Börsengang nicht vollends zur Lachnummer zu machen.

Ciao B.l.
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moya:

Schadensersatzforderungen gegen die Deutsche Bank?

 
31.05.04 13:32
Schadensersatzforderungen gegen die Deutsche Bank?

Außerdem denkt die Post darüber nach, der Deutschen Bank das Honorar zu kürzen. Selbst Schadensersatzforderungen werden erwogen. Das will die "Welt am Sonntag" aus Post-Kreisen erfahren haben. Am Dienstag soll über das weitere Vorgehen entschieden werden.

Offenkundig liegt ein Verstoß gegen die so genannte Blackout-Period vor, in der die Konsortialbanken keine Aussagen über die Bewertung der jeweiligen Börsenaspiranten machen dürfen. Die Periode begann am 22. Mai, das Papier der Deutschen Bank soll noch danach verteilt worden sein.

Die Deutsche Bank hat den Fauxpas mit einem knappen Fax kommentiert. Darin heißt es, das umstrittene Papier sei zwei Wochen alt und gebe nicht die aktuelle Einschätzung des Hauses wieder. Insider zweifeln an diesem beschwichtigenden Statement. Immerhin soll die Deutsche Bank vor gut 14 Tagen noch darüber diskutiert haben, die Postbank selbst zu kaufen. Die Post soll sechs Milliarden Euro verlangt haben, die Deutsche Bank wollte nach Medienberichten aber nur 4,3 Milliarden Euro zahlen.
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54reab:

ich kann diejenigen, die sich die

 
31.05.04 13:47
postbank ins depot legen wollen, eh nicht verstehen. mutter und tochter sind derartig stark verwoben, dass eine echte transparenz nie aufkommen kann und manipulationen tür und tot geöffnet sind. die diskussion um die bewertung ist also nur eine ablenkung.


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Biene.maja:

Deutsche Bank: Leistung aus Leidenschaft *ggg*

 
31.05.04 14:11
Flasche leere; was wollen struuuunz
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Rumun:

Postbank

 
31.05.04 17:06
Kann mir gut vorstellen das die Postbankaktie gut laufen wird. Hat halt die meisten Privatkunden in D und baut ihre Aktivitäten in allen Bereichen immer mehr aus.
Jedoch sollte auch die Postbank ihre rentabilität erhöhen um auch International
anerkannter zu werden.
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big lebowsky:

IPO steht auf tönernen Füssen

 
01.06.04 11:24
Die Deutsche Post erwägt, den Börsengang der Postbank abzusagen. Der Erlös ist wohl deutlich unter den Vorstellungen Zumwinckels. Nach dem IPO Desaster ist niemand der Institutionellen mehr bereit,bei Kursen um 30,-- die Aktie zu zeichnen.Zumwinckel war wohl von 36,-- bis 38,-- ausgegangen. 30,-- wäre die Schmerzgrenze, da die Postbank in dieser Höhe als Buchwert in der Postbilanz aktiviert ist.Nun gibt es weniger, vielleicht "nur" 25,--. Bei 82.0 Mio Aktien, die zum Verkauf stehen, wären das gut 2.0 MRD, also in etwa der Wert, den Deutsche Bank und Morgan Stanley als fair ansehen.

Gut so!!! Wieder ein Zockerstück abgeschrieben.

Ciao B.L.
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big lebowsky:

Die Spannung steigt

 
02.06.04 19:44
Gibt es bei Buchmachern schon Quoten für oder gegen den Börsengang??

Ich tippe auf Absage.

Ciao B.L.
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big lebowsky:

Die einen sagen so, die anderen sagen so

 
03.06.04 08:28
Die Bundesregierung (und auch die Dt.Post)lehnen einen Börsengang unter "Buchwert" ab. Das sind 32,--Euro(Bund) oder 31,70 Dt.Post).

Die Fonds und Institutionellen wollen nicht über 30,-- zeichnen.

Was heisst das?? Angebot und Nachfrage sind nicht deckungsgleich, daher kein Vertrag--oder besser IPO!!!

Der dilettantische Umbau der Bundesrepublik geht weiter...LKW Maut, Dosenpfand,...
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ecki:

@Big leb, die Peifen der Deutschen Bank

 
03.06.04 08:55
schiessen einen Kapitalen Bock, aber die Regierung dilletiert weiter? Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Unter Buchwert würde ich auch nicht verkaufen. Kaufst du grundsätzlich nur Aktien unter Buchwert? Alles andere sind Zockerstücke? Dann hast du kaum Chancen irgendwas an der Börse zu kaufen....

Grüße
ecki  
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big lebowsky:

Mein lieber Ecki,

 
03.06.04 11:44
Die Dilettanten der Deutschen Bank sind doch deshalb noch dilettantischer, als der Kanzlermanager den CEO Ackermann aufgefordert hat, die Postbank en bloc zu kaufen.Das die Deutsche selbst weniger für die Postbank zahlen wollte, als sie dem staunenden Publikum an Wert vorgaukelte, ist doch klar. Beim Kauf bist Du als Käufer an niedrigem Kaufpreis interessiert. Als Makler bist Du an hohem Kaufpreis interessiert.

Zum Buchwert: Der Buchwert von "Staatsunternehmen" ist das Papier nicht wert,auf dem  er errechnet wurde. Wie war noch der Buchwert der Telekomimmobilien??

Also, Deutschland spielt zu Recht bald in 2.Liga--und das nicht nur im Fussball!!

Ciao B.l.
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moya:

Postbank starkes Gewinnwachstum im 1. Quartal ?

 
03.06.04 19:13
Postbank kommentiert Berichte über starkes Gewinnwachstum im 1. Quartal nicht

BONN/FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Postbank will Berichte von Händlern und Markteilnehmern über ein angeblich starkes Gewinnwachstum im ersten Quartal nicht kommentieren. "Dazu können wir uns nicht äußern", sagte ein Sprecher auf Anfrage am Donnerstag und verwies auf die für Samstag angepeilte Veröffentlichung des Prospekts für den Börsengang und auch eine Pressekonferenz am kommenden Montag. Der Börsengang selbst soll am 21. Juni stattfinden.



Händlern zufolge kursieren im Markt Berichte, wonach die Postbank nach Steuern im ersten Quartal das Ergebnis auf 92 Millionen Euro gesteigert hat, nach 60 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Der Zinsüberschuss - der Überschuss aus dem Leihen und Verleihen von Geld - sei hingegen von 433 auf 364 Millionen Euro zurückgegangen. Die Kosten seien von 475 auf 437 Millionen Euro gesunken.

Die Zahlen stammen nach Einschätzung von Händlern und Analysten möglicherweise aus dem Kreis der 19 Konsortialbanken, die den Postbank-Börsengang begleiten. Diese Institute bekamen die Quartalszahlen vorab zur Verfügung gestellt.

Damit sind im Zusammenhang mit dem Postbank-Börsengang wieder einmal vertrauliche Informationen an die Öffentlichkeit gelangt. Die Deutsche Bank hatte in einem nur für interne Zwecke bestimmten Papier den Wert der Deutschen Bank auf 4,4 bis 5,3 Milliarden Euro geschätzt. Der zweite Konsortialführer Morgan Stanley schätzt den Wert der Postbank Medienberichten zufolge auf 4,5 bis 4,8 Milliarden Euro.

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big lebowsky:

Gerüchte über Gerüchte

 
03.06.04 23:36
Jetzt machen die auch noch mehr Gewinn als prognostiziert. Also kaufen Leute, billiger wirds nicht.

Ich kaufe jedenfalls nicht. Die Postbank--hier in Berlin gern in Mc Paper Filalen beheimatet--mit charmanter blau gelber Kordel als Sicherheitsbereich, ist nicht mein Ding. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die jemals Geld verdienen.Hier wird doch so viel gefaked mit Kunden und Produkten.Und dann die ganzen Altlasten mit Pensionen etc.

Nein, die Postbank brauchen wir nicht um jeden Preis.

Ciao B.L.

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moya:

Postbank will 2004 höheren Jahresüberschuss

 
05.06.04 14:56
Postbank will 2004 höheren Jahresüberschuss

Die Deutsche Postbank AG stellt ihren Aktionären für das Jahr des Börsengangs einen erneut höheren Jahresüberschuss in Aussicht. Die positive Entwicklung des 1. Quartals und der bisherige Verlauf des 2. Quartals stützten diese Einschätzung, heißt es im Verkaufsprospekt für die Aktien, den das Bonner Kreditinstitut am Samstag veröffentlichte. Demnach ist 2004 mit einem höheren Ergebnis aus dem Eigenhandel und aus Finanzanlagen zu rechnen. Auch der Provisionsüberschuss dürfte sich positiv entwickeln, insbesondere im Wertpapiergeschäft.

Der Zinsüberschuss hingegen werde wegen des niedrigen Zinsniveaus voraussichtlich erheblich unter Vorjahr liegen, führte die Postbank weiter aus. Der neue Geschäftsbereich Transaction Banking, also die Abwicklung des Zahlungsverkehrs für andere Banken, werde ab dem 2. Quartal erstmals Außenumsatz generieren. Auf der anderen Seite werden diese Tätigkeiten, welche die Postbank bereits für Deutsche und Dresdner Bank erbringt, den Angaben zufolge zu einem Anstieg beim Verwaltungsaufwand führen, vor allem bei den Personalkosten.

2003 erzielte die Postbank einen Nettogewinn von 352 Mio nach 132 Mio EUR im Geschäftsjahr zuvor. Das 1. Quartal schloss das Institut, das am 21. Juni an die Börse will, mit einem Überschuss von 92 (60) Mio EUR ab, wie aus dem Börsenprospekt hervorgeht. Während der Zinsüberschuss auf 364 (433) Mio absackte, legten das Handelsergebnis auf 41 (36) Mio und das Ergebnis aus Finanzanlagen auf 88 (36) Mio EUR zu. Der Provisionsüberschuss stieg in den ersten drei Monaten dieses Jahres auf 126 (114) Mio EUR.

Bei einer auf 134 (132,6) Mrd EUR gewachsenen Bilanzsumme kletterte das Volumen der Spareinlagen auf 35 (33,7) Mrd EUR. Vor Steuern ergibt sich eine Rendite auf das Eigenkapital von 11,4 (10,0)%, nach Steuern liegt der Return on Equity bei 7,4 (7,1)%. Das Verhältnis der Aufwendungen zu den Erträgen (Cost-Income-Ratio) verbesserte sich deutlich auf 70,6 (76,1)%. Bei dieser wichtigen Kennzahl will die Postbank nach eigenem Bekunden mittelfristig einen Wert "in den 60ern" erreichen.

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moya:

Banken verdienen an Börsengang der Postbank mit

 
05.06.04 14:58
Banken verdienen an Börsengang der Postbank mit

Die am Börsengang der Deutschen Postbank AG beteiligten 19 Bankhäuser können mit einer Provision von insgesamt bis zu 3,1%des Preises rechnen, zu dem die Aktien platziert werden. Das geht aus dem Verkaufsprospekt hervor, den die Postbank am Samstag veröffentlichte. Demnach ist zum einen eine feste Provision von 1,4% je Aktie vorgesehen. Darüber hinaus können die Emittenten nach freiem Ermessen eine Erfolgsprämie von bis zu 0,9%des Platzierungspreises zahlen.

Falls von der Aktienreserve (Mehrzuteilungsoption) Gebrauch gemacht wird, sollen die Konsortialbanken weitere 0,84% Provision erhalten. Die Kosten der Emission veranschlagt die Postbank auf rund 20.5 Mio EUR. Das Bonner Kreditinstitut strebt am 21. Juni an die Börse. Platziert werden sollen bis zu 49,9% des Kapitals. Angeboten werden zunächst maximal 73,8 Mio Aktien, die Mehrzuteilungsreserve umfasst weitere rund 8,2 Mio Papiere.

Die Preisspanne, zu der die Titel zwei Wochen lang angeboten werden, will die Postbank am Sonntag nennen. Anleger müssen mindestens 20 Aktien ordern.
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moya:

Banken dürfen bei Postbank-Börsengang Kurspflege..

 
05.06.04 15:15
Banken dürfen bei Postbank-Börsengang Kurspflege betreiben

Beim Börsengang der Deutschen Postbank AG dürfen die Konsortialbanken Kurspflege betreiben. In dem am Samstag veröffentlichten Verkaufsprospekt für die Aktien heißt es, die Banken könnten "Maßnahmen ergreifen, die auf die Stützung des Börsen- oder Marktpreises" der Postbank-Papiere abzielten, "um kurzfristig sinkende Kursbewegungen auszugleichen".Gestattet seien solche Interventionen innerhalb von 30 Tagen nach der Börsennotierung, die für den 21. Juni vorgesehen ist.

Der Platzierungspreis darf den Angaben zufolge durch die Maßnahmen nicht überschritten werden. Koordiniert würden sie durch die Investmentbank Morgan Stanley als "Stabilisierungsmanager". Das Institut fungiert gemeinsam mit der Deutschen Bank als Globaler Koordinator des IPO und steht an der Spitze des Emissionskonsortiums aus 19 Banken. Im Verhältnis zwischen Deutscher Bank und Postbank gab es im Vorfeld erhebliche Irritationen.

Morgan Stanley ist laut Verkaufsprospekt berechtigt, Aktien der Postbank am Markt zurückzukaufen, um Kursschwächen zu begegnen. Darüber hinaus können die Konsortialbanken Anteilscheine aus der Mehrzuteilungsreserve (Greenshoe) erwerben, die bis zu rund 11% des Postbank-Kapitals ausmacht. Direkt angeboten werden am Markt zunächst maximal rund 38% der Aktien. Insgesamt will sich der Eigentümer Deutsche Post AG höchsten von 49,9% der Postbank-Anteile trennen.

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moya:

Postbank-Mitarb. für 50 Mio EUR Aktien gezeichnet

 
05.06.04 15:22
Postbank-Mitarbeiter haben für gut 50 Mio EUR Aktien gezeichnet

Mitarbeiter der Deutschen Postbank AG haben bereits vor dem Börsengang im Rahmen einer garantierten Zuteilung Aktien im Volumen von insgesamt 51,1 Mio EUR gezeichnet. Das teilte das Bonner Kreditinstitut in seinem am Samstag veröffentlichten Verkaufsprospekt für den Börsengang am 21. Juni mit.

Insgesamt können die inländischen Beschäftigten der Postbank noch bis zum 11. Juni Papiere im Gegenwert von bis zu 5.270 EUR bestellen. Dieses Beteiligungsprogramm läuft seit dem 19. April.

