die auf dem Weltfinanzgipfel beschlossen wurde - denn mehr habe ich bisher nicht gefunden:
Reform der Finanzmärkte
G20 für dichtes Kontrollnetz
Der Weltfinanzgipfel ist noch gar nicht vorbei, doch Bundeskanzlerin Merkel verbreitet schon Erfolgsmeldungen: Die Teilnehmer würden ein 50-Punkte umfassenden Aktionsplan verabschieden, der rasch umgesetzt werden soll.
ZUM THEMA
Weltfinanzgipfel: Kimmitt sieht USA in Verantwortung (www.ftd.de/politik/international/...Verantwortung/439290.html)
Kolumne: Wolfgang Münchau - Drei-Punkte-Programm für den G20-Gipfel (www.ftd.de/meinung/leitartikel/...-den-G20-Gipfel/437854.html)
Weltfinanzgipfel: Wie die Märkte reformiert werden sollen (www.ftd.de/politik/deutschland/...t-werden-sollen/439208.html)
Bretton Woods II: Was Ökonomen vom Finanzgipfel erwarten (www.ftd.de/politik/international/...pfel-erwarten/437562.html)
Weltfinanzgipfel: BDI für stärkere Finanzmarktregulierung (www.ftd.de/politik/...kere-Finanzmarktregulierung/438649.html)
Reform der Weltfinanzen: Paulson dämpft Hoffnung auf rasche Ergebnisse (www.ftd.de/politik/international/...he-Ergebnisse/438947.html)
Diesen Artikel jetzt anhören Der Weltfinanzgipfel in Washington zeigt nach Auffassung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Handlungsfähigkeit der Staaten in globalen Krisen. "Wir werden hier einen Aktionsplan verabschieden, bei dem fast 50 Maßnahmen bis Ende März umgesetzt und verwirklicht werden", sagte Merkel am Samstag vor der ersten Arbeitssitzung des G20-Gipfels in Washington. "Es geht darum, das alle Marktteilnehmer alle Produkte und alle Märkte, wirklich reguliert und überwacht werden." Mit der Einigung auf diesen Aktionsplan zeige die G20 "das die Staatengemeinschaft handlungsfähig ist."
Die größten Wirtschaftsmächte der Welt sprechen sich im Entwurf der Abschlusserklärung dafür aus, alle Überwachungslücken auf den internationalen Finanzmärkten zu schließen. Ziel des Treffens ist es, einen Fahrplan zur Reform des Welt-Finanzsystems zu vereinbaren. Damit sollen Wiederholungen der derzeitigen Krise verhindert werden. Schon vor Beginn des Gipfels wurden allerdings Unterschiede in der Frage deutlich, wie stark die Finanzmärkte künftig überwacht werden sollen.
Der Gipfel hatte am Freitagabend mit einem Abendessen im Weißen Haus begonnen. Der scheidende US-Präsident George W. Bush rief dabei zu entschlossenem Handeln im Kampf gegen die globale Finanzkrise auf: "Wir teilen eine Entschlossenheit, die Probleme zu lösen, die zu diesen Turbulenzen geführt haben", sagte er. "Es gibt noch mehr zu tun, und es steht in der Tat viel auf dem Spiel." Der Gipfel solle die Prinzipien für Reformen der Finanz- und Regulierungssysteme identifizieren und einen Handlungsplan zu ihrer Umsetzung in Gang setzen.
US-Präsident George W. Bush hält vor Beginn des Abendessens der G20-Staats- und Regierungschefs im Weißen Haus in Washington eine AnspracheMerkel hatte vor dem Treffen mehrmals die Notwendigkeit schnellen Handelns unterstrichen. Nur weil sich die Situation auf den Finanzmärkten zu beruhigen beginne, dürfe jetzt in den Anstrengungen für eine Reform nicht nachgelassen werden.
Der weitgehend abgesprochene Entwurf für die Abschlusserklärung des Gipfels enthält Teilnehmerkreisen zufolge neben einer Ursachenanalyse und einer Bestandsaufnahme der schon von den Staaten eingeleiteten Maßnahmen gegen die Finanzkrise auch einen Aktionsplan. Der unterscheide zwischen Vorschlägen, die kurzfristig bis zum 31. März 2009 verwirklicht werden sollten und solchen, die eher mittelfristig umzusetzen seien.
Welche Rolle sollte Europa beim Weltfinanzgipfel spielen?
19 Beiträge
13:15Letzter BeitragAls Zielsetzungen seien mehr Transparenz, mehr Regulierung und Aufsicht, Änderungen bei den Anreizsystemen in den Finanzunternehmen sowie eine engere internationale Zusammenarbeit in diesen Bereichen genannt. Auch die Grundsatzforderung der europäischen Staaten, dass künftig kein Finanzmarkt, kein Finanzprodukt und keine Region mehr unreguliert bleiben solle, werde in diplomatischerer Form in dem Abschlussdokument enthalten sein, hieß es in den Kreisen.
Doch über den letzten Punkt herrscht Uneinigkeit. "Ich glaube nicht, dass die großen Volkswirtschaften der Welt einer externen Kontrolle über ihre Aufsichtssysteme zustimmen werden", sagte der kanadische Ministerpräsident Stephen Harper. Ähnlich äußerte sich ein japanischer Regierungsvertreter. Auch die USA widersetzen sich einer lückenlosen Kontrolle. Die Europäer wollen dagegen eine möglichst umfassende Regulierung. "Es darf keine blinden Flecken mehr geben, in deren Schutz sich Risiken unbeobachtet aufbauen", hatte Kanzlerin Merkel der "Süddeutschen Zeitung" gesagt.
Am Rande des Gipfels trafen Berater des künftigen US-Präsidenten Barack Obama mit Vertretern von mehr als einem Dutzend Ländern zusammen, darunter auch Deutschland. Die frühere US-Außenministerin Madeleine Albright und der ehemalige republikanische Kongressabgeordnete Jim Leach sollen den künftigen US-Präsidenten im Anschluss über die Gespräche informieren.