Computerprogramme für den drastischen Absturz mitverantwortlich zu sein scheinen, auf der anderen Seite aber auch davon, dass Panik bei vielen Anlegern ausgebrochen sein.
Da ich nicht annehme, dass auch in die Compuerprogramme eine "Panikroutine" eingebaut wurde, meine ich, dass sich das irgendwie widerspricht.
Ein Computerprogramm wird normalerweise zu Zeiten erstellt, wo die Auftraggeber und Programmierer recht nüchtern denken. Und wenn beide einigermaßen gescheit sind, so werden sie die Programme nicht so gestaltenen, dass riesige Geldsummen vernichtet werden, wenn ein paar Anleger, die noch "normal" handeln in Panik verfallen. Im Gegenteil, ein gute angelegtes Computerprogramm sollte ich solchen Situationen "zugreifen" und Schnäppchen mitnehmen, da es "emotionlos" auch in Paniksituationen reagieren und die besten Schnäppchen rausfiltern kann.
Deshalb vermute ich, dass die Auslöser der derzeitigen Situation in Phase 1 Investoren sind, die in einen eigentlich gesunden Markt gezielt Negativmeldungen streuen und Verunsicherung erzeugen und in Phase 2 durch nach außen irrationales Handeln Panikstimmung bei den Anlegern erzeugen, die ihre Entscheidungen nicht zu 100% vom Computer treffen lassen. Wenn diese sich anschließen, wird die Welle vergößert. In Phase 3 versuchen Investmentfonds flüssig zu werden, in der Erwartung, dass Anleger beginnen werden ihre Papiere einzulösen. Sie verkaufen einen Teil ihrer Analgen zum reduzierten Kurs und verstärken die Welle nochmals.
Wahrscheinlich haben die Initiatoren der Aktion auch gute Kenntnisse von der Funktionsweise wesentlicher Programme im Computerhandel und können durch entsprechende Strategien Funktionen der Programme initiieren, die von den Nutzern der Programme so garnicht erwünscht waren.
Klingt alles vielleicht etwas kompliziert, aber ich denke dass es so einfach, wie hier oft dargestellt wird (=> hohe Verkäufe lösen computerveranlaßte weitere noch höhere Verkäufe aus) nicht sein wird. Die Spieler, die hier beteiligt sind, werden ihre Strategien nicht weniger tiefsinnig austüfteln, wie ein Schachspieler. Es wird deshalb erst im nachhinein sichtbar werden, welche Ziele verfolgt wurden und wann ein Strategiewechseln erfolgte.
Gruß
FredoTorpedo