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FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - Tagesbericht vom Handel mit Anlage- und Hebelprodukten. Heute: Silber, Gold, Aluminium und Öl.
18. April. Privatanleger haben am ersten Handelstag nach Ostern einen ähnlichen Fokus wie vor dem langen börsenfreien Wochenende. Sie beschäftigen sich u.a. mit Rohstoffen. Nur sind heute vor allem Verkäufer aktiv.
Diese trennen sich z.B. von einem währungsgesicherten Endlos-Papier auf den Silberpreis (WKN
A0AB82). Der war in den vergangenen Wochen mit neuen Höchstständen in aller Munde und hat sich innerhalb von sechs Monaten etwa verdoppelt. Vermutlich denken die Anleger, dieser Trend sei nun vorbei und nehmen ihre Gewinne mit.
Charttechnisch sieht Harald Weygand von godmode-trader.de den Silberpreis "explodieren". Die seit November 2005 laufende Ausbruchbewegung aus einem fast zweijährigen symmetrischen Konsolidierungsdreieck verschärfe sich zunehmend, ein Übergang in eine so genannte Fahnenstange sei damit absehbar. "Der Kurs bricht explosionsartig sogar über das obere Bollingerband im Wochenchart aus. Die projizierte Oberkante des Aufwärtstrendkanals seit November 2005 bei derzeit 12,50 US-Dollar fungiert ab jetzt als solide charttechnische Unterstützung, die mögliche Kursrücksetzer auffangen sollte. Charttechnisch ist bei Silber der Weg nach oben frei." Lediglich bei 15,00 US-Dollar lauere ein versteckter Widerstand, beschreibt der Analyst das Chartbild.
"Sowohl für Silber als auch für Gold weisen die Indikatoren extreme Werte aus", fährt Weygand fort. Die Investmentindustrie fokussiere sich immer mehr auf diese Basiswerte. Dennoch zeige die vorliegende Signallage nach wie vor klar auf deutlich weiter anziehende Preisnotierungen bei den beiden Edelmetallen hin.
Dies sehen die Investoren auch beim Gold anders. Sie verkaufen ein endlos laufendes Knock-out-Papier, das auf steigende Goldnotierungen setzt (WKN
ABN19Y).
Ein weiteres Rohstoffpapier von der ABN fliegt aus den Depots. Die Investoren trennen sich von einem bullishen Knock-out-Schein auf den Aluminium Future (WKN
ABN4K5), der an der London Metall Exchange gehandelt wird (LME). Dem Papier liegt der September-Kontrakt zugrunde, der sich wiederum auf den US-Dollarpreis für eine Tonne Aluminium der höchstwertigen Sorte bezieht. Dieser Future kostet derzeit knapp 2.700 US-Dollar. Die Stop-loss-Schwelle des Knock-out-Produkts liegt bei gut 1.500 US-Dollar. Vielleicht reicht den Anlegern auch der Gewinn von etwa 220 Prozent innerhalb der vergangenen 12 Monate.
Vom Glauben an einen wieder steigenden Ölpreis zeugen dagegen die Verkäufe eines bearishen Knock-out-Scheins auf den Rohöl-Future (WKN
ABN1G2). Diese Anleger wollen wohl nicht weiter auf eine Trendwende beim Ölpreis warten. Der Schein hat jedenfalls auf Monatssicht um die 20 Prozent verloren. Der Future notiert gegenwärtig bei 71,80 US-Dollar.
In Käuferstimmung zeigen sich wenige. Sie steigen zum Beispiel in ein Bonus-Zertifikat von der Société Général auf den Öl-Future ein (WKN
SG241A). Dessen Besitzer erhalten am Laufzeitende im Dezember mindestens 96,70 US-Dollar, falls der Preis des Öl-Futures nicht auf 36,97 US-Dollar fällt. Das entspricht gegenwärtig einem Bonus von etwa 26 Prozent mit einem Puffer von 48 Prozent.
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(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)