Zum einen haben die Mitarbeiter dabei die Gelegenheit, Aktien im Volumen von bis zu 270 EUR zum Platzierungsplatz zu zeichnen, wobei der Arbeitgeber maximal die Hälfte der Summe als steuer- und abgabenfreien Zuschuss gewährt. Darüber hinaus können ohne diese Vergünstigung weitere Aktien in Paketen von 400, 1.000, 2.500 und 5.000 EUR erworben werden. In beiden Fällen ist die Zuteilung garantiert.

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moya:

Risiken u. Nebenwirkungen beim Postbank-Börsengang

 
06.06.04 11:21
DÜSSELDORF (Dow Jones-VWD)--Ein relativ sicheres Investment - diesen Eindruck vermittelt die Deutsche Postbank für ihren Börsengang. Doch ein Blick in den jetzt vorliegenden Verkaufsprospekt zeigt: Der Neuling auf dem Kurszettel wird kein Witwen- und Waisenpapier sein. Auf 17 Seiten nennt die Bank Unwägbarkeiten, die negative Folgen haben könnten. Ein solcher Gefahren-Katalog ist bei Erstemissionen zwar obligatorisch und soll alle Eventualitäten abdecken. Doch die angeführten Warnungen vor allem für das operative Geschäft erscheinen keineswegs rein hypothetisch.

"Der Eintritt dieser Risiken kann die Geschäftstätigkeit der Postbank wesentlich beeinträchtigen und erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben", heißt es zusammenfassend. Die mögliche bittere Konsequenz: "Der Börsenkurs der Aktien könnte aufgrund des Eintritts jedes dieser Risiken fallen, und Anleger könnten ihr eingesetztes Kapital ganz oder teilweise verlieren." Wie hier durchzieht der Konjunktiv das gesamte Kapitel; über die Eintrittswahrscheinlichkeit wird nichts gesagt. Der meiste Raum ist Risiken aus der Geschäftstätigkeit gewidmet.

So heißt es, das Bankenumfeld in Deutschland dürfte auf absehbare Zeit schwierig bleiben. Schon ein längeres Anhalten der schwierigen konkunkturellen Lage könnte zu einem Rückgang der Nachfrage nach den Produkten und Leistungen der Postbank und vor allem zu einem weiteren Anstieg des Ausfallsrisikos bei notleidenden Krediten führen. In diesem Bereich ist das Institut zwar relativ geringfügig engagiert, will sich aber verstärken. Zudem bestünden Konzentrationsrisiken, denn die Postbank habe "Kredite in erheblichem Umfang an eine begrenzte Zahl von Schuldern ausgereicht."

Anhaltend niedrige Zinsen belasten Ergebnis

Wegen seines verhältnismäßig geringen Ausleihvolumens hat das Institut einen besonders großen Einlagenüberhang. Von daher ist seine Ertragslage "im Vergleich zu Wettbewerbern in besonderem Maße vom Zinsergebnis abhängig". Das niedrige Zinsniveau macht der Bank bereits jetzt zu schaffen. Ein längerfristiges Anhalten werde das Zinsergebnis weiter belasten, heißt es im Börsenprospekt. Wenn aber die Zinsen wieder anziehen, muss die Postbank mit negativen Folgen für das Finanzanlageergebnis rechnen. Denn sie hat einen hohen Bestand an längerfristig verzinslichen Kapitalanlagen, deren Preise bei einem Zinsanstieg sinken.

Des weiteren weist die Postbank darauf hin, dass die Branche in Deutschland vor allem im Bereich der Privatkundenbanken "durch eine starke Fragmentierung und hohe Wettbewerbsintensität geprägt" sei, die vor allem auf Überkapazitäten beruhe. "Der anhaltende Wettbewerbsdruck kann dazu führen, dass andere Banken zur Kundengewinnung und -bindung ihre Konditionen für Spar- und Girokonten verbessern oder mit attraktiven Konditionen versuchen, neu in den Markt einzudringen", warnt der Börsenaspirant. Die möglichen Folgen: Eine Abnahme von Tempo und Umfang der Kundengewinnung und ein "erheblicher Abfluss von Sicht-und Spareinlagen".

Die künftigen Aktionäre sollten sich außerdem darüber im Klaren sein, wer letzten Endes bei der Postbank den Ton angibt: Die Mutter Deutsche Post AG und dahinter der Bund als deren Mehrheitsaktionär könnten unmittelbar oder indirekt "einen beherrschenden Einfluss auf die Gesellschaft ausüben", heißt es. So bestehen neben den kapitalmäßigen und wirtschaftlichen Verflechtungen - vor allem durch die Mitbenutzung der Post-Filialen - auch enge personelle Bande zwischen dem Börsenkandidaten und dem Mutterkonzern.

"Doppelmandat" des Vorstandsvorsitzenden

Denn der Postbank-Vorstandsvorsitzende Wulf von Schimmelmann sitzt gleichzeitig im Konzernvorstand der Deutschen Post, und deren Vorsitzender Klaus Zumwinkel steht dem Aufsichtsrat der Tochter vor. Beide sind in das Aktienoptionsprogramm der Post eingebunden. Ferner ist die variable Vergütung Schimmelmanns und seiner Kollegen teilweise "an den Erfolg des Deutsche-Post-Konzerns geknüpft". Insgesamt sei nicht auszuschließen, dass die Einbindung der Postbank-Vorstände in die Konzernstrategie der Post oder das eigene wirtschaftliche Interesse an deren Erfolg dazu führten, dass Einzelne zum Nachteil der Postbank die Interessen des Mutterhauses wahrnähmen.

Schließlich schweben potenzielle Gefahren aus Brüssel über der Postbank, wo die Europäische Kommission in den vergangenen Jahren bereits der Deutschen Post schwer zu schaffen machte. Die Bank macht darauf aufmerksam, dass die Vergütung, die sie der Muttergesellschaft für die Nutzung von deren Filialnetz zahlt, eventuell eine unerlaubte staatliche Beihilfe darstellt. Post und Postbank seien allerdings gegenteiliger Ansicht. Außerdem bestehe neuerdings durch eine aktuelle Brüsseler Entscheidung wieder Unsicherheit, ob nicht die überwiegende Versorgung der Postbank-Beamten durch den Bund verboten ist und eine Rückzahlung zur Folge haben könnte.

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moya:

Postbank-Aktien kosten zwischen 31,50 und 36,50 EU

 
06.06.04 19:04
Postbank-Aktien kosten zwischen 31,50 und 36,50 EUR

Die Aktien der Deutsche Postbank AG werden zu einem Preis zwischen 31,50 und 36,50 EUR zum Kauf angeboten. Das teilte der Mutterkonzern Deutsche Post AG, beide Bonn, am Sonntag mit. Von Montag an laufe für zwei Wochen die Zeichnungsfrist. Platziert werden bis zu 50% minus einer Aktie. Bei den ersten Gespräche im Rahmen der vorangegangenen 14-tägigen Vorvermarktung sei das Angebot bei den Investoren auf "gute Resonanz" gestoßen.


"Die Rückmeldungen überzeugen uns, dass die nun gefundene Preisspanne die richtige ist, erklärte der Post-Vorstandsvorsitzende Klaus Zumwinkel. Das Premarketing, die Marktforschung und die Studien der Analysten hätten eindrucksvoll bestätigt, dass die Postbank ein solides und wachstumsorientiertes Unternehmen sei.

Die Preispanne spiegelt nur an ihrem oberen Ende die Vorstellungen wider, die Zumwinkel in den vergangenen Wochen zum Unternehmenswert der Postbank geäußert hatte. Lediglich bei einem Emissionskurs von 36,50 EUR würden bei insgesamt 164 Mio Aktien die 6 Mrd EUR erreicht, mit denen der Vorstandsvorsitzende das Institut veranschlagt.

Mit dem unteren Ende der Spanne errechnet sich lediglich ein Unternehmenswert von knapp 5,2 Mrd EUR, der nicht sehr weit über dem mutmaßlichen Buchwert von 4,9 Mrd EUR läge. Im Vorfeld waren seitens potenzieller Investoren auch Preisvorstellungen von weniger als 30 EUR je Aktie geäußert worden.
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moya:

Das Endspiel für die Postbank läuft

 
06.06.04 19:12
Die Preisspanne für die Zeichnungsfrist des Kreditinstituts liegt bei sehr hohen 31,50 bis 36,50 Euro

Post warnt vor Herunterreden des Postbankwerts 1529672
 
Angespannt: Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Postbank AG, Wulf von Schimmelmann
 
Frankfurt/Main  -  Der Postbank-Börsengang soll das IPO des Jahres werden - und daher ist er für manche Banken die beste Gelegenheit, Kleinanleger nach den schlechten Zeiten in Aktien zu locken. Zumindest denkt sich das die Comdirect: Sie bietet bei Depot-Eröffnung eine Postbank-Aktie gratis. Wer rechnen kann, weiß, dass sich das kaum lohnt. Zumal wohl bis kurz vor Ende der Zeichnungsfrist nicht sicher ist, ob die Postbank nun an die Börse kommt oder nicht. Bis zum ersten Handelstag am 21. Juni kann die Post als Verkäufer der Aktien das IPO noch stoppen. Für Anleger, die einen Kaufauftrag abgegeben haben, hätte das aber keine Folgen. Er würde nur verfallen.


Preisspanne: Die Preisspanne für die Aktie hat die Postbank-Mutter Post mit den Konsortialbanken nach Umfragen bei Investoren auf 31,50 bis 36,50 Aktien festgelegt. Das entspricht einer Unternehmensbewertung von 5,16 bis knapp sechs Mrd. Euro. "Die Rückmeldungen überzeugen uns, dass die nun gefundene Preisspanne die richtige ist", ließ Post-Chef Klaus Zumwinkel mitteilen. Wenn er sich da nicht täuscht: Fondsmanager wollten bei Umfragen in den vergangenen Tagen häufig nicht mehr als 26 bis 30 Euro je Aktie zahlen. Zwar kommt die Aktie Gelb II in ein attraktives Umfeld - seit 1997 schlugen sich Konkurrenten bis auf das Jahr 2000 meist besser oder so gut wie der Dax. Die gewählte Preisspanne aber ist gewagt.


Preis Der endgültige Preis wird am 20. Juni festgelegt.


Aktien Mit dem Börsengang will sich die Deutsche Post von bis zu 50 Prozent minus einer Aktie ihrer Postbank-Anteile trennen - das sind bis zu 81,9 Mio. Anteilsscheine inklusive einer Platzierungsreserve von 8,2 Mio. Papieren. Wie viele Aktien tatsächlich an den Markt kommen, ist offen. Dies hängt von der Nachfrage während der Zeichnungsphase ab. Die Aktionäre haben auf der Hauptversammlung Stimmrecht. Sie sind für das Gesamtjahr 2004 dividendenberechtigt. Egal, wie hoch der Streubesitz ist, für die Aufnahme in den Deutschen Aktienindex Dax wird der Börsenwert wohl nicht reichen. Der Aufnahme in den MDax sollte bei der nächsten Indexanpassung nichts im Weg stehen.


Zeichnung Ab heute bis Freitag, den 18. Juni um 12 Uhr können Anleger die Aktien zeichnen. Die Mindestorder sind 20 Stück. Dabei können Interessenten die Aktie mit oder ohne Limit zeichnen. Fehlt eine Begrenzung, müssen sie bei Zuteilung den Emissionspreis zahlen. Wer ein Limit setzt, macht deutlich, welchen Preis er maximal zahlen will. Liegt der Emissionspreis höher, geht er aber leer aus. Ab dem 21. Juni kann jeder bei seiner Bank erfragen, wie viele Aktien er bekommt.


Zeichnungsanreize Privatanleger werden stiefmütterlich behandelt. Während der Mutterkonzern Post vor seinem Börsen-Debüt im Herbst 2000 noch mit Frühzeichnerrabatten und Bonusaktien lockte, soll es nun höchstens bei der Zuteilung der Postbank-Aktien Zugeständnisse geben. Übersteigt die Nachfrage nach den Postbank-Papieren das Angebot können Aktionäre der Deutschen Post, sowie Mitarbeiter und Kunden der Postbank mit Vorteilen bei der Zuteilung rechnen. Wer jetzt noch Postbank-Kunde werden will, kommt aber zu spät. Stichtag war der 5. Mai 2004. Der genaue Zuteilungsschlüssel wird am 19./20. Juni erstellt.

Zielgruppe Die Postbank begründet den sparsamen Umgang mit Kaufanreizen damit, dass die Aktie gerade nicht als Volksaktie gedacht sei. Das Unternehmen wolle Investoren ansprechen, die wissen, dass Aktien auch fallen können. Vor allem institutionelle Anleger aus In- und Ausland sollen die Orderbücher füllen. Wie aus Konsortialkreisen zu hören ist, wird derzeit ein Privatanlegeranteil von 20 Prozent angestrebt.


Chancen Die Postbank gilt als schlafender Riese unter den hiesigen Banken. Als einzige Großbank ist das Kreditinstitut sehr stark auf das Geschäft mit Privatkunden ausgerichtet. Dieses ist weniger riskant als das Firmenkundengeschäft. Mit 11,5 Mio. Kunden belegt die Postbank hinter Sparkassen und Genossenschaftsbanken den dritten Platz im Markt. Was sich fantastisch anhört, spiegelt aber Schwäche und Chancen der Postbank wider. Denn von den 11,5 Mio. Kunden haben nur 4,5 Mio. Kunden ein Girokonto bei der Postbank und sorgen aktiv für Umsätze. Damit macht das Kreditinstitut weniger Ertrag pro Kunde im Jahr als die Konkurrenten. Gelingt es Postbank-Chef Wulf von Schimmelmann, seine Vertriebsmaschine zum Laufen zu bringen, schlummert in der großen Anzahl an Kunden aber ein riesiges Potenzial.


Risiken: Analysten weisen vor allem auf die Verflechtung mit der Mutter Post. Die Postbank hat keine Filialen, sondern nutzt die 9000 Geschäftstellen der Post. Damit ist ihr Einfluss auf Mitarbeiter und Filialpolitik begrenzt. Der Vertrag darüber läuft unbegrenzt und kann erstmals mit einer Frist von drei Jahren zum Jahr 2010 gekündigt werden. Insgesamt aber sind die Risiken so gering wie bei keinem anderen deutschen Börsengang in 2004. Das Geschäftsmodell funktioniert. Das Haus macht Gewinn - im Vergleich zu Konkurrenten aber auf niedrigem Niveau.

