New Yorker Börse: Oracle beruhigt Gemüter


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Peet:

New Yorker Börse: Oracle beruhigt Gemüter

 
06.06.02 07:57
New Yorker Börse: Oracle beruhigt Gemüter

(Instock) Nach einem freundlichen Handelsauftakt – unterstützt von positiven Konjunkturdaten – bröckelten die Kursgewinne an der Wall Street zunächst wieder ab. Dank Oracle ging es in der letzten Handelsstunde jedoch wieder deutlich nach oben. Der Dow Jones-Index gewann rund 109 Zähler oder 1,1 Prozent auf 9.797 Punkte, während der breiter gefasste S&P-500 9 Zähler auf 1.049 Punkte zulegte. Der Nasdaq Composite-Index verabschiedete sich mit einem Plus von 17 Zählern oder 1,1 Prozent aus dem Handel. Schlußstand: 1.595 Punkte. Am Rentenmarkt wurden Gelder abgezogen: Die Rendite der richtungsweisenden 10-jährigen Staatsanleihe legte 3 Stellen auf 5,04 Prozent zu. Die 30-jährige Staatsanleihe rentierte zuletzt mit 5,65 Prozent (+ 4 Stellen). Im Blickpunkt Datenbankspezialist Oracle bestätigte seine Gewinnprognose. Der Aktie bescherte dies einen Aufschlag von 10,7 Prozent auf 8,66 Dollar. Siebel zog im Schlepptau 2,8 Prozent auf 19,20 Dollar an. Zunächst hatte jedoch Manugistics mit einer Gewinnwarnung für schlechte Stimmung im Softwaresektor gesorgt.. Im laufenden Quartal sei mit einem weitaus größeren Vorsteuerverlust zu rechnen als bisher angenommen, hieß es. Daraufhin stuften diverse Broker die Aktie ab. Das Resultat: Manugistics brach 25,7 Prozent auf 5,90 Dollar ein. Branchenkollege TIBCO (- 1,5 Prozent auf 5,30 Dollar) „glänzte“ ebenfalls mit einer Warnung. Computerriese IBM will im Geschäftsbereich Mikroelektronik 1.500 Stellen abbauen. Begründet wird dieser Schritt mit der anhaltenden Konjunkturflaute. Zur Finanzierung dieses Schrittes sowie für Umstrukturierungsmaßnahmen will Big Blue 2 bis 2,5 Milliarden US-Dollar zurückstellen. Damit könnte IBM erstmals seit acht Jahren ein negatives Quartalsergebnis ausweisen. Dessen ungeachtet zogen die Anteile 1,6 Prozent auf 80,60 Dollar an. Im Umbau befindet sich auch Motorola. Der Technologiekonzern will seine Internet-Technologie-Sparte restrukturieren und in drei Bereiche aufspalten. Die Aktie verabschiedete sich mit 15,40 Dollar – ein Minus von 1,5 Prozent. Worldcom will 20 Prozent seiner Belegschaft oder 16.000 Angestellte entlassen, um die Kosten weiter zu senken, berichtete "USA Today". Bereits im Vorjahr hatte der Telefonkonzern rund 13.000 Mitarbeiter nach Hause geschickt. Am Markt wurde das Vorhaben mit einem Abschlag von 2,5 Prozent auf 1,41 Dollar "honoriert". Erst im nächsten Jahr rechnet Cisco mit einer Wiederbelebung der Investitionstätigkeit im Telekom-Sektor. Der Netzwerkausrüster gab 1 Prozent auf 15,92 Dollar nach. Mit weiteren Kursverlusten von 1,8 Prozent hatte Bristol-Myers zu kämpfen. Der Pharmariese wurde von mehreren US-Staaten auf Schadensersatz verklagt. Bristol-Myers soll die Markteinführung von Generika-Konkurrenten seines umsatzstarken Krebs-Medikaments über Jahre hinweg verhindert haben. Schlusskurs: 28,14 Dollar.  
 
[ Mittwoch, 05.06.2002, 22:25 ]  

 

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