Post-Chef Zumwinkel sieht gute Resonanz von Investoren für Postbank-Börsengang
FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche-Post-Chef DPW.ETR Klaus Zumwinkel sieht eine gute Resonanz von Investoren für den am 21. Juni angestrebten Börsengang der Tochter Postbank. Vor allem von ausländischen Fonds sei das Interesse "beachtlich". "Zusätzlich hat das große Interesse von Privatanlegern und Mitarbeitern der Postbank unser Vertrauen in den Kapitalmarkt gestärkt", sagte Zumwinkel am Montag in Frankfurt.
Die Gespräche mit zukünftigen Investoren hätten ihn "positiv überrascht", sagte Postbank-Chef Wulf von Schimmelmann. Die Postbank werde inzwischen "auch als Wachstumswert" eingeordnet, dem "erhebliches Potenzial" zugesprochen werde. Daher sei er sehr zuversichtlich, dass auf der anstehenden Roadshow die Investoren überzeugt werden könnten. Die Deutsche Post hatte am Wochenende als Zeichungsspanne für die Aktie der Postbank 31,50 bis 36,50 Euro genannt. Viele Experten und Analysten hatten einen wesentlich niedrigeren Wert erwartet und sich daher skeptisch für den Erfolg des Börsengangs gezeigt."Zu dem Preis wird es sehr schwer, die Aktien zu platzieren", sagte Fondsmanager Andreas Thomae von der HVB-Tochter Activest der "Financial Times Deutschland" (FTD, Montagausgabe). "Es wird spannend, ob das Ganze klappt", sagte ein anderer Fondsmanager einer großen deutschen Gesellschaft.
Schimmelmann hob vor allem das Kundenpotenzial hervor. "Zwei bis drei Millionen Menschen besuchen täglich die Filialen der Deutsche Post, und nur der kleinere Teil ist bisher Kunde der Postbank - eine enorme Chance, die hier sozusagen vor der eigenen Haustür liegt".
"Wir wollen in die Spitzengruppe europäischer Filialbanken vorstoßen", sagte Schimmelmann. Er betonte, dass es in Deutschland keine "börsennotierte Bank mit einem ähnlichen Profil - hoher Retailanteil und niedrigere Kreditrisiken gebe. Der überwiegende Teil der Erträge entfiele auf das Privatkundengeschäft, während es bei den deutschen Großbanken nur etwa ein Drittel sein.
Die Wertpapiere können von diesem Montag (7.6.) an bis zum 18. Juni gezeichnet werden. Anschließend wird der endgültige Emissionspreis festgelegt. Der Börsengang der mit rund 11,5 Millionen Kunden größten Privatkundenbank Deutschlands ist für den 21. Juni geplant. Der Postbank-Börsengang wäre die drittgrößte Neuemission der vergangenen fünf Jahre an der Frankfurter Wertpapierbörse - hinter der Deutschen Post und Infineon IFX.ETR.
Der Börsengang der soliden und gewinnträchtigen Postbank gilt als wichtiger Test für den Finanzplatz Deutschland und könnte das derzeit eher flaue Geschäft mit Neuemissionen wieder beleben. In diesem Jahr trauten sich mit dem Fahrrad-Produzenten Mifa und dem Geldautomaten-Hersteller Wincor Nixdorf erst zwei Unternehmen aufs Parkett, drei Börsengänge wurden abgesagt.
FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche-Post-Chef DPW.ETR Klaus Zumwinkel sieht eine gute Resonanz von Investoren für den am 21. Juni angestrebten Börsengang der Tochter Postbank. Vor allem von ausländischen Fonds sei das Interesse "beachtlich". "Zusätzlich hat das große Interesse von Privatanlegern und Mitarbeitern der Postbank unser Vertrauen in den Kapitalmarkt gestärkt", sagte Zumwinkel am Montag in Frankfurt.
Die Gespräche mit zukünftigen Investoren hätten ihn "positiv überrascht", sagte Postbank-Chef Wulf von Schimmelmann. Die Postbank werde inzwischen "auch als Wachstumswert" eingeordnet, dem "erhebliches Potenzial" zugesprochen werde. Daher sei er sehr zuversichtlich, dass auf der anstehenden Roadshow die Investoren überzeugt werden könnten. Die Deutsche Post hatte am Wochenende als Zeichungsspanne für die Aktie der Postbank 31,50 bis 36,50 Euro genannt. Viele Experten und Analysten hatten einen wesentlich niedrigeren Wert erwartet und sich daher skeptisch für den Erfolg des Börsengangs gezeigt."Zu dem Preis wird es sehr schwer, die Aktien zu platzieren", sagte Fondsmanager Andreas Thomae von der HVB-Tochter Activest der "Financial Times Deutschland" (FTD, Montagausgabe). "Es wird spannend, ob das Ganze klappt", sagte ein anderer Fondsmanager einer großen deutschen Gesellschaft.
Schimmelmann hob vor allem das Kundenpotenzial hervor. "Zwei bis drei Millionen Menschen besuchen täglich die Filialen der Deutsche Post, und nur der kleinere Teil ist bisher Kunde der Postbank - eine enorme Chance, die hier sozusagen vor der eigenen Haustür liegt".
"Wir wollen in die Spitzengruppe europäischer Filialbanken vorstoßen", sagte Schimmelmann. Er betonte, dass es in Deutschland keine "börsennotierte Bank mit einem ähnlichen Profil - hoher Retailanteil und niedrigere Kreditrisiken gebe. Der überwiegende Teil der Erträge entfiele auf das Privatkundengeschäft, während es bei den deutschen Großbanken nur etwa ein Drittel sein.
Die Wertpapiere können von diesem Montag (7.6.) an bis zum 18. Juni gezeichnet werden. Anschließend wird der endgültige Emissionspreis festgelegt. Der Börsengang der mit rund 11,5 Millionen Kunden größten Privatkundenbank Deutschlands ist für den 21. Juni geplant. Der Postbank-Börsengang wäre die drittgrößte Neuemission der vergangenen fünf Jahre an der Frankfurter Wertpapierbörse - hinter der Deutschen Post und Infineon IFX.ETR.
Der Börsengang der soliden und gewinnträchtigen Postbank gilt als wichtiger Test für den Finanzplatz Deutschland und könnte das derzeit eher flaue Geschäft mit Neuemissionen wieder beleben. In diesem Jahr trauten sich mit dem Fahrrad-Produzenten Mifa und dem Geldautomaten-Hersteller Wincor Nixdorf erst zwei Unternehmen aufs Parkett, drei Börsengänge wurden abgesagt.