-Die Welt-


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moya:

Kleinaktionäre kritisieren hohe Preisspanne

 
07.06.04 08:37
Kleinaktionäre kritisieren hohe Preisspanne für Postbank-Aktie

Kritik an der Preisspanne für die Postbank-Aktien DPW.ETR hat die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) geübt. "Die Preisspanne liegt erstaunlich hoch", sagte Reinhild Keitel, Geschäftsführerin der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) der "Berliner Zeitung" (Montagausgabe). Die Deutsche Post hatte am Sonntag die Spanne für die Postbank-Aktien mit 31,50 Euro bis 36,50 Euro angegeben.

Zuvor seien schließlich Spannen zwischen 26,50 und 36 Euro im Gespräch gewesen, sagte Keitel. "Ich bin überrascht, dass die Spanne über der Marke von 31 Euro liegt". Eine niedrigerer Preis wäre angemessener gewesen, sagte Keitel. "Schließlich sollte man sich in Erinnerung rufen, dass Anleger mit Aktien des Bundes in der Vergangenheit wenig Freude hatten.
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moya:

Postbank erste Taxe im IPO-Handel 31,50 zu 32,50

 
07.06.04 08:39
IPO/Postbank erste Taxe im Pre-IPO-Handel 31,50 zu 32,50 EUR
Die erste Taxe der Postbank im Handel per Erscheinen liegt am Montagmorgen zu Beginn der Zeichnungsfrist bei 31,50 zu 32,50 EUR. Der Graumarktpreis befindet sich damit am unteren Rand der Bookbuildungspanne von 31,50 zu 36,50 EUR. Händler zeigen sich von dieser Spanne überrascht. "Zu teuer", heißt es unisono. Ein Teilnehmer bezeichnet die Preisvorstellungen der Mutter Deutsche Post sogar als "unverschämt". Im Vorfeld der Zeichnungsfrist hatten institutionelle Anleger signalisiert, nicht mehr als 30 EUR für die Postbank-Aktie ausgeben zu wollen
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moya:

Postbank-Aktien - Börsengang-Absage möglich

 
07.06.04 09:02
Experten kritisieren Preis für Postbank-Aktien - Börsengang-Absage möglich

FRANKFURT (dpa-AFX) - Analysten und Fondsmanager kritisieren die Preisvorstellung der Deutschen Post DPW.ETR für den angepeilten Börsengang der Tochter Postbank als "zu hoch" und befürchten ein Absage der Emission. "Zu dem Preis wird es sehr schwer, die Aktien zu platzieren", sagte Fondsmanager Andreas Thomae von der HVB-Tochter Activest der "Financial Times Deutschland" (FTD, Montagausgabe). "Es wird spannend, ob das Ganze klappt", sagte ein anderer Fondsmanager einer großen deutschen Gesellschaft.

Die Deutsche Post hatte am Wochenende als Zeichungsspanne für die Aktie der Postbank 31,50 bis 36,50 Euro genannt. Investoren hatten einen wesentlich niedrigeren Wert erwartet. Postbank-Chef Wulf von Schimmelmann verteidigte die Preisspanne. "Mit dieser Spanne wurde allen Interessen Genüge getan. Zu hoch ist sie nicht", sagte er dem "Handelsblatt" (Montagausgabe). Sein Unternehmen habe noch nicht alle Potenziale ausgenutzt. Man könne zum Beispiel noch wesentlich mehr Produkte pro Kunde verkaufen.

ZEICHNUNGSFRIST
Die Wertpapiere können von diesem Montag (7.6.) an bis zum 18. Juni gezeichnet werden. Anschließend wird der endgültige Emissionspreis festgelegt. Der Börsengang der mit rund 11,5 Millionen Kunden größten Privatkundenbank Deutschlands ist für den 21. Juni geplant.

Mit dem vorgelegten Angebot liegt der Bonner Logistikkonzern über dem Buchwert, denn der Wert der Postbank in den Büchern der Deutschen Post entspricht einem Preis von etwa 29,75 Euro je Aktie. Deutsche-Post-Chef Klaus Zumwinkel hatte in der Vergangenheit den gesamten Wert der Banktochter mit sechs Milliarden Euro veranschlagt. Das würde rein rechnerisch bei insgesamt 164 Millionen Aktien einen Stück-Preis von 36,59 Euro ergeben.

Die Deutsche Post will von den 164 Millionen Aktien ihrer Bank-Tochter bis zu "50 Prozent minus eine Aktie" an die Börse bringen. Die Post würde damit auch nach der Ausgabe von fast 82 Millionen Postbank-Aktien weiterhin die Mehrheit halten. Der Postbank-Börsengang wäre die drittgrößte Neuemission der vergangenen fünf Jahre an der Frankfurter Wertpapierbörse - hinter der Deutschen Post und Infineon IFX.ETR. Der Börsengang der soliden und gewinnträchtigen Postbank gilt als wichtiger Test für den Finanzplatz Deutschland und könnte das derzeit eher flaue Geschäft mit Neuemissionen wieder beleben. In diesem Jahr trauten sich mit dem Fahrrad-Produzenten Mifa FW1.FSE und dem Geldautomaten-Hersteller Wincor Nixdorf WIN.FSE erst zwei Unternehmen aufs Parkett, drei Börsengänge wurden abgesagt.
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Sitting Bull:

Ich erinnere aus

 
07.06.04 11:13
gegebenen Anlass an das Post IPO: Minus 50 Prozent in zwei Jahren. Auch jetzt noch dürfen sich Post-Aktionäre über ein Minus von 20% "freuen".

Kinners, das ist ein "Eichel-IPO". Nicht vergessen.
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der_geniale_g.:

Oder auch zur Erinnerung IPO Mifa

 
07.06.04 11:41
       Post warnt vor Herunterreden des Postbankwerts 1530367
     
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moya:

Gute Resonanz von Investoren für Postbank

 
07.06.04 11:47
Post-Chef Zumwinkel sieht gute Resonanz von Investoren für Postbank-Börsengang

FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche-Post-Chef DPW.ETR Klaus Zumwinkel sieht eine gute Resonanz von Investoren für den am 21. Juni angestrebten Börsengang der Tochter Postbank. Vor allem von ausländischen Fonds sei das Interesse "beachtlich". "Zusätzlich hat das große Interesse von Privatanlegern und Mitarbeitern der Postbank unser Vertrauen in den Kapitalmarkt gestärkt", sagte Zumwinkel am Montag in Frankfurt.

Die Gespräche mit zukünftigen Investoren hätten ihn "positiv überrascht", sagte Postbank-Chef Wulf von Schimmelmann. Die Postbank werde inzwischen "auch als Wachstumswert" eingeordnet, dem "erhebliches Potenzial" zugesprochen werde. Daher sei er sehr zuversichtlich, dass auf der anstehenden Roadshow die Investoren überzeugt werden könnten. Die Deutsche Post hatte am Wochenende als Zeichungsspanne für die Aktie der Postbank 31,50 bis 36,50 Euro genannt. Viele Experten und Analysten hatten einen wesentlich niedrigeren Wert erwartet und sich daher skeptisch für den Erfolg des Börsengangs gezeigt."Zu dem Preis wird es sehr schwer, die Aktien zu platzieren", sagte Fondsmanager Andreas Thomae von der HVB-Tochter Activest der "Financial Times Deutschland" (FTD, Montagausgabe). "Es wird spannend, ob das Ganze klappt", sagte ein anderer Fondsmanager einer großen deutschen Gesellschaft.

Schimmelmann hob vor allem das Kundenpotenzial hervor. "Zwei bis drei Millionen Menschen besuchen täglich die Filialen der Deutsche Post, und nur der kleinere Teil ist bisher Kunde der Postbank - eine enorme Chance, die hier sozusagen vor der eigenen Haustür liegt".

"Wir wollen in die Spitzengruppe europäischer Filialbanken vorstoßen", sagte Schimmelmann. Er betonte, dass es in Deutschland keine "börsennotierte Bank mit einem ähnlichen Profil - hoher Retailanteil und niedrigere Kreditrisiken gebe. Der überwiegende Teil der Erträge entfiele auf das Privatkundengeschäft, während es bei den deutschen Großbanken nur etwa ein Drittel sein.

Die Wertpapiere können von diesem Montag (7.6.) an bis zum 18. Juni gezeichnet werden. Anschließend wird der endgültige Emissionspreis festgelegt. Der Börsengang der mit rund 11,5 Millionen Kunden größten Privatkundenbank Deutschlands ist für den 21. Juni geplant. Der Postbank-Börsengang wäre die drittgrößte Neuemission der vergangenen fünf Jahre an der Frankfurter Wertpapierbörse - hinter der Deutschen Post und Infineon IFX.ETR.

Der Börsengang der soliden und gewinnträchtigen Postbank gilt als wichtiger Test für den Finanzplatz Deutschland und könnte das derzeit eher flaue Geschäft mit Neuemissionen wieder beleben. In diesem Jahr trauten sich mit dem Fahrrad-Produzenten Mifa und dem Geldautomaten-Hersteller Wincor Nixdorf erst zwei Unternehmen aufs Parkett, drei Börsengänge wurden abgesagt.

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moya:

IPO/Kennzahlen zum Börsengang:Deutsche Postbank AG

 
07.06.04 12:51
IPO/Kennzahlen zum Börsengang: Deutsche Postbank AG

Deutsche Postbank AG, Bonn

21. Juni 2004 (Erstnotiz)

EMISSIONSDATEN

Börsensegment: Prime Standard Branche: Bank WKN: 800100 Börsenkürzel: DPB

Zeichnungsfrist: 7. - 18.06.2004 Bookbuilding-Spanne: 31,50 - 36,50 EUR Emissionspreis: 19./20.6.(Bekanntgabe) Erstnotiz: 21.06.2004 Konsortium: Deutsche Bank (Lead)
Morgan Stanley (Lead)
Citigroup, DrKW, UBS
JP Morgan, (Senior
Co Leads) ABN Amro
ComSec, DZ Bank, HVB
BayernLB, WestLB
Goldman Sachs
Merrill Lynch, Calyon
Fox-Pitt, HSBC TuB
LBBW, Sal. Oppenheim

Emissionsvolumen: 73,8 Mio Stückaktien zzgl. Greenshoe: 8,199 Stückaktien Grundkap. nach IPO: 2.794 Mio EUR Der Postbank fließen keine Einnahmen aus dem IPO zu. Den Emissionserlös erhält komplett der abgebende Aktionär. Lock-up-Frist: 12 Monate Ablauf der Frist: 15.06.2005

HERKUNFT DER AKTIEN: Alle angebotenen Aktien stammen von der Deutsche Postbank Beteiligungs GmbH, einer Volltochter der Deutschen Post AG.

UNTERNEHMENSDATEN:

Deutsche Postbank AG Friedrich-Ebert-Allee 114 - 126 53113 Bonn Tel.: 0228/920-0 Fax: 0228/920-35151 Internet: www.postbank.de E-Mail: direkt@postbank.de

KONTAKT: Unternehmenskommunikation Joachim Strunk 0228/920-12100 E-Mail: joachim.strunk@postbank.de

TÄTIGKEITSFELD: Die Postbank hat vier Geschäftsbereiche. Größter ist der Bereich Retail-Banking. Darüber hinaus engagiert sich die Bank im Firmenkunden-Geschäft, an den Finanz-Märkten sowie neuerdings im Transaction Banking.

VORSTAND: Wulf von Schimmelmann (Vors.)
Dirk Berensmann (IT)
Andreas Bezold (Finanzen)
Stefan Jütte (Kredite)
Wolfgang Klein (Privatkunden)
Loukas Rizos (Financial Markets)
Lothar Rogg (Privatkunden)
Ralf Stemmer (Ressourcen)

AUFSICHTSRAT: Klaus Zumwinkel (Vors.)
Wilfried Boysen
Edgar Ernst

EIGNERSTRUKTUR (in Anteilsprozent)

VOR IPO: Deutsche Post World Net 100%(direkt und indirekt)

NACH IPO (und Greenshoe):Deutsche Post World Net 50% plus 1 Aktie Streubesitz 50% minus 1 Aktie

GESCHÄFTSZAHLEN (in Mio EUR, Verluste stehen in Klammern, nach IFRS)

2001 2002 2003

Zinsüberschuss 1.639 1.852 1.653 Risikovorsorge 102 137 154 Provisionsübersch. 408 455 467 Handelsergebnis 56 80 183 Jahresüberschuss 190 132 352

(Quelle: Verkaufsprospekt Postbank)

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der_geniale_g.:

Deutsche Postbank: Nicht Zeichnen (SRC Research)

 
08.06.04 15:40
In einer Studie vom 8. Juni bewerten die Analysten der SRC Research die Deutsche Postbank AG mit "Nicht Zeichnen".
Die Postbank solle zu teuer an die Börse gebracht werden. Vielleicht dürfte sogar bezweifelt werden, dass das Institut wirklich ernsthaft an einer Platzierung der Anteile interessiert sei und doch lieber den schnellen Verkauf des Instituts als Ganzes anstrebe. Doch auch die Deutsche Bank war wohl Mitte Mai nicht bereit, einen Preis in der Größenordnung von 6 Mrd. Euro zu bezahlen. Warum sollten jetzt institutionelle und private Investoren Anteile der gelben Bank für umgerechnet 5,2 Mrd. bis 6,0 Mrd. Euro ins Depot nehmen? Die Analysten sehen im besten Falle bei Würdigung aller positiven Umstände und der guten Chancen im neuen Geschäftsfeld Transaction Banking eine Kurs-Fantasie bis zum 1,1-fachen des Buchwerts. Dies entspreche rund 5,4 Mrd. Euro oder rund 33 Euro je Aktie. Selbst wenn die Postbank zu 31,50 Euro am unteren Ende des Bookbuildings gebracht werden sollte, sei da kaum noch Potenzial nach oben.

Analyst: SRC Research
Rating des Analysten: Nicht Zeichnen


Quelle: Aktien & Co   08.06.2004 14:20:00
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moya:

BaFin untersucht Vorgänge um Deutsche Bank/Postban

 
08.06.04 15:47
EXKLUSIV/BaFin untersucht Vorgänge um Deutsche Bank/Postbank


von Christian Hartel und Stefan Mechnig - Dow Jones Newswires BONN (Dow Jones-VWD)--

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) nimmt die Rolle der Deutschen Bank AG in Zusammenhang mit dem Börsengang der Deutschen Postbank AG unter die Lupe. BaFin-Präsident Jochen Sanio sagte am Dienstag im Gespräch mit Dow Jones Newswires, sein Haus gehe solchen Vorgängen, wie sie in der Presse geschildert worden seien, wie üblich "auf den Grund". Die mutmaßlichen Sachverhalte könnten "durchaus eine Relevanz im Bereich des Wertpapierhandelsgesetzes" haben. Konkrete Verdachtsmomente bestünden allerdings nicht, betonte Sanio. "Wenn wir solche Dinge lesen, dann gehen wir ihnen auf den Grund, bis wir wissen, was wir davon zu halten haben", sagte der Bankenaufseher. Eine der Fragestellungen könnte lauten, ob bei den Vorgängen um Deutsche Bank und Postbank insiderrelevante Tatsachen eine Rolle gespielt hätten. Der Ausgang der Untersuchungen sei aber noch völlig offen, sagte Sanio. Die Deutsche Bank ist einer der beiden globalen Koordinatoren des Bankenkonsortiums, das den für den 21. Juni geplanten Börsengang der Postbank begleitet. Ende Mai war ein Papier der Deutschen Bank in die Öffentlichkeit gelangt, in dem sie den Unternehmenswert der Postbank lediglich mit 4,4 Mrd bis 5,3 Mrd EUR beschrieb. Diese Zahlen lagen weit unter den Preisvorstellungen der Deutschen Post AG, die den Wert ihrer Tochtergesellschaft damals bei rund 6 Mrd EUR ansetzte. Die Deutsche Bank hatte erklärt, es habe sich um eine interne Zusammenstellung von Markteinschätzungen gehandelt, die ein Mitarbeiter unautorisiert weitergegeben und die nicht der offizielle Haltung des Hauses entsprochen habe. Außerdem hatte die Deutsche Bank vor einigen Wochen, mitten in den Vorbereitungen für die Emission, angeblich eine Übernahme des Bonner Insituts erwogen. Diese Vorgänge hatten im Markt zu großem Wirbel und erheblicher Verunsicherung geführt. Besonders war bestandet worden, dass das Frankfurter Geldhaus als Konsortialführer genauen Einblick in Interna der Postbank hatte.
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moya:

Postbank bis 34 Euro zeichnen lt. AC Research

 
08.06.04 15:58
Postbank bis 34 Euro zeichnen
AC Research (AktienCheck vom 08.06.2004)

Die Analysten von AC Research empfehlen derzeit, die Aktien der Postbank (ISIN DE0008001009/ WKN 800100) zu einem Preis von bis zu 34 Euro zu zeichnen.
Das Unternehmen wolle am 21. Juni an die Börse gehen.

Seit gestern und bis einschließlich dem 18. Juni würden insgesamt maximal 81.999.999 Aktien zu einer Preisspanne von 31,50 bis 36,50 Euro angeboten werden. Am oberen Rand der Preisspanne erreiche das Unternehmen damit eine Marktkapitalisierung von rund 6 Milliarden Euro. Dies entspreche dem Wert, den Postchef Klaus Zumwinkel immer wieder genannt habe.

Allerdings würden die Analysten von AC Research davon ausgehen, dass der faire Wert der Aktie eher am unteren Ende der Preisspanne zu finden sei. So rechne man für die Postbank im laufenden Geschäftsjahr mit einem Gewinn von 390 Millionen Euro. Im kommenden Geschäftsjahr 2005 erscheine dann ein Nachsteuergewinn von 450 Millionen Euro erreichbar. Multipliziert mit dem durchschnittlichen KGV2005e der im DAX notierten deutsche n Großbanken von 12,5 ergebe sich damit ein fairer Unternehmenswert von 5,625 Milliarden Euro. Dies entspreche einem Wert je Aktie von 34,30 Euro.

Aufgrund der vergleichsweise hohen Gewinndynamik ergebe sich damit für die Aktie der Postbank bei einem Ausgabepreis von bis zu 34 Euro im Anschluss an das IPO noch weiteres Wachstumspotential.

Die Analysten von AC Research empfehlen, die Aktien der Postbank bis zu einem Preis von 34 Euro zu zeichnen.

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bammie:

Ausländische Investoren mauern

 
08.06.04 16:02
Es sollte der Börsengang des Jahres werden, Schwung bringen für den dahinsiechenden Neuemissionsmarkt. Doch dann verschreckte Post-Chef Klaus Zumwinkel private und institutionelle Anleger mit seinen Preisvorstellungen. Droht der IPO der Postbank zum Flop zu werden?


Hamburg/Frankfurt am Main - Die ersten Alarmsignale kommen vom so genannten Grauen Markt. Am Montag wurden lediglich 10.000 Postbank-Aktien umgesetzt, am Dienstagvormittag nach Angaben eines Düsseldorfer Händlers bislang gerade einmal 2000 Stück. Vermutlich werde das zögerliche Geschäft auch noch andauern.

Die Zurückhaltung der Kaufinteressenten lässt befürchten, dass die negative Resonanz auf die von Zumwinkel verkündete Preisspanne zwischen 31,50 und 36,50 Euro mehr ist als eine Fortsetzung des Preispokers. Bei einer solchen Preisspanne biete die Aktie auf absehbare Zeit kaum reelle Chancen für Kursgewinne, sagt etwa Guido Hoymann vom Frankfurter Bankhaus Metzler. Aus Sicht von Deka-Fondsmanager Jens Meyer ist die Spanne etwa zehn Prozent höher angesetzt als erwartet. "Ich hatte eher mit 33 Euro als obere Grenze gerechnet. Jetzt sehe ich wenig Kursphantasie". Sein Kollege Boris Böhm von Nordinvest zeigte sich enttäuscht: "Für mich ist da nichts zu holen, die Spanne ist zu hoch."

Doch Zumwinkel und Postbankchef Wulf von Schimmelmann verbreiten weiterhin Optimismus. Vor allem von ausländischen Fonds sei das Interesse beachtlich, sagte Postchef Zumwinkel am Montag in Frankfurt. Angelsächsische Anleger würden bei der Verteilung der Aktien vielleicht sogar die Oberhand gewinnen.

Genau die jedoch zeigen der Postbank-Aktie die kalte Schulter. "Wir würden nicht einmal das untere Ende der Preisspanne bezahlen", zitiert die "Financial Times" die Analystin Susan Arnott von der zweitgrößten britischen Fondsgesellschaft Threadneedle. "Auf diesem Preisniveau wird kein Investor kaufen", sagte auch Julie Thomas vom Konkurrenten Morley Fund Management gegenüber dem Blatt. Die Argumente, die während der in den nächsten Tagen folgenden Präsentationen vorgetragen würden, müssten schon sehr überzeugend sein.

Für Leon Howard-Sprink, Fondsmanager bei Jupiter Asset Management, spiegelt die Preisspanne nicht die Probleme wider, die die Postbank noch zu bewältigen hat. Dazu gehörten etwa die niedrige Rendite und die komplizierten Verträge über die Vertriebskooperation mit der Post. Die Bank hat keine eigenen Filialen und versorgt ihre Kunden in den Geschäftsstellen des Mutterkonzerns.

Was das betrifft, sieht Zumwinkel sich gut gerüstet. "Die Angelsachsen kennen das auf Privatkunden fokussierte Geschäftsmodell sehr gut", sagte der Post-Chef. Die Postbank werde inzwischen als Wachstumswert eingeordnet, dem erhebliches Potenzial zugesprochen werde. Daher sei er sehr zuversichtlich, dass auf der anstehenden Roadshow die Investoren überzeugt werden könnten.

Falls das nicht gelingt, bleiben der Post nur noch die Privatanleger. Deren Anteil an der Emission sei von Anfang an auf 10 bis 15 Prozent veranschlagt worden, sagte Hans Jörg Schüttler, der für Morgan Stanley die Emission betreut. "Wir werden wohl am oberen Ende herauskommen."  
Antworten
moya:

Fonds wollen Postbank billig reden

 
08.06.04 20:12
Fonds wollen Postbank billig reden

Soll man die Aktien der Postbank zur angebotenen Preisspanne zeichnen oder nicht? Diese einfache Frage spaltet die die Finanzwelt in zwei Lager. Schließlich geht es um eine Milliarde Euro mehr - oder weniger.


Von Ralf-Dieter Brunowsky
Die «Financial Times Deutschland» zitiert angelsächsische Fondsmanager von Threadneedle und Morley Fund, denen schon das untere Ende der Preisspanne von von 31,50 bis 36,50 Euro zu teuer ist. Auf der anderen Seite kämpft Post-Chef Klaus Zumwinkel Seit an Seit mit Wulf von Schimmelmann, dem Vorstandsvorsitzenden der Postbank, um eine möglichst hohe Bewertung der Postbank und verweist auf positive Reaktionen gerade von ausländischen Investoren. Im Hintergrund hofft der Bundesfinanzminister auf hohe Erlöse durch die Platzierung der Aktien. Angesichts knapper Kassen sind eine Milliarde mehr oder weniger kein Pappenstiel.

Was kann man denn nun dem Anleger raten? Ein Erwerb der Postbank-Aktie zum Preis von 31,50 Euro entspräche einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 11,3, bezogen auf den geplanten Gewinn im Jahr 2005. Das ist etwas billiger als die Hypovereinsbank und etwas teurer als die Commerzbank. Die Postbank ist ein gut aufgestelltes Unternehmen mit interessanten Wachstumsperspektiven. Das ist für den Privatanleger die wichtigste Botschaft.


Fonds wollen das schnelle Geld

Manche Fonds hätten natürlich gerne das schnelle Schnäppchen nach dem Motto: Im Einkauf liegt der Gewinn. Billig einkaufen, und möglichst bald Gewinne mitnehmen, das ist derzeit angesichts unsicherer Konjunktur und Weltpolitik die Politik vieler Fonds. Wer das bevorzugt, kann ja auch diese Fonds kaufen.

Auf der anderen Seite passt die Postbank-Aktie bestens in ein gut gemischtes, eher konservatives privates Depot. Denn es gibt auch eine Menge Phantasie für die Zukunft dieser Aktie. Der Aufstieg in den Dax dürfte nicht lange auf sich warten lassen. Akquisitionen im Bankenbereich sind jederzeit möglich. Die gesamte Bankenlandschaft ordnet sich in den nächsten Jahren neu.


Ein attraktiver Übernahmekandidat

Das Interesse der Deutschen Bank vor dem Börsengang hat gezeigt, dass die Postbank mit ihren elf Millionen Privatkunden selbst ein attraktiver Übernahmekandidat sein könnte. Nicht zu vergessen: Der Wirtschaftsaufschwung wird sich in den nächsten zwei Jahren beschleunigen. Besserung ist schon jetzt weltweit in Sicht. Die Welt besteht nicht nur aus dem Irak und Al-Qaeda, auch wenn sie damit noch eine Weile wird leben müssen.
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moya:

Hat sich die Deutsche Bank korrekt verhalten?

 
09.06.04 07:19
Finanzaufsicht geht Deutscher Bank auf den Grund

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Hat sich die Deutsche Bank beim Postbank-Börsengang korrekt verhalten?
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) nimmt die Rolle der Deutschen Bank beim geplanten Börsengang der Deutschen Postbank unter die Lupe.

BaFin-Präsident Jochen Sanio sagte der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires am Dienstag in Bonn, die Behörde gehe solchen Vorgängen, wie sie in der Presse geschildert worden seien, wie üblich "auf den Grund". Die mutmaßlichen Sachverhalte könnten "durchaus eine Relevanz im Bereich des Wertpapierhandelsgesetzes" haben. Konkrete Verdachtsmomente bestünden allerdings nicht, betonte Sanio.

"Wenn wir solche Dinge lesen, dann gehen wir ihnen auf den Grund, bis wir wissen, was wir davon zu halten haben", sagte der BaFin-Chef. Eine der Fragestellungen könnte lauten, ob bei den Vorgängen um Deutsche Bank und Postbank insiderrelevante Tatsachen eine Rolle gespielt hätten. Der Ausgang der Untersuchungen sei aber noch völlig offen, sagte Sanio. Die Deutsche Bank ist einer der beiden globalen Koordinatoren des Bankenkonsortiums, das den für den 21. Juni geplanten Börsengang der Postbank begleitet.

Ende Mai war ein Papier der Deutschen Bank in die Öffentlichkeit gelangt, in dem sie den Unternehmenswert der Postbank lediglich mit 4,4 Milliarden bis 5,3 Milliarden Euro beschrieb. Diese Zahlen lagen weit unter den Preisvorstellungen der Deutschen Post, die den Wert ihrer Tochtergesellschaft damals bei rund 6,0 Milliarden Euro ansetzte.

Die Deutsche Bank hatte erklärt, es habe sich um eine interne Zusammenstellung von Markteinschätzungen gehandelt, die ein Mitarbeiter unautorisiert weitergegeben und die nicht der offiziellen Haltung des Instituts entsprochen habe.

Außerdem war vor einigen Wochen offen über eine Übernahme der Postbank durch die größte deutsche Geschäftsbank spekuliert worden. Diese Vorgänge hatten am Finanzmarkt für großen Wirbel und deutliche Verunsicherung gesorgt. Die Kritik hatte sich in diesem Zusammenhang vor allem an der Rolle der Deutschen Bank als Konsortialführer entzündet. In dieser Funktion hat das Institut genauen Einblick in die internen Geschäftsabläufe der Postbank.

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der_geniale_g.:

Global Performance-Kolumne: Zu viel Gier

2
11.06.04 11:17
Am Anfang steht die Gier, dann kommen die Kursverluste. Was für die Börsen allgemein gilt, droht auch den Aktien der Postbank. Mit der Festlegung der Preisspanne auf 31,50 bis 36,50 Euro lässt die Konzernspitze das notwendige Fingerspitzengefühl für die angespannte Lage am IPO-Markt vermissen. Selbst am unteren Ende der Spanne liegt der Börsenwert der Post-Tochter bei 5,17 Milliarden Euro. Die Deutsche Bank hatte den fairen Wert des Geldinstituts in ihrem "versehentlich" publizierten Memorandum auf 4,4 bis 5,3 Milliarden Euro beziffert. Ein Preisabschlag, der der Postbank-Aktie Luft nach oben gelassen hätte, ist nicht erkennbar. Entsprechend negativ fielen die Reaktionen am Markt aus, sogar von "Unverschämtheit" war die Rede.
Natürlich hat die Postbank den Anlegern einiges zu bieten: Die 11,5 Millionen Kunden sind ein Pfund. Der Verkauf von mehr Finanzprodukten an jeden einzelnen Kunden bietet Wachstumspotenzial. Diese Fantasie spiegelt sich im jetzt gewählten Preis allerdings schon wieder. Die Risiken, die im Verkaufsprospekt immerhin 17 Seiten beanspruchen, bleiben dagegen unberücksichtigt: So könnten die EU-Wettbewerbshüter die bisherige Vergütungsregelung für die Nutzung des Filialnetzes der Deutschen Post als unerlaubte staatliche Beihilfe sehen. Dann drohen hohe Nachzahlungen und steigende Kosten. Zudem schlummern in den Büchern der Postbank stille Lasten aus zwei Beteiligungen an DAX-Unternehmen in Höhe von 232 Millionen Euro, die im schlimmsten Fall zu Abschreibungen führen. Darüber hinaus warnt die Postbank vor dem scharfen Wettbewerb im deutschen Bankensektor, der Druck auf die Zinsmargen ausübt und die Gewinnung von Neukunden erschweren könnte.

Kein Wunder, dass die Anleger vorsichtig sind: Selbst in den letzten freundlichen Börsentagen dümpelte das Papier der Postbank im Graumarkt im unteren Bereich der Preispanne. Mit ihren Preisvorstellungen wird die Postbank kaum den erhofften Startschuss für weitere Emissionen setzen können. Wegen der hohen Bewertung raten wir von einer Zeichnung der Papiere ab. Anleger, die sich im Bankenbereich engagieren wollen, finden in der Depfa-Bank eine wachstumsstarke und günstigere Alternative.

In diesem Sinne

Wolfgang Braun

Wolfgang Braun ist Chefredakteur des "Global Performance", ein Börsenbrief für deutsche und amerikanische Wachstumswerte.

Quelle: Finanzen.net
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der_geniale_g.:

Wenig Interesse an Aktien der Postbank

 
11.06.04 15:23
Frankfurt/Main (dpa) - Zehn Tage vor dem angepeilten Börsengang stößt die Aktie der Postbank nur auf wenig Interesse. Nach Auskunft von Händlern liegt das am hohen Preis. Der Handelsumsatz sei sehr gering für eine Emission in dieser Größe, sagte ein Sprecher des Börsenmaklers Schnigge. Hätte man einen Emissionspreis von 28 oder 29 Euro angepeilt, wäre das Interesse sicherlich größer. Die Wertpapiere können noch bis zum 18. Juni gezeichnet werden. Dann wird der endgültige Emissionspreis festgelegt.
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big lebowsky:

Der Postbank IPO ist erledigt o. T.

 
11.06.04 15:33
Ich hatte bereist vor Tagen auf die Ungereimtheiten hingewiesen. Jetzt geht es erst richtig los.Die Dividendenpraxis Postbank zur Deutschen Post wird jetzt kritisch hinterfragt.Bei einem kumulierten Gewinn von gut 400 Mio soll Postbank(natürlich nicht freiwillig) in den letzten beiden Jahren über 1.0 MRD an die Deutsche Post gezahlt haben.Damit sei die Substanz angegriffen worden.

Wert soll bei 28,-- Euro liegen...
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Schwachmat:

Die Deutsche Telekom hat auch gewarnt...

 
11.06.04 16:24
vor angeblich zu niedrigen Bewertungen ihrer Aktien.
Das Spiel ist genau das gleiche wie damals bei der Telekom: Eine staatliche Monopol-Institution wird aus Steuergeldern hochgepusht, später privatisiert und an der Börse als "Volksaktie" zu einem überhohten Wert verhökert, zum großen Teil an naive unwissende Kleinanleger, also das Volk, welches im eigentlichen Sinne bereits Miteigentümer ist. Nachdem sich der Staat einem großen Teil seiner Anteile entledigt hatte, kam der 3. Akt der Schröpfung: Völlig überzogener milliardenschwerer Verkauf von quasi wertlosen UMTS-Lizenzen an die DTE und somit an ihre Aktionäre.
Was haben Aktionäre und Steuerzahler davon? Sie zahlen mehrmals drauf und die Schröpung nimmt bis heute kein Ende.
Aus dem Konsortium des Postbank-IPO lassen sich weitere Parallelen zu dem Deutsche Telekom-IPO ableiten. Stellt sich nur noch die Frage, ob auch der Postbank-Vorstand seinen Namen geändert hat um seine jüdische Herkunft zu tarnen, so wie es Ron Sommer alias Aaron Libovich einst tat.

Fazit: Ich würde mein Geld eher in einen Gulli schmeißen, als Aktien der Postbank dafür zu kaufen, weil ich es dann wenigsten noch einmal platschen höre.  
Antworten
hjw2:

nun, die instis

 
11.06.04 16:40

werden sich draufstürzen,
es soll ja keine volksaktie wie teledumm sein..
*gg*
Antworten
Slash:

Soll Eichel die Aktien zum Früstück

 
11.06.04 16:50
fr...
Ich werde sie definitiv nicht zeichnen. Evtl. würde ich ja die Gewinne meiner Postaktien einsetzen ;-(

Gruß slash  
Antworten
moya:

Postbank - Nachfrage bleibt gering

 
11.06.04 18:19
Postbank - Nachfrage bleibt gering

Laut dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" ist die Nachfrage nach den Aktien der Postbank weiterhin sehr gering. Im sogenannten Handel per Erscheinen liegt der Kurs der Aktien aktuell zwischen 31,75 und 32,15 Euro und damit weiterhin am unteren Rand der Preisspanne von 31,50 bis 36,50 Euro. Das Nachfragevolumen sei ebenfalls niedrig, so das Magazin weiter. Am Donnerstag seien lediglich 20.000 Aktien gehandelt worden, am Freitagmorgen nur 10.000. Bei einem so großen Börsengang wie der Postbank sei das erstaunlich wenig, so ein Händler.

Skeptisch sind die Anleger insbesondere wegen den immer wieder aufkommenden Berichten über Risiken bei der Postbank und der Diskussionen über die Bewertung.  
Antworten
moya:

Deutsche Post findet kaum Investoren für Postbank

 
14.06.04 08:25
Deutsche Post findet kaum Investoren für Postbank - Preis unter Druck

Die Deutsche Post DPW.ETR findet einem Pressebericht zufolge kaum Großinvestoren für ihre Tochter Postbank. Wegen der geringen Nachfrage gerieten die Bonner nun unter Druck, die Preisspanne für den Börsengang zu senken, berichtete die "Financial Times" in ihrer Montagausgabe. Zur Halbzeit der Zeichnungsfrist hätten kaum Großinvestoren das Papier gezeichnet. Das Blatt zitiert einen leitenden Manager einer Konsortialbank mit den Worten: "Wir haben ungefähr 60 Investoren kontaktiert und sie haben alle abgelehnt." Unter anderem sollen auch die ABN Amro AABA.ASX AAR.ETR und Banco Santander SAN.SCM BSD2.FSE angesprochen worden sein.
Am vergangenen Wochenende hätte die Bank bereits ein Entgegenkommen signalisiert. So sollen die angesprochenen Investoren gefragt worden sein, wie weit die derzeitige Preisspanne von 31,50 bis 36,50 Euro gesenkt werden müsse, damit die Bereitschaft zur Zeichnung steige.

Unterdessen berichtete die "Financial Times Deutschland", es hätten inzwischen nur knapp die Hälfte der Post-Mitarbeiter und 63-Prozent der Postbank-Beschäftigten Aktien gezeichnet.
Antworten
Schwachmat:

Ich setzte noch eins drauf:

 
14.06.04 10:49
Viele der Postbank-Mitarbeiter die Aktien ihres eigenen Unternehmes gezeichnet haben, taten dies ausschließlich aus Loyalitätsgründen - soviel zum Vertrauen in das eigene Unternehmen sowie um das Wissen, um das was noch bevorsteht.  
Denen hängt der Arsch auf Grund, weil bereits mit hoher Wahrscheinlichkeit abzusehen ist, daß im Falle eines Mißerfolgs des IPO die Postbank übernommen und gepflückt wird.
Die Äußerungen über die Geschäftspraktiken der Deutsche Bank und Citigroup sind das mieseste was ich je vernommen habe.
Business the american way...
Antworten
moya:

Investoren spekulieren auf Preissenkung

 
14.06.04 14:22
Investoren spekulieren auf Preissenkung

Der Börsengang der Postbank wird weiter von negativen Nachrichten begleitet. Einem Zeitungsbericht zufolge haben 60 Großinvestoren angesichts des hohen Preises abgewinkt und einen niedrigeren Emissionspreis gefordert.

Wegen der geringen Nachfrage steigt der Druck auf die Konzernspitze der Deutschen Post , die Preisspanne für den Börsengang der Postbank zu senken. Zur Halbzeit der Zeichnungsfrist hätten kaum Großinvestoren das Papier gezeichnet, berichtet die "Financial Times". Das Blatt zitiert einen leitenden Manager einer Konsortialbank mit den Worten: "Wir haben ungefähr 60 Investoren kontaktiert und sie haben alle abgelehnt."

Vergangene Woche hat die Post laut "FT" bereits ein Entgegenkommen signalisiert. So sollen die angesprochenen Investoren gefragt worden sein, wie weit die derzeitige Preisspanne von 31,50 bis 36,50 Euro gesenkt werden müsse, damit die Bereitschaft zur Zeichnung steigt.

Die Begeisterung der Post-Mitarbeiter hält sich ebenfalls in Grenzen. Nach SPIEGEL-Informationen haben trotz eines sehr vorteilhaften Angebotes bisher erst 63 Prozent der Postbank-Angestellten Papiere geordert.
Antworten
moya:

Börsianer skeptisch gegenüber Postbank-IPO

 
16.06.04 12:49
Börsianer skeptisch gegenüber Postbank-IPO

FRANKFURT (Dow Jones-VWD)--Wenige Tage vor dem Ende der Zeichnungsfrist herrscht auch unter Marktteilnehmern Skepsis gegenüber dem Börsengang der Deutschen Postbank. In Frankfurter Händlerkreisen hieß es am Mittwoch, dass sich vor allem institutionelle Anleger stark zurückhielten. Diese warteten offenbar auf den letzten Moment, in der Hoffnung, dass die Preisspanne noch gesenkt werde. "Bei 28 EUR hätten sicherlich mehr Fonds zugegriffen", meinte ein Mitarbeiter einer Konsortialbank. Die Postbank dürfte bei rund 32 EUR fair bewertet sein.

Da es bei einem Emissionspreis von 31,50 EUR - dem unteren Ende der Bookbuildingspanne - keine Kursfantasie gebe, hätten viele Fondsmanager kein Interesse an einer Zeichnung. "Für institutionelle Adressen wird dieses IPO ein Non-Event", sagte der Marktteilnehmer. Auch ein Londoner Investmentbanker berichtet von nur verhaltenem Interesse: "Ich habe den Eindruck, dass es hier keine große Nachfrage gibt". Allerdings wurde in Händlerkreisen betont, dass der Börsengang von großer Bedeutung für den Kapitalmarkt Deutschland sei. Es sei durchaus denkbar, dass die Deutsche Bank als Co-Konsortialführerin stützend in das IPO eingreifen könnte.

Ein befragter Analyst sagte, es sei schon überraschend, wie zuversichtlich sich die Postbank-Verantwortlichen gäben. Man habe den Eindruck, dass sich das Management eines Sieges sehr sicher sei.

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bammie:

Aktie trotz Preisspanne bei Kleinanlegern gefragt

 
16.06.04 13:09
FRANKFURT (Dow Jones-VWD)--Trotz der Kritik an der Höhe der Preisspanne zeigen auch Kleinaktionäre Interesse am Börsengang der Postbank. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid kommt die Postbank-Aktie für jeden dritten aktieninteressierten Deutschen zumindest grundsätzlich als Investment in Frage, wie das "Handelsblatt" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet. 45 Prozent der repräsentativ befragten Bundesbürger seien der Meinung, dass sich der Postbank-Börsengang auch für Kleinanleger lohne. Aus der Sicht von mehr als der Hälfte handelt es sich bei dem neuen Papier um eine "solide Aktie" oder um eine "Aktie für den längerfristig orientierten Anleger".

Nach Angaben von Emnid habe das Institut die Untersuchung nur für eigene Zwecke und nicht etwa im Auftrag der Post oder anderer Dritter erstellt, schreibt die Zeitung weiter. Nach kritischen Äußerungen zahlreicher institutioneller Anleger über die Preisspanne von 31,50 bis 36,50 Euro setze Post-Chef Klaus Zumwinkel nun verstärkt auf private Anleger: 10% bis 15% der Postbank-Aktien sollen an Kleinaktionäre gehen.
Dow Jones Newswires/AFP/16.6.2004/mpt/ll




Das sind die hauseigenen Kunden , die ihre Sparbücher in die Postbank Aktie anlegen :)  
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PM:

Nur, falls Ihr es noch nicht gesehen habt,

 
16.06.04 13:29
aber im Handel per Erscheinen bei L&S ging es heute noch einmal um über 3% runter:

http://www.ariva.de/quote/profile.m?a=800100&rnd=1307

bye, Paul.
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bammie:

Postbank bleibt bei Preisvorstellungen

 
16.06.04 13:56
Postbank bleibt bei Preisvorstellungen für Börsengang

DÜSSELDORF (Dow Jones-VWD)--Ungeachtet der offenbar verbreiteten Skepsis gegenüber dem Börsengang der Deutschen Postbank AG hält das Institut an seinen Preisvorstellungen für die Aktien fest. Die Preisspanne werde nicht geändert, sagte ein Sprecher der Bank am Mittwoch auf Anfrage. Hintergrund sind Presseberichte, wonach inzwischen auch innerhalb der Konsortialbanken Forderungen nach einer Senkung der Preisspanne laut geworden sind. Fondsgesellschaften haben die Bandbreite von 31,50 bis 36,50 EUR als zu hoch kritisiert. Dow Jones Newswires/16.6.2004/stm/bb

16.06.2004, 13:15



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moya:

Postsprecher schließt Absage nicht aus

 
17.06.04 07:00
Post stellt Börsengang ihrer Bank in Frage -Sprecher schließt Absage nicht aus

Die Post DPW.ETR schließt zwei Tage vor Ende der Zeichnungsfrist eine Absage des Börsengangs der Postbank nicht aus. "Es ist alles möglich. Auch eine heruntergesetzte Tranche oder eine Absage", sagte ein Post-Sprecher der "Financial Times Deutschland" (Donnerstagausgabe).

Dagegen wies die Post Forderungen nach einer Senkung des Aktienpreises klar zurück. Die Spanne von 31,50 bis 36,50 E bleibe unverändert, sagte der Sprecher. Banker aus dem 19 Institute umfassenden Konsortium hatten sich zuletzt für eine Preissenkung ausgesprochen In Betracht zieht die Post auch eine Senkung des Emissionsvolumens. Das Unternehmen hatte stets erklärt, "bis zu" 49,9 Prozent der Anteile an der Tochter-Bank an die Börse zu bringen. Es könnte also auch weniger als die geplanten 82 Millionen Aktien ausgeben.

Investoren nahmen die Aussage der Post angesichts der gedämpften Nachfrage mit Verwunderung zur Kenntnis. "Klappern gehört zum Handwerk", sagte ein deutscher Fondsmanager der "FTD". An eine Absage glaubt allerdings kaum jemand. "Die werden das irgendwie über die Runden bringen", sagte ein Investor, der noch Stücke zeichnen will.
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moya:

Postbank: Keine Zeichnungsgewinne in Sicht

 
17.06.04 20:23
Postbank: Keine Zeichnungsgewinne in Sicht

Die Preisspanne für die Aktie der Postbank liegt zwischen 31,50 und 36,50 Euro. Vor allem die institutionellen Investoren kritisieren diese als zu hoch. Geändert wird in dieser Hinsicht aber nichts mehr. Das ließ die Post verlauten. Heute wäre die letzte Chance, um die Bookbuildingspanne herab zu setzen. Am Sonntag soll der Ausgabepreis bekannt gegeben werden – wenn alles nach Plan läuft.

Die Diskussion um die angemessene Bewertung hält weiter an. Die aktuelle Preisspanne entspräche einem Marktwert von etwa 5,2 Mrd. bis 6 Mrd. Euro. Zum Vergleich: Der Buchwert laut Post-Bilanz liegt bei etwa 29,70 Euro pro Aktie, also knapp 4,9 Mrd. Euro. Dieses Preisniveau wäre auch eher im Sinne der Fondsmanager, die sogar noch einen Abschlag auf den Buchwert erwarten, „damit die Aktie noch Luft nach oben hat“.

Dass die Deutsche Bank als Konsortialführer der Post auch noch in den Rücken gefallen ist, hat es dem Logistikkonzern nicht einfacher gemacht, den gewünschten Preis durchzusetzen. Denn laut eines internen Papiers aus der Frankfurter Bankzentrale, das in falsche Hände und damit die Öffentlichkeit gelangte, wird die faire Bewertung bei 4,3 Mrd. bis 5,3 Mrd. Euro (27 bis 32 Euro je Aktie) gesehen.

Wenn dann auch noch der zweite Konsortialführer, Morgan Stanley, den Wert der Postbank mit 4,5 bis 4,8 Mrd. Euro unterhalb der Bookbuildingspanne ansetzt, fragt sich der Anleger natürlich zu Recht, warum er mehr bezahlen soll. Entsprechend gering war bisher die Nachfrage.

Diese beiden Finanzinstitute - vor allem aber die Deutsche Bank, der sogar eine Schadensersatzklage drohen soll - werden als verlässlicher Partner für die nächsten großen Börsengänge sicher nicht mehr unbedingt erste Wahl sein.

Wer sind die weiteren Verlierer? Eine Absage des IPO würde im Prinzip allen schaden. In erster Linie aber dem Finanzplatz Deutschland. Deshalb wird es die Bundesregierung als Post-Großaktionär wohl nicht so weit kommen lassen.

Aber auch die Deutsche Post wird sich kaum als strahlender Sieger am Montag präsentieren können. Denn die Bonner werden wohl ihre Preisvorstellung allenfalls am unteren Ende der Bookbuildingspanne realisieren können. Darauf deuten zumindest die aktuell gehandelten Preise am Graumarkt (Bid 31,50 Euro/Ask 31,90 Euro) hin.

Deshalb wird es immer wahrscheinlicher, dass nicht - wie ursprünglich geplant - die gesamten 82 Mio. Papiere von der Post an den Mann gebracht werden. Ich rechne nicht mit Zeichnungsgewinnen, halte in den kommenden Wochen sogar zunächst Kurse unterhalb des Emissionspreises für möglich, sollte dieser nicht noch gesenkt werden.


 
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Kritiker:

Die Post WARNT vor...

 
17.06.04 20:51
...das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen!!
Wenn wir Aktionäre diese Postbank nicht wollen - DANN ABER - das ist eine glatte Drohung! Ja was dann??? - Herr Zumwinkel??
Werden dann die Briefmarken teurer oder gibts dann Bomben in die Briefkästen.
Also, wenn ich Ihnen anderweitig bei Diskussionen zugehört habe, dann habe ich mich jedesmal über Ihren Schwachsinn gewundert im Zusammenhang mit Ihrem Gehalt!
Und jetzt zur Sache: Den deutschen Banken geht es z.Zt. - solala! Warum soll es da der beamtenverkrusteten Postbank besser gehen??, die in einer Ecke der Post sitzt?
Die meisten ihrer Kunden haben Konten wegen ihrer ehemals guten Angebote, die heute nicht mehr gelten, z.B. Ausland - Samstagsgeschäft usw. Doch als 2.Kunde ist ihr Stamm nichts wert! - und damit auch nichts als selbständige Bank.
Unser Staat will sich hier nur bereichern auf unsere Kosten sonst nichts - wie bei der Telekom. Wir vergessen viel - aber blöd sind wir noch nicht! - meint Kritiker.
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moya:

Quatschbude Deutsche Post

 
17.06.04 21:11
Seriös ist das alles längst nicht mehr, was da täglich zum Börsengang der Postbank an Meldungen über die Ticker geht. Meist sind es obskure "Kreise", auf die sich berufen wird, um Schlagzeilen in die Agenturen zu drücken. Wie hoch da der Wahrheitsgehalt ist? Wer weiß das schon.

Auch heiße Luft verkauft sich immer öfter immer besser.

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moya:

Postbank-Aktien stoßen auf rege Nachfrage bei 29 E

 
18.06.04 08:44
Postbank-Aktien stoßen auf rege Nachfrage bei 29 Euro

Die Aktien der Postbank sind einem Pressebericht zufolge auf eine rege Nachfrage gestoßen. Allerdings seien die Interessenten nicht bereit, viel mehr als 29 Euro zu zahlen, berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf Bankenkreise. Viele deutsche institutionelle Investoren hätten die Papiere gezeichnet, zu 10 bis 15 Prozent auch Privatanleger, heißt es unter Berufung auf Bankenkreise. Anfang der Woche hatte die Postbank eine Preisspanne auf 31,50 bis 36,50 Euro festgesetzt.

Die "Financial Times Deutschland" (FTD) berichtete von einem "Schattenbuch", in dem die Konsortialbanken die Aufträge unterhalb der Preisspanne eintragen. Nach Ansicht der Banker wäre der Gang auf das Parkett bei unter 30 Euro möglich. "Anders geht es nicht mehr. Das Geschäft wird in der Spanne nicht kommen", zitierte das Blatt einen Banker.

Die Deutsche Post DPW.ETR hatte derweil allen Forderungen über eine Senkung der Preisspanne eine Absage erteilt. "Eine Änderung der Preisspanne schließen wir ganz klar aus", sagte eine Sprecherin der Deutsche Post World Net AG am Donnerstagabend auf Anfrage.

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moya:

#Postbank steuert einem Fiasko entgegen#

 
18.06.04 12:39
Dem Börsengang der Postbank droht der Reinfall. Kaum ein Investor ist bereit, bei der festgesetzten Preisspanne zu zeichnen. Doch die Deutsche Post denkt nicht daran, den Anlegern entgegenzukommen. Statt dessen schaltet das Management auf stur und riskiert damit, sich und den Finanzplatz Deutschland bis auf die Knochen zu blamieren.

Nach Informationen der Financial Times Deutschland haben die Konsortialbanken ein "Schattenbuch" erstellt. Daraus wird ersichtlich, dass die Anleger zwar bereit sind zu zeichnen, aber nicht in der verordneten Spanne von 31,50 bis 36,50 Euro je Aktie. Dagegen wäre bei einem Preis von etwa 30 Euro ein Börsengang möglich, heißt es aus dem Konsortium.

Quelle:Börse.online.de

Doch anstatt den Börsengang zu retten, hält die Deutsche Post hartnäckig an der Preisspanne fest: "Eine Senkung ist ausgeschlossen", teilte ein Sprecher des Briefdienstleisters mit. Finanzexperten zeigen sich überrascht von der Borniertheit der Post. Sie hatten damit gerechnet, dass die Spanne noch rechtzeitig um bis zu zwei Euro gesenkt wird. Der letzte Termin dafür ist jedoch am Donnerstag verstrichen.

Die Kritik an der Preisspanne hat das Verhältnis zwischen Post und Konsortialbanken auf eine harte Bewährungsprobe gestellt. Angesichts der Differenzen zwischen den beiden Lagern ist für Montag, wenn die Postbank erstmals auf den Kurszetteln stehen soll, schlimmstes zu befürchten. Im Pre-IPO-Handel von Lang & Schwarz notiert der Wert bereits unter dem Mindestpreis von 31,50 Euro.


Nicht wenige Finanzexperten rechnen nun mit einer Absage des Börsengangs. Für den Finanzplatz Deutschland wäre es eine mittlere Katastrophe. Eigentlich sollte die Postbank den deutschen IPO-Markt nach zwei Jahren Flaute und drei Streichungen in diesem Jahr wieder ankurbeln. Von einem Aus der Postbank würde sich der Sektor so schnell nicht erholen.

Noch ist es aber nicht soweit. Vermutlich wird die Deutsche Post versuchen, über eine Reduzierung des Emissionsvolumen Druck vom Markt zu nehmen. Bisher ist geplant, knapp 50 Prozent der Anteile auszugeben. Aber selbst nach einer kräftigen Angebotsverknappung steht in den Sternen, ob die Aktie am Montag mit einem Plus startet. Eines ist dafür jetzt schon gewiss: Die große Chance, den Privatanlegern die Börse wieder schmackhaft zu machen, ist vertan.

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baanbruch:

Soviel threads und soviel Zeitverschwendung

 
18.06.04 14:22
zu einer weiteren Drecks-Aktie, die keiner braucht !
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bammie:

so dreckig is sie sicher nicht baanbruch

 
18.06.04 15:05
meiner Meinung nach ist der Preis zwar zu hoch angesetzt, allerdings langfristig sind hier schon sehr gute Chancen. Leider sind sie wohl etwas zu gierig.

Zeichnungsgewinne werden auf keinen Fall anfallen, dafür kann man dann aber günstiger einsteigen.

Das gute an der Postbank ist ja, das sie die Abrechnungen von anderen Banken übernehmen können. Das bietet meines Wissens nur die Postbank an. Die Kundenzahl ist auch höher als bei anderen Banken.

Unterm Strich macht man mit der Postbank Aktie nix verkehrt.


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baanbruch:

Alle Neuemissionen sind Dreck !

 
18.06.04 20:40
Abzockeraktionen, die nur funtionieren, weil es
immer och zu viel Blöde gibt, die solchen Dreck
zeichnen.

Willste Postbank, dann kauf sie doch !

Für 27 oder 28 Euro in einigen Monaten.

Kuck Dir an wo die tolle Aktie Mifa heute steht.

Gibt soviele schon lange gelistete Aktien, die täglich fallen.
Da brauchen wir wirklich keine neuen dazu !
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Slash:

Nun könnt ihr euch ja beruhigen

 
19.06.04 06:35
Die Postbank verschiebt ihren Börsengang und will den Emissionspreis reduzieren.

Gruß slash
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der_geniale_g.:

Schau mer mal

 
19.06.04 11:50
Die Meldung ist von der Postbank offiziell noch (!?) nicht bestätigt:

Post äußert sich zu Postbank-Börsengang

Bonn (dpa 11:15 Uhr) - Die Deutsche Post will am Mittag zum bevorstehenden Börsengang ihrer Tochter Postbank eine offizielle Erklärung abgeben. Dabei geht es darum, ob es wie geplant bei der Börseneinführung am Montag bleibt und zu welchem Ausgabepreis die Aktie notieren soll. Zu Spekulationen, der Börsengang werde um zwei Tage auf kommenden Mittwoch verschoben, wollte eine Post-Sprecher keine Stellung nehmen.
Antworten
der_geniale_g.:

Aber jetzt

 
19.06.04 13:06
Börsengang der Postbank verschoben

Bonn (dpa 12:40 Uhr) - Der Börsengang der Postbank wird auf Mittwoch verschoben, die Zeichnungsfrist um zwei Tage verlängert. Wie die Deutsche Post in Bonn mitteilte, wird zudem der Preis der Aktien gesenkt. Die neue Preisspanne betrage 28 bis 32 Euro nach ursprünglich 31,50 bis 36,50 Euro.

...
Was für ein Eiertanz...
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baanbruch:

Die Mehrheit der deutschen Börsianer wird doch

 
20.06.04 16:41
nicht etwa erwachsen ?

Was sollen dann Blender und Abzocker und Haffas in Zukunft
machen ?
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moya:

Pokerspiel um Postbank-Börsengang

 
20.06.04 18:41
Pokerspiel um Postbank-Börsengang - Zumwinkel musste einlenken

Nach einem Pokerspiel bis zur letzten Minute lenkte Post-Vorstandschef DPW.ETR Chef Klaus Zumwinkel doch noch ein. Um die milliardenschwere Börseneinführung der Tochter Postbank zu retten, gab er dem Druck des Kapitalmarkts nach und verbilligte den Preis für die Aktie. Angesichts nur spärlich gefüllter Auftragsbücher nach der zweiwöchigen Zeichnungsfrist blieb Zumwinkel kaum eine andere Lösung.

Die Alternative einer Komplettabsage des wichtigsten Börsengangs in Deutschland seit Jahren wäre für alle Seiten, auch für die Konsortialbanken, den Finanzplatz und die ohnehin gebeutelte Aktienkultur, verheerend gewesen. Auch beim Bund, dem Großaktionär der Post, habe es "Erleichterung" gegeben, dass der Börsengang stattfinde, berichtete Zumwinkel.

ERFOLGREICHER BÖRSENGANG ERWARTET
Zumwinkel und Postbank-Vorstandschef Wulf von Schimmelmann gehen jetzt davon aus, dass die nun für diesen Mittwoch geplante Erstnotiz zu den geänderten und marktgerechteren Bedingungen glatt und auch erfolgreich über die Bühne geht. Aus so genannten Schattenbüchern und Gesprächen mit Investoren weltweit wissen beide, dass es zu dem niedrigeren Preis in der Spanne von 28 bis 32 Euro (zuvor 31,50 bis 36,50 Euro) gewichtige Kaufinteressenten gibt.

Mit einem überraschenden Schachzug wurde außerdem das öffentliche Aktienangebot um rund ein Drittel reduziert. Anstatt 82 Millionen Aktien bringt die Post als Eigentümerin nur noch 55 Millionen Stück direkt auf den Markt. Über eine zusätzliche Umtauschanleihe will Zumwinkel weitere Investorenkreise gewinnen und doch noch einen Gesamterlös von rund 2,6 Milliarden Euro erzielen. Der Bund wird von dem Börsengang selbst nicht profitieren, da der gesamte Erlös in die Tasche des Postkonzerns wandert. Eine Sonderausschüttung werde es nicht geben, machte Zumwinkel klar.

KEIN RUHMESBLATT
Für den Post-Chef, gleichzeitig auch Aufsichtsratschef bei der Deutschen Telekom DTE.ETR , ist das peinliche Rückholmanöver kein Ruhmesblatt. Sein bisher glanzvolles Image als erfolgreicher Post-Sanierer und Konzernlenker hat Kratzer bekommen. Er war es, der nach Informationen aus Finanzkreisen "beratungsresistent" auf der höheren Preisspanne beharrte, und sie gegen die Konsortialbanken und Investoren durchdrückte, die von einem niedrigeren Unternehmenswert ausgingen.
Der erfahrene Manager habe sich in der Einschätzung der Nachfrage "verschätzt" und zu sehr auf seinen hohen Preisvorstellungen beharrt, sagte der Sprecher der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Jürgen Kurz. "Er hat jetzt lernen müssen, dass nicht er bestimmen kann, sondern der Markt und die Nachfrage entscheiden."

ZUMWINKEL LEISTET ABBITTE
Zumwinkel leistete auch selbst Abbitte: "Wir haben in den Markt hineingehört und wir haben dazu gelernt." Es sei allerdings auch so, dass man bei der schwierigen Ermittlung von Angebot und Nachfrage und diesem "harten Pokerspiel" mit großen Investoren weltweit "unterwegs nicht zucken" dürfe, versuchte Zumwinkel seine Positionierung zu erklären. "Wenn man da einen niedrigeren Preis nennt, dann kommt das auch so."

Auch schon vor der kurzfristigen Preisänderung war der ganze Postbank-Börsengang bislang eine Zitterpartie und Pannenstory. Zunächst scheiterten überraschende Übernahmegespräche der Deutschen Bank DBK.ETR, die als Konsortialführerin Einblick in das Innerste der Postbank hatte. Dann entwickelte sich, ausgehend von Indiskretionen aus dem Haus des Frankfurter Branchenprimus, ein unsägliches öffentliches Gezerre um den Wert der Postbank.

Für viele Kleinanleger, die schon mit der früher von Zumwinkel hochgelobten Post-Aktie deutlich im Minus liegen und sich auch bei der Telekom-Aktie betrogen sehen, war dies ein zusätzliches Rotlicht, die Finger von dem Papier zu lassen. Ob sie mit der von Zumwinkel nun beschworenen "neuen Kursfantasie" zu locken sind, ist fraglich. Eine "Volksaktie" sollte das Papier nach den Erfahrungen mit der Telekom sowieso nie werden.
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moya:

Postbank-Börsengang zweifach überzeichnet

 
22.06.04 06:57
'Handelsblatt': Postbank-Börsengang zweifach überzeichnet

Nach der Senkung der Preisspanne für die Postbank-Aktien zeigen die Großinvestoren nach Informationen des "Handelsblatts" starkes Interesse. Konsortialbanken und Fondsgesellschaften rechneten mit einer bis zu zweifachen Überzeichnung der Aktienemission, schreibt die Zeitung in ihrer Dienstagausgabe. Das Unternehmen war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Fondsmanager gehen davon aus, dass der endgültige Preis für die Postbank-Aktie zwischen 28,50 bis 29,50 Euro liegen wird, berichtet die Wirtschaftszeitung weiter. Sie sind damit etwas optimistischer als Investmentbanker, die den Ausgabekurs bei 28,50 bis 29,00 Euro sehen. Dieser Preis sei nicht nur für die Post attraktiv, sondern auch für die Anleger, da er noch Kurssteigerungschancen biete. Guido Hoymann, Analyst des Bankhauses Metzler sieht den fairen Wert der Postbank-Aktie bei 36 Euro.
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moya:

Preis für Postbank-Aktie wird festgelegt

 
22.06.04 08:18
Preis für Postbank-Aktie wird festgelegt

BONN/FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche Post DPW.ETR will heute im zweiten Anlauf den endgültigen Ausgabepreis für die neue Postbank-Aktie festlegen. Sie hat die Aktie in einer abgesenkten Preisspanne von 28 bis 32 Euro zum Kauf angeboten und den Börsengang um zwei Tage verschoben. Ursprünglich sollte die Aktie zwischen 31,50 und 36,50 Euro kosten und bereits am Montag an den Start gehen.
Bis 12.00 Uhr können Privatanleger die Aktie nun noch zeichnen, für Großinvestoren endet die Frist vier Stunden später. Die Erstnotiz an der Börse soll nach dem neuen Fahrplan an diesem Mittwoch erfolgen. Die Post hatte die Preisspanne gesenkt und die Börseneinführung um zwei Tage verschoben, weil zunächst zu wenige Investoren und Anleger die Aktie haben wollten.

Nach der Senkung der Preisspanne zeigten die Großinvestoren nach Informationen des "Handelsblatts" starkes Interesse. Konsortialbanken und Fondsgesellschaften rechneten mit einer bis zu zweifachen Überzeichnung der Aktienemission. Fondsmanager gehen davon aus, dass der endgültige Preis für die Postbank-Aktie zwischen 28,50 bis 29,50 Euro liegen wird, berichtet die Wirtschaftszeitung. Auch die Führungsspitzen von Deutscher Post und Postbank gaben sich am Montag zuversichtlich, dass die Nachfrage nach der verbilligten Aktie nun ausreicht und das Börsendebüt sicher über die Bühne geht.
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bammie:

Postbank-IPO zweifach überzeichnet

 
22.06.04 09:46
Der Börsengang der Postbank stößt nach der Preissenkung auf großes Interesse bei den Investoren. „Ich rechne mit einer zweifachen Überzeichnung“, sagte ein Fondsmanager dem Handelsblatt. Er liegt damit auf einer Linie mit Investmentbanken. Zuvor hatte Post-Chef Klaus Zumwinkel dem Drängen des Markts nachgegeben und am Wochenende die Preisspanne von ursprünglich 31,50 bis 36,50 Euro auf 28 bis 32 Euro reduziert. Zudem wurde das Volumen von 82 Mill. Aktien auf 55 Mill. Aktien verringert.


agr/po/rob FRANKFURT/M. Auf den Rest begibt die Post eine Umtauschanleihe, die in Aktien der Postbank getauscht werden kann. Fondsmanager gehen davon aus, dass der endgültige Preis für die Aktie zwischen 28,50 Euro und 29,50 Euro liegen wird. Dieser Preis sei auch für Anleger attraktiv, da er noch Kurssteigerungschancen biete, hieß es.

Guido Hoymann, Analyst des Bankhauses Metzler sieht den fairen Wert der Postbank-Aktie bei 36 Euro. Davon müsse der Zeichnungsabschlag für jeden Investor abgezogen werden. „Am unteren Rand der Preisspanne bei 28 Euro entspricht das einem Abschlag von 22 %, da ist es umso wahrscheinlicher, dass der Börsengang gelingt“, sagt Hoymann. Auch die Post ist sich nach Informationen aus Unternehmenskreisen sicher, dass die Emission bei 28 Euro gelingen wird. Das würden die neu eingelaufenen Aufträge signalisieren.

Die milliardenschwere Emission der Postbank ist eine der größten Börsengänge sei mehr als drei Jahren. Vom prestigeträchtigen Initial Public Offering (IPO) erhoffen sich zahlreiche Banker eine Belebung des noch immer flauen Geschäfts mit Aktienneuemissionen. In Deutschland mussten in diesem Jahr mit X-Fab, Siltronic und ATU bereits drei Kandidaten ihre Börsenpläne mangels Nachfrage absagen. Lediglich der Bankautomatenhersteller Wincor Nixdorf und die Fahrradwerke Mifa konnten das Interesse der Anleger gewinnen. Fondsmanager befürchten allerdings, dass die gleichzeitige Begebung einer Wandelanleihe viele Hedge-Fonds anlockt, die nach der Emission einsteigen und nach der Erstnotiz Druck auf die Kurse ausüben könnten. „Da sind die Konsortialführer gefordert. Der Anteil von reinen institutionellen Investoren, also ohne Hedge-Fonds, sollte deutlich über 50 % liegen“, sagte der Fondsmanager einer großen deutschen Gesellschaft.


Die Reduzierung des Volumens und die damit verbundene gescheiterte Aufnahme in den Dax hat nach Ansicht von Fondsmanagern keine Auswirkung auf den Erfolg des Börsengangs. Die Dax-Aufnahme wäre ohnehin nur für die indexorientierten Fonds ein Kriterium gewesen, alle anderen beurteilen das Investment nach der Börsenstory, und die stimme bei der Postbank, heißt es. Vor allem die angelsächsischen Fonds seien in der Regel so genannte „Stock Picker“, die in einzelne Aktien investieren, betonen Banker.

Die Zeichnungsfrist für das geänderte Angebot der Postbank läuft bis heute um 16.00 Uhr für Großinvestoren. Für Privatanleger ist bereits um 12.00 Uhr Zeichnungsschluss. Während die Großanleger von den 19 Konsortialbanken noch einmal zu ihren Zeichnungswünschen angesprochen werden, erfolgt bei Privatanlegern nach Informationen aus Bankenkreisen keine gesonderte Anfrage. Die bereits vorhandenen Aufträge werden automatisch zu den neuen, günstigeren Konditionen ausgeführt. Mit dieser Vorgehensweise wird nach Auskunft einer internationalen Rechtsanwaltskanzlei eine Grauzone beschritten. Es sei unklar, ob es sich um eine Verlängerung des vorherigen Angebots oder ob es sich rechtstechnisch um eine neue Offerte handele. Trotzdem seien die Risiken für die Post überschaubar. Im schlimmsten Fall müsse sie die bei den Privatanlegern am Mittwoch eingebuchten Aktien am gleichen Tag wieder zurücknehmen. Allerdings sprechen Konsortialkreise von einer schwachen Nachfrage der Privatanleger. Auch mit dem neuen Angebot werde der Anteil deutlich unter zehn Prozent bleiben, hieß es.

Trotz der Schwierigkeiten beim IPO der Postbank will der Touristikkonzern Tui unverändert an den Börsenplänen für die Schifffahrtstochter Hapag-Lloyd festhalten. Der Konzern nahm es mit Erleichterung auf, dass die Emission nicht geplatzt ist. Auch die Vorbereitungen für das IPO des Bezahl-TV-Senders Premiere im nächsten Jahr sind jetzt angelaufen, wie Konzernchef Georg Kofler der Nachrichtenagentur Reuters in einem Interview sagte.
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malen:

Emissionspreis ist

 
22.06.04 22:58
28,50
http://www.ariva.de/quote/ipo.m
mal sehen ob die morgen im +++ schliessen
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DarkKnight:

als potentieller Zeichner interessiert

 
23.06.04 00:34
mich die Frage, ob ausreichend Rückstellungen gebildet wurden für die Kosten von Tollwutverseuchten Kampfhunden, die Postbedienstete beim Vorgang des effektiven Zustellungsdienstes in den Hintern beißen und damit eine lokal identifizierbare Verseuchung auslösen, die gleichwohl mit Arbeitszeitverlust und Rekonvaleszenzkosten unmittelbar gekoppelt ist.

Gibt es eine Möglichkeit der Nachbesserung im Falle der Nichtbilanzierung von "Rückstellungen für Arbeitsausfälle aufgrund intrinsischer Fehlfunktionen nicht-innerdienstlich tätiger Mitarbeiter im technischen Dienst, basierend auf Fremdeinwirkungen nicht-humaner Einflüsse im Rahmen der Dienstvorschriften von 1927"?
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Timchen:

Die Postbank beschäftigt keine Briefträger o. T.

 
23.06.04 09:21
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moya:

Die Postbank hat es geschafft/ Börsengang gelungen

 
23.06.04 20:26

Die Postbank hat es geschafft - Börsengang gelungen

von Jochen Steffens

Nun ist er endlich doch gelungen, der erste große Börsengang seit fast vier Jahren. Die Postbank kam mit 29,00-29,10 Euro aufs Parkett und sackte dann erst einmal mit einem Tief bei 28,80 fast auf den Ausgabepreis durch. Aktuell notiert die Aktie wieder bei 29 Euro. Die Zeichner können sich über einen kleinen Gewinn freuen. In den nächsten Wochen wird sich zeigen, was die Aktie wirklich wert ist - nein, was die Investoren denken, was die Aktie wirklich wert sei.

Gut, die Schallmauer ist durchbrochen, im Windschatten der Postbank können sich nun andere IPO's auf das zurzeit etwas glitschige Börsenparkett wagen. Ob wir allerdings wieder diese wahnsinnigen IPO's sehen werden, bei der jede Aktie, die man bei 100facher Überzeichnung erhielt, einem Lottogewinn glich, mag zu bezweifeln sein - zumindest für die nächsten Jahre.

Vielleicht bis eine neue, jüngere Generation von Anlegern das Ruder übernimmt. Denn wie sagte unser aller Altmeister Kostolany: "An den Börsen kommt alles wieder." Er muss es wissen, er war schließlich lange genug dabei.

Wenn Sie mich nun fragen, ob Sie die Postbank kaufen sollen, kann ich dazu als Charttechniker natürlich rein gar nichts sagen. Denn mir fehlt die "Vergangenheit". Fundamental denke ich nicht, dass die Post die Postbank "unter Preis" verscherbelt hat. Generell schwächelt gerade der Bankensektor und die Postbank wird wahrscheinlich schneller vergessen sein, als mancher Anleger hofft und schnell mit dem Bankensektor im zyklischen Auf und Ab der Branchen mitschwingen.

Antworten
bammie:

POSTBANK - Charttechnische Erstbetrachtung

 
25.06.04 14:00
WKN: 800100 ISIN: DE0008001009

Intradaykursstand: 29,44 Euro

Aktueller 15 Min Chart seit IPO (1 Kerze = 15 Minuten)

Kurz-Kommentierung: Die Postbank Aktie wird erst wenige Tage am Markt gehandelt. Der Ausgabepreis lag bei 28,50 Euro. Die Erstnotiz wurde bei 29,00 Euro ermittelt. Der Kurs der Postbank Aktie erreichte nach einem kleinen Zwischentief bei 28,80 Euro kontinuierlich neue Zwischenhochs. Eine kurzfristige Unterstützung ist zu finden bei 29,15 Euro. Aktuell liegen Zeichnungsgewinne von +3,3% vor. Ein Wochenschlusskurs oberhalb von 29 Euro dürfte problemlos behauptet werden.


chart gibs hier: www.finanznachrichten.de/...ichten-2004-06/artikel-3560056.asp


Antworten
Slash:

40 Cent in 3 Tagen nach Erstnotierung

 
25.06.04 14:19
Ein toller Erfolg. Ich sehe den Verlauf erst einmal genauso wie bei der Post AG. Erst langsam rauf, und bevor sich ein Verkauf lohnt in den Keller.
Vom Gegenteil lasse ich mich aber gerne Überzeugen. Auch wenn ich nicht beteiligt bin drücke ich den Investierten die Daumen.

Gruß slash
Antworten
poste:

finde den verlauf auch bisher normal

 
25.06.04 18:42
und würde mich auch über einen schnellen fall in ein paar wochen nicht wundern. neue aktien werden anfangs gern gestützt, soll ja ein erfolg werden der börsengang. den investierten rate ich einen engen sl.

mfg

poste
Antworten
moya:

Postbank: "600000 neue Kunden"

 
31.07.05 11:13
Postbank: "600000 neue Kunden" (EurAmS)

Die Postbank hat das, wovon andere Banken träumen: Viele Privatkunden. Und es werden immer mehr. Wie Chef Wulf von Schimmelmann die und seine Aktionäre bei Laune halten will.
Ortstermin in der Postbank-Zentrale in Bonn. Vorstands-Chef Wulf von Schimmelmann erscheint braungebrannt und angenehm entspannt im Besprechungsraum im fünften Stock. Schon nach wenigen Sekunden ist klar: Hier ist ein Boss, der trotz großer Verantwortung und langen Arbeitstagen eine gewisse Herzlichkeit nicht verloren hat. Nach dem einstündigen Gespräch ist aber auch klar: In der Sache ist von Schimmelmann sehr bestimmt, mit sehr klaren Vorstellungen. Im Gespräch mit EURO am Sonntag geht er auf die neuesten Entwicklungen bei der geplanten BHW-Übernahme ein, auf mögliche Zukäufe im Ausland und den Wandel in der deutschen Bankenlandschaft.

EurO am Sonntag: Haben Sie ein Konto bei der Postbank?Wulf von Schimmelmann: Natürlich. Meine gesamten Umsätze gehen darüber.

EurO: Wieviele Produkte der Postbank haben Sie? Der Schnitt liegt ja bei 1,8 pro Kunde. von Schimmelmann: Ich habe mehr. Ich sehe diese Zahl aber auch nicht als wichtigste Meßgröße für alle Kunden. Für uns kommt es auf die Kernkunden an.

Euro: Wieviele sind das denn?von Schimmelmann: Wir haben insgesamt mehr als 16 Millionen Kunden, die eine wie auch immer geartete Kontoverbindung haben. Davon benutzen rund 12,5 Millionen mindestens einmal im Jahr aktiv ihre Konten bei uns. Von diesen 12,5 Millionen sind es wiederum etwa fünf Millionen, bei denen wir sagen können, da sind wir die Hauptbankverbindung. Und bei diesen Kernkunden ist es für uns wichtig, unsere Produkte möglichst attraktiv zu präsentieren.

Euro: Attraktiv finden Sie auch den Baufinanzierer BHW, den die Postbank ja kaufen will. Wann ist mit einer Entscheidung zu rechnen?von Schimmelmann: Diese Frage müssen Sie zunächst den Eigentümern stellen. Der Zeitplan sieht vor, daß in den nächsten Wochen die Due Diligence, also die Überprüfung der Bücher und des Unternehmenswerts, durch die Interessenten erfolgt. Mehr kann ich dazu nicht sagen.Euro: Aber das Ziel, den Kauf bis Ende 2005 abzuschließen, steht?von Schimmelmann: Wir sind nicht in einer so dominierenden Situation, daß wir den Prozess gestalten können.

Euro: Aber das Interesse besteht weiterhin?von Schimmelmann: Absolut.

Euro: Und je schneller ...von Schimmelmann: ... desto besser, das ist in der Tat so. Gerade hier leidet das Interesse, je länger diskutiert wird.

Euro: Worin liegt das Risiko?von Schimmelmann: Das BHW hat eine starke Vertriebsmannschaft. Gute Vertriebsleute wollen rasch Klarheit über ihre Zukunftschancen haben, sonst orientieren sie sich anders. Und ohne die heutigen Stärken wäre das BHW für uns nicht interessant.

Euro: Es heißt, die Postbank will 17 Euro pro BHW-Aktie zahlen.von Schimmelmann: Dann wissen Sie viel mehr als ich.

Euro: Dennoch: Sind 17 Euro realistisch? von Schimmelmann: Darüber können Sie spekulieren, wir werden uns daran nicht beteiligen.

Euro: Wollen Sie noch mehr zukaufen, um weiter zu wachsen? von Schimmelmann: Unsere Strategie baut auf organischem Wachstum auf. Wir haben 12,5 Millionen Kunden, da sind noch längst nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Wir sind ständig in der Überlegung, wie man die Kunden noch besser ansprechen kann, auch und gerade im Filialnetz. Aber wenn es Möglichkeiten gibt, werden wir auch künftig zukaufen.

Euro: Was sind interessante Übernahmeziele?von Schimmelmann: Alles, was in Richtung private Finanzierungen geht, interessiert uns. Wir haben in der Vergangenheit zahlreiche Baufinanzierungs-Portfolien übernommen. Das hatte für unseren Einlagenüberhang einen ähnlichen Effekt wie die Erwerbung der dahinterstehenden Finanzinstitutionen. Aber natürlich sind wir auch an attraktiven Finanzinstituten selbst interessiert. Euro: Bislang können Sparkassen, Genossenschaftsbanken und auch die Landesbanken nicht durch Privatbanken aufgekauft werden. Ist dieses System nicht veraltet?von Schimmelmann: Ja, wir waren schon immer dafür, daß in Deutschland ein offener, durchlässiger Markt geschaffen wird. Die alte Sorge, daß dann die privaten Banken alle Sparkassen aufkaufen, teile ich nicht. Erstens: So viele Privatbanken gibt´s gar nicht mehr, die aufkaufen können. Und zweitens ist so etwas niemals eine Einbahnstraße, wie das Ausland erfolgreich zeigt.

Euro: Sie haben mal Interesse an der Frankfurter Sparkasse gezeigt.von Schimmelmann: Mir leuchtet bis heute nicht ein, warum man diesen Prozeß, also den Verkauf der Frankfurter Sparkasse, so stark eingeschränkt hat.

Euro: Hätten Sie Interesse an einer Landesbank?von Schimmelmann: Das ist ein ganz anderes Geschäft, davon verstehen wir viel zuwenig. Aber mit großen Sparkassen etwas partnerschaftlich zusammen zu machen, das würden wir gerne tun.

Euro: Schaut sich die Postbank auch in anderen europäischen Märkten um?von Schimmelmann: Mal ganz hypothetisch: Wenn sich zwei große Sparkassen und die Postbank zusammentun würden, dann hätten wir natürlich schlagartig ein Institut, das auch über die Grenzen hinausschauen kann.

Euro: Sie wollen 15 Prozent Eigenkapitalrendite erzielen. Schaffen Sie das schon im laufenden Geschäftsjahr?von Schimmelmann: Wir haben immer gesagt bis 2006.

Euro: Gibt es möglicherweise eine Überraschung?von Schimmelmann: Wir halten an unserem Ziel 2006 fest.

Euro: Sie wollten dieses Jahr 600000 neue Kunden gewinnen. Wie ist die Lage?von Schimmelmann: Wir haben keinen Grund, von dem Ziel abzuweichen. Zum Halbjahr waren wir bei 360000 neuen Kunden.

Euro: Hoffen Sie durch die Übernahme der HypoVereinsbank durch Unicredit auf neue Kunden, die zur Postbank wechseln?von Schimmelmann: Nicht in größerem Umfang.

Euro: Man konnte in den vergangenen Wochen den Eindruck gewinnen, bei vielen deutschen Unternehmen wird geschmiert und gemauschelt. Erst VW, dann Infineon und jetzt auch noch BMW und die Commerzbank. Fehlt es bei vielen Managern am richtigen Charakter? von Schimmelmann: Ich kann nur zur Postbank etwas sagen. Bei uns ist das kein Thema. Es ist jedem in der Bank klar, daß es bei diesem Thema kein Pardon gibt. Viele fachliche Fehler kann man verstehen und sollte daraus lernen. Aber solche Sachen gehören wirklich nicht dazu.

Euro: Stichwort Bankgeheimnis. Sollte es aus Ihrer Sicht wieder eingeführt werden?von Schimmelmann: Mir erscheint eine Abgeltungssteuer am sinnvollsten. Wenn die Versteuerung der Zins- und Dividendenerträge durch eine Quellensteuer von x Prozent endgültig erledigt wäre, wären wir ein ganzes Stück weiter.

Euro: Gibt es wegen der Aufweichung des Bankgeheimnisses inzwischen mehr Kontoabwanderungen?von Schimmelmann: Wir haben versucht, das zu recherchieren, haben aber keine schlüssigen Erkenntnisse.

Euro: Ein weiteres Thema sind Studienkredite. Sind Sie da schon mit Modellen am Markt?von Schimmelmann: Das Thema Studienkredite halte ich volkswirtschaftlich und betriebswirtschaftlich für ausgesprochen wichtig. Einige Bundesländer wie Bayern und Baden-Württemberg wollen ja ab nächstem Jahr Studiengebühren einführen. Natürlich werden wir mit einem attraktiven Angebot kommen.

Euro: Wie wird dieses Angebot aussehen? von Schimmelmann: Für junge Menschen ist das so etwas wie ihre erste Investitionsfinanzierung. Sie stecken jetzt Geld in eine Ausbildung, von der sie sich später einen besseren Verdienst und entsprechende Rückzahlungsmöglichkeiten ausrechnen. Genau bei dieser Überlegung setzen wir an.

Euro: Das ist natürlich ein Modell, um künftige finanzstarke Kunden früh zu binden. von Schimmelmann: Das ist ein angenehmer Nebeneffekt. Die jungen Menschen sehen dann, daß wir auch bei anderen Finanzbedürfnissen der richtige Partner an ihrer Seite sind.

Euro: Zum Schluß noch eine Frage zum Sport-Sponsoring. Sie waren Sponsor beim Confederations Cup und für die Fußball-WM im nächsten Jahr in Deutschland sind Sie auch ein Geldgeber. Ist das ein Bereich, den Sie in Zukunft noch weiter ausbauen? von Schimmelmann: Wir haben uns zunächst nur bis zur Weltmeisterschaft festgelegt. Danach sehen wir weiter und schauen, mit welchem Engagement wir unsere Ziele am besten erreichen.

Euro: Gibt es bald auch eine Postbank-Arena? von Schimmelmann: Nein. Wir haben uns gegen die Ausrichtung auf einzelne Teams oder Stadien entschieden. Es ist nicht unsere Stärke, das Auf und Ab im voraus genügend beurteilen zu können. Früher haben wir im Eishockey die Frankfurt Lions gesponsort, zwei Jahre lang. Beide Male haben die Lions gegen den Abstieg gekämpft. Da waren wir ebenso wie alle Fans enttäuscht. Und im nächsten Jahr, als wir nicht mehr dabei waren, sind sie Meister geworden. «Interview: Jan Schäfer

Vita Wulf von Schimmelmann

1947 im bayerischen Steinhöring geboren. Er studierte Wirtschaftswissenschaften in Hamburg und Zürich. Seit 1. Februar 1999 ist von Schimmelmann Chef der Postbank. Zuvor war er bei anderen Banken beschäftigt.

Gruß Moya Post warnt vor Herunterreden des Postbankwerts 2035537

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BackhandSm.:

Deutsche Postbank

 
21.12.05 12:05
Kaufsignal !
Post warnt vor Herunterreden des Postbankwerts 23235
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grace:

falsch : "neue" kunden es sind alte kunden der BHW

 
21.12.05 12:16
"günstig" war der kauf der filialen. was immer das bedeutet
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Acampora:

Postbank spielt bald 2 Ligen höher, evtl. DAX 30!

 
28.12.05 14:01
Also jetzt noch einsteigen, evtl. mit Bonus-Zertifikat oder OS! Wer zu spät kommtt, den bestraft die Börse...
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Herrmann:

Credit Suisse - Deutsche Postbank neues Kursziel

 
02.05.06 16:39
11:58 02.05.06  
Die Analysten der Credit Suisse stufen die Aktie von Deutsche Postbank (ISIN DE0008001009/ WKN 800100) unverändert mit "outperform" ein.

Das Kursziel sei indes von 59 auf 64 EUR heraufgesetzt worden. Grund dafür sei vor allem die Anpassung der Gewinnerwartungen infolge der Verluste beim DSL-Portfolio und der Kapitalentlastungen infolge der Implementierung von Basel II. Die DSL-Portfolio bedingten Verluste würden sich wahrscheinlich deutlich verringern.

Die fundamentale Story sei weiterhin intakt. Der Vertrieb und die Kostenvorteile sollten die Deutsche Postbank in die Lage versetzen, am Sektorwachstum zu partizipieren sowie weitere Anteile im Privatkundengeschäft zu gewinnen und dadurch die Profitabilität zu erhöhen.

Vor diesem Hintergrund lautet die Einschätzung der Analysten der Credit Suisse für die Aktie von Deutsche Postbank weiterhin "outperform".